Beiträge von Petra

    Wildernest Nature Resort 🌿🏞️ – Ein Traumprojekt für nachhaltigen Tourismus

    Vor rund zwanzig Jahren kam Kapitän Nitin Dhond, heute Geschäftsführer und ehemaliger Kapitän der Handelsmarine, in die Region. Er wollte das Gebiet vor den Interessen von Holz- und Bergbau-Lobbys sowie Monokultur-Plantagen schützen. Gemeinsam mit Naturfreunden und Wildtier-Experten entstand daraus das Projekt Wildernest Nature Resort, das auf umweltbewussten Tourismus setzt. 🌍✨

    Das Resort folgt dem Prinzip der „minimalen Eingriffe“: eine naturnahe Ästhetik, 18 Öko-Cottages, ein Restaurant mit lokaler Küche, ein ionisierter Infinity-Pool mit wenig Chlor und ein Ayurveda-Zentrum. 🛶🍛🧘

    Etwa 15 Jahre nach der Gründung wurde das 700 Hektar große Waldgebiet als privates Schutzgebiet Swapnagandha Valley ausgewiesen. Damit konnten nicht nur Wälder erhalten, sondern auch die Wilderei stark eingedämmt und die Quellgebiete zweier wichtiger Zuflüsse des Mahadayi-Flusses geschützt werden – der Halatar nallah in Karnataka und die Valvanti in Maharashtra. 🌳🐦💧

    Ganz im Sinne der Philosophie „minimaler Eingriff“ nimmt das Resort selbst nur fünf Hektar der gesamten Fläche ein. Ein echtes Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Tourismus in Goa. 🌿🌞

    Dies ist eine Zusammenfassung von „Our Story“ auf der offiziellen Seite: https://www.wildernest-goa.com/

    Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, ging es auch schon weiter: das Mittagessen wartete. 🍛

    Wir wurden mit einem Willkommensgetränk begrüßt und konnten aus einer Vielzahl an indischen Gerichten auswählen. Zu meinem Glück gibt es immer vier non-spicy Gerichte – sehr angenehm!

    Im Resort angekommen erwartete uns schon Vitthal, denn wir sind jetzt schon zum dritten Mal in diesem Resort. Er erledigte die Formalitäten des Check-ins und brachte uns zu unserem Cottage Suvari. 🏡🌳

    Wir sind sehr zufrieden – wir haben ein großes Zimmer, ein Bad und einen Balkon mit weiter Sicht über das Swapnagandha Valley. 🌄

    Aufbruch ins Wildernest 🌿🚕 – Von Morjim ins grüne Paradies

    Nach dem Frühstück packten wir den Rest unserer Sachen und wurden schon vor dem vereinbarten Termin mit dem Taxi abgeholt. 🚕 Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass nur ansässige Taxifahrer Touristen abholen dürfen. So ließen wir uns bis über den Chapora nach Siolim zur St. Anthony’s Church fahren, denn ab hier ist es auch anderen Taxiunternehmen erlaubt.

    Wir hatten am Abend zuvor den Kontakt unseres Fahrers bekommen, der uns nun ins Resort Wildernest bringen sollte. Abholzeit und Abholort waren abgemacht, und nach unserer Ankunft schickten wir ihm ein Foto. Kurze Zeit später war er auch schon da. 👍

    Die Fahrt nach Wildernest dauerte rund zwei Stunden. Angekommen mussten wir mit einem Aufzug fahren – dann war es geschafft. In diesem Aufzug fuhren noch drei indische Herren mit, und wir kamen ins Gespräch. Wir erzählten über dies und das, unter anderem auch über die Tiger, die hier in dieser Gegend leben. 🐅 Da ich unbedingt Tiger fotografieren möchte, fragte ich nach Tipps und Veranstaltern. Er versprach mir, ein paar Adressen zu geben. Später stellte sich heraus: er ist der Besitzer dieser Anlage. 🌿✨

    Ja,. das war dann kurz bevor die Sonne im Dunst verschwand. Gestern musste ich den ganzen Tag das Bett hüten. Obwohl ich immer gut aufpasse, nur gutes Wasser nehme, auch zum Zähneputzen, hat es mich arg erwischt. Man war sehr besorgt um mich und ich habe auch Elektrolyte bekommen.

