Beiträge von Petra

    Als wir zu unseren Motorrädern zurückgingen, wurden wir von einem Deutschen angesprochen, der vor vielen Jahren ausgewandert ist und in Stavanger wohnt. Er gab uns noch ein paar Tipps und dann fuhren wir weiter.

    Wir haben ja nicht viel von Stavanger gesehen, aber was wir gesehen haben, das hat uns gefallen! (mit Ausnahme der Baustellen...)

    Mit Schrecken stellte ich fest, dass ich mir die Karte von Norwegen doch nicht wie geplant auf mein Handy geladen habe, dafür hatte ich noch Venedig drauf. :S

    Über maps.google fanden wir dann aber heraus, wie wir zu dem Fähranleger kommen, an dem die Fähren nach Tau abgehen. Wir mussten auch nicht den mit Umleitungen gepflasterten Weg zurückfahren, sondern konnten einfach den Skagenkaien weiterfahren.

    Am Ölmuseum hielten wir noch einmal an. allerdings machten wir dort keine Besichtigung. Sie wäre sicher interessant, man sollte aber 2- 2,5 Stunden dafür einplanen. Gegenüber vom Ölmuseum ist der Geopark. Früher ein Erdöl- und Ergasfeld (Troll) wurden die Überbleibsel in Zusammenarbeit mit Kindern umgestaltet, bemalt und als Spielplatz für Skating, Klettern und anderes hergerichtet.

    Die Fähre kommt ja nicht direkt in Stavanger an, sondern in Mekjarvik. Leider gibt es auf der ganzen Strecke eine Baustelle nach der anderen, auch der direkte Weg nach Bergen wird umgeleitet. Wir verloren ein wenig die Orientierung und kamen dann im Zentrum von Stavanger an. Da es ja noch recht früh war und wir normalerweise erst um 15 Uhr einchecken konnten, machten wir in Stavanger einen kleinen Stop und stellten die Motorräder am Fisketorget ab. Das war eine gute Idee, denn hier ist es wirklich sehr schön.

    Ein 7/11 hatte schon auf und von unseren mitgebrachten alten Kronen kauften wir uns eine Cola 1 Banane und einen Kaffee. Den 10 Kronen-Schein nahm er nicht an, wer weiß wie alt der schon ist...

    Die Überfahrt war in der Nacht dann sehr ruckelig. Wir haben schlecht geschlafen und mir war dann den gazen folgenden Tag leider schlecht. Ich vertrage diese kleinen schaukeligen Boote nicht so gut. Da ich aber nach der Fahrt wieder Motorrad fahren musste, habe ich auch nichts genommen. An meine Sea-Bands habe ich nicht gedacht, ich hatte sie mit. Bei der nächsten Fahrt von Oslo nach Frederikshavn ziehe ich sie aber an.

    Um kurz nach 5 Uhr klingelte auch schon der Wecker, ich habe eindeutig zu wenig Schlaf bekommen. Wir nahmen noch schnell jeder einen Kaffee (20 DKR) und 1 Croissant (14 DKR), dann gingen wir nach unten ins Autodeck.

    Pünktlich um 6:30 legten wir in Stavanger an. Es dauert immer eine Weile, ehe man dann wieder alles aufgepackt hat und endlich losfahren kann. Es fanden Kontrollen statt, wir wurden aber nur gefragt, ob wir Alkohol mithatten, den ein oder anderen Autofahrer haben sie rausgeholt und strenger kontrolliert.

    Wir sind gerade in Jörpeland angekommen, das Zimmer ist noch nicht fertig, aber es gibt eine Terrasse draußen. Mir ist noch kodderig, denn die Nacht war zu kurz und die Überfahrt heftig.

    Es waren übrigens 0,4 l.

    Hier ist es total schön und sehr ruhig, es gibt auch nur das eine Hotel. Handyfoto kommt...

    Dann geht es rauf auf´s Deck. Die Fähre hat tatsächlich schon abgelegt. Friedrich spendiert uns ein Bier vom Fass für 45 Kronen, dazu gibt es eine Tüte Chips zu 29 Kronen. eigentlich unverschämt teuer, Es schmeckt aber und wir genießen es. Irgendwann gehen wir in unsere Kabine und ich gönne mir 3 Stunden Internet (weniger geht nicht) :)

    Ich hasse es auf eine Fähre zu fahren, aber man hat ja keine Wahl...es hat natürlich geklappt und Friedrich hat meine Maschine befestigt, das muss man nämlich immer selber machen.

    Ich wollte eigentlich mit der GoPro ein Video von der Fahrt auf die Fähre machen, es hat nicht geklappt, ich habe nur 2 Bilder geschossen. :Kopffass: Da muss ich aber noch mal üben...

    Wir nehmen nur das Nötigste mit in die Kabine. wir sind zufrieden und Friedrich köpft die erste Flasche Wein. Das haben wir uns aber auch verdient.

