Beiträge von Petra
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Ab hier geht es nun stetig nach oben. Ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt. Sicher ich kam ins Schwitzen, was bei mir selten vorkommt. Ich brauchte auch viele Pausen, aber es war gut machbar. Für mich war der Weg gut zu laufen, keine großen Unebenheiten oder dicke Felsbrocken. So unterschiedlich können Wege bewertet werden.

Immer wieder werde ich von anderen angesprochen, die mich überholen und fürsorglich fragen, ob es mit gut geht und ob sie mir helfen können. Darüber freue ich mich sehr. Eine meinte dann, sie hätte noch Kekse, ich möchte bestimmt einen. Sie kamen aus Namibia.
Um 15:05 Kam ich an Grenzstein zu Galicien. Ich habe extra auf die Uhr geschaut. Da habe ich mich gefreut, dass ich das geschafft habe. Noch einen Kilometer weiter, habe ich O Cebreiro auf 1.300 m Höhe erreicht! WOW!
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Hinter der Ortschaft Herrerias teilt sich der Jakobsweg, Radler sollen auf der geteerten Straße bleiben und die Fußpilger biegen ab nach La Faba. Es folgt nun zunächst eine schöne Strecke. Man geht sogar etwas abwärts. Danach folgt eine sehr steile Strecke auf über 900 Meter hoch. Der Weg, will man ihn so nennen, ist matschig und ein Rinnsal fließt hinab.
Wie gut, dass meine Schuhe wasserfest sind, wie gut, dass ich einen Stock habe. Ich wollte nur eins nicht, in der Matsche ausrutschen.
Ich habe es aber geschafft und bin gut oben angekommen, allerdings etwas aus der Puste. Ich musste immer mal wieder eine Pause einlegen. In einem Rutsch habe ich es nicht geschafft, denn es waren ungefähr anderthalb Kilometer.In La Faba machte ich dann eine etwas längere Pause, denn ich musste wieder zu Kräften kommen, der Weg bis zum Ziel ist noch rund 400 Höhenmeter und 5 Kilometer entfernt.
Es gab aber keinen, der nicht geschnauft hat, als er hier angekommen ist. Ich lernte wieder ein paar Mitstreiter kennen, ein junger Mann aus Japan. Als ich ihm sagte, dass er aber einen langen Weg hatte, kicherte er und meinte, er ist ihn aber nicht ganz zu Fuß gegangen. Neben mir saßen Vater und Sohn aus Texas.
Die Kühe wurden gerade in den Stall getrieben, ebenso wie der Esel und sie machten eine kleine Saufpause am Brunnen. Die Pferde taten mir dann wieder leid. Sie transportieren diejenigen, die es nicht zu Fuß schaffen.
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7. Etappe am 04. Juni von La Portela de Valcarce nach O Cebreiro - 17,1 km
Die heutige Etappe war sehr schön und hatte es aber in sich. Ich musste 830 Höhenmeter aufwärts und 160 Höchenmeter abwärts laufen. Wie immer hat der Wecker um 6 Uhr geklingelt. Da ich am Abend schon vorgepackt hatte, war ich schneller fertig.
Gefrühstückt habe ich einen Kaffee und ein Schokoladenhörnchen, jedenfalls so was Ähnliches. Es ist immer interessant, wenn man mal am Nebentisch lauscht: nein, die Banane ist zu grün, neinkeinen Kaffee mit Milch, nur einen Cappucino, den gab es aber nicht, dann einen Kaffee solo, nein keine Orange, boah die Bedienung blieb cool und lief hin und her (es waren keine deutschsprachigen Radpilger)Dann lief ich los. Es war wieder sehr frisch bei 13 Grad, da muss ich mich halt warmlaufen. Nach anderthalb Kilometer erreichte ich Ambasmestas.Heute ist Sonntag und alles ist zu. Ich habe ohnehin festgestellt, dass viele Herbergen geschlossen sind.
Dann komme ich durch Vega de Valcarce und nach nicht ganz 5 Kilometern mache ich eine Pause in Ruitelan. Bisher bin ich gut vorangekommen.
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Hier habe ich noch die Karte von der 6. Etappe:
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Ilona, zwei Stunden später war ich da.
Heike, das war doch ein riesiges Baguette mit Käse, Tomate und Avocado. Heute Abend gab es einen Veggie-Burger mit Pommes, Mayo und Ketchup. Du weißt doch, ich nehme fast immer zu im Urlaub, liegt auch am Erfrischungsgetränk

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Boah, das sieht nach Regen aus, schade...