    Schade um die beiden Touren, die nun Friedrich alleine gemacht hat. Auch im letzten Indienurlaub vor einem Jahr musste ich einen Tag pausieren.

    Sonnenuntergang und Abschiedsstimmung 🌞🐚 – Unser letzter Tag am Meer

    Unser letzter Tag in Morjim brach an. Viel hatten wir uns nicht vorgenommen. Noch einmal am Strand entlang wandern und die kleinen Vögel beobachten. 🐦🌊 Den Tag verbrachten wir dann ganz faul bis zum Sonnenuntergang am Strand. 🌅

    Dann hieß es Koffer packen und ein Taxi für den nächsten Tag bestellen. 🚕 Über den süffigen Abschied in der Anlage habe ich ja schon hier berichtet: Plauderthread im Forum

    Eins muss ich aber noch nachtragen: Gilbert, der Owner, fragte uns, wie wir auf seine Anlage gekommen sind. Da erzählten wir, dass wir jemanden schon seit 29 Jahren kennen, der hier in Morjim das Goan Kitchen betreibt. Gilbert sagte „wait a moment“ und nahm sein Handy. Ich dachte, er müsse etwas erledigen. Nein – er hat Krishna angerufen, und so konnten wir uns auch noch von ihm verabschieden. Die Welt ist klein. 🌍🤝

    Viele Grüße,
    Petra

    Man versuchte uns zum Kaufen zu überreden – die Inder sind sehr geschickt: „Hello, where are you from? Oh, you are looking nice…“ und so weiter. Wir ließen uns aber nicht abschleppen und kaufen wollten wir auch nichts. Leider war „unser“ Lokal, wo wir sonst eine Erfrischung trinken, nicht geöffnet.

    Daher entschieden wir uns für den Heimweg. Die ersten zwei Kreisel meisterten wir gut – gar nicht so einfach, da hier jeder fährt, egal von wo er kommt. 🚦 Es geht ja auch irgendwie (toi,toi,toi) An irgendeiner Stelle... , kurz gesagt, wir sind doch nicht über Assagao gefahren, das hat der Weg nicht hergegeben. Die Inder sind da sehr großzügig mit ihren Wegbeschreibungen: „Einfach hier weiterfahren, dann links abbiegen, und dann ist man auch irgendwie richtig.“ 😅

    Als wir wieder bekanntes Terrain erreichten, machten wir noch einen kleinen Schlenker, bevor wir über die Brücke am Chapora fuhren.

    In Morjim gaben wir unsere Motorräder ab – ohne Kontrolle, ob alles in Ordnung war. So viel Vertrauen haben wir selten erlebt. 🙌 Man fragte uns nur, wo wir überall gewesen waren. Dann gingen wir zu Fuß zurück ins Hotel. 🏨 Nun haben wir noch einen Tag in Morjim, bevor wir das Quartier wechseln. 🌴

    Viele Grüße,
    Petra

    Letzte Scooter-Tour 🛵🌞 – Von Morjim nach Mapusa und zurück

    Wir wollten das Fahrvergnügen in Indien noch einmal auskosten und haben uns eine schöne Strecke bis Mapusa überlegt. Hin sollte es über eine neue Route gehen und zurück über Assagao.

    Aber erst stärkten wir uns bei Krishna und aßen ein köstliches Paneer Tikka Masala mit Reis. Dazu gab es Garlic Naan und wir tranken eine Pepsi. 🍛🥤

    Dann tauschten wir noch etwas Bargeld um und starteten unsere Fahrt über die Brücke nach Siolim. Von dort bogen wir Richtung Mapusa ab – der Verkehr wie immer wuselig. 🛵🚦 Irgendwann verpassten wir eine Abfahrt und befanden uns in Tivim. Vor vielen Jahren sind wir von hier schon einmal mit dem Zug nach Mumbai gefahren – eine abenteuerliche Geschichte! (Wer mag: Reisebericht 2004) 📖

    Nun mussten wir herausfinden, wie wir nach Mapusa kommen. Wir hatten eine Uralt-Karte von Goa (1991) dabei und konnten so die grobe Richtung erkennen. Friedrich hatte wie immer den Durchblick und lotste uns auf die richtige Spur.

