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Petra Kaisers Forum

Reise-Ratgeber

Frühlings-Urlaub im Süden Sachsens

 Frühlings-Urlaub im Süden Sachsens

 

Wer das sächsische Erzgebirge noch nicht kennt, der hat etwas verpasst. Dichte und lichte Wälder, verschlafene Dörfchen, zahlreiche Burgen und Schlösser, weite Felder, Wiesen und Bäche laden den Wanderer und Naturliebhaber zu Entdeckungstouren ein. Das Mittelgebirge erstreckt sich über ein Areal von 5262 km und wird von einem 5000 km langen Netz an gut ausgebauten Wander-und Fahrradwegen durchzogen. Seit meiner Kindheit nutzte ich zahlreiche Wanderrouten und stellte fest, dass in dieser Region Kultur, Tradition und Sport eine Einheit bilden.



Warum es sich lohnt, gerade im Frühling auf Entdeckungstour zu gehen:

Die malerischen Landschaften mit endlosen Wäldern, klaren Seen und Bächen sind Anlass für einen Besuch. Vor allen wenn die Natur zum Leben erwacht und die Rapsfelder erblühen. Oder auf den Waldwiesen die Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln, Gänseblümchen oder Vergissmeinnicht anfangen, sich aufzurichten. Oder den Stimmen zahlreicher Tierarten zu lauschen. Mit der nahezu 500 Jahre alten Erzgebirger Volkskunst kommen Kultur-Begeisterte auf ihre Kosten. Die Zunft der Schnitzerei und Drechslerei weitete sich zu jenem Zeitpunkt aus, wo das Eisenerz verknappte und der Bevölkerungsanteil zunahm. Während des 17.Jahrhunderts stagnierte die Suche nach dem leicht förderbaren Eisenerz. Somit rückte die Ressource "Holz" in den Hauptfokus der Einwohner. Das traditionelle Handwerk hat sich von der Geburtsstunde im 17.Jahrhundert bis in die Gegenwart gehalten und wird heute vor allem von Familien mit Kindern, Abenteurern und Wanderlustigen in über 100 Museen bewundert.

Die geheimnisvolle Volkskunst:

Die Bewohner des Erzgebirges galten schon vor dem 17.Jahrhundert als erfinderisch. Die Bastelei, Schnitzerei, Holzbildhauerei und Tüftelei verschmolz mit den Traditionen und Gebräuchen. Die mit Liebe und Kreativität hergestellten Erzeugnisse sind zum Beispiel im Spielzeug-Museum in Seiffen zu bewundern. Neben Pyramiden, Häusern, Räuchermännchen, Nussknacker, Engel, bunten Hernhuter Sternen und Weihnachtsbaumschmuck können Alt und Jung im Bereich Interaktion und Spiel die Holzkunst mit allen Sinnen erleben. Spielsysteme und Holzkonstruktionen laden zum Basteln, Tüfteln und Ausprobieren ein. Nachbildungen von historischen Spielzeugen ab 1905 stellen einen engen Bezug zur traditionellen Holz-Designer-Kunst und dem Leben der Gegenwart her. Weitere Informationen sind in den 16 Seiten des Kinder-Museumsführers zu finden.


3 international bedeutsame Wanderwege mit zahlreichen markierten Nebenwegen, durchkreuzen naturbelassene Landschaften, dichte Nadel-und Mischwälder, Weiden und Dörfchen. Die Europäischen Fernwanderwege E3 und Eisenach-Budapest sowie der Kammweg Erzgebirge-Vogtland, welcher sich mit 285 km von Altenberg im Osterzgebirge durch das Vogtland nach Blankenstein in Thüringen hinzieht.

Das ist nur ein kleiner Einblick von meinen Erlebnissen im Erzgebirge. Ein Besuch lohnt sich gerade im Frühling, weil jeder Mensch "geschmacklich" auf seine Kosten kommt. Für Tüftler und Bastler eignen sich Besuche in Oldtimer-Ausstellungen oder eine Rundfahrt mit der Schmalspurbahn. Wer die Holzkunst liebt, besucht Eines der 100 Museen im Erzgebirge, wer sich für die Geschichte des Bergbaus interessiert, kann sich Eines der 30 Besucherbergwerke ansehen und wer die Natur liebt, geht auf Wandertour. Die Wanderstrecken vom Fichtelberg bis über Zinnwald hinaus bieten ein abwechslungsreiches Panorama.

 

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