Beiträge von Petra

    Unsere Geduld wurde belohnt, wir sahen noch einen Finnwal (kein Bild), den Gelbschnabel-Sturmtaucher (leider nur von hinten) und dann fuhren wir weiter hinaus und ja irgendwann hatten wir Glück und sahen den Pottwal. Was hatten wir für ein Glück.

    Ein- zweimal ließ er sich sehen, dann tauchte er ab. Wir erfuhren, dass er spätestens nach 40 - 45 Minuten wieder auftauchen musste, um Luft zu schnappen. Die Frage ist nur, wie weit ist er dann schon weg.

    Und wieder hatten wir Glück, Pedro sagte nach 43 Minuten: noch 2 Minuten warten wir, dann fahren wir zurück. Er hatte schon seine Hand am Gasheben, da tauchten sie tatsächlich wieder vor uns auf. Wow, das ist so toll, ich kann es gar nicht beschreiben. Es waren zwei riesige Exemplare. Unser Boote war ungefähr 8 m lang und sie waren wesentlich länger. Lynn meinte ca. 12 m.

    Leider kamen sie nicht richtig groß aus dem Meer, aber das Beobachten der Giganten der Meere war super schön. <3 Ganz zum Schluss zeigten sie noch ihre Fluken, das manchen sie nur, wenn sie tief abtauchen. Das war´s dann auch für uns. Wir fuhren zurück und ich war total happy.

    29.8.2020 - Waltour und sonst nichts :)

    Punkt 9 Uhr waren wir wieder in Lajes bei Espaço Talassa. Ich hatte ordentliche Befürchtungen, dass die Tour ausfällt, denn der Blick in den Himmel zeigte Wolken und alles war grau in grau.

    Da hatte ich aber falsch gedacht, auf Nachfrage hieß es, der Walbeobachter hat Wale gesehen, die Fahrt findet statt. So bezahlte ich alle Touren und dann bekamen wir ein Briefing und los ging es. Wieder war Lynn mit von der Partie, sie kommt aus Berlin und lebt seit 7 Jahren auf Pico. Unser Skipper war wieder Pedro, ihn kannte ich schon von der ersten Tour.

    Wir hatten wieder das Boot für uns alleine gemietet, das andere Boot war rappelbvoll.

    Als esrtes sahen wir Grindwale, sie werden nicht ganz 6 m lang und heißen auch Pilotwale. Wir hatten das Glück und konnten eine Familiemit Nachwuchs beobachten.

    Friedrich hatte mit der Fuji nicht so viel Glück, die Wale waren zu weit entfernt. Auch ich hatte meine Mühe,

    Auf dem Bild 1 ist eine Flusseeschwalbe zu sehen

    Nun fahren wir wieder zurück bis zur Straßengabelung und nehmen den anderen Weg der uns zum Lagoa da Rosada führt. Nun haben wir genügend Bergseen gesehen. Auf der Karte von Pico, die wir von der Tourismus-Infomation am Flughafen bekommen haben, sehen wir, dass es einen Weg gibt, der uns zurück zur R 2-2 führt, der ziemlich genau parallel zu dem von uns gefahrenen Weg führt.

    Prima, dann sehen wir noch ein paar andere Ausblicke.

    An dieser Gabelung entscheiden wir und zunächst für den Lagoa do Paul. Es ist eine Sackgasse, man muss also wieder hierher zurückfahren. Ein abgestelltes Auto steht hier, es müssen Wanderer unterwegs sein. Wir treffen sie nun auch auf dem Weg zurm See.

    Es regnet ein wenig, wir sitzen im Trockenen. An diesem Tag sind wir falsch gekleidet. Es war immer schwül und warm hier auf Pico. Selbst auf dem Boot wurde es in der Sonne sehr warm, so dass man keine Jacke benötigte. Jetzt aber hätte ich eine der wärmeren Sachen gerne gehabt, aber sie lagen alle in unserer Unterkunft. Klar, wir sind hier knapp auf 1.000 Höhe, da ist es einfach etwas kühler.

    Die Gegend entschädigt für alles, da kann man auch mal frösteln. ;)

    Wir fahren nun über das Cattle Grid , die es hier auch überall gibt, aber mit dem Auto ist das überhaupt kein Problem.

