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Last updateMi, 22 Mai 2019 11am

Petra Kaisers Forum

Reise-Ratgeber

 Südeuropäische und asiatische Länder kultivieren zur heißesten Tageszeit die „Siesta“ – sie legen einen Mittagsschlaf ein.  

Gesunder Schlaf auf Reisen: Mit diesen Schlaftipps gut und erholsam ruhen

Eine herbeigesehnte Reise ist eine wohltuende Auszeit vom hektischen Alltag. Oftmals ist sie auch das Ergebnis jahrelangen Sparens. Steht die geplante Reise vor der Tür, ergibt sich nicht selten das ein oder andere Problem. Beispielsweise die unvorhergesehene Schlaflosigkeit, die als unliebsamer Begleiter mit ins Hotel einzieht. Doch kein Grund, um in Panik zu verfallen oder in Sorgen zu schwimmen: Mit einigen Tipps lassen sich die unruhigen Nächte überwinden, sodass wieder Ruhe und Entspannung im Urlaub einkehren.

Warum die Schlaflosigkeit im Urlaub ein typisches Phänomen ist

Logisch betrachtet sollte der Mensch, wenn er entspannt ist, besser und länger schlafen können. Während einer Reise ist nicht selten das genaue Gegenteil der Fall. Egal, ob es sich um einen Trip in die Natur in Südfrankreich oder um eine weitere Reise gen Übersee handelt – eines haben alle Reiseziele gemeinsam. Sie greifen in den bisher festen individuellen Tagesablauf ein und wirbeln diesen gehörig durcheinander. Nicht nur der Ortswechsel, sondern auch die neuen klimatischen Bedingungen oder die Zeitumstellung versetzen den Körper in Aufruhr.

Die genannten Faktoren beeinflussen den Schlaf – oftmals in positiver, manchmal auch in negativer Weise. Störfaktor Nummer eins ist oftmals die veränderte Umgebung. Nicht nur der individuelle Schlafraum ist anders – das Bett ist es ebenfalls. Selbst wenn das Hotelbett noch so bequem ist, schläft es sich manchmal schlechter als Zuhause. Einige Reisende gewöhnen sich nach einem oder zwei Tagen an das neue Bett. Andere wälzen sich während des gesamten Urlaubs schlaflos hin und her. Es gibt kein Patentrezept, wie sich dieses Problem lösen lässt. Jedoch kann es hilfreich sein, das geliebte Kopfkissen mitzunehmen und Matratzen nach Maß in Auftrag zu geben. Derartige Sonderanfertigungen lassen sich auf reisefreundliche Maße bringen. Einige Modelle sind beispielsweise speziell für die Übernachtung auf Booten vorgesehen. Zuhause erweist sich eine passgenaue Matratze für Seiten- und Querschläfer mit ungewöhnlichen Schlafpositionen als nützlich.

Unterwegs im Flugzeug oder in der Bahn gesund schlafen

Es kann hilfreich sein, in einer ungewohnten Schlafumgebung mit dem vertrauten Bettzeug zu nächtigen

Dauerhafte Schlafstörungen wirken sich gravierend auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus. Die Forscher sprechen ab einer Schlafdauer von weniger als 42 Stunden wöchentlich von Schlafmangel. Dieser begünstigt langfristig gesehen das Risiko, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder andere schwerwiegende Krankheiten zu erleiden.

Umso wichtiger erscheint es, sich bereits auf dem Reiseweg mit einer korrekten und gesunden Schlafhygiene auseinanderzusetzen. Auf einer langen Flugreise ist der Mensch von vielen fremden Mitreisenden umgeben. Von ihnen geht eine ständige Geräuschkulisse aus, die das Einschlafen schwierig gestaltet. Geruhsame Abhilfe schaffen Ohrenstöpsel aus Silikon, Wachs oder Schaumstoff. Alternativ kann es schlaffördernd sein, die eigene Lieblingsmusik auf speziellen Schlafkopfhörern abzuspielen.

Ferner trägt auch der richtige Sitzplatz zu einem erholsameren Schlaf bei. So schläft es sich am Fensterplatz im Flugzeug erheblich besser als in unmittelbarer Nähe zum Gang. Am Fensterplatz kann sich der Kopf – eingebettet in ein weiches Kissen – am Fenster anlehnen. Am besten schläft es sich zudem in den vorderen oder mittleren Reihen. Dort ist die Distanz zum Schwerpunkt des Flugzeugs nicht so groß wie in den hinteren Reihen. Kleine Turbulenzen bleiben eher unbemerkt als auf den hinteren Sitzplätzen.

Doch nicht nur die Schlafposition, auch die richtige Schlafenszeit trägt zu einer gesunden Schlafhygiene bei. Der körperlichen Gesundheit ist es zuträglich, wenn die Reisezeit an den eigenen Schlafrhythmus angepasst ist. Nachtflüge und Nonstop-Verbindungen bieten sich eher an als umständliches, mehrmaliges Umsteigen. Insbesondere bei weit entfernten Reisezielen belastet dies die Psyche. Wer auf dem Weg in den Traumurlaub nach New York mehrmals umsteigt, ist gedanklich auf dem Sprung, wodurch das Einschlafen schwerer fällt.

Am Ziel angekommen: richtig schlafen am Urlaubsort

Eine Reise lässt sich genießen, wenn der Körper ausgeruht und in bester Stimmung aufwacht. Ein paar Regeln sorgen während des Ausflugs für eine angenehmere Nachtruhe.

  • Ein erster langer und aktiver Tag powert den Körper aus, sodass er abends schnell zur Ruhe kommt.
  • Auf große Mahlzeiten am Abend sowie Alkohol und Nikotin gilt es möglichst, zu verzichten.
  •  Pflanzliche Präparate wie Baldrian, Passionsblumen oder Hopfen unterstützen den Körper, zu einer schnellen Nachtruhe zu gelangen.
  • Wichtige Gadgets wie ein Nackenkissen ermöglichen im Hotelbett eine bequemere Schlafposition.
  • Feste und gewohnte Rituale vor dem Zu-Bett-Gehen – etwa der letzte Tee oder das Tagebuch schreiben – sollten im Urlaub beibehalten werden.

Schlafgewohnheiten in anderen Ländern berücksichtigen

In Japan und China nutzen die Menschen günstige Zeifenster für ein kurzes Nickerchen.

Es kann die eigene Reise versüßen, sich über die Schlafsitten anderer Länder zu informieren – und sich an diesen ein Beispiel zu nehmen. So schlafen die Amerikaner am liebsten gemeinsam mit ihren Haustieren in Boxspringbetten. Anders als die Deutschen schlafen sie nicht monophasisch, sondern  polyphasisch, also mehrmals über den Tag verteilt.

Die Briten neigen dazu, vor dem Einschlafen häufig fernzusehen und beruhigende Getränke einzunehmen. Die Mexikaner schlafen mit durchschnittlich sieben Stunden pro Nacht am meisten. Die Japaner und Chinesen schlafen gern am Tag und nicht selten an öffentlichen Orten. Ein Power-Nap wird, anders als in Deutschland, mit positiven Assoziationen verknüpft und gilt als Leistungsbeweis.

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