Danke Euch, Friedrich hat sich über die Genesungswünsche gefreut und ihm geht es schon viel besser. ![]()
Beiträge von Petra
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Nun geht es zurück ins Hotel. Wie man sieht haben wir herrliches Wetter bekommen. So gehen wir noch einmal zur Weichsel.
Bild 1: das mittelalterliche Wassertor (Brama Wodna) stammt aus dem 14. Jh.
Bild 4: der kleine HafenGrudziadz ist eine nette Stadt, die uns auch sehr gut gefallen hat.
Morgen geht unsere Fahrt weiter!
Viele Grüße
Petra -
Wir gehen wieder ins Zentrum, vorbei am Platz der Amateurastronomen, der Franz Xaver Kirche (1648 - 1723) und dem Jesuitenkolleg, welches heute das Rathaus ist, dann stehen wir wieder vor der St Nikolaus Kirche (Ende 13. Jh).
Es ist schon fast 15 Uhr und wir verspüren einen leichten Hunger. Friedrich hatte ja gestern so gut wie nichts gegessen und muss einiges nachholen. Wir finden ein nettes Lokal und lassen es uns schmecken (Tortilla vegetarisch und Bandnudeln mit Pilzen). Da Friedrich noch Antibioka einnimmt, trinkt er nur alkoholfreies Bier. (sehr löblich!)
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Das hat sich in jedem Fall gelohnt, so eine schöne Gegend!
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Der Aussichtsturm Klimek ist 24 m hoch und er ist dankt Rekonstruierung, sehr gut begehbar. Die Sicht über die Weichsel und die Stadt ist einfach toll.
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Als nächstes gehen wir zum Schlossberg mit dem Klimek-Turm. Wir kelttern den Hügel hoch und stellen fest, es war der verkehrte Weg, das Tor ist abgeschlossen, also wieder runter und einmal um den Hügel rum und wieder hinauf.
Dann stehen wir vor den Ruinen der ehemaligen Burg des Kreuzritterordens aus dem 13. Jahrhundert.
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Vom Marktplatz aus schlendern wir durch die Straßen, wir kommen am Gefängnis vorbei (Bild 2), stehen vor der alten Schule aus dem 19. Jh., hier kann auch mein Onkel Hans 1927 zur Schule gegangen sein. (Bild 3)
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Wir gehen zum Marktplatz mit den vielen historischen Häusern und wir treffen wieder auf Kopernikus. Die Damen meinten, ich kann ruhig fotografieren.
Wir setzten uns eine Weile auf dem Marktplatz und tranken eine Kleinigkeit.
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Wir spazierten ein wenig an der Weichsel entlang, dann stiegen wir die Treppen hoch und gingen in die Stadt. Von der Weichsel aus konnte man die Getreidespeicher sehen.
Die Stadtmauer wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet mit 10 Türmen und 5 Toren. Nur ein Tor ist heute noch erhalten. Davon gibt es später ein Bild.
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Graudenz liegt malerisch an der Weichsel im früheren Westpreußen und hat knapp 100.000 Einwohner.
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Heute haben wir uns die schöne Stadt Grudziądz (Graudenz) angeschaut. Friedrich geht es wieder besser, wie gut dass das Zahnproblem so problemlos gelöst wurde. Wir haben auch schon einen Termin in Beelitz bekommen

Nach dem üppigen Frühstück sind wir losgezogen. Erst haben wir nach unseren Motorrädern geschaut. Das Hotel haben wir uns ausgesucht wegen der zentralen Lage, weil es einen gesicherten Parkplatz gibt, Frühstück inbegriffen ist und WLan vorhanden.

