Beiträge von Petra

    Nun dachte ich, dass es langsam zurückgeht, aber nein, wir fahren weiter zum Bondla Wildlife Sanctuary. Es ist ein Zoo, bietet aber verletzten Tieren wie Jaguar und tanzenden Bären oder misshandelten Kobras ein neues Zuhause. Ich bin prinzipiell nicht begeistert von Zoos, denn in keinem noch so schönen Zoo, können Tiere so leben wie in Freiheit.

    Nun gut, da das nun extra für uns ausgesucht wurde, gingen wir natürlich mit. Ich habe auch ein paar Bilder gemacht, wir haben natürlich nicht alles gesehen. Es waren gerade Unmengen an Schulklassen 1-3 Schuljahr oder sogar noch kleiner da. Die hatten ihren Spaß, da war natürlich mit Vögel beobachten nichts drin.

    Ich hatte vorsichtshalber mal den Großen Hornbill aufgenommen, falls wir ihn nicht finden.

    Weiter geht die Fahrt, wir werden mit Wasser, Bananen und Mandarinen verpflegt. Nun sind wir gespannt auf den nächsten Stopp.
    Wir halten an einem kleinen Resort: Natures Nest. Das gefällt mir sehr gut und wäre auch eine schöne Alternative. Es liegt relativ abgelegen mitten in der Natur und wer Vögel beobachten will, der ist hier gut aufgehoben. Die Zimmer habe ich nicht gesehen. Wir durften aber ein wenig umhergehen und ich habe Nektarvögel fotografieren können. Sie sind nur Daumengroß, also Winzlinge und nicht so leicht zu fotografieren.

    Bild 6 +7: Purple sunbird (Cinnyris asiaticus) - der Rest: Crimson-backed sunbird (Leptocoma minima) natürlich alles Ausschnitte ;)

    Hier hätte ich gerne mehr Zeit verbracht und vor allem im besseren Licht. Ich könnte mit gut vorstellen, dieses Resort einmal zu buchen.

    Wo Menschen sind, gibt es hier auch Affen, die gierig sind.Der letzte Affe sitzt auf dem Baum und kann die Flasche nicht öffnen. Er hat keine Krankheit, sondern er schaufelt alles erst einmal in sich hinein. Ich schaue mich noch ein wenig um, denn der Fahrer ist nicht da. Denkste, er sitzt nur auf der falschen Seite. :Kopffass: Friedrich ruft mich dann und der Groschen fällt eben manchmal langsam.

    Übrigens, mir ist hier schon einige Mal aufgefallen, dass man in den Flüssen nicht baden darf: Krokodile warten nur darauf!

    Die Fahrt geht weiter, nun verfahren wir uns ein paar mal, fragen nach, aber die Antworten sind nicht immer richtig. Nachdem wir dann einige Male wieder umgekehrt waren, kamen wir dann doch richtig ans Ziel:

    Der Mahedeva Tempel stammt aus dem 13. Jh. und da er so abgelegen im Nord-Osten Goas liegt, wurde er bei früheren Besetzungen und Inquisitionen schlichtweg übersehen, zum Glück. Heute ist er geschützt. Vitthal kauft ein paar Blumen auch für uns, wir dürfen auch beten. Er zeigt uns, wie was zu machen ist. Das habe ich bisher noch nicht gemacht, auch zünden wir Räucherstäbchen an. Alles hat seinen Platz, wo etwas hinkommt.

    Der Tempel ist sehr klein, aber wunderschön mit reichlich Verzierungen. Er ist Shiva geweiht. Bilder dürfen innen nicht gemacht werden. Der Tempel wurde im Kadamba Stil aus Basaltsteinen erbaut, die aus Karnataka über die Berge geholt wurden. Im Netz findet man einiges darüber, sehr interessant!

