Beiträge von Petra

    Der Aussichtsturm stammt noch aus DDR-Zeiten, er wurde 1986 von der Grenzbrigade zur Überwachung des Gebietes genutzt. Um dort hochzusteigen, braucht man 1€ als Münze, es gibt nämlich ein Drehkreuz. Ein kleines Zimmerchen in luftiger Höhe ist ein "Standesamt".

    Wir gehen bis ganz nach oben und haben eine tolle Aussicht, neben der Insel Bock können wir sogar den Leuchtturm auf Rügen sehen.

    Tja hier ist wirklich nichts los, so gehen wir wieder zum Hafen. Ich schäkere mit den Fischern, denn ich will wissen, was sie so gefangen haben. Es sind hauptsächlich Flundern, ich bin jedoch keine gute Kundin, Karin bekommt leichte Schnappatmung als ich nebenbei erwähnte, dass ich nicht nur vom lande komme, sondern auch Vegetarierin bin. Sie nehmens mit Humor, wir verhandeln um den Preis des Bildes, welches ich mache, sie wollen 5€ und ich auch, also bekomme ich es kostenlos. ^^

    Sie erzählen uns aber auch über ihre schlechte Situation. Es geht hauptsächlich darum, dass sie nicht mehr Heringe und anderes fischen dürfen, weil die Ostsee überfischt sei.

    Ich kann dazu nichts sagen, denn ich kenne mich da wirklich nicht aus. So ziehen wir weiter.

    Für das Frühstück fuhren wir wieder zurück in die Pension. Wir verpflegen uns selber und das Frühstück schmeckt natürlich gut, wenn man sich schon eine lange Weile draußen in der frischen Luft aufgehalten hat.

    Wir stellen aber fest, dass wir doch noch nicht warm genug angezogen sind. Wir haben genug mit, man muss es halt nur anziehen.

    Gegen 15 Uhr will Kathrin bei uns eintrudeln, so überlegen wir, was wir in der Zwischenzeit machen. Wir beschließen, dass wir nach Barhöft fahren. Es ist nur ein kleiner Ort und gilt als nördlichster Punkt auf dem Festland von Mecklenburg Vorpommern und liegt zwischen Zingst und Rügen.

    Wir stellen den Wagen auf dem öffentlichen Parkplatz ab und laufen zum Hafen. Der Ort ist nicht groß, es leben nur rund 100 Menschen hier. Wir laufen am Hafen vorbei und gehen als erstes zu dem kleinen Strand. Keine Menschenseele ist heute unterwegs, nur eine kleine Bachstelze läuft herum und pickt im Sand.

    Dienstag, 6.10.2020

    Nun hieß es immer früh aufstehen, denn wir wollen die Kraniche fotografieren, wie sie zu ihren Futterplätzen einfliegen. Daher fuhren wir schon früh am Morgen los, denn mit Sonnenaufgang geht es los. Ein guter Platz ist beim Kranorama in Altenpleen. Gegen 7 Uhr waren wir dort, Fahrtzeit rund 15 - 20 Minuten von unserer Pension.

    Es gibt einen großen Parkplatz. Vom Parkplatz müssen wir noch ein paar Meter bis zum Kranorama laufen. Dann wird das Stativ aufgestellt, die Kamera aufgesetzt und eingestellt und man wartet, dass die Kaniche kommen.

    Das Licht war schwierig, die Kraniche sind schon arg weit weg, aber klar, wir machen bilder. *brigens sind wir natürlich nicht alleine dort. Es gibt noch viele Fotografen, die auch da sind. Man kennt sich dann schon. Manche kenne wir sogar von unseren früheren Aufenthalten.

    Kraniche sind sehr empfindlich und reagieren auf die kleinste Störung. Fliegen einige erschreckt auf, dann kann es passieren, dass alle anderen auch wegfliegen. Das haben wir ein paar Mal erlebt.

    Nachdem wir alles ausgepackt und uns etwas häuslich eingerichtet haben, fuhren wir zum NABU-Kranichzentrum in Groß Mohrdorf und holten uns die neuesten Informationen über die Kraniche, die Rastplätze und auch was die Hütten angeht, die wir am Samstag angemietet haben. Als nächstes fuhren wir zum Kranorama und kauften dort das Tagesticket zu 5 €, das müssen Fotografen bezahlen, dafür bekommen sie auch einen abgetrennten Bereich zum Fotografieren.

    Von dort fuhren wir zum Edeka-Markt nach Prohn und kauften noch ein paar Dinge ein. Nun hatten wir die wichtigsten Eckpunkte abgefahren und im Navi/Garmin gespeichert.

    Das Wetter war sehr sehr trübe, dennoch konnte ich ein paar Fotos von den Kranichen schießen. Es waren viele da, die lauten Rufe sind nicht zu überhören. Es gab auch Enten und Gänse, sogar Stare, alle legen auf ihrem Flug in den Süden eine Rast ein.

    Nachdem ich mit meinem Mann ein paar Tage in Schwerin war (hier geht es zum Reisebericht), fuhren wir getrennt weiter. Friedrich fuhr nach Hause und ich hatte noch einen Termin bei den Kranichen und zwar am Günzer See. Dort wollte ich mich mit 2 Fotofreundinnen treffen.

    Von Schwerin aus hatte ich nur schlappe 200 Kilometer zu fahren. Wäre da nicht eine Baustelle auf der Autobahn 20 bei Triebsees gewesen... So habe ich fast eine Stunde länger gebraucht. Wenn ich wieder zurückfahre, dann nehme ich in jedem Fall eine andere Strecke, denn diese Baustelle wird noch bis 2023 eine Baustelle sein.

    Gegen Mittag erreichte ich unsere Unterkunft Pension Schwalbenhof in Klausdorf. Das Timing war gut, denn zeitgleich traf auch Karin ein. Wir hatten beide ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung gebucht und ich hatte Glück und bekam sogar eine kleine Ferienwohnung, mit kleiner Küche, Wohnraum und Schlafraum. Perfekt für uns, denn nun hatten wir einen Kühlschrank und alles, was man so braucht, außerdem einen Tisch, wo wir zu dritt dann sitzen konnten. Kathrin erwarteten wir am nächsten Tag.

    Das Frühstück haben wir abbestellt, denn wir wollen uns selber verpflegen und jeder hat seine eigenen Sachen mitgebracht. Da wir ja morgens schon vor Sonnenaufgang losziehen, bekämen wir sowieso nichts.

    Wir waren schon einige Male in dieser Ecke, daher wussten wir auch, was uns hier erwartete.

    Ich schließe diesen Thread, Kommentare, Fragen etc. bitte hier hinschreiben:
    Kommentare zu meinem Reisebericht: Bilder aus Schwerin und bei den Kranichen

    Nach dem Frühstück fuhr Friedrich los, es sieht trübe aus, ich hoffe, er kommt ohne Regen gut durch.

    Ich mache mich auch gleich auf den Weg.

    Nachtrag: Nein, Friedrich ist nicht trockengeblieben, andersherum gesagt, er ist fast ausschließlich im Regen gefahren. Während ich noch minute zu Minute besseres Wetter bekam, fuhr Friedrich in den Regen hinein. Pech gehabt! Das kann aber einen Motorradfahrer nicht erschüttern. :laugh: {h:mrgreen

    Hier geht es weiter mit dem Bericht:

    Bei den Kranichen am Günzer See

    Den Kommentar-Thread findet ihr hier:
    Kommentare zu meinem Reisebericht: Bilder aus Schwerin und bei den Kranichen

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