Beiträge von Petra

    In der kleinen netten Unterkunft "A la Sombra del Laurel" habe ich ein Zimmer gebucht. Es ist alles sehr familiär, die junge Tochter des Hauses spricht perfekt englisch und klärt mich über die Gegebenheiten auf. Ich dachte ja, dass ich hier mnoch etwas zu essen bekäme, aber die Snacks erwiesen sich als Chips und Schokelade, das war dann doch nicht so mein Wunsch. So ging ich in den Ort, dort gibt es einen Carrefour und ich ergatterte noch ein vegetarisches Sandwich und eine Flasche Orangensaft.

    Im Garten meiner Unterkunft genoss ich dann meine Abendessen.

    Was noch wirklich toll und erwähnenswert ist, ich konnte für wenig Geld meine Klamotten waschen lassen.. Ich habe ja schon erzählt, dass meine Hose fast von alleine stand. Daher tat die Wäsche mal gut.

    Binnen 3 Stunden war alles gewaschen und auch schon wieder trocken.

    Special for Friedrich: im Hof standen zwei alte Motorräder, die dem Großvater und Urgroßvater gehörten und nun auf eine Restauration warten

    Viele Grüße
    Petra

    Nun führt der staubige Weg wieder ordentlich bergauf und ich komme ins Schwitzen und muss immer öfter eine Pause einlegen.

    Nachdem ich die Autobahn überquert habe, sehe ich schon die Ruinen des alten ospitals, komme an einer Weinfabrik vorbei und nun ist es nicht mehr so weit, höchstens noch 2-3 Kilometer, aber auch diese schaffe ich noch. :)

    Die erste Möglichkeit nutze ich, denn nach über 10 Kilometern muss ich unbedingt meine Schuhe und Socken ausziehen, brauche endlich einen Kaffee und würde gerne was essen. Aber wie das Leben so spielt, alles mit Fisch oder Fleisch, nur die Tortilla ist vegetarisch. Na gut, dann eben wieder Tortilla. Ich garantiere schon jetzt, ich werde ein Jahr lang keine Kartoffeln mit Eiern essen!

    Es geht weiter, der Weg durch die Stadt zieht sich dahin. Ich erreiche den Stasee Pantano de la Grajero, den ich fast einmal umrunde. Es gibt viel zu beobachten, viele Wasservögel tummeln sich überall.

    Nun nähere ich mich Logroño, derHauptstadt der Region La Rioja. An dem Stand (Bild 2) hole ich mir einen Stempel ab und kaufe mir einen Kühlschrankmagneten.

    Ich beobachte eine ganze Weile einen Storch hoch oben in seinem Nest (und bedauere schon wieder, keine geeignete Kamera zu Hand zu haben.

    Noch vor der Brücke über den Ebro, sehe ich die Rosa del Camino de Sabtiago mit den wunderschönen Blüten, dann erreiche ich Logroño.

    9. Etappe von Viana nach Navarrete - 23,5 km 39.198 Schritte, davon 24.748 Stufen/Steigungen

    Mittlerweile stelle ich mir den Wecker immer sehr früh, damit ich die ersten Kilometer noch im Kühlen laufen kann. Da es im Hotel erst ab 7 Uhr Frühstück gibt, habe ich mir zwei Croissants am Abend vorher gekauft. Auf den Kaffee muss ich halt verzichten und trinke Wasser.

    Der Ort schläft noch. Nur einen Pilger sehe ich, der aber großen Schrittes davon eilt. Dann bin ich wie so oft alleine. Ich lasse aber erst gar keine blöden Gedanken aufkommen, obwohl so manche Ecke doch unheimlich ist.

    Ich wunder mich über mich selber... Unterwegs habe ich ja nicht gewusst, wie heiß es war, aber geahnt. Ich habe sehr viel getrunken und bin auch recht langsam gegangen. Nun habe ich geduscht, meine Wäsche gewaschen und ruhe mich aus.

    Für heute Abend habe ich schon ein Lokal gefunden, ich habe die Auswahl:

    vegetarische Paella

    vegetarische Pizza

    Risotto con funghi

    noch kann ich mich nicht entscheiden... Ich gehe dahin, wo ich eben bei Ankunft das Bier getrunken habe, die Bedienung war sehr nett... und es ist gleich um die Ecke.

