Beiträge von Petra

    Irgendwann erreichen wir den Nationalpark Masai Mara. Es gibt eine Kontrolle, draußen laufen Straßenhändlerinnen und versuchen uns Sachen zu verkaufen. Wir halten die Fenster geschlossen, jetzt wollen wir nichts kaufen.

    Nachdem wir in den Park gefahren sind, staunen wir, denn schon sehen wir die ersten Tiere. Boah, warum halten wir nicht an? Ok, noch nicht, wir wollen erst einmal im Camp ankommen und der Weg dorthin ist noch lang. Ich bin total begeistert, Karin natürlich auch, wir schauen und staunen und lassen uns durchschütteln.

    Nach mehr als 6 Stunden erreichen wir unser Ziel. Wir sind angekommen. Für die kommende Woche ist das Mara Bush Camp unser Zuhause.

    Wir werden herzlich begrüßt und man erklärt und so einiges. Vor allem ist wichtig, dass es keine Zäune um das Camp gibt. Jedes Tier kann überall hin und somit dürfen wir in der Dunkelheit nur in Begleitung auf dem Gelände gehen.

    Nach dem ersten Willkommensgetränk werden wir zu unseren Zelten gebracht. Ja wir schlafen in Zelten!

    Ich habe das Zelt Nr. 8, Karin ist im Zelt Nr. 5 untergebracht. Es ist schon eine üppige Unterkunft,ich habe viel Platz, ein großes Doppelbett und ein Einzelbett, prima um darauf meine ganzen Fotosachen abzustellen. Dann gibt es eine kleine Technikecke mit vielen Steckdosen und USB-Zugängen.

    Weiter hinten im Zelt gibt es eine Toilette, eine Dusche und eine Waschecke, sowie ein Schrank mit einem Tresor.

    Ich bin heilfroh, dass ich eine Toilette im Zelt habe und nicht des Nachts raus muss. Bei der Begrüßung hat man nämlich (scheinbar scherzhaft) erklärt, dass man einen Spaten bekommt und dann hinter dem Zelt seine Sachen erledigen muss. Ich habe batürlich mit keiner Wimper gezuckt, als ich das hörte, war aber nicht so glücklich darüber. Als ich dann das Klo im Zelt sah, file mir doch ein kleiner Stein herunter.

    Ich hatte ein Walkie Talkie im Zelt für Notfälle und eine Taschenlampe, die man durch Drehung einer Kurbel aufflädt.

    Draußen auf der Terrasse gibt es eine große Kuhglocke, wenn ich irgendwohin gehen möchte, klingel ich und schon kommt ein Masai mit Speer bewaffnet und begleitet mich.

    Auf der Terrasse gibt es Liegestühle und einen Sitzplatz mit Blick auf den Fluss.



    Am nächsten Tag fahren wir pünktlich nach dem Frühstück um 7:30 h los. Knapp 300 Kilometer müssen wir bs zu unserem Camp mitten in der Masai Mara fahren.

    Gestern Abend haben wir noch zwei weitere Workshopteilnehmer kennengelernt, Claudia und Ralf.

    Zunächst müssen wir durch Nairobi fahren, der Verkehr ist grässlich, die Straßen noch gut. Dann kommen wir durch einige Dörfer. Ein erster Eindruck von Afrika.

    Irgendwann machen wir eine kleine Pause.

    Die Kamera lag noch nicht mal im Rucksack, sondern im Zelt. Sie war nur ein Ersatz, falls die "gute" Kamera ausgefallen wäre. Besser ein schlechtes Bild als gar kein Bild, wäre die Devise gewesen. Einen Rucksack konnte man nicht auf dem Gamedrive muítnehmen, kein Platz...

    Ansonsten bin ich mit der Qualität der alten Kamera natürlich nicht so zufrieden wie mit der 7D Mark II. Die Fuji macht ja Spitzenbilder, damit bin ich sehr zufrieden vor allem mit der Lichtstärke, da kann die alte 7D nicht mithalten, daher habe ich die Landschaftsbilder mit der Fuji gemacht. WW-Bilder habe ich nicht viele gemacht, die Savanne ist einfach recht langweilig, kaum Abwechslung auch farblich nicht gerade berauschend.

