Beiträge von Petra

    Nein, wir hatten keine Einzelkabine, auf dem Bild sieht man links mein Bett und rechts das Bett von Karin

    Ich kann es schon verstehen, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, es geht ja nicht nur um die Vogelgrippe, sondern auch darum , dass keine invasive Arten durch die Menschen verbreitet werden. Ich hatte zwar immer Staubkorn geschrieben, aber es ging natürlich hauptsächlich um Samenkörner, die nicht eingeschleppt werden sollten.

    Man sieht es ja zu oft, dass einheimische Pflanzen/Tiere durch invasive Arten verdrängt werden. Das ist zum Beispiel auch ein ganz großes Problem auf den Galapagos-Inseln.

    Man hatte unheimliche Angst, dass wir die Vogelgrippe und anderes von Ort zu Ort tragen. Letzten Endes ist es ja so gekommen, dass ganz Südgeorgien für Touristen gesperrt wurde. Die Tour nach uns durfte nicht starten. Bitter, wenn man viel Geld ausgegeben hat, um diese Reise zu machen, die dann nicht so stattfinden kann. Wir haben noch richtiges Glück gehabt. Da nehme ich diese "Reinigungen" in Kauf, so schlimm war es auch nicht, es gab nur noch einmal, dass alles akribisch nachgeschaut wurde, das war bevor wir in den ehemaligen Walfängerort Grytviken an Land gehen durften. Da kamen Inspektoren an Board und haben sich unsere Sachen vorab angeschaut. Erst nachdem alles picobello war, durften wir an Land.

    In den Schuhsohlen durften nicht das kleinste Körnchen sein. Nun ja, ist halt so, man muss ja nicht alles verstehen... :ffffluestern


    Vielleicht hatte das auch gegen Corona geholfen... {a

    7. November at Sea - nach 1000 km Entfernung von Falkland erreichten wir Shag Rocks

    Obwohl man uns "versicherte", dass das Wetter besser wird, hat es ohne Ende geschaukelt. Im Bett rutschte ich erst ans Fußende um aber gleich daraufhin wieder ans Kopfende zu rutschen. So ging es gefühlt die ganze Nacht. Irgendwie konnte ich aber auch zwischendurch schlafen.

    Der Wecker klingelte um 7 und ich wollte duschen und Haare waschen. Ich gebe zu, es war nicht einfach, aber machbar. Vor allem schwamm das kleine Badezimmer danach im Wasser.

    Nach dem Frühstü+ck um 8 Uhr, gab es dann wieder eine Pflichtveranstaltung in der Lounge von Russ und Elena: IAATO Briefing und Safty Briefing, um 11:30 dann eine Präsentation von Jonas: Ship based Photography und danach dann schon wieder Mittagessen.

    Man wusste uns schon zu beschäftigen. :D

    Draußen ist es kalt, wir müssen uns warm anziehen. Ich habe die ersten kleinen Eishügel im Meer gesehn. Am Nachmittag klarte es sich etwas auf, nun sehen wir auch Vögel, die uns begleiten. Ich schaffe es, einen Albatross und auch die kleinen Kapsturmvogel zu fotografieren. Sie sind schnell und ich zu langsam. Es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten. 8o

    Wir standen lange draußen und kommen an Shag Rocks vorbei, 6 kleine felsige Insel. Sie liegen rund 1.000 km von Falkland entfernt und 250 km vor Südgeorgien. Tausende von Vögel leben dort, neben Albatrosse und Sturmvögel hauptsächlich Königsscharben, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Um 18:30 gibt es wieder ein Briefing, denn morgen soll unsere erste Anlandung auf Südgeorgien stattfinden.

    6. Novenmber at Sea - auf dem Weg nach Südgeorgien

    Immer wieder bin ich in der Nacht von der Schaukelei wach geworden, aber das Pflaster hilft, ich bin nicht seekrank geworden.

    Frühstück gab es dann von 8-9 Uhr, sehr lecker, ich nahm Toast, Spiegeleier, Obst, Tee, Orangensaft und 1 süßes Teilchen.

