Klagemauer (falls die Überraschung in die Hose geht)
Beiträge von Petra
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Beate vergiss es mit den Stricknadeln. Ich wollte ja auch welche mitnehmen, habe es mir aber verkniffen. Ich hätte auch keine Zeit gehabt.

Leider weiß man nie so genau, was den lieben netten Beamten nicht passt. Es ist - wie so oft - einfach eine Momentsache...
Viele Grüße
Petra -
Hinterher kann ich sagen, es hat alles geklappt, aber ehe es so weit war, habe ich ganz schön durchatmen müssen.
Ich reise ja immer mit viel Gepäck, vor allem viel Elektrokram und Kabelzeugs und alles was wichtig ist, kommt halt in Handgepäck.
Mechtild hat mich heute gegen 12:30h zum Flughafen von Temesvar gefahren und obwohl zwischendurch eine Vollsperrung wegen eines gräßlichen Unfalls war, stand ich vor 13 Uhr am Schalter und erhielt auch prompt meine Boardkarte. Abflug sollte erst in einer Stunde sein, aber ich dachte, ich gehe schon mal durch die Passkontrolle und lasse mein Handgepäck durchchecken.

Danach wollte ich dann ein wenig rumsurfen, um die Zeit bis zum Abflug zu vertreiben.

Passkontrolle, alles ok. Gepäck oh je... alles aber auch alles musste ich auspacken: Kamera, Ladegerät, Kabelkram, einen Beutel mit Filter, Auslöser, Handy, Objektive, Karabinerhaken, alles erregte die Aufmerksamkeit der Grenzer.
Dann wurde mein Rucksack auseinandergenommen, denn der sichere Safe innen fiel auf. Auf den Monitoren leuchteten die Stahlseile.
Da war also nichts zu machen, also alles einzeln noch einmal durchleuchtet. Nicht zu fassen, sie suchten immer noch was. Nun fanden sie endlich mein Inbusschlüsselset. 
Das ist Gefahrengut und viel zu gefährlich. Das darf ich nicht mitnehmen und sie steckten es weg. Alles reden half nichts. Sie telefonierten, nein, nichts zu machen. Brauchten Sie etwa Inbusschlüssel?
Ich habe die nur mit, um mein Stativ auseinanderzubauen. Diese Stativteile hatte ich Gott sei Dank im Koffer.
Aber so was macht man nicht mit mir. Ich erklärte den vier Herren, die sich um mich scharten, dass ich wieder raus gehe und die Inbusschlüssel mitnehme. Die guckten ganz schön... Ich sollte mich bei der Passkontrolle abmelden. Also schnappte ich meine sieben Sachen: Rucksack, Handtasche, Laptop, nahm die Inbusschlüssel, meldete mich bei der Passkontrolle ab (dangerous goods) und ging wieder zum Austrian Schalter. Als ich endlich wieder beim Check-In stand (ich will aber zugeben, dass Temesvar klitzeklein ist) und dem netten "Kollegen" der Austrian dies erzählte, beorderte er meinen Koffer wieder zurück. Außerdem verriet er mir, dass heute eine besonders "spezielle Schicht" Dienst hat. Danke an den wirklich netten Mitarbeiter!
Der Koffer kam und ich stecke die gefährlichen Inbusschlüssel in die vordere Tasche und machte mich wieder auf den Weg durch die Passkontrolle und kam wieder an die Gepäckkontrolle. Gleichmütig (nein nicht hochmütig) schmiss ich alles wieder drauf, dieses Mal musste ich nichts auspacken, man ignorierte mich ganz einfach.
Froh war ich, dass mein Gürtel, Blazer und Mantel noch auf dem Tisch lagen, denn diese Sachen hatte ich dort einfach in der Hektik liegen lassen.
Mit etwas Verspätung flogen wir ab, so dass ich in München nur 20 Minuten Zeit zum Umsteigen hatte. Aber es hat geklappt, da der Flug auf G18 abging und ich nicht viel laufen musste.
Als ich endlich in der Maschine saß, sah ich wie mein Koffer noch nachträglich gebracht wurde. Wunderbar...
Nun bin ich wieder zu Hause und frage mich, warum sind Inbusschlüssel so gefährlich?
Viele Grüße
Petra
Ps. Da der Tag noch nicht lang genug war, gehen wir jetzt erst einmal auf eine Geburtstagsfeier... -
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Der Tag geht zu Ende. Ich habe wieder viel erlebt.
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Auf dem Rückweg fahren wir durch Cheversu Mare. Hier leben noch viele Zigeuner. (Dieser Begriff ist freundlich gemeint!)
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Nun habe ich noch ein paar Fotos von unterwegs.
Auf den Dörfern wird am Straßenrand Gemüse angeboten. Da wir Kartoffeln brauchen, kaufen wir hier einen Sack. Die Straßen in Rumänien werden immer besser, zumindest die Autobahnen. Es sind auch viele im Bau, die EU gibt dafür viel Geld aus.
Allerdings ist es mit den Fahrkünsten nicht weit her. Wir haben etliche Beinaheunfälle, die durch riskantes Überholen meinen Adrenalinspiegel gewaltig in die Höhe treiben. Aber wir haben einen guten Schutzengel.
Für die Rückfahrt beschließen wir, einen beschaulicheren Weg zu nehmen.
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Den nächsten Stop machen wir bei einer Groß-Familie, der Vater ist schon vor einigen Jahren gestorben und die Mutter kämpft sich so durch. Ein Sponsor hat Weihnachtsgeld für die Familie gespendet, welches wir abgeben.
Hier trinke ich den schwärzesten Kaffee meiner Reise... Übrigens kann ich mich blendend mit den jüngsten Kindern auf englisch unterhalten.
Endlich lerne ich auch Arabella kennen, die mit ihrer Schwester bei Mechtild Gollnick gewohnt hatte, um ihr Studium zu beenden. Nun hat sie es geschafft und ist Lehrerin. Ihre Schwester ist zur Zeit irgendwo am Schwarzen Meer und macht eine Ausbildung als Missionarin.
Immer wenn ich hier zu Besuch war, habe ich in ihrem Zimmer geschlafen und sie sind so lange nach Hause gefahren.
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Wir gehen zurüvck zum Auto. Wenn ich - wie hier - in solch ein Treppenhaus ganz nach oben muss, dann hoffe ich immer, dass der Statiker sich nicht verrechnet hat, denn vertrauenserweckend sieht es nicht aus...
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Von Bethhausen fahren wir nach Lugoj. Dort besuchen wir einen jungen Mann, der mit seinem Bruder dort alleine in einer Wohnung lebt. Die Eltern mit vielen anderen Kindern wohnt so weit weg in einem Dorf, wo die Kinder keine Möglichkeit haben, eine ordentliche Schulausbildung zu bekommen. Nun kommt noch ein 3. Bruder in diese Wohnung, er hat eine Arbeitsstelle bekommen und es wird knapp mit dem Platz. Die Eltern der Kinder haben die Wohnung für die Kinder angemietet, aber mehr ist finanziell nicht möglich, denn sie sind auch nicht auf Rosen gebettet. Wir haben eine Tüte mit Lebensmitteln mitgenommen.
Für den 3. Jugendlichen fehlt ein Bett, das Hilfe für Kinder stiftet.
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Super, die melierte Wolle gefällt mir sehr gut! Da muss man halt nicht so viele Muster stricken... :,.)
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Die Tasche gefällt mir, sie ist so schön bunt.
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Heike, meine Armstulpen sind ja auch recht fest geworden. Nach dem Trocknen zwar etwas weicher, aber als Armstulpe hätte ich lieber etwas Weicheres.
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Klasse Bilder Nici!