    Ich habe wieder ein paar Bilder fertig!:love:

    Ja, ich hatte mehrere Male mulmige Gefühle. Im Zoo sitzen die Tiere meist geschützt hinter Gittern, Gräbern oder Panzerglas. Hier hatte ich das Vergnügen, die Tiere aus dem offenen Fenster und offenem Dach beobachten und fotografieren zu dürfen. Ein paar Mal ganz am Anfang habe ich das Fenster schnell zugemacht, mit der Zeit wurde ich gelassener.

    Eine Jagdszene haben wir nicht gesehen, wie so einiges anderes auch nicht. Da gibt es nur eines: Ich muss wieder hin!

    Was das Wechelsn der Objektive betrifft, das ist Mist, wenn man erst anfängt, an der Kamera zu schrauben, einzustellen oder zu gucken, hat man meist Pech und die Szene ist vorbei, also auch hier heißt es: einen 2. Body mit angeschraubtem Objektiv schussbereit haben. (ich habe da auch schon eine Idee, welche es sein soll ;-))

    So hatte ich meine Fuji aber immer griffbereit und habe das auch ausgenutzt. 35 mm ist ja auch nicht schlecht.

    Claudi, einmal bin ich fast vom Auto gefallen, als plötzlich neben mir die Löwin aus dem Gras aufsteht und mich mit großen Augen ansieht. Karin und ich, wir hatten einen super Guide, der die Tiere immer gut aufgespürt hat. Oft waren wir dann auch ganz alleine. Es gab in der Zeit aber auch Situationen, wo wir gesagt haben, wir möchten wegfahren, weil etliche Autos sich um ein Tier scharten. Das war nichts für uns.

    Ja die Gnus und andere versammelten sich am Marafluss auf beiden Seiten. Wir waren dreimal dort, aber sie sind nicht rübergegangen und die von drüben kamen nicht hierher. Da muss wohl alles stimmen, der Wind blies aus der falschen Richtung, erklärte einmal der Guide. Ich glaube, ich habe auch ein paar Bilder gemacht, wie sie dort standen und rüberschauten.

    In Bad Doberan wohnt ein Onkel von mir und mein Nachbar schwärmt immer von Kühlungsborn. Deine Bilder sagen, es ist wirklich eine schöne Ecke :)

    Nimmst Du immer die komplette Ausrüstung mit? Genieße das leckere Bier und die Füße sehen morgen bestimmt wieder frisch aus!

    Karibu Kenya

    Als erstes wollten wir uns eine Daten-SIM-Karte kaufen und stellten uns an dem Schalter in der Ankunftshalle an. Als wir dann endlich an der Reihe waren, erfuhren wir, dass es hier nur Telefonkarten und keine Karten nur für Daten gab.

    So gingen wir erst einmal raus. Draußen am Flughafen standen schon jede Menge Abholer mit ihren Tafeln auf denen die Namen der Gäste vermerkt sind.

    Auch wir wurden "gefunden", unser Workshopleiter kam nämlich mit derselben Maschine an, so hatten wir von Anfang an eine gute Betreuung und mussten uns um nichts kümmern. :)

    Nun gingen wir mit unserem Gepäck in den alten Flughafen, gleich in der Nähe und dort konnten wir dann auch eine Daten-SIM-Karte kaufen. Das war dann noch recht aufwendig und vor allem hätten wir das niemals selber machen können. Wir wurden dafür sogar fotografiert und das Bild musste einigermaßen mit dem Bild im Pass übereinstimmen, der auch fotografiert wurde mit Einreisevisum. Egal, am Ende hatten wir genügend GBs an Daten frei. (für 33 Dollar oder so)

    Nun wurden wir mit einem Auto zum Eka Hotel in Nairobi gebracht, denn wir übernachteten in Nairobi. In den Naturpark der Masai Mara darf man nur tagsüber reinfahren. Ab 19 Uhr muss man im Camp sein.

    Wir trafen uns dann noch zu einem Bier (mein erstes kenianisches!) an der Bar und bekamen die esrten Instruktionen. Um 7:30 wollen wir abfahren, vorher noch frühstücken, daher wurde der Abend nicht sehr lang.

    Ich fiel totmüde ins Bett und habe gut geschlafen!

    Der Flug von Frankfurt nach Nairobi war recht angenehm. Wir hatten uns schon bei der Buchung vegetarisches Essen bestellt und das war auch gut so, denn wir hätten ansonsten nur zwischen Fleisch und Fisch wählen können.

    Es hat uns prima geschmeckt. Für 4 Stunden kaufte ich mir einen Internetzugang und so konnte ich mir die Zeit ganz gut mit Surfen vertreiben. Ab und zu schaute ich aus dem Fenster, die Sicht war wieder einmalig. Ich wollte mir eigentlich einen Film anschauen, aber irgendwie bin ich doch immer wieder eingenickt.