    Nach dem Frühstück gingen wir mal kurz an Deck um die neuesten Nachrichten per Satellite mit meinem Garmin an Friedrich zu verschicken, der dann die Kurzmitteilungen in Forum unter "Reisesplitter" stellte. So waren die Lieben daheim, immer informiert. Allerdings behielten wir maches für uns. ;) Natürlich warteten wir auch auf Antworten und freuten uns immer darüber.. Draußen war es aber doch sehr ungemütlich und nebelig, daher gingen wir auch nur immer mal ganz kurz raus.

    Um 10:30 h gab es einen interessanten Vortrag über Seevögel (storm riders). Dazu trafen wir uns in der Lounge/Bar, hier gibt es immer Kaffee/Kakao/Tee und gegen Bezahlung Softgetränke und natürlich auch "gehaltvolle" Drinks, Wein, Bier und anders.

    Das Bild der Lounge/Bar darf ich hier veröffentlichen, danke an das Management der Polar Pioneer. https://polarpioneermanagement.com Irgendwie habe ich kein vorzeigbares Bild aufgenommen, meist sind halt viele Mitreisende drauf.

    Um 13 Uhr gab es Mittagessen: einen leckeren Salat, gefüllte Wraps mit Kichererbsen und Rote-Bete-Salat.

    Um 14:30 GAB dann den nächsten obligatorischen Drill, das Thema dieses Mal: Südgeorgien. Alles, was wir beim Anlanden tragen (nur außen )wurde inspiziert. Also Hosen, Mützen, Jacken Handschuhe und Stiefel. Wenn auch nur 1 SAtaubkörnchen zu sehen war, hieß es, abbürsten oder absaugen. Man glaubt nicht, was man alles in den Nähten oder unter Klettverschlüssen findet. Die Stiefel mussten blitzblank nicht nur unter der Sohle sein. Da ich meine noch nie getragen hatte, wurde hier auch nichts bemängelt, ansonsten durfte man zur Bürste greifen und bürsten. Nun durfte ich mit den Stiefel nach draußen, sie wurden nochmals abgespritzt und danach musste ich ins Desinfektionsbad eintauchen, natürlich nur mit den Schuhen und mit dem Stativ. Dann mussten wir eine Erklärung unterschreiben.

    Nun durften wir Südgeorgien betreten und diese Prozedur durfte jedes Mal wiederholt werden, wenn wir wieder an Land gingen.

    Um 19 Uhr gab es dann Abendessen, ich langweile euch mal nicht mehr mit Einzelheiten. Karin und ich tranken dann noch einen Gin Tonic, er sollte mein einziger auf dieser Reise bleiben.

    Wir hatten ja nur auf den Fahrten zwischen Falkland und Südgeorgien hin und zurück starken Seegang.

    Die Brille hilft nicht nur bei einer Seefahrt, sondern auch im Auto oder Bus. Ich habe kein Bild zur Hand, hier ist aber die Firmenseite:

    https://boardingglasses.com/

    Man sieht damit recht lustig aus und man sprach mich immer wieder darauf an.

    Was die Brille ausmacht, es ist jeweils am unteren Rand - auch an den Seiten - ein künstlicher Horizont mit einer blauen Flüssigkeit zu sehen. Je nachdem wie man den Kopf hält oder sich bewegt, werden Impulse an Auge und Innenohr weitergegeben.

    Die Seekrankheit tritt ja auf, weil das Innenohr (Gleichgewicht) etwas anderes feststellt als das Auge sieht. Durch die Brille werden diese Sinnesorgane synchronisiert. Bei mir hat es wunderbar geholfen und auch Karin saß öfter mal mit Brille da. ;)

    Das hat mir mein Hausarzt verschrieben, auf dem Schiff gab es die nicht. Die Ingwer Tropfen habe ich nur das eine Mal genommen, die Sea-Bands hatte ich fast immer an und die Brille nach Bedarf. Die Pflaster habe ich nicht durchgehend genommen. Nach 4 Tagen ließ die Wirkung nach, der Vorteil war, sie machten mich nicht müde. In den Buchten von Südgeorgien war das Wasser aber auch nicht so unruhig.