    Irgendwann erreichen wir die Hauptstraße R 2-1 und fahren in Richtung Norden, aber nur ein kleines Stück und biegen dann wieder auf eine Nebenstraße ab, die uns nun auf das Hochland im Osten führt. (Bild 3) Hier waren wir bisher noch nicht. Kühe, die friedlich rechts und links des Weges auf den teilweise nicht eingezäunten Wiesen weiden, sieht man überall. Manchmal laufen sie auch auf der Straße. Ich habe vor Kühen Respekt, sie sind mir zu groß, bin halt kein Landmensch, obwohl ich auf dem Lande wohne. ;)

    Das Wetter ändert sich - man könnte fast sagen - im Minutentakt. Hier bleiben die Wolken hängen und regnen sich meist ab und kommen dann als Azorenhoch nach Europa.

    Wir sehen den Lagoa do Caiado, es ist der größte See dieser Insel, kurz danach passieren wir den Lagoa Seca, einen Kratersee.

    Nun fahren wir zurück auch die Hauptstraße R 1-2. Hinter dem kleinen Ort São Caetano biegen wir ins Hochland ab. Dies ist nun eine Nebenstraße und ich frage mich, ob das der richtige Weg ist. Wir haben Glück, es kommt uns kein anderes Fahrzeug entgegen, das wäre auch nicht so einfach, den zwei passen meist nicht nebeneinander, aber es gibt Ausweichstellen.

    Nach einer Weile wird der Weg etwas besser und wir halten an. Es gibt einen Abzweig zum Pico da Urze oder wieder nach unten an die Küste. Wir wollen beides nicht und fahren weiter bergan.

    Friedrich ist zu Scherzen aufgelegt. Ich wollte eigentlich nur einen Vergleich haben, da mir diese Blätter schon öfter aufgefallen sind.

    Wir fahren noch einmal zurück, denn wir haben eine schöne Kirche in Monte gesehen und ein Hinweisschild auf eine Grotte

    Unterwegs entdeckt Friedrich ein Straßencafé und wir halten auf einen Cappuccino an. Es ist der beste, den ich hier je getrunken habe und er kostet 1 Euro. Dann fahren wir zur Lavagrotte Gruta das Torres das ist mit 5,5 km die längste Lavatunnelröhre der Azoren. Wir wollen das in den Coronazeiten nicht machen und fahren weiter, jetzt wieder in Richtung Süden. Von der Kirche in Monte mache ich ein Foto.

    Nun fahren wir weiter nach Porto do Calhau, halten noch einmal an einer Badestelle Pocinho an. Hinweisschilder und Verhaltensanweisungen gibt es zur Genüge. Hier auf Pico wird viel Wein angebaut. Die Weinlandschaft ist auch in der UNESCO Welterbeliste seit 2004 eingetragen und ich kann versichern, er schmeckt. (oder hatte ich das schon erwähnt?)

    28.8.2020 - eine Fahrt in den Süden und zu den Bergseen im Hochland

    Als Friedrich morgens das Schlafzimmerfenster öffnete, sah er den Pico unverhüllt in einem wunderschönen Licht, wenig später kamen dann die Wolken, immer noch schön!

    Wir packten uns wieder etwas Proviant ein und fuhren los. In Madalena hielten wir einmal an, denn ich wollte noch die beiden markaten Felsen aufnehmen, sie heißen Ilhéu Deitado and Ilhéu em Pé, der liegende und der stehende Felsen (Bild 3, im Hintergrund die Insel Faial). Das sind die Überbleibsel eines untergegangenen Vulkans.

    Wir fahren nun auch hier zunächst die Nebenstraßen und halten an schönen Stellen an.

    Da das Forentreffen ja dieses Jahr ausfällt, hatten wir uns für ein paar Tage einen "Ersatz" gesucht und wir hatten einen Flug für 4 Tage nach Nizza gebucht.

    Da gerade diese Region als Risikogebiet gilt, haben wir jetzt die Reise abgesagt und Flug und Hotel gestrichen. Schade, ich wäre gerne mal wieder dort, aber unter diesen Umständen haben wir keine Lust. In Nizza gilt auch im Freien eine Maskenpflicht, man muss einen Corona-Test machen, alles das schreckt uns ab. Wir haben ja gerade erst eine schöne Reise auf die Azoren gemacht, das hält noch ein wenig vor.

    Viele Grüße
    Petra

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