    Den nächsten Stopp machten wir in Keri, dort wo Vitthal wohnt. Wir erfahren, dass er nun eine eigene Wohnung hat, bei unserem letzten Besuch lebte er noch bei seinen Eltern. Nun hat er auch einen vierjährigen Sohn. <3

    Ich stelle hier nun zwei Bilder ein, das muss reichen. Von seinem Sohn habe ich noch viele schöne gemacht, er lernt gerade das Alphabet auf Konkani und auch englisch. Natürlich hat er auch für uns gesungen. Erst war er etwas scheu, aber das legte sich dann mit der Zeit. Wir wurden mit kaltem (gutem) Wasser und einem Tee mit Ingwer versorgt. Dazu gab es dann noch Kekse, süße und salzige.

    Vor dem Haus im Gebüsch saß der Paddyreiher - Indian Pond Heron (Ardeola grayii), dazu erzählte er eine Geschichte, eines Tage wurde sie von einem Klopfen in der Küche geweckt, der Reiher saß da und suchte nach Essbarem.

    Hier ein paar Eindrücke von dem Dorf, wir wurden natürlich ordentlich "beäugt". Dann stiegen wir wieder ins Taxi und weiter ging die Fahrt. Die Straßen in dieser Gegend sind zwar meist alle geteert, aber sie haben oft genug keine 2 Spuren. Da gibt es dann schon Situationen, wenn ein dicker LKW von vorne kommt, ich mich doch manchmal erschrecke. Die Ausweichmanöver finden manchmal in letzter Sekunde statt.

    Kleine Rundtour am 7.2.2025

    Mir geht es wieder blendend, daher war mal wieder eine Aktivität angesagt. Wir sollten schon um 8 Uhr frühstücken, denn um 8:30 wollte Vitthal mit uns los. Wir haben nicht nachgefragt wie der Ablauf sein wird. Er weiß ja besser, was uns gefallen könnte, denn wir kennen uns in dieser Gegend nicht aus.

    Mit dem Aufzug fuhren wir nach unten und dort wartete schon ein Tourist-Vehicle mit Fahrer auf uns, ein fast neues Auto! Wir waren gespannt, was wir alles zu sehen bekommen.

    Ich habe natürlich meinen Garmin mitlaufen lassen, so dass wir hinterher sehen können, wo wir überall gewesen waren.

    Beim ersten Stopp mussten wir eine Weile laufen, umd die ersten Vögel zu sichten. Meist sitzen sie wirklich sehr weit oben in den Bäumen und leider knallte schon früh die Sonne vom Himmel. Besonders gefreut habe ich mich über die Sichtung des Malabar Pied-Hornbill (Anthracoceros coronatus)

    Bild 2: Plum-headed parakeet - Pflaumenkopfsittich (Psittacula cyanocephala)


    Es gibt noch einen kleinen Nachtrag. Friedrich hatte ja am frühen Donnerstagmorgen gie Wasserfalltour mit gemacht und siehe da, sein Käppi hing noch im Baum. Da hat er sich doch sehr gefreut. Es war nämlich ein Erinnerungsstück an das Swedisch Bikemeet.
    Nun geht es weiter mit dem Bericht.

    6.2.2025 - eine kleine Auszeit

    Der heutige Tag verlief unter dem Motto: Dehli Belly pflegen. Mich hat es gestern Abend total erwischt. Weitere Einzelheiten erspare ich euch.

    Daher haben wir alle Aktivitäten abgesagt und ich lag den ganzen Tag im Bett und wurde gut von Friedrich verpflegt. Gegessen habe ich bisher nichts und heute Abend will ich mich mit weißem Reis begnügen.

    Für morgen haben wir dann eine kleine Ausfahrt geplant. Vitthal will uns einiges zeigen. Ich hoffe, dass wir auch Tukane sehen. Heute flog einer hier vorbei.

    Viele Grüße
    Petra

    Kommentare bitte hier hinschreiben :)

    Hallo Brigitte,

    ich habe gerade mal nachgeschaut, bei Camino Facile habe ich 5,50 pro Gepäckstück bezahlt. Das Gepäck darf nicht schwerer als 20 kg sein und es muss morgens um 8 Uhr bereit stehen.