    Port Stanley - es geht auf die Polar Pioneer

    In Port Stanley hatten wir eine Stunde Zeit um uns umzuschauen. Karin und ich gingen als erstes in den Supermarkt und kauften ein paar Dinge ein (für mich Kekse, Nüsse, Rosinen).

    Wir konnten mit britischen Pfunden bezahlen. Dann machten wir eine kleine Fotorunde und anschließend wurden wir mit dem Bus zur Polar Pinoneer gebracht. Unsere Koffer waren schon auf dem Zimmer. Wir sind mit dem Stauraum und dem Zimmer zufrieden.

    Nun gab es die ersten Informationen und natürlich auch den ersten Drill. Wir mussten die Rettungswesten anziehen usw.

    Um 19 Uhr gab es Abendessen. Es gibt eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert. Die vegetarische Variante hat uns gut geschmeckt. Nach und nach lernten wir auch weitere Teilnehmer dieser Tour kennen. Es ist alles Multi Kulti, Deutschland, Schweiz, Österreich, Indien, Australien, Argentinien und noch andere, insgesamt waren wir 53. Die Crew ist hauptsächlich aus den Philippinen.

    Einen wunderschönen Sonnenuntergang konnten wir noch draußen beobachten.

    Hier auf dem Schiff ist alles familiär. Wir dürfen jederzeit überall hin. Auch die Brücke ist immer offen für uns. Wir machten noch einen kleinen Rundgang, schauten uns auch auf der Brücke um.

    Nachdem das Schiff abgelegt hat, fuhren wir zunächst noch im geschützten Bereich. Nach anderthalb Stunden erreichten wir das offene Meer und es wurde ungemütlich.

    Die nächsten Tage soll es auch so bleiben. Also hinlegen Sea-Bands an, Boarding Glasses (Reisekrankheits Brille) auf und Pflaster hinters Ohr und nicht so viel bewegen, hinlegen und warten, dass alles hilft. Ingwer haben wir auch in Tropfenform genommen, scheußlicher Geschmack.

    Gute Nacht!

    Venedig immer wieder schön! <3 Danke für den Bericht und die Bilder. Wir waren schon oft in Venedig und mir gefällt die Stadt und wir werden auch wieder hinfahren. Entweder man mag einen Ort oder nicht. Ich habe hier noch alte Bilder von meiner Mutter, die ja ein Italien-Fan war und immer wieder dorthin gefahren ist. Auch früher knubbelten sich schon die Menschen um die Sehenswürdigkeiten. Dank der Billig-Flieger ist es heute natürlich kein Problem, günstig dorthin zu kommen. Aber andere Städte sind auch auch überfüllt, wenn ich so an Barcelona, Rom, Pisa, Amsterdam, New York, Machu Picchu, Bali, Angkor Wat und und und denke.

    Dennoch findet man überall noch Ecken, wo es einem gefällt. Jenni war richtig begeistert von Venedig, trotz der Massen. Die Geschichte der Vergangenheit hat sie total in den Bann gezogen.

    Flug von Punta Arenas nach Mount Pleasant - Falklandinseln (Malvinas) am 5.11.2023 mit LA 1113


    Um halb acht gingen wir zum Frühstück. Es gab auch hier eine große Auswahl. Die Koffer waren schon gepackt und für 8:15 h haben wir ein Taxi bestellt.(Kosten 13.000 CLP) Der Kofferraum vom Taxi war viel zu klein, aber der Taxifahrer war sehr kreativ, denn die Koffer lugten zur Hälfte aus dem Kofferraum raus (na ja, ein bissel übertrieben) und er band alles mit Kofferbändern fest. Lustig, ich machte ein Foto, er meinte, ich solle mich dazu stellen. Er freute sich über meine Brocken spanisch.

    Wir waren früh am Flughafen, gaben unser Gepäck auf und gingen gleich durch die Security. Alles kein Problem. Es folgte die Ausreise mit Stempel in den Pass.

    Nun sitzen wir im Flugzeug und hoffen, dass das Gepäck auch mitkommt und ich habe Zeit mein Tagebuch zu schreiben.

