Beiträge von Petra

    kiki, Du fragst, ob die Bilder nicht echt sind. Da eben jeder Gast eine Bewertung mit Bildern abgeben kann, können sicher auch Bilder dazwischen sein, die nicht zur Unterkunft passen.

    Ich bin der Meinung, dass man auch ein 2-Sterne-Hotel toll finden kann und nicht nur ein 5-Sterne Hotel. Daher bewerte ich auch günstigere Hotels positiv, wenn sie mir gefallen haben. Fehlende Ablagemöglichkeiten ärgern mich manchmal auch, Ich schreibe in die Bewertung allerdings nur, was ich für mich als wichtig erachte.


    Angelika, kannst Du denn das Hotel wechseln? Das würde ich in Erwägung ziehen, wenn es so gar nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

    Das kann ich mir gut vorstellen, dass der Flughafen andere Probleme hat.

    Mich interessieren die Robben eigentlich nicht so sehr, wenn ich auf Helgoland bin, sind praktisch mal nett so als Beifutter, oder wenn sie auf und mit den Wellen surfen.:hhherzen

    Die Zugvögel, die dort Rast machen, sind für mich viel interessanter, da braucht man auch keine Angst vor dem Abstand zu haben. Sie fliegen nämlich weg, wenn man zu nahe kommt. ;) Die meisten wenigstens, die Basstölpel sind da ja auch weniger störanfällig.

    Im Sommer war ich ja noch nie da, aber gerne im Frühjahr und im Herbst.

    Ich war einmal im Winter auf Helgoland, da bin ich mit einem Fischkutter gefahren. Ich kann mich nur noch an den Eiergrog erinnern und dass es ziemlich kalt war. Das muss so zwischen 71 und 72 gewesen sein. Fotografiert habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, da hatte ich noch andere Hobbys. :ppfeifen

    Du hast es jedenfalls gut, bist immer schnell auf der Insel...

    Ich denke mir, hauptsächlich stört das von oben nach unten zu fotografieren (bei mir zumindest). Ich mache das am liebsten nur auf Augenhöhe. Aber wie ich schon sagte, zu dieser Zeit habe ich mir einen Besuch auf Helgoland ohnehin "abgeschminkt". ;)

    Die letzte Familie hat ungarische Wurzeln. Da leben Großmutter mit Sohn und Tochter mit zusammen 6 Kindern in einem einzigen Raum. Hier lassen wir auch Lebensmittel und den Sack Kartoffeln. Während sich die Erwachsenen unterhalten, widme ich mich der Fotografie. Ich habe arge Probleme, denn ich muss blitzen, aber der Blitz streikt sehr oft.

    Im Zimmer nebenan wohnt eine Mutter mit vier Kindern. Drei Kinder sind da, es gibt 2 Betten für alle und hier noch nicht einmal einen Schrank. Das gesamte Hab und Gut befindet sich in einem Koffer. Ich leide mit, mir tut so etwas weh, wenn man das sehen muss.

    Auch hier gibt es eine Tüte mit Lebensmitteln und natürlich warme Pizza. Hier muss schnellstens Hilfe her. So geben wir Claudia Radu spontan Geld für 2 einfache Kochplatten und wir werden auch etwas Geschirr auftreiben. Da wo wir heute die Kleidung abgeholt haben, erzählte die Frau, die auch gut deutsch sprach, dass sie 2 Haushalte auflösen muss.

    Ebenso werden wir noch für eine weitere Schlafgelegenheit sorgen.

    Die Zimmer kosten je 100 Euro pro Monat plua Nebenkosten. Das Bad ist noch nicht fertig. Es gibt irgendwo eine Toilette im Hinterhof.

    Für die kommenden Besuche luden wir Lebensmittel in den Wagen, auch einen großen Sack voll mit Kartoffeln.

    Während der Fahrt erzählte Claudia uns über die Schicksale der Familien. Die nächsten beiden Familien hatten keine feste Bleibe. Kann man sich das vorstellen, dass man auf der Straße leben muss? Mit einem Baby in einem Wärterhäuschen unterkommen ist schier unvorstellbar. Als das verboten wurde, kam nur die Straße in Frage.

    Frau Radu mietete 2 Wohnungen an, bzw. Zimmer. Über verschiedene Treppen gelangten wir in den ersten Stock. Die Mutter mit Baby saß auf einem Bett. Es gibt ein kleines Fenster, 2 Betten, 1 Schrank und ein Teil fürs Baby. Sie haben praktisch nichts, es gibt keine Möglichkeit etwas Warmes vorzubereiten. Wir lassen Lebensmittel da, die man so ohne zu kochen essen kann. Claudia hat auch warme Pizza mitgenommen.

    Eine kurze Mittagspause war uns vergönnt, dann fuhren wir wieder zu Claudis Radu, denn wir wollten 3 arme Familien besuchen, die wir noch nicht kannten. Diese Schicksale sind sehr, sehr traurig.

    Wir erfuhren von einer 16-jährigen, die mit zwei Kindern (1 + etwas über 2) auf der Straße lebte. In Absprache mit der Mutter der 16-jährigen wurden die Kinder in Obhut genommen und für sie ist jetzt gesorgt.

    An diesem Tag gab es Pizza für die Kinder. Ich machte ein paar Bilder während die Hausaufgabenhilfe voll im Gange war. Die Matheaufgaben konnte ich noch verfolgen, beim rumänischen musste ich natürlich passen.

    Gute gebrauchte Kleidung sowie der Einkauf von Lebensmitteln stand nun an. Beides wollten wir miteinander verbinden. Allerdings stellte es sich heraus, dass wir so viel gute Kleidung bekamen, dass wir alles gerade so eben ins Auto bekamen.

    So fuhren wir die Sachen zu Claudia Radu, dieauch die spätere Verteilung übernahm. Claudia Radu ist Sozialassistentin und hat ein Tagesheim für Kinder. Diese Kinder kommen nach der Schule zu ihr, bekommen ein warmes Mittagessen und werden bei den Hausaufgaben betreut. Doch davon später.

    Als nächstes kauften wir Lebensmittel ein. Das ist immer eine anstrengende Sache, vor allem an der Kasse, weil wir ja verschiedene Belege für die einzelnen Spender benötigen. Letzten Endes hatten wir 3 Wagen, die wir schieben mussten.

    Mit Ach und Krach passte alles in Auto. Das Ein- und Auspacken nahm schon eine ganze Weile in Anspruch.

    Das Berichten ist unheimlich wichtig, ich habe auch während dieser Zeit noch einiges an Spenden bekommen.

    Über die drei für mich ' schlimmsten" Besuche berichte ich noch.

    Ja, es gibt sie noch die richtige Armut. Ich fahre jedes Jahr wieder gerne hin und hoffe jedes Jahr, dass Mechthild Gollnick weiterhin diese Arbeit machen kann. Ich bin ja immer nur wenige Tage vor Ort.

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