    Die Preise hängen aber von der Anzahl der Transporte und auch von der Entfernung ab. Wenn du nur einen bestellst, oder die einzelne Strecke über 30 km liegt, dann wird es teurer.

    Ich werde vermutlich auch wieder den Transport in Anspruch nehmen, habe gerade hier in Indien festgestellt, dass mir sogar das Schleppen des Kamerarucksacks doch sehr schwer fällt und meine Schultern Probleme machen. Man ist halt nicht mehr so jung. ;)

    Viele Grüße
    Petra

    Wir haben gerade zu Abend gegessen, das ist hier immer spät, aber man gewöhnt sich dran. Vorher ist auch kaum Zeit.

    Ich gehe morgen zum Birdwachting und Friedrich zum Wasserfall, vor dem Frühstück versteht sich. Am Nachmittag will der Guide mit uns ins Dorf fahren und übermorgen auch irgendwo hin. Das Verstehen und die dazugehörige Kopfbewegung ist immer etwas schwierig zu deuten.

    Gute Nacht, heute Abend mache ich das Glocal nicht mehr an. Es ist auch schon gleich 22 Uhr. :ttwisted

    Er hat heute morgen gekniffen und ist liegen geblieben. Es war ihm heute morgen zu stürmisch. Vermutlich läuft jetzt ein Affe 🐒 mit dem Käppi rum.:D

    Heute ist es sehr heiß. Es gibt wieder einen Wechsel. Im Moment sind die indischen Touristen in der Überzahl. Heute haben wir ein Paar aus Tamil Nadu kennen gelernt.

    Letze Nacht gab es eine Laute Abschiedsparty in der Nähe unserer Hütte. Es waren junge InderInnen aus Karnartaka.es sei ihnen verziehen, denn sie waren sehr nett. Ich musste für sie ein Abschiedsvideo aufnehmen. Sie wollen mir das zuschicken.

    Dann zeige ich es noch 😁

    Guten Morgen Brigitte,

    ja, wenn man sich darauf einlässt und wirklich nur das Nötigste mitnimmt, dann klappt das. Das heißt aber, dass man am Abend seine Sachen kurz auswaschen muss.

    Packliste:
    Ich habe schon vor meinem ersten Jakobsweg eine Liste erstellt, was ich alles mitnehmen muss/wollte, das war 2016

    Heute sähe die Liste etwas anders aus, denn man braucht kein Schlafsackinlet, wenn man nicht in den Herbergen schläft. Da wir ja oft mit dem Motorrad unterwegs waren, bin ich es ja gewohnt mit wenig Gepäck zu reisen. Ebenso habe ich auch etliches an Klamotten, die nur wenig wiegen und vor allem schnell trocknen.

    Reiseführer:
    Ich habe mir zur Vorbereitung auch einen Reiseführer gekauft. Das kann ich dir unbedingt raten. Dort stehen die Etappen drin und einiges an Informationen. Es gibt verschiedene vom Rother oder vom Outdoor. Ich habe den vom Outdoor für den Frances und den Rother für den Portugues.

    Rucksacktransport:
    Sehr gute Erfahrung habe ich mit dem Unternehmen Camino facile gemacht. Allerdings hatte ich da alles vorgebucht, spontan geht es nur bis 48 Stunden voher. In vielen Unterkünften habe ich jedoch von vielen anderen Anbietern Umschläge liegen sehen. Man füllt die Angabe, aus wohin es gehen soll etc, steckt das Geld rein und lässt das Gepäck an der Rezeption stehen.

    Da wir erst im Juni gehen, habe ich noch Zeit, mich mit dieser Frage zu beschäftigen, wie wir es machen werden.

    Wenn man jeden Tag läuft, sollte man sehr gut eingelaufene Wanderschuhe haben. Auch habe ich gute Erfahrungen mit doppelten Socken gemacht. Ich habe auf auffen Jakobswegen noch nie eine Blase an den Füßen gehabt.