    Pünktlich landeten wir auf dem Militär-Flughafen Mount Pleasant. Es dauerte sehr lange bis das Gepäck ausgeladen war, aber immerhin kam alles an. Vorher mussten wir noch einreisen. Die Hundestaffel war auch unterwegs, ich habe nachgefragt, aber sie suchen nur nach Fleisch. Ich antwortete, ach, dann haben wir kein Problem, wir sind Vegetarier! :D

    Mit unserem Gepäck und gingen zum Ausgang. Dort wurden wir gleich von WildPhoto Travel, einem der Veranstalter neben Fotoreisen.ch begrüßt. Wir gaben wieder unser Gepäck ab, bekamen ein Lunch-Paket und stiegen in den schon wartenden Bus. Nachdem alle an "Board" waren, fuhren wir nach Port Stanley. Die Fahrt dauerte circa 1 Stunde, es sind 40 Meilen. Da wir uns im Militärbereich befanden, durfte natürlich nicht fotografiert werden.

    Während der Fahrt sehen wir vereinzelnt einsame Häuser in der Landschaft stehen. Wir haben einen Tourguide (w) an Board. Sie ist Engländerin und lebt seit 7 Jahren auf den Falklandinseln.

    So erfahren wir sehr viel über das Leben auf Falkland. Nicht alles habe ich behalten, aber so ein paar Kleinigkeiten. In Port Stanley gibt es eine Schule für Kinder bis 16 Jahren (vermutlich Mittlere Reife). Wer Abitur machen oder gar studieren will, der muss das Land verlassen. Aber es gibt dafür Förderungen.

    Für die Kinder in abgelegenen Gegenden, kommt ein Privat-Lehrer ins Haus. Er lebt dann bei der Familie.

    Krankheit: Für ernsthafte Krankheiten gibt es ein Abkommen mit Chile oder man fliegt nach Großbritannien.

    Angekommen in Port Stanley wurden wir nun von unserem Veranstalter Dionys von fotoreisen.ch begrüßt. Mit ihm hatte ich ja schon im Februar eine Fototour nach Venedig gemacht: Fotoworkshop in Venedig zur Karnevalszeit - Februar 2023


    Fortsetzung folgt!

    Das Wetter war sonnig, aber kalt. Im Hotel konnten sie uns auch kein Geld wechseln, aber wir bekamen einen Tipp, wo es einen Geldwechsler gibt, der auch am Samstag geöffnet hat.

    Dort gingen wir als erstes hin und nun hatten wir wieder genügend Bargeld. Der Hunger plagte uns, Karin suchte ein Restaurant aus, allerdings erwies sich das als: da wollen wir wirklich nichts essen, schmuddelig und ungemütlich.

    So landeten wir im Mesita grande. Die Pizza schmeckte echt gut und das Austral zischte. Satt und zufrieden machten wir nun einen kleinen Spaziergang am Meer bei toller, klarer Luft. Wir gingen bis zum Cruise Terminal und kehrten dann noch einmal ins Mesita zurück, denn wir hatten eine Information bekommen, dass wir dort 3 weitere Teilnehmer treffen würden.

    Der Flug am nächsten Tag nach Falkland sollte erst um 11:20 h starten, so mussten wir nicht so früh aufstehen, denn die Fahrt zum Flughafen dauert nur rund 20 - 30 Minuten.

    Viele Grüße
    Petra

    Fortsetzung folgt!

    Fragen und Kommentare bitte hier in diesen Thread schreiben, dann bleibt dieser Bericht übersichtlich. ;)

    4.11.2023 - ein ungeplanter Tag in Punta Arenas

    Gegen 5 Uhr war ich schon wach, mir ging einfach zu viel im Kopf herum. So nutzte ich die Zeit, um meine Sachen neu zu packen. Ich wollte unbedingt so wenig wie möglich Handgepäck auf diesen Flug mitnehmen. Ich packte alles was nicht unbedingt ins Handgepäck rein musste in den Koffer. Das Ende vom Lied, der Koffer wog nun 25 kg und die Reisetasche (2. Aufgabegepäck) 9 kg.

    Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Hotel-Shuttle rüber zum Airport. Die Boardkarten hatten wir schon gestern für beide Flüge bekommen.

    Nun passierte folgendes, unser Gepäck wurde bis Falkland durchgecheckt.

    Der Vorteil: so mussten wir uns nicht damit abschleppen.

    Der Nachteil: keine Wecheselwäsche, keine Zahnbürste, keine Kabel, kein Stecker, kein Adapter. Diese 3 kg, die nun in den Koffer gewandert sind, fehlten uns jetzt. Auch mein Lapto-Kabel ist in den Koffer gewandert.

    Wir überlegten, was ist besser, mit oder ohne Gepäck in Punta Arenas? Wir entschieden uns für den Vorteil, keine Schlepperei und kauften uns Zahnbürste, Zahnpasta und einen Adapter.

    Dann saßen wir in der Maschine mit leichtem Gepäck. Der Flieger war voll, aber wir bekamen noch Platz für unsere Fototaschen. Pünktlich flogen wir ab und nach 2 Stunden und 50 Minuten landeten wir in Punta Arenas. Unterwegs gab es ein Getränk und ein Päckchen Nüsse.

    Angekommen in Punta Arenas warteten wir dann vorsichtshalber doch am Gepäckband und siehe da, es kam an. :D Man nimmt nämlich das Gepäck vom Band und stellt sich wieder in der Schlange an und gibt es erneut auf. Die Kommunikation mit den Flughafenmitarbeitern erwies sich allerdings als sehr schwierig. Bei LATAM spricht man nicht unbedingt englisch. Es herrschte ein totales Chaos, denn es gab einen totalen Internetausfall. Nun konnte keine Boardkarte und kein Gepäcklabel ausgedruckt werden. Die Passagiere, die jetzt fliegen wollten wurden gebeten mit dem Handy einzuchecken. :saint: Das war wegen des fehlenden W-Lan auch ein Problem. Es herrschte ein totales Durcheineinder. Nö, hier lassen wir unsere Koffer nicht, das stand für uns fest.

    Wir hatten kaum noch Chilenische Peso, der ATM funktionierte natürlich auch nicht ohne W-Lan, so kratzen wir die 13.000 CLP zusammen, die das Taxi zum Hotel kostete und ließen uns mit gesamten Gepäck zum Hotel Almasur bringen. Dort bekamen wir ein schönes großes Zimmer mit 2 Doppelbetten, alles behindertengerecht.

    LATAM - das Wetter - Flugverschiebungen und die Carabinieri


    Unsere Stimmung war bei NUll angelangt. Camilo setzte uns am Flughafen in Santiago ab und brachte uns noch zum richtigen LATAM-Schalter. Hier erfuhren wir nun, dass der gesamte Flug nach Falkland aus Wettergründen erst einen Tag später stattfinden kann. Ein wenig Hoffnung keimte auf, denn es gab ja noch viele andere Passagiere, die diese Südgeorgien-Tour gebucht hatten und an 4.11. anreisen wollten. Karin schrieb eine Mail/SMS/WA an Dionys, bei dem wir diese Reise gebucht hatten. Allerdings bekamen wir zunächst keine Antwort. Die Internetverbindungen sind auf Falkland sehr schlecht und nicht überall hat man Zugang.

    LATAM erklärte uns, dass wir nun am 5.11. um 5 Uhr nach Punta Arenas fliegen, nö, nicht noch eine Nacht in Santiago übernachten und erst recht nicht mitten in der Nacht aufstehen, um zum Flughafen zu fahren. Daher buchte ich unsere Flüge auf den 4.11 nur nach Punta Arenas um und zwar um angenehme 10:25 h. So konnten wir in Ruhe morgens frühstücken und mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen fahren. Ein Hotel hatten wir noch nicht, aber das wird sich schon finden.

    Nachdem wir nun den Flug umgebucht hatten, kam endlich die erlösende Nachricht, dass das Schiff auf uns wartet und wegen des Sturms eine sichere Bucht aufsuchen muss. Wunderbar, da fiel uns schon ein Stein vom Herzen. Das wäre so schade gewesen, wenn wir nicht aufs Schiff gekonnt hätten.