    Ich wusste nicht, dass es so kleine Cappuccinos gibt... dafür sitze ich ganz elitär unter Golfern... und wieder gab es nur Tortilla für mich. Ich glaube für das nächste Jahr habe ich genug davon gegessen...

    Das letzte Stück war richtig anstrengend nur bergauf, jetzt hoffe ich auf ein Einsehen, ich muss noch 6 Kilometer...

    Ich weiß, warum ich heute so früh losgegangen bin, nur die Hitze erwischt mich immer, mal früher, mal später...

    Im Hotel esse ich dann ein Pilgermenü. Das besteht immer aus einer Vorspeise, einem Hauptgang, einem Nachtisch, dazu Wein, Wasser und Brot.

    Da die Hauptgänge alle nicht vegetarisch sind, nehme ich zwei Vorspeisen. Als Nachtisch wollte ich einen Chessecake, den gibt es aber nicht, so bekomme ich stadtdessen ein Schokoladeneis.

    Auch beim Abendessen trifft man auf bekannte Gesichter. Der nette Italiener, der nur italienisch spricht ist auch da.

    Gut gesättigt nehme ich den Rest Wein mit auf´s Zimmer. Morgen werde ich wieder früh aufstehen, damit ich möglichst viel wieder in der Kühle laufen kann. Frühstück gibt es aber erst um 7 Uhr, das will ich aber schon die ersten Kilometer gelaufen sein. So kaufe ich mir 2 Croissant für unterwegs, denn man sagte mir, die nächste Möglichkeit gibt es erst nach 10 Kilometern!

    Da fällt man ja wirklich vom Fleische.

    Das war´s vom 3.8.2018...

    Viele Grüße

    Petra

    Das Tagesziel ist erreicht. Durch das ewige Auf und ab bin ich ganz schön geschlaucht. Ich frage mich wie So Yun die nächsten 10 Kilometer noch gelaufen ist.

    Ich bin jedenfalls froh. In dem Hotel Palacio Pujadas habe ich ein schönes Zimmer bekommen. Es gibt sogar eine Minibar mit eisgekühltn Getränken. :)

    Ich sah schon von weitem das Hinweisschild: Bar Casita Lucia

    Dort traf ich Pepe den Spanier, dem die Bar gehört, Claudio, der Italiener aus Arese, der Probleme mit seinem Schuhwerk hat und Lari war auch da. Ich kaufte mir ein kühles Limo-Getränk, aß eine Tortilla und bekam dann noch einen Kaffee ausgegeben. Außerdem hatten wir viel Spaß wie man sieht. Und DSGVO hin oder her, sie scheren sich nicht drum, ob ich das Bild reinsetze oder nicht.

    Dann geht jeder wieder vondannen.

    Es ist sehr angenehm in der Frische zu laufen, jedoch wird es zunehmend wärmer. Die Strecke geht nun auf und ab, es ist anstrengend und ich brauche viele Pausen. Es gibt nicht wirklich viele Sitzgelegenheiten unterwegs, man sucht sich große Steine oder auch einen Baumstamm.

    Dann traf ich die fesche Österreicherin Lari, Wienerin, bzw. Niederösterreicherin. Selbst sie gab zu, dass die Wiener schon sehr eigen sind. :saint:

    Sie eilte davon und ich tuckelte hinterher. Über diesen Hügel ging der Weg, man kann die Pfade auf dem Bild erahnen.

    Die Sonne ging gerade auf, war es eben noch die blaue Stunde, ist jetzt alles im goldenen Licht getaucht.

    Bis zum nächsten Ort Sansol waren es über 7 Kilometer. Unterwegs traf ich zum letzten Mal So Yun, sie machte nicht wie ich in Viana einen Übernachtungsstop, sondern wollte noch 10 Kilometer dran hängen und bis Logroño laufen und das bei dieser Hitze!

    In Sansol machte ich eine Kaffeepause, meine Füße dankten es mir. Immer wenn ich einen Ort in der Ferne erblicke und die Kirche hoch oben auf dem Berg bsteht, schließe ich mit mir Wetten ab, ob ich da hochlaufen muss oder nicht. Meist verliere ich...

    So musste ich dann doch hoch nach Torres del Rio laufen. Ich kaufte mir einen Schokoriegel, den ich gleich an Ort und Stelle verzehrte, bevor die Schokolade schmolz. Dafür bekam ich auch einen wunderschönen Stempel mit einem schönen Spruch in mein Büchlein.

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