    Frage ruhig, ich antworte gerne :) Eevntuell werde ich später das hier abtrennen und ein neues Thema davon machen. Es ist vielleicht ja auch für andere interessant, die so etwas planen und das noch nie gemacht haben.

    Viele Grüße
    Petra

    Wir sind uns noch nicht sicher. Ich wollte dieses Mal ganz karg unterwegs sein, also kaum eine Kamera und auf gar keinen Fall ein Laptop. Ich habe so 6-8 kg angepeilt, weiß aber noch nicht, wie das alles klappt.

    Ich habe die Unterkünfte vorgebucht und nicht alles bekommen, was ich wollte, denn dieses Mal wollen wir nur kurze Etappen gehen. Wenn man einen Rucksacktransport buchen will, dann muss man ja eine Adresse angeben. Wir können von Etappe zu Etappe entscheiden, ob wir den Rucksack tragen oder nicht und wenn nicht, dann in der Unterkunft noch einen Transport für die nächste Strecke buchen.

    Da ich mit meinen Schultern Probleme habe, werde ich vor Ort entscheiden, was geht und was nicht.

    Wenn du in Pilgerunterkünften übernachten willst, das geht meist gar nicht, diese nehmen keine Rucksäcke vorab an.

    Übrigens meine Hundeangst hat einen ähnlichen Hintergrund. Unser eigener Schäferhund hat mich in der Kindheit angefallen, allerdings bin ich als "böses" kleine Mädchen in den Zwinger gegangen und wollte streicheln. Mein Vater hat mich damals gerettet, mein Glück war, ich hatte einen dicken Wintermantel an. Ich bekomme die Angst auch nicht raus, obwohl wir auch später einen Hund (Old English Sheepdog) hatten.

    Der Tag war noch nicht zu Ende. :huh: Um 20 Uhr gab es den Lamp Dance, den wir uns anschauten. Ich habe ein paar Sequenzen aufgenommen, die kann ich jedoch erst hochladen, wenn ich wieder ordentliches Netz habe.

    Nach dem Tanz suchten wir dann noch den Sri Lanka Frogmouth (Batrachostomus moniliger), es ist ein Nachtaktiver Vogel, den ich im Schein einer Taschenlampe fotografiert habe. Bei Gefahr legt er den Kopf zur Seite und macht sich lang, so dass er nicht von einem Baumast zu unterscheiden ist.

    Das war´s aber endgültig an Bildern von gestern! Heute habe ich so gut wie nichts fotografiert, sondern nur in den Tag hineingelebt. Gerade haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Friedrich macht gerade den Sunset Trek. Ich habe ihm meine GoPro mitgegeben. Mal sehen, ob er was aufgenommen hat. Heute Morgen hat er schon die Wasserfall Tour mitgemacht. Da er sein Käppi wohl dort vergessen hat, macht er sie morgen wieder.:D

    Viele Grüße
    Petra

    Gegen 17 Uhr gingen wir mit dem Guide durchs Gelände. Er zeigte uns diverse Vögel, die wir so nicht gesehen hätten. Manche sind winzig klein, manche blitzschnell. Mir gelang kein Bild, ist halt so.

    Gehört haben wir und manchen davon gesehen:
    Barbet (Grünbartvogel)
    Nektarvogel
    Horsfield-Säbler (Indian Scimitar Babbler)
    Graukopfbülbül
    Indische Fledermaussittich (Loriculus vernalis)
    Tickellblauschnäpper (Cyornis tickelliae)
    Glanztaube

    Dann sahen wir das Riesenhörnchen, auch dieses sprang blitzschnell von Ast zu Ast, nun ja ich habe es gerade so erwischt. Wir beenden den Rundgang am Restaurant, hier sahen wir das kleine Riesenhörnchen und es gab einen tollen Sonnenuntergang.

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