Autor Thema: Live von unserer Motorradtour nach Griechenland - 2016  (Gelesen 18920 mal)

Petra

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Antw:Live von unserer Motorradtour nach Griechenland - 2016
« Antwort #15 am: 08 August 2016, 22:51 »
Da wir nicht so genau wussten, wie wir zu unserem gebuchten Hotel kommen, habe ich mein Handy an die Powerbank angeschlossen und konnte so das Naviprogramm starten.

Man stelle es sich so vor: Man gibt die Route ein, schaut nach, aha wieder drehen, nächste rechts, dann links und so weiter und so fort. Nur wir befanden uns in einer größeren Stadt, da war es vorprogrammiert, dass wir uns auch mit Navi noch dreimal verfuhren. Das Handy habe ich in den Tankrucksack gesteckt, ich konnte es ja schlecht in der Hand halten und gleichzeitig fahren. Aber unter dem durchsichtigen Plastik kann man kaum etwas erkennen.

Die Stimmung wurde nervöser und klar, es kam wie es kommen musste, wir verloren uns - mitten in Bologna. (Bild 3) Ich sah Friedrich wieder zurückkommen, hupte und versuchte mich bermerkbar zu machen, aber er sah mich nicht. Ich also hinterher, aber ich musste erst drehen und einen großen Bogen fahren und nahm prompt erst einen falschen Abzweig und musste wieder erst 500 m weiterfahren, ehe ich drehen konnte.

Was tun? Ich drehte noch zweimal die Runde im Kreisverkehr, aber kein Friedrich in Sicht.  :'(

So suchte ich das Hotel, dafür musste ich ein Stück Stadtautobahn fahren und endlich, endlich fand ich das Hotel. Nur von Friedrich war nichts zu sehen. Irgendwann klingelte mein Handy, ich erklärte Friedrich, wie er zum Hotel kommt und nach einer weiteren halben Stunde, fanden wir wieder zusammen.  :mrgreen

Im Hotel bekamen wir ein Upgrade, das haben wir uns aber auch verdient!

Das war´s für heute.

Viele Grüße
Petra

PS. Morgen geht es bis kurz vor Ancona.

Petra

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« Antwort #16 am: 09 August 2016, 22:40 »
Die Anstrengungen des letzten Tages sind schnell verflogen. Wir haben gut und lange geschlafen. Das Hotel ist recht groß und hat sogar einen großen Pool. Es ist auch gut belegt.

Hier noch ein paar Bilder vom Living Place Hotel in Villanova bei Bologna.

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« Antwort #17 am: 09 August 2016, 22:49 »
5. Etappe von Villanova nach Senigallia  ca. 230 Kilometer

Welch ein Wunder, wir fanden recht schnell die SS9, die uns in Richtung Rimini führte, wir hatten ja unser Mittagessen in Riccione geplant.

Schon früh am Morgen war es heiß, zu heiß. Man hätte lieber im Pool schwimmen sollen. Es war sehr viel Verkehr auf den Straßen und ein Kreisel jagt den nächsten. Ich hätte sie mal zählen sollen, ebenso wie die Tunnel.

An Geschwindigkeiten hält sich hier kein Mensch, aber Lust auf ein Ticket hatte ich auch nicht so richtig. Immer mal wieder standen "sie" an den Straßenrändern und warteten auf die  Verkehrssünder.

Bei Roby & Roy machten wir eine kleine Cappucino-Pause, mittlerweile waren es schon 32 Grad. Da kommt Freude auf!

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« Antwort #18 am: 09 August 2016, 22:54 »
An meiner Maschine habe ich die GoPro befestigt und auch heute schaltete ich sie ein, so dass sie jede Minute ein Bild machte. Da kommen zwar eine Menge Bilder zusammen, aber ich behalte nicht alle. Hier ein paar Bilder von unterwegs.

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« Antwort #19 am: 09 August 2016, 23:07 »
Imola, Faenza, Forli, Rimini, in den Städten war allerlei los, vor allem gibt es viele Kreisel.  :mrgreen   Wir kommen nur mühsam voran, aber wir haben keine Eile.

In Riccione machen wir einen Stop. Hier waren wir schon einige Male gewesen. Es war das Lieblingsziel meiner Mutter und wir haben sie oft besucht. Auch Jenni war schon etliche Male hier gewesen. Das letzte Mal waren wir 2009 in Riccione, ich hatte hier darüber berichtet.

Lang, lang ist es her. Und wieder hat sich so einiges verändert. Bagno 108 heißt jetzt Playa del Sol 108, nach den Liegstuhlpreisen habe ich einfach nicht gefragt.

Wahnsinn, wie viele Liegestühle auf engstem Raum stehen. Bis zum Wasser ist alles pickepacke voll.  :mrgreen

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« Antwort #20 am: 09 August 2016, 23:11 »
Bei Mario setzten wir uns hin. Wie schön, alte Bekannte zu treffen. Er hat uns sofort erkannt, es ist ja immerhin 7 Jahre her und vermutlich trifft er wirklich viele Menschen. Wir haben uns gefreut und genossen die Mittagspause.