    Mapusa im Norden Goas gehört für uns jedes Mal dazu. Es ist ein quirliges Handelszentrum, besonders bekannt für seinen traditionellen Freitagsmarkt. 🛍️🐄 Wer das Alltagsleben jenseits der touristischen Küstenorte erleben möchte, findet hier authentische Eindrücke. Wir schlängelten uns zwischen Autos, Lkws, Mopeds, Fahrrädern, Fußgängern und sogar Kühen hindurch. 🐮 Dann suchten wir uns einen Parkplatz. Den Freitagsmarkt haben wir nicht geschafft, aber es gab Marktstände ohne Ende. Wir schauten hier und da, Friedrich meinte immer wieder: „Wer soll das alles kaufen?“ 😉

    Hier die letzten Vogelbilder:

    1. Black-winged Stilt (Himantopus himantopus) – Schwarzflügel-Stelzenläufer
    2. Western Marsh Harrier (Circus aeruginosus) – Rohrweihe
    3. Scaly-breasted Munia (Lonchura punctulata) – Schuppenbrust-Munia / Flecken-Munia
    4. Asian Openbill Stork (Anastomus oscitans) – Silberklaffschnabel
    5. Black-winged Kite (Elanus caeruleus) – Gleitaar
    6. Cattle Egret (Bubulcus ibis) – Kuhreiher

    Vögel am Field View Peaceful Road 🐦🌾📸

    Den Nachmittag wollte ich noch einmal zu den Reisfeldern fahren – dieses Mal mit großer Kameraausrüstung. Wir kannten den Weg ja schon und fuhren ohne große Umwege dorthin. 🚗

    Angekommen suchte sich Friedrich ein Plätzchen im Schatten, während ich loszog – und hatte wirklich viel Glück. 🍀 Die Tiere saßen natürlich nicht direkt am Straßenrand, aber mit einer Brennweite von 500 mm kann man schon einiges erkennen. Auch Ausschnitte lassen sich gut erstellen.

    Das war für mich mal wieder ein erfolgreicher Fototag. 🌟 Am Abend aßen wir wieder in unserer Unterkunft. 🍽️

    Gesehene Vögel in Reihenfolge der Bilder 🐦

    1. Asian Green Bee-eater (Merops orientalis) – Asiatischer Bienenfresser / Kleiner Smaragdspint
    2. Jungle Myna (Acridotheres fuscus) – Dschungelmaina
    3. Black Drongo (Dicrurus macrocercus)
    4. Indian Pond Heron (Ardeola grayii) – Teichreiher
    5. Blue-tailed Bee-eater (Merops philippinus) – Blauschwanzspint / Blauschwanzbienenfresser
    6. Western Marsh Harrier (Circus aeruginosus) – Rohrweihe
    7. White-throated Kingfisher (Halcyon smyrnensis) – Braunliest

    Heike, nö, das ist mir wirklich zu kalt. :kkkalt

    Wir haben heute Abschied gefeiert, denn morgen geht es weiter nach Wildernest. Heute Abend gingen wir ins retsuarant, bestellten uns ein Taxi bis Siolim für morgen, das ist wirklich eine Story wert.:Kopffass:

    Dann nahmen wir einen kleinen Absacker, Friedrich ein Kingfisher und mir war nach einem Whiskey sour.

    Gilbert der Owner dieser Anlage setzte sich zu uns an den Tisch und wir plauderten eine Weile. Diese Anlage betreibt Gilbert seit rund 16 Jahren, es ist sein Elternhaus, seine Frau Flori ist Französin. Beide sind sehr sympathisch. Plötzlich hatten wir dann eine zweite Runde auf dem Tisch stehen, Friedrich ein Kingfisher und ich einen weiteren Whiskey sour und der schmeckte richtig gut. Nicht jeder kann den so gut mixen.

    Zum Abschluss gab es dann noch einen Kaffeelikör auch vom Haus :chhheers...

    Kommen wir nun zu den Taxis. Das Resort Wildernest holt uns ab, aber sie dürfen nur bis Siolim fahren und keine Gäste nördlich des Chaporas abholen. (Ich habe zu Gilbert gesagt, das ist wie eine Taxi-Mafia. Also kein Pickup aber Dropoff wäre erlaubt.