    Die Landung in Nairobi war "butterweich" leider war es schon stockfinster. Die Einreise verlief richtig schleppend. Man kann mit E-Visum oder eben mit einem Visum upon arrival einreisen. Ich glaube, die Schlange für die Passagiere mit E-Visum war um einiges länger. Die Kosten für das Visum: 50 USD bar cash!

    Schnell die Koffer abgeholt und dann noch durch den Zoll, wir wurden durchgewunken, keine Fragen, nur den ausgefüllten Zettel abgeben.

    Karin kam am Abend zuvor schon zu mir, denn wir wollten zusammen ab Hannover fliegen. Wie immer bin ich völlig aufgeregt. Koffer und Fotorucksack wurden gepackt, wobei der Technikkram fast am meisten wog. Was braucht man schon an Klamotten, wenn man den ganzen Tag auf staubigen Wegen unterwegs ist? Wir gehen ja nicht auf einer Modenschau.

    Zum Abendessen habe ich uns einen leichten Kartoffel-Zucchini-Gratin gemacht, dazu gab es ein kleines Gläschen Wein und wir gingen natürlich früh zu Bett.

    Der Wecker klingelte zu einer "unchristlichen" Zeit (3:30), ich habe - wie immer - schlecht geschlafen. Eine Tasse Tee und zwei belegte Brote zum Mitnehmen, auf den Zubringerflügen gibt es ja nur noch einen Keks.

    Die Straßen sind an einem Sonntagmorgen um halb fünf wie leergefegt. So kommen wir wirklich gut voran, suchen uns einen Parkplatz im Parkhaus am Flughafen und gehen ganz gemütlich zum Check-in. Witzigerweise sitzt dort eine "Kollegin" aus alten Zeiten, sie ahnt doch gleich, dass wir eine Fototour machen wollen, als sie unser Gepäck sieht. :ppfeifen

    Auch bei dem Securitycheck läuft alles wie geschmiert. Klar, ich muss meinen Fotoapparat doch rausholen, einschalten und dann sieht "er" doch kein Bild auf dem Display. Ha, ha, meine ich, hier muss man noch durch den Sucher schauen, wenn man etwas sehen will.{a

    Auch Karins Objektive finden große Bewunderung!

    In Frankfurt haben wir viel Zeit, denn ich habe für uns einen früheren Zubringerflug gebucht. Es wäre ja jammerschade, wenn wir aus irgendeinem Grunde den Flug nach Nairobi nicht bekommen hätten. Wie oft ist ein Flug mal verspätet oder gar gestrichen, dann doch lieber etwas Wartezeit am Flughafen überbrücken.

    Unsere Maschine ist verspätet. neben mir sitzt ein junges Mädel, sie hat gerade ihr Tourismusstudium abgeschlossen und wollte gestern von Hamburg nach Venedig fliegen, weil sie für ein halbes Jahr (oder so) auf einem Schiff angeheuert hat. Tja, der Flug aus Hamburg wurde gestrichen und man hat sie für heute von Hannover umgebucht. Nun bangt sie wieder, dass sie die Maschine nach Venedig bekommt. Zu allem "Unglück" kommen wir auch noch im Terminal "B" an. Wir haben jedenfalls die Daumen gedrückt, dass für sie alles klappt. Um 19 Uhr legt das Schiff in Venedig ab.

    Wir sind beide Strecken mit Lufthansa geflogen und da wir uns sehr frühzeitig entschieden haben, bekamen wir einen sehr günstigen Preis für die Premium-Economy-Klasse.

    Alami Alor <3, das hört sich gut an. Wir haben ganz in der Nähe eine Unterkunft empfohlen bekommen. Als wir in Putre waren, haben wir einen netten Franzosen kennengelernt, der schon seit langem in der Weltgeschichte herumreist. Er hat uns Bilder von der Gegend gezeigt und meinte, das war ein kleines Paradies. Er war auf einer kleinen Insel vor Alor-kecil. Seitdem will ich dahin!

    Wir haben diese Reise fertig in der Schublade geplant, denn man kommt da ja nicht so ohne Probleme hin. Diese Reise steht bei mir ganz weit oben. Wäre meine Schwester nicht in Australien, wären wir nächstes Jahr dorthin gefahren. Aber es ist nur aufgeschoben...

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