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Während Mechtild Gollnick noch die beiden Fahrräder auspackt, die wir mitgebracht haben, schaue ich mich im Hof etwas um. Es gibt auch ein paar Schweine und Hühner.
Zum Schluss möchte ich noch ein Bild von uns haben. Die linke Person ist der Deutsche, mit dem ich mich prima unterhalten konnte.Wir verabschieden uns und fahren noch einmal kurz zur Kirche, ich möchte dort noch ein Foto machen.
Am nächsten Tag rufen wir die Familie noch einmal an und fragen, wann sie einziehen möchten. Der Mann erklärt uns, dass er noch vor den Weihnachtstagen gerne in dem neuen Haus wohnen möchte.
Spontan beschließen wir, ihm ein Fenster, eine Zimmertür und eine Haustür zu bezahlen, so dass er in einem Zimmer wohnen kann und den Rest nach und nach fertig stellen kann. Nicht nur wir sind über diese Lösung glücklich.
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Es ist ganz sicher ein schweres Los, was die Familie zu tragen hat. Daher ist hier wirklich schnelle Hilfe angebracht.
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Wir gehen in den einzigen Wohnraum. Es ist schon traurig, wenn man sieht, wie die Familie wohnen muss. Aber alle strahlen eine Herzlichkeit aus. Sie sind dankbar, dass wir sie unterstützen.
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