Beiträge von Petra
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Hurtigruten am 2. Juli Aufenthalt inTromso
der heutige Tag war geprägt von dem Aufenthalt in Tromso. Wir sind erst gegen 9 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück ging es gleich raus an die Luft auf dem Sonnendeck. Das Wetter war sonnig, wenn auch etwas windig. Bepackt mit Büchern ließen wir die Zeit vergehen. Gegen 14:30 Uhr liefen wir in Tromso ein. Tromso gilt als größte nördlichste Stadt. Sie liegt nur 2.000 km vom Nordpol entfernt und 300 km nördlich des Polarkreises. Geprägt wurde die Stadt von den Forschern ud Walfänger, die ab diesem Hafen ihre Expeditionen und Fangfahrten ins Eismeer begannen. Roald Amundsen begann 1928 von hier aus seine letzte Reise von der er nicht wieder zurück kehrte.Tromso ist Universitätsstadt und so sieht man hier viele Studenten, Cafes und Kneipen.
In den 4 Stunden, die wir hier Aufenthalt hatten, gingen wir durch das kleine Städtchen spazieren. Es gibt einiges zu sehen:
den nördlichesten evangelischen Dom von 1861, den nördlichsten katholischen Bischofssitz der Welt, die katholische Frauenkirche wurde 1861 gebaut, Gallerie Brevik, Telemuseum, Freilichtmuseum, Kriegsmuseum, Kunstmuseum, Polarmuseum und und und
Eine Seilbahnfährt 421 m hoch zum Berg Storsteinen. Von da aus hat man eine schöne Sicht auf die Stadt.Was man jedoch unbedingt sehen sollte:
Die Eismeerkathedrale, auch Tromsdalen Kirche genannt. Dazu gingen wir über die Brücke Tromsbrua, die über den Tromsosund führt und Tromso City-Center mit Tromsdalen verbindet.
Gleich am Ende der Brücke steht auf einem Plateau die eigenartige Kirche. Am 01. April 1964 wurde mit dem Bau begonnen und am 19. Dezember 1965 wurde die Kirche durch Bischof Monrad Norderval eingeweiht. Die Pläne für die Kirche stammen von dem Architekten Inge Hovig. Am beeindruckendsten ist das dreieckige Glasmosaik. Es ist 23 Meter hoch mit einer Fläche von 140 qm und füllt die komplette Ostwand der Kirche. Für die Herstellung des Mosaiks wurden elf Tonnen Glas verarbeitet. Das wunderschöne Glasfenster wurde von dem Künstler Viktor Sparre entworfen. Es symbolisiert die Wiederkunft Christi. Insgesamt besteht es aus einem Hauptmotiv und vielen kleinen und großen Details.Während die Männer unseren Proviant auffrischten, ging ich ins Internet-Cafe und habe den letzten Bericht hochgeladen, nebst Bildern. Da ich mein Laptop nicht mitnehmen wollte, habe ich alles auf ein Memory-Stick geladen. Da hat einwandfrei geklappt. Probleme gab es nur, da alles auf norwegisch geschrieben stand und auch die Tastatur nur norwegische Buchstaben kannte.
Um 18:30 Uhr war der Landgang beendet und wir fuhren weiter. es folgten die ca. 1400 m hohen, von Schnee bedeckten, Lyngsalpen. Heute blies ein kalter und stürmischer Wind, so dass wir schon früh in unsere Kabine gingen.
Viele Grüße
Petra -
Russisch Roulette?
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Ja, Ihr Lieben, jetzt gibt es Neuigkeiten.
Es gibt hier nicht überall Internet-Cafes und zunächst mussten wir das schöne Wetter ausnutzen, denn am Nordkap scheint nicht immer die Sonne...
Also, gleich geht es los...
Viele Grüße
Petra -
So, das wars fuer heute. Um 18:30 legt das Schiff wieder ab. Morgen um 5:15 legen wir in Hammerfest fuer 1,5 Stunden an. Das lassen wir uns nicht entgehen. Gegen 11 Uhr werden wir dann in Honningsvåg landen.
Viele Gruesse
Petra -
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Hallo,
vielen Dank fuer die Gruesse und Wuensche.
Wir sind in Tromso angekommen und sind begeistert von der Schifffahrt, den Lofoten und das tolle Wetter, Sonnenbrand inklusive.