Das Wetter heute morgen war erst noch ein wenig kühl und es sah ein wenig nach Regen aus.
Auf dem Bild 4, sieht man die verschiedenen Straßenschilder mit dem Namen Graudenzer Straße oder ähnlich, man findet den Straßennamen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Wuppertal, Lübeck sogar in München und noch vielen anderen Städten.
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Nun ging es aber zügig nach Graudenz (Gudziadz). Mit Hilfe meines Navis fanden wir das gebuchte Hotel ziemlich schnell. Wir haben ein großes Zimmer mit viel Platz und es liegt mitten in der Stadt.
Viel haben wir jedoch noch nicht gesehen, denn wir mussten uns erst einmal um einen Zahnarzt bemühen. Die Mitarbeiter des Hotels haben uns sehr geholfen und viele Zahnärzte angerufen, aber keinen Termin bekommen. Da blieb dann nur die ""Clinic" übrig. Friedrich war es egal, denn er wollte nur die Schmerzen loswerden.
Die Clinic wollte zurückrufen, wenn wir kommen konnten. Um kurz vor 17 Uhr war es soweit. Wir bekamen einen Anruf und sollten umgehend kommen. So schnappten wir uns ein Taxi und fuhren dorthin.
Es hat dann doch alles noch recht lange gedauert, erst wurde geröngt und dann entschieden, der Zahn muss raus.
Nun ist er draußen und es wird hoffentlich bald besser. Da die Wunde genäht werden musste und in 14 Tagen die Fäden spätestens rausmüssen, werden wir den letzten Teil der Reise etwas umplanen und nicht in Havelberg Station machen, sondern lieber in Beelitz, denn da kennen wir ein tolle Zahnärztin.
Das war´s wieder für heute.
Viele Grüße
Petra -
Von Torun fuhren wir weiter in Richtung Norden. Mittlerweile regnete es ziemlich stark. An einer Ampel musste Friedrich bremsen und er kam ordentlich ins Schleudern, konnte sich aber auf der Maschine halten. Mist, wenn es kein ABS gibt. Mir rutschte das Herz in die Hose, denn ich fuhr hinter ihm und sah das alles.
Nun wollten wir nach Malankowo, ca 45 km nördlich von Torun gelegen. Dort sind meine Großeltern väterlicherseits im September 1927 hingezogen, mein Großvater war Lehrer. Zu der Zeit hatten sie schon 6 Kinder, mein Vater war gerade anderthalb Jahre alt. Der ältestes Sohn Hans ging in Graudenz zur Schule. Das war der Grund, weshalb mein Großvater von den polnischen Behörden an die russische Grenze strafversetzt wurde, so schrieb es meine Großmutter in ihrem Memoiren. Nach 2 Monaten durfte er aber wieder zurück.
Ich wollte mir nun gerne den Ort anschauen. Dieser Ort besteht nur aus einer Handvoll Häuser, sonst ist da absolut nichts. Wir fuhren eine schmale Straße entlang, die erst geteert und später einfach ein Feldweg war. Da durfte ich dann rutschen. Solche unbefestigten Wege mit Schlamm und vielen Löchern mag ich nicht. Es waren aber nur wenige Kilometer, dann kamen wir wieder auf eine normale Straße. Gott sei Dank!
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Wir machten noch einen Spaziergang an die Weichsel, nur ein paar Schritte von der Altstadt entfernt. Es steht noch einiges von der früheren Stadtmauer und den Wachtürmen.
Wie gesagt, hier wäre ich gerne länger geblieben.
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Der einst berühmteste Bewohner ist Nikolaus Kopernikus, der hier am 19.2.1473 geboren wurde. Dort wo heute das Kopernikus Denkmal steht, stand früher ein Pranger, er wurde für Auspeitschungen und Glieder abschlagen benutzt.
Auch der Esel hatte eine Bedeutung, denn es stand im 17. -18 Jh. einer aus Holz an dieser Stelle, jedoch hatte er Holzzacken auf dem Rücken. Hier wurden ungehorsame Wächter bestraft, denen man auch noch Gewichte an den Füßen hängte.
Als der Regen wieder stärker wurde, flüchteten wir in ein Lokal und tranken etwas.
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Torun ist eine sehr schöne mittelalterliche Stadt (Weltkulturerbe). Wir gehen ein paar Straßen entlang und ich bin begeistert über die schönen Fassaden der Häuser. Hier hätten wir gut und gerne einen weiteren Tag einlegen können.
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5. Etappe von Kutno nach Grudziadz - rund 190 Kilometer
Die Karte:
Externer Inhalt www.google.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Das war ein Tag heute, die Zahnschmerzen wurden schlimmer, die Wange schwoll an, das Wetter war auch nicht gerade passend und wir überlegten, was wollen wir machen, wo zum Zahnarzt gehen.
Wir entschieden uns, dass wir den "Gang" in Grudziadz machen werden. Wir haben dort auch wieder 2 Nächte geplant, so kann Friedrich sich erholen, was auch immer der Zahnarzt macht.
Auf die Stops unterwegs wollte Friedrich aber nicht verzichten, Zahnschmerzen hin oder her. Wir haben uns in Kutno noch Schmerztabletten besorgt, aber die halfen absolut nichts. Ich habe im Netz schon mal vorgelesen, "was ist wenn ein Backenzahn wackelt". Die Prognose sah nicht gut aus. So war ich froh, dass wir uns nicht in Indien befanden.
Die GoPro habe ich nicht angemacht, daher gibt es auch keine Bilder von der Fahrt. Bis Torun (120 km) fuhren wir nur Autobahn und kamen gut voran, auf der Gegenspur gab es einen kilometerlangen Stau, ein Fahrzeug lag quer über die Fahrbahnen. Das war der 3. schwere Unfall, den wir in Polen gesehen haben.
Das Ziehen eines Parktickets erwies sich als sehr kompliziert. Ohne die Hilfe von freundlichen Polen, hätten wir es nicht geschafft. Man muss nämlich sein Kennzeichen mit angeben.
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Eben bekam ich das Ok, dass ich die persönlichen Bilder auch hier veröffentlichen darf, wunderbar. Thanks Robert, we hope to see you in Germany

Wir fahren wieder zurück, das war ein sehr schöner Tag!
Morgen geht es weiter, leider hat Friedrich Zahnschmerzen. Mal sehen, wie es morgen aussieht.
Viele Grüße
Petra -
Friedrichs Vater und Mutter sind in den 80er Jahren einige Male nach Polen gefahren und haben die Kontakte gepflegt.
Wir haben zwei Namen mit auf den Weg bekommen. Eine Familie davon wollen wir besuchen. Wir finden die Adresse, klingeln und keiner macht auf. Schade, aber nicht zu ändern. Es gibt auch keinen Briefkasten, so dass wir eine Nachricht hinterlassen können. Enttäuscht gehen wir zu unseren Motorrädern zurück.
Da kommt ein Mann aus dem Haus. Ich sage zu Freidrich, den frag ich einfach mal. Friedrich meint lieber nicht, aber es ist schon zu spät, ich spreche ihn einfach an und sage dass wir die Familie XY suchen. Darauf antwortet er uns auf deutsch: das bin ich. Was für ein Glück. Er lädt uns ein mit ihm in die Wohnung zu kommen. Dort sind eine Frau und und auch sein Sohn Robert. Robert spricht englisch und der Vater etwas deutsch. Wir zeigen ein Bild von Friedrichs Mutter und bekommen auch Bilder aus alten Zeiten zu sehen.
Wir wollten nicht lange bleiben, aber immer wenn wir aufstehen wollten, wurden wir sanft daran gehindert. Tee, Kekse, Kuchen und kalte Getränke, die Gastfreundschaft ist groß. Nur den Wodka mussten wir ablehnen, denn wir müssen ja noch mit dem Motorrad zurückfahren.
Vom Balkon haben wir einen weiten Blick.

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