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So ging es dann endlos weiter. Langsam kam ich an den Punkt: ich will jetzt in meiner Unterkunft sein. Ich habe mir ein Hotel ausgesucht, welches direkt am Jakobsweg liegt. 500 m vor Erreichen des Hotels fing es dann doch an zu regnen. Na gut, dann habe ich schnell den Regenponcho angezogen.
Das Zimmer ist in Ordnung und ich glaube, ich hätte keinen Meter mehr geschafft.
Jetzt sage ich gute Nacht, denn morgen will ich wieder früh raus.
Viele Grüße
Petra -
Nach einer etwas längeren Pause machte ich mich wieder auf den Weg aus dem Ort Villafranca raus. Hier gibt es wieder 2 Möglichkeiten, einmal den normalen Weg oder den Caminio duro, also den harten Weg mit Schotter und steilen Wegen und auch 2 km länger. Nein, das wollte ich nicht und wählte nun die wirklich hässliche Strecke entlang der Autobahn und einer normalen Straße.
Da hätte ich mir schon einen Bus gewünscht, es gab unterwegs sogar Hinweisschilder auf Taxis. Das war nun wirklich nicht attraktiv, die Sonne knallte und es gab keine Schattenplätze, wo man sich mal ausruhen konnte..
Nun ja, ich habe es ja so gewollt. Nach 5 km erreichte ich das Dorf Pereje. Hier war auch alles geschlossen. So machte ich Pause im Bus-Wartehäuschen. Etwas Wasser hatte ich ja noch da.
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Nach insgesamt knapp 9 Kilometern kam ich in Villafranca del Bierzo an. Hier fand ich endlich eine Bar, wo ich frühstücken konnte. Es waren auch einige andere Pilger da, die hier Rast machten. Zwei kamen aus Ostkanada und einer aus Westkanada, der wilde Geschichten von den Bären erzählte, die bei seinem Nachbarn vor der Türe standen.
Die beiden aus dem Osten Kanadas nahmen von Villafranca den Bus nach Sarria. Die 3 folgenden Strecken sind jetzt nicht so beliebt, weil sie sehr anstrengend sind.
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6. Etappe am 03. Juni von Cacabelos nach La Portela de Valcarce - 23 km
Über den Camino Francés habe ich de Outdoor-Führer von Raimund Joos.Im Vorfelde lese ich mir schon die Etappen durch, damit ich mich ein wenig darauf einstellen kann. Oft gibt es auch Alternative Wege, meist ist einer leichter und kürzer als der andere und der schwerere soll natürlich immer schöner sein. Es ist halt gut, dies zu wissen.
Heute Morgen bin ich schon um 6 Uhr aufgestanden und kam tatsächlich um 7:30 h los, ohne Frühstück, denn das gibt es erst ab 7 Uhr. Ich hatte mir aber schon Wasser und eine Banane un ein sußes kleines Teilch am Abend zuvor gekauft, so dass ich nicht ganz hungrig gestartet bin.
Die Sonne war noch nicht aufgegangen und die Straßen waren nass. In der Nacht muss es wieder ordentlich geregnet haben. Nach ungefär 1,5 km erreichte ich den kleinen Ort Pieros. hier konnte ich dann zwischen zwei Wegen wählen und entschied mich für die leichtere Variante, die an der Straße entlang führte (Bild 5). Ich zählte aber kaum 5 Autos. Bisher habe ich vielleicht 4 oder 5 Pilger gesehen.
Ein kleiner Hund folgte mir. Das geht nicht, ich musste ihn loswerden und scheuchte ihn weg. Aber er lief mir immer weiter hinterher. Vermutlich hat er immer was von anderen Pilgern bekommen. Aber was soll ich mit einem Hund anfangen? Daher musste ich ihm die kalte Schulter zeigen.
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Das war heute wieder eine Tour 23 km bin ich gelaufen und wieder fix und foxi. Morgen kommt die schwerste Etappe und die darsuffolgende ist auch noch mal heftig. Dann wir es wohl gemütlicher, hoffe ich jedenfalls.
Ich lade jetzt mal die Bilder runter.
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Ilona, Du müsstest jetzt alles machen können. Probierst Du es bitte mal aus?
Viele Grüße
Petra
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