Doch nun der Bericht von gestern. Auf dem Schiff gibt es zwar Internet, aber ich kann keine Bilder hochladen, so sitze ich kurz in einem Internet-Cafe ind Tromso:Auf der Hurtigruten
Heute ist der 2. Juli und wie schon seit Tagen, haben wir strahlenden Sonnenschein. Genau das Wetter, was wir verdient haben... ;D
Gestern hatten wir ja nur wenige Kilometer zu fahren, ehe wir Bodo erreichten. Wunderschön war der Anblick auf den Saltstraumen. Er ist der härteste Gezeitenstrom von Norwegen. Innerhalb von 6 Stunden werden hier Unmengen von Wasser mit einer enormen Geschwindigkeit durch den engen Sund gepresst. Wir fuhren genau über den Saltstraumen, denn hier führt eine 770 m lange Brücke hinüber. Da Ebbe war, war das Wasser ruhig. Und auf der Brücke durfte man natürlich nicht anhalten.In Bodo angekommen, war die Hurtigruten noch nicht da. So fuhren wir noch kurz einkaufen, denn wir wollten uns Verpflegung mit an Board nehmen. Übrigens darf an Sonntagen kein Alkohol in den Geschäften verkauft werden...
Um 12:30 Uhr kam die Midnatsol an. Ein großes, schönes Schiff, es ist eines der neuesten der Hurtigruten. Das Aus- und Einschiffen dauerte sehr lange. Das Schiff war voll belegt und auf dem Autodeck gab es nur wenig Platz. So warteten wir in der sengenden Sonne fast bis kurz vor 15 Uhr, ehr wir mit den Motorrädern auf das Schiff durften. Das hat mir für den restlichen Tag Kopfschmerzen eingebracht. Es war wohl doch zu viel Sonne...
Die Abfahrt von Bodo habe ich noch miterlebt, aber danach musste ich mich hinlegen. Gegen 19 Uhr ging es mir etwas besser und ich suchte die beiden Männer. Auf Deck 9, dem Sun-Deck hatten sie es sich bequem gemacht. Dort gibt es auch zwei Whirlpools. Ausgerüstet mit Decken saßen wir auf bequemen Liegen und genossen die Sonne und die Lofoten.
Das Schiff hatte gerade für eine halbe Stunde in Stamsund angelegt. Danach fuhren wir weiter, es gibt viel zu sehen, kleine Buchten, malerische Häuser und Fischerdörfer. So kamen wir an Henningsvaer vorbei, einer der wichtigsten Fischerorte, das erst seit 1983 eine Straßenverbindung hat.
Kurz danach trafen wir auf die südwartsfahrende Hurtigruten Nord-Norge. Klar, dass sich die Schiffe mit 3-maligen "Tuten" begrüßten. Gegen 21 Uhr erreichtn wir Svolvaer, die Hauptstadt der Lofoten. Hier hatten wir eine Stunde Zeit und nutzten diese für einen Spaziergang durch den kleinen Ort. Es gibt nur ungefähr 4.100 Einwohner. Zwischen Februar und Mai ist das Gewässer bei Svolvaer Laichplatz für riesige Schwärme von Kabeljau.
Wir sahen die vielen Trockenfischgestelle, die rund um den Ort aufgestellt sind. Svolvaer ist einer der wichtigsten Fischereihäfen von Norwegen. Nette kleine Häuser, die sich im Sonnenlicht spiegelten, das waren vielleicht Fotomotive! Vor der Einfahrt in den Hafen steht eine Fischersfru, die auf ihren Mann wartet.
Wir kehrten auf das Schiff zurück, es war immer noch warm, die Sonne ist immer noch da. Kurz vor Mitternacht machten wir einen Abstecher in den Trollfjorden. Es ist ein Nebenarm den Raftsund. Senkrecht ragen die Felsen neben der Schiffswand empor, Ein tolles Naturschauspiel. Am Ende des Trollfjords drehte das Schiff auf engstem Platz. Dabei liefen an Deck Trolle umher und erschreckten uns, dazu gab es Trollschnaps und Trollsuppe. Auf den Schnaps habe ich wegen meiner Kopfschmerzen verzichtet, die leider wieder da waren.
Auf dem Wege zum Trollfjord haben wir die Endavour gekreuzt.
Danach war für uns der Tag zu Ende. Wir gingen zu unsrer geräumigen Kabine auf Deck 6 und ich bin sofort eingeschlafen.
Viele Gruesse
Petra
PS. die Kopfschmerzen sind heute endgueltig weg... -
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Von Kilbogham nach Kjopstad
24537 - 24682 145 EtappenkilometerHurrah, die Sonne scheint vom Himmel. Toll, dann sieht alles noch viel schöner aus. Früh wurde ich geweckt, die Männer gehen früh ins Bett, während ich meist noch meine Berichte schreibe und die Fotos bearbeite und zusammenstelle. So war ich etwas knörrig, aber das Frühstück stand auf dem Tisch und nach der Dusche ging es mir schon besser.
