3. Etappe 28.7.2018 von Roncesvalles nach Zubiri - 21,9 km - 36.510 Schritte mit 18.207 Steigungen
Nach dem Desaster am ersten Tage mit meinem Rucksack, stelle ich mir jetzt den Wecker immer rechtzeitig, damit mir so etwas nicht mehr passiert. Es dauert ohnehin immer etwas, ehe ich alles wieder sortiert und eingepackt habe.
Ich schaute gleich nach dem Aufstehen aus dem Fenster und sah Regen. Ok, dann habe ich es ja nicht so eilig. Als erstes brauchte ich einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen. Das Büffet-Frühstück habe ich ja dankend abgelehnt, aber irgendetwas brauche ich schon.
Iche gehe ich das gegenüber liegenden Hostal und frage nach einem Kaffee und Croissant. In der Bar bekam ich dann beides. Kein gesunder Start, aber besser als nichts.
Dann zog ich meinen Regensachen an und marschierte los. Es nieselte nur, daher war es nicht so tragisch. Der Weg führte zunächst 2 km durch den "Eichenwald der Hexen" und dann folgten die kleinen Orte Burguete und später Espinal. Irgendwie versäumte ich es eine Kaffeepause einzulegen, was ich dann später bitter bereute.
In Burguete (Auritz auf baskisch) war auch früher des öfteren Hemingway, wenn es ihm in Pomplona zu voll war.
Ich befinde mich im "Baskenland", die baskische Sprache ist hier sehr verbreitet und wird noch von vielen Menschen gesprochen. Sie heißt auch Euskara.
Auf allen Hinweis- oder Informationsschildern sieht man neben spanisch auch alles in der baskischen Sprache. Im Anfang war ich schon sehr irritiert, wenn ich dann zwei Städtenamen las und den baskischen Ort nicht in meiner Landkarte gefunden habe. Irgendwann kam dann doch die Erleuchtung!
Später habe ich an einer Raststelle ein DIN A4 Blatt mit einigen Erklärungen gefunden.
So heißt es zum Beispiel auf Euskera:
gabon - danke
kaixo - danke
ondo ibili - buen camino
ogia - Brot
ardo - Wein
ura - Wasser