    Je weiter wir nach Norden fuhren, je besser und wärmer wurde das Wetter. Ursprünglich hatten wir vor noch einen Abstecher nach Skagen zu machen, dort wo die Nordsee auf die Ostsee trifft (Skagerrat und Kettegat). Leider haben wir doch länger für die Fahrt gebraucht, so dass wir das nicht geschafft haben. Schade, da wäre ich doch gerne hingefahren.

    Einmal haben wir uns verfahren und sind auf die falsche Autobahn gefahren. Shit happens! Wir haben es schnell gemerkt und sind dann an der nächsten Abfahrt wieder runter und haben eine Kehrtwende gemacht.

    So kamen wir zeitig in Hirtshals an und trafen viele andere Motorradfahrer und Fahrradfahrer.

    Ich traf sogar zwei "Kollegen" aus München, die noch aktiv dabei sein, wie schön...

    2. Etappe von Tarp nach Hirtshals - 416 km
    - Karte siehe hier

    Nun ja, geschlafen haben wir beide nicht besonders... dafür war das Frühstück heute morgen richtig gut. Die Auswahl ist groß! Wir haben nachgefragt, ob wir uns jeweils 2 belegte Brötchen mitnehmen dürfen, ja, das war kein Problem, mit 1 Euro pro Brötchen waren wir dabei, auch haben sie uns eine Kanne heißes Wasser für eine Cappuccino unterwegs gemacht.

    Das hat uns gut bgefallen, so haben wir gleich für unsere Rückfahrt ein Zimmer festgemacht. Wir bekamen einen besseren Preis als bei Booking.com! :ttturtle

    Nach dem Frühstück beluden wir die Motorräder und brausten davon. Das Wetter war nicht so gut, es nieselte und außerdem war es richtig kalt.

    Alle 100 Kilometer machten wir eine kurze Pause. Ebenso mussten wir unterwegs tanken, die Tankstellen funktionieren mit Kreditkarte und PIN und es klappte sogar beim ersten Versuch!

    Schnell umgezogen und frisch gemacht, dann gibt es erst einmal ein kühles Bier, Motorradfahren macht durstig.

    Es gibt einen Biergarten und auf der Speisekarte lachen uns verschiedene vegetarische und vegane Gerichte an. Es schmeckt uns hervorragend!

    Wir befinden uns in Schleswig Holstein und zwar an der westlichen Grenze der Halbinsel Angeln, dort befinden sich die Orte z. B. Flensburg, Glücksburg, Kappeln und Schleswig, Abgrenzung im Norden ist die Flensburger Förde und im Süden die Schlei, im Westen die Autobahn A7.

    Es gibt hier ein bekanntes Nationalgetränk und zwar Angler Muck. Wir hätten es gerne probiert, aber es wird wie folgt ausgeschenkt:

    Man nehme einen angewärmten Krug, fülle 1/2 Liter Rum und 1 liter heißes Wasser hinein, das war´s...

    Mittlerweile gibt es etliche Variationen davon, mit Korn, Whisky, Vodka, praktisch alles, was man sich vorstellen kann, heiß oder kalt, mit Zucker und Zitrone...

    Da wir aber morgen wieder fahren müssen, haben wir ganz einfach darauf verzichtet.

    Das war´s für heute, morgen geht es weiter!

    Viele Grüße

    Petra

    Kommentare bite in den Kommentar-Thread!

    Kurz vor der dänischen Grenze haben wir und eine Unterkunft gesucht. Die Wahl fiel auf das Landgasthaus in Tarp. Das ist ungefähr dann auf der Hälfte des Weges von Zuhause bis Hirtshals, wo wir morgen die Fähre nach Norwegen erreichen müssen.

    Das Landgasthaus ist ein total verwinkeltes Haus und macht einen einladenden Eindruck. Ich hatte über Booking.com ein Zimmer gebucht, man begrüßte und sehr herzlich und wir bekamen das Zimmer Nr. 34. Es ging um viele Ecken hinauf und hinab und dann haben wir unser Zimmer gefunden. Es ist recht groß allerdings mit getrennten Betten (geht auch mal ;-)). Das Bad ist eine halbe Etage höher.

    Vom Zimmer aus kamen wir per Treppe direkt zu einem Ausgang an einem Hinterhof. Das ist doch richtig gut, denn nun konnten wir unsere Motorräder hierher fahren und hatten nicht so einen weiten Weg ins Zimmer. Wir müssen ja immer alles abladen. Nur das Topcase und die Seitenkoffer lassen wir am Moped.

    Im Gegensatz zu unserer letzten Fahrt in den Norden, wo wir auf der Strecke von Hannover nach Hamburg an die 3-4 Stunden brauchten, kamen wir ganz gut voran.

    Allerdings ist fast die gesamte Strecke eine große Baustelle! Ebenso hinter Hamburg folgte eine Baustelle nach der anderen.

    Wir machten ein paar Pausen, erst einen Cappuccino, dann mussten wir tanken und zum Schluss gab es ein Autobahnpicknick. Mit Landschaftsfotos kann ich noch nicht dienen, denn die Autobahn ist nicht so interessant. Daher habe ich die GoPro erst gar nicht angestellt.

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