Laut Plan sollte die Fähre von Kilboghamn nach Jetvik um 11:15 Uhr starten, sie ging aber schon um 10.10 Uhr. Das haben wir hier schon öfter erlebt. Immer noch einmal nachfragen...
Rund 60 Minuten dauerte die Fahrt, der Kapitän sagte an, als wir den Polarkreis überquerten. Das wars nix romantisches oder so... Wenn wir auf dem Landwege zurückfahren, dann aber... mindestens ein Steinkreis wird gebaut...Der Wind bläst stark und die Luft ist kühl. Wir erreichen Jetvik und fahren rund 17 Kilometer - natürlich auch durch Tunnel - ehe wir zum nächsten Fähranleger kommen
Übrigens auf der heutigen Strecke durfte ich durch 10 Tunnel fahren, es war schon fast eine Freude... Vor allem, wenn man mit getönter Brille reinfährt, in den ersten Minuten so gut wie nichts sieht und sich langsam an das FAST-NICHTS-SEHEN gewöhnt. Aber den Männern erging es auch nicht viel anders. Sie jammern halt nur nicht so viel. ;D Der längste Tunnel war zwischen Foroy und Ornes und ist 7.615 km lang. Da kommt Freude auf, wenn dieser geschafft ist, geht es gleich weiter mit dem nächsten 1.946 und dann noch einer mit 2.233. Ein paar Kilometer Erholung bevor es mit dem Storvikskaret (3.119) weitergeht.
Zurück zur Fähre von Äkskardet nach Foroy, nur 10 Minuten Fahrt, aber wir mussten 90 Minuten warten, ehe eine fuhr. So haben wir ein kleines Picknick im schönsten Sonnenschein am Fähranleger abgehalten. Nach der Überfahrt - es kamen wieder nicht alle mit - wurde mein Benzin knapp und die nächste Tankstelle funktionierte nur mit Kreditkarte. Wir hatten zwar welche mit, aber mir fiel doch die PIN nicht ein. Die EC-Karte funktionierte natürlich nicht, da hätte ich meine PIN gewusst. Geld nahm er auch nicht an der Automat und da Samstag ist, war auch kein Mensch da. Was tun?
Sofort kam ein hilfsbereiter Norweger auf uns zu und fragte, ob wir Probleme haben. Er machte gerade hier Urlaub und hat eine Karte und würde sie uns leihen, damit wir tanken können. (Ich habe natürlich nicht gesagt, dass ich zu blöde war, und den PIN der Master oder Visa-Card irgendwo zu Hause in einem Büchlein gelassen habe...).
Super, das fanden wir toll. Natürlich bekam er sein Geld in Scheinen von uns. Wir hatten alle wieder einen vollen Tank. Die nächste Tankstelle mit Bedienung und Bargeld wäre über 35 km weiter gewesen. Das hätte ich nicht geschafft und die anderen sicher auch nicht. Das wäre doch was, im Tunnel ohne Benzin stecken zu bleiben :-[
Die weitere Strecke war einfach nur wunderschön. Mal fuhren wir durch ein Tal und kamen nur durch einen Tunnel raus, mal ging es unten am Fjord entlang, an schneebedeckten Bergen vorbei. Wir sahen die Gletcherzunge, alles einfach traumhaft...
Die Gletcherzunge ist der Engenbreen. Er ist der zweitgrößte Gletcher Norwegens und liegt nur 20 Meter über dem Meer und ist der niedrigste Gletcher auf dem europäischen Festland.
Bei Kjelling ca. 60 km vor Bodo fanden wir den Kjellingstraumen Fjordcamp. Die Hütte ist bisher die schönste. Am gegenüberliegenden Felsen ist ein Adlerhorst, mal sehen ob ich den Adler noch sehen werde.
Mittlerweile ist es nach 22 Uhr und die Sonne scheint immer noch
Morgen fahren wir nach Bodo und checken auf der Hurtigruten ein. Da gibt es sicher kein W-Lan- Anschluss.
So gibt es vermutlich erst wieder am 3./4. Juli neue Bilder und Berichte, wenn wir am Nordkap sind.Viele Grüße
Petra -
Hi,
wir sind ca. 70 Kilometer vor Bodo und haben Traumwetter, den ganzen Tag schon lacht die Sonne.
Wir haben wieder einen super Platz gefunden und wieder mit W-Lan (umsonst...)
Mehr dazu später...
Viele Grüße
Petra -
da wir ab morgen auf der Hurtigruten für 3 Tage mitfahren, sehe ich das auch nur so als vorübergehend an ;D
Viele Grüße
Petra
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