Auf dem 1. Bild sieht man auch das Club Hotel, in dem wir schon einige Male übernachtet haben.

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« Antwort #21 am: 09 August 2016, 23:18 »
Ja, es ist wahnsinnig viel los, es ist allerdings auch Hochsaison und hier habe ich es selten anders erlebt. Das zieht sich die ganze Küste entlang.

Wir fuhren nun die SS 6 in den Süden, Cattolica, Gabbice Mare, Pesaro, Fano und Marotta hießen die Orte, die wir durchfuhren. An manchen Stellen sahen wir Kilometerweit Autos und Mopeds, die am Straßenrand parkten, ich sage nur Strandbesucher...

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« Antwort #22 am: 09 August 2016, 23:29 »
In Senigallia war für uns heute Schluss, denn wir übernachten hier. Es ist kleines Seebad, welches 30 Kilometer vor Ancona liegt. Für uns genau richtig, denn morgen geht es - wie gesagt - nach Griechenland.

Hier haben wir ein einfaches Hotel gebucht. Raus aus den Motorradklamotten, eine kalte Dusche und ein kühles Bier, genau in dieser Reihenfolge... Hier trinkt man Moretti, so heißt auch unser Hotel.  :bbbier Das Hotel liegt in Laufweite zum Meer und auch hier traf uns fast der Schlag, es sieht genauso aus wie überall. Liegestuhl reiht sich an Liegestuhl.

Da die Eisenbahn den Ort vom Strand trennt, gibt es witzige Unterführungen für Fußgänger und Fahrradfahrer. Man muss seinen Kopf einziehen und Licht gibt es in dem Durchgang auch nicht.

Den Abend ließen wir erst bei einer Pizza und später dann im Hotelgarten ausklingen.

Vermutlich wird es morgen keinen Bericht geben, da wir bis zum 11.8. mit dem Schiff unterwegs sind.

Viele Grüße
Petra

PS. dieser Thread bleibt gesperrt, Kommentare, Fragen, Grüße etc. bitte hierhin schreiben

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« Antwort #23 am: 10 August 2016, 16:57 »
6. Etappe mit der Superfastferries von Ancona nach Igoumenitsa

Nur 30 Kilometer mussten wir heute fahren, genau so hatten wir es auch geplant, eine gemütliche Fahrt von Senigallia zum Fährhafen von Ancona. Genau 40 Minuten brauchten wir für diese Fahrt.

Abfahrtszeit war mit 13:30 angegeben, 2 Stunden vorher sollten wir vor Ort sein. Das war eine gute Zeit, die wir locker einhalten konnten.

Die Fähre hatte ich schon von zu Hause aus gebucht. Da man immer erst einchecken muss, fuhren wir zunächst zum Fährterminal. Dort bekamen wir unsere Tickets und auch die Schlüsselkarte für unsere gebuchte Kabine.

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« Antwort #24 am: 10 August 2016, 17:13 »
Nun fuhren wir zum Gate 16. Dort warteten jede Menge Autos, LKWs, Fahrräder und Motorräder. Die Superfast war schon da, aber sie war noch nicht entladen. Das hat ganz schön lange gedauert.

Als Motorradfahrer kommt man immer recht schnell auf die Fähre. Ich fahre nicht gerne die Rampe hinauf. Dieses Mal "durften" wir sogar in den 2. Stock fahren. Es ginga aber alles glatt und ein wenig Herzklopfen darf ruhig mal dabei sein.

Man erwartet wohl eine ruhige Überfahrt, denn die Maschinen müssen nicht festgezurrt werden. Schnell nahmen wir unsere wichtigsten Sachen mit, den Rest ließen wir auf dem Motorrad. Ich hatte nun doch noch einmal umgepackt und jetzt die absolut gute Lösung gefunden. Alles, was ich mit in die Kabine nehmen wollte, passte in das Topcase. (natürlich habe ich auch noch den Tankrucksack mitgenommen)

Wir konnten sofort unsere Kabine beziehen und zogen uns schnell um (Motorradklamotten aus und bequeme Sachen an) Dann gingen wir an die Bar in die 10. Etage. Von oben sahen wir, dass sich immer noch etliche Autos und LKWs auf dem Parkplatz befanden, die aber noch nicht verladen waren. (Bild 2)

Mit gut einer Stunde Verspätung legten wir ab. Zwei Piloten lotsten das große Schiff aus dem Hafen. Das Wetter ändert sich, es ziehen Wolken auf, der Wind nimmt zu. Wird Zeit, dass wir einen Ortswechsel machen. :-)

Leider hatte ich beim Checkin die GoPro aus dem Gehäuse genommen. Ich lasse die Kamera nie am Motorrad, zu schnell könnte sie weg sein. Leider habe ich nicht mehr die Zeit gehabt, sie anzustellen, denn obwohl wir immer überall Wartezeit hatten, muss man ruckzuck reagieren und wenn es so weit ist, auf die Fähre fahren.