    So müssen wir uns von hier ein Taxi bis Siolim nehmen, dort mit Gepäck aussteigen und hoffen, dass unser Fahrer einigermaßen pünktlich kommt.

    Wir haben den Kontakt vom Fahrer schon bekommen und ich habe auch ein Bild aufgenommen, wo wir dann stehen werden. Da sind wir extra mit den Mopeds vor 3 Tagen hingefahren. Was für ein Umstand!

    #

    SeeStern, ich werde danach fragen.

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    Eine Kuriosität von unterwegs. Als ich meinen Koffer am ersten Tag auspackte, stellte ich fest, dass ich zuwenig Unterwäsche eingesteckt habe. Ich war mir so sicher, dass ich die doppelte Menge vorgesehen hatte und auch in den Koffer getan habe. Egal, es ist nun mal nicht zu ändern. Dann ziehe ich eben ab und zu ein Höschen durchs Wasser.;)

    Als ich das esrte Mal meinen Helm aufsetzen wollte, wurde es etwas eng am Kopf. Ihr ahnt es schon? Ja, ich habe den Leerraum im Helm genutzt und da waren sie dann auch. {a

    Bis Paliem fuhren wir denselben Weg zurück. Wieder gab es auf den engen Wegen einige Engpässe, wenn zwei Autos partout nicht aneinander vorbeikamen. Dann musste ausgeknobelt werden, wer nachgibt. Für uns mit den Scootern war das ein Vorteil – wir konnten uns vorbeischlängeln. 🛵

    Bei Krishna gab es dann ein leckeres Abendessen. Friedrich bestellte Malai Kofta, ich nahm Mushroom Mutter Masala mit Reis und Butter Naan. 🍛 Nur das Glas Lime Soda war mit mindestens 100 Pfund Zucker gesüßt – das durfte Friedrich austrinken. 🥤

    Das war ein Tag nach unserem Geschmack! 🌟

    Viele Grüße
    Petra

    (Die Karte wird noch nachgereicht)

    Nun war es nicht mehr weit bis Keri. Hier setzen die Fähren über. Auf der anderen Seite des Tiracols befindet sich die Exklave Fort Tiracol, die nördlichste Spitze Goas.

    Wir verzichteten auf den Besuch – wir waren schon oft dort. Stattdessen schauten wir der Fähre zu und machten uns wieder auf den Rückweg. 🚢

    Hinter Paliem bogen wir ab nach Keri. Wieder hatten wir den Terekhol auf der rechten Seite. An der Brücke, die über den Fluss nach Maharashtra führt, hielten wir für einen Fotostopp. Ich erinnerte mich an unseren Urlaub 2012, als wir gemütlich mit Freunden eine Minitour durch Maharashtra machten. Damals habe ich ein kurzes Video gedreht – schön war’s! Wir mussten 130 LKWs überholen! 🎥 (Video ansehen)

    Weiter ging die Fahrt entlang des Terekhols (Tiracol). Dieser trennt den Bundesstaat Goa von Maharashtra. Die Landschaft ist sehr schön. Am Field View Peaceful Road kurz vor Paliem hielten wir an. Reisfelder rechts und links der Straße, darin Wasservögel, Bienenfresser, Störche, Kingfisher und vieles mehr. 🐦 Für mich steht fest: hier muss ich noch einmal hin, dann aber mit meinem 100–500 mm. Mit meiner Fuji und Festbrennweite von 35 mm kann ich Landschaftsaufnahmen machen, aber keine Vogelfotografie. 📷

    An einem kleinen Stand kauften wir uns eine eiskalte Pepsi 🥤, dann ging es weiter bis nach Pernem. Die Fahrt dahin war ein Vergnügen oder besser gesagt ein reines Abenteuer: verstopfte Straßen, Schlaglöcher, unbefestigte Wege – es gab das volle Programm. Das Fahren auf der linken Seite macht uns nicht viel aus, denn man ist fast nie alleine unterwegs. Nur im Kreisverkehr und an Kreuzungen muss man höllisch aufpassen. In jedem Fall gilt: wer hupt, will Vorfahrt. 🚦

    In Pernem war nichts los – kein Markt, kaum etwas anzuschauen, selbst unser „Hotel“, wo wir sonst eine Erfrischung tranken, war geschlossen. 🏨

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