    Nun hatten wir alles erledigt und gingen aus dem Flughafen und zwar dorthin, wo auf wir den Taxi-Betrüger gestoßen sind. Nein, er war nicht zu entdecken. Allerdings hatten wir in der Halle ein Schild mit der Aufschriftr "Carabinieri" gesehen.

    Daher gingen wir noch einmal zurück in die Halle und sprachen den Polizisten an. Wir hatten Glück, er hörte sich unsere Geschichte an, stellte etliche Fragen und zeigte uns Bilder von "Betrügern", die wir aber nicht identifizieren konnten. Dann meinte er, es gäbe im Parking Lot etliche Überwachungskameras, wir sollten mit ihm kommen. Erst mussten wir ihm aber zeigen, wo wir draußen gestanden haben und welchen Weg wir gegangen sind. Dann gingen wir mit ihm in die Überwachungszentrale.

    Einige Formulare und Telefonate waren fällig, dann durften wir rein. Wir sahen jede Menge Monitore. Ich wusste ganz genau, dass der Typ so gegen 11:13 gekommen ist, da ich zu diesem Zeitpunkt eine WhatsApp an das Hotel geschrieben habe. Nachdem die Zeit eingestellt war, sahen wir auf einem der Monitore wie der Kerl mit Karins Gepäckwagen zurerst kam und wir dackelten hinterher. Er machte zu einem Unbekannten den Daumen hoch, er hatte wohl einen Komplizen und wir Doofies fielen auf den smarten Jung rein, unglaublich!

    Später sahen wir uns dann noch auf den verschiedenen Wegen durch bis zum Auto. Der Typ und wir waren immer gut zu erkennen. An der Auslasschranke bezahlte er noch nicht einmal, sondern klemmte sich hinter dem vorfahrenden Auto. Dennoch sah man Karin mit ihrer blauen Jacke wunderbar auf dem Beifahrersitz und auch das Autokennzeichen war gut zu erkennen. Perfekt!

    Nun gingen wir wieder zruück und ich musste nun noch das Protokoll schreiben, auf englisch: Tell a story what happened. Ein wirklich netter und hilfsbereiter Polizist. Natürlich bekamen wir von ihm noch so einige gute und nützliche Ratschläge.

    Während ich die Geschichte aufschrieb, gab es noch einen kleinen Zwischenfall. 5 oder 6 Touristen fühlten sich von einem Straßenverkäufer übers Ohr gehauen. Dieser schrie quer durch den Flughafen: ihr müsst mich beschützen etc.. es war großes Chaos.

    Nachdem wir alles aufgeschrieben haben, nahmen wir uns ein offizielles Taxi zurück zum Hotel. Ich wollte ohne Umwege an die Bar, um ein Bier zu trinken. Das war alles ein wenig viel. Danach gingen wir aufs Zimmer. Auf das Abendessen verzichteten wir, zu viel Stress. Ich buchte noch ein Zimmer in Punta Arenas zu einem Last Minute Preis, zum Normal Tarif hätten wir es sicher nicht genommen,

    An diesen Kosten bleiben wir natürlich hängen, aber egal, das ist halt nicht zu ändern.

    Das war ein wirklich spannender Tag mit viel, viel Aufregung.

    Statuskunden einer Airline, sowie gewisse gekaufte Flugtickets erlauben halt 2 Koffertrolleys. Wenn ich das darf und zu Fotoreisen aufbreche, nehme ich das auch gerne in Anspruch, wobei ich mir seit dieser Reise geschworen habe, nie wieder so viel Gepäck! Allein mein Fotorucksack wog 16 kg, =O

    Ich glaube, da geht es eher darum, dass nicht 150 Passagiere (oder wie viele auch immer) sich an den Eingang drängen und versuchen bessere Positionen zu bekommen, um als erstes in den Bus steigen zu können. Bei uns in D kennt man das ja auch nicht so, dass man brav in einer Schlange wartet und sich hinten anstellt. :) Oft genug gibt es auch 2 Busse und dann bangt man schon wieder um sein Gepäck, dass man vielleicht nicht unterbekommt.

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