Ich war dann auch so froh, dass ich sie gut parken konnte (die Einweiser sind da oft sehr streng, man darf nicht fahren, wann man will und nicht hinfahren, wo man will :rolleyes ) Daher habe ich vergessen, ein Bild zu machen. Vermutlich werde ich auch keine Zeit haben, wenn wir angekommen sind. So ist das halt... alles muss flott gehen.

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« Antwort #25 am: 10 August 2016, 17:25 »
Eine ganze Weile blieben wir auf Deck 10. Viele Hundebesitzer halten sich hier auf, etliche Großfamilien, die ihre Schlafgelegenheiten auf Deck ausbreiten und am Tisch ein Picknick abhalten. Das ist alles so erlaubt. Wir bestellten uns an der Bar etwas zu essen, einen griechischen Salat und Pommes mit Zaziki... :ddicke03

Irgendwann schauten wir uns das Schiff an. An der Rezeption frage ich nach, wann wir die Kabine verlassen müssen. Sie macht eine Durchsage... ok, da wir später abgefahren sind, kommen wir auch später an. Normalerweise wäre die Ankunft gegen 6 Uhr am Morgen gewesen. Meinetwegen darf es ruhig etwas später sein.  :mrgreen

Ich frage nach dem Internet und da es nur 5 Euro für 24 Stunden kostet, kaufe ich mir einen Account. So kann ich die Zeit der Überfahrt etwas nutzen und den Bericht schreiben.

Das war´s erst einmal. Das letzte Bild ist unsere Kabine, diese befindet sich in der 8. Etage.

Viele Grüße
Petra

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« Antwort #26 am: 11 August 2016, 21:11 »
Ankunft in Igoumenitsa am 11.8.2016

Die Nacht war kurz, ich bin mindestens ein Dutzend Mal fast vom Bett gefallen und habe es in letzter Minute bemerkt, also es war kein erholsamer Schlaf. Um 4:15 wurden wir schon geweckt. Man schloss unsere Kabine auf und machte Licht an.

Ok, schnell unter die Dusche springen, alle Sachen zusammenpacken und dann schauen, wo man einen Kaffee bekommt. Den gab es in der Bar und es war einer der schwärzesten Kaffees, die ich ich getrunken habe, fast ungenießbar, dafür sehr teuer. Als Frühstück gab es ein Croissant und dann konnten wir auch schon zu den Motorrädern gehen.

Um 6:15 durften wir runterfahren. Ich habe die GoPro angestellt und hier ist das Video :-)


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« Antwort #27 am: 11 August 2016, 21:39 »
7. Etappe von Igoumenitsa nach Meteora

Um 6 Uhr morgens ist es auch in Griechenland noch sehr kühl. Wenn dann der Fahrtwind hinzukommt, dann kann man schon frösteln.

Zunächst fuhren wir auf der E90 bis Ioanina, es gab nur wenig Verkehr und wir kamen gut voran. Die Sonne kam langsam hinter den Bergen hervor.

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« Antwort #28 am: 11 August 2016, 21:53 »
Irgendwo machten wir nun endlich eine Frühstückspause und dann fuhren wir auf die E92. Solch eine Europastraße haben wir noch nicht gesehen. Wir waren ab sofort alleine auf dieser Straße und langsam verstand ich auch den Sinn des Schildes:

Crossing at own risk!

Die Straße führte hoch in die Berge, Kurve reihte sich an Kurve. Tolle Aussichten, hier oben gibt es sogar ein Skigebiet mit einem Skilift. Allerdings war die Straße unter aller Kanone, viel Schotter unterwegs, ab und zu gab es nur die halbe Fahrbahn, alo eine Europastraße stelle ich mir schon etwas anders vor.

Zwischendurch hatte ich immer mal das Gefühl, dass wir total falsch fahren.

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« Antwort #29 am: 11 August 2016, 22:06 »
Das war schon eine tolle Strecke, die jedes Bikerherz höher schlagen lässt. Mittlerweile ist es sehr warm geworden. Wir kamen wieder auf die normale Strecke und nun gab es auch wieder einige Autos, die uns entgegenkamen.

Hatte ich erwähnt, dass ich auf dieser Fahrt durch 29 Tunnel fahren musste? Ich habe mitgezählt und mich ganz sicher nicht vertan. Vielleicht bei den gefühlten 1000 Kurven.

Gegen 13:15 erreichten wir unser Hotel Rex in Meteora Kalambaka. Leider waren die Zimmer noch nicht bezugsfertig. Wir mussten noch ein wenig warten. Wir waren kaputt und sehnten uns nach anderen Klamotten und einer kühlen Dusche. Die Temperatur ist nämlich auf 40° Grad C gestiegen.

So tranken wir ein Willkommensbier und ich holte uns in der gegenüberliegenden Bäckerei ein warmes Blätterteig-Spinat-Käse-Tasche.
Wir haben ein Zimmer mit Bergblick gebucht und vom Balkon aus, haben wir einen tollen Blick (Bild 4)