Danke ja, ich habe mich gut erholt und bin fit für die nächste Pilgeretappe, hoffentlich ohne Überraschungen.
Ich sage mal gute Nacht! ![]()
Beiträge von Petra
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Nun habe ich die Hälte meines Pilgerweges geschafft. Daher mal ein kleines Fazit:
Ich bin froh, dass ich das endlich mal in Angriff genommen habe. Das Wetter ist hervorragend und die Etappen, die ich bisher gegangen bin, waren gut zu schaffen. Manche halt ein wenig anstrengender.
Mein Rucksack ist gut zu tragen, ich schätze, dass ich 10 kg mit mir rumschleppe. Ich habe mich an das Gewicht gewöhnt.
Ungefähr alle Stunde nehme ich den Rucksack für eine Weile ab und alle rund 5 Kilometer mache ich eine ausgiebige Pause. Wenn es geht, zieht ich dann auch die Schuhe aus und lasse Luft an die Füße.
Ich habe keine Blasen bekommen und denke mir, das hängt mir meinen gut eingelaufenen Schuhen (Ecco Wanderschuhe Expedition III) und den sündhaft teuren WrightSocks zusammen.
Dass ich alleine pilgere ist eine Wohltat, so muss ich auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen, kann fotografieren und rasten, wo ich will und kann mein persönliches Tempo gehen.
Ich treffe viele interessante Menschen und was noch schön ist, ich habe viel Zeit

So kann ich richtig gut abschalten, manchmal aber einfach zuviel Pilgermodus.
Eben klopfte es an meiner Türe, ich reise doch morgen ab, meinte sie und ich brauche doch sicher noch meinen Asuweis...

Ebenso habe ich mir in Caminha keinen Pilgerstempel abgeholt.

Alles in allem, es ist eine tolle Sache.

Eben gab es einen schönen Sonnenuntergang als Abschiedsgeschenk.
Viele Grüße
Petra -
Um 16:15 h saß ich in dem schönen Garten des Restaurants. Leider hat die Küche von 16 - 20 Uhr zu. Ich fragte nach, ob ich nicht doch etwas bekommen kann. Er holte die Speisekarte und tippte auf Empanadas. Sin carne fragte ich? Nein, alles mit Fleisch. Er merkte wohl, dass mir der Magen in den Kniekehlen hing und meinte, na gut einen Salat könnte er mir machen, grüner Salat, Spargel, Tomaten, Zwiebeln und Oliven. Perfekt! Ich fügte noch hinzu: pero no zanahorias (aber keine Möhren)
Dazu bestellte ich mir einen Weißwein, es gab dann noch Brot dazu, herrlich. Ich saß lange da und genoss das schöne Wetter, die Aussicht, das Essen und den Wein.
Von dort ging ich dann nach "oben" in den Minimarkt und versorgte mich mit Kleinigkeiten für heute Abend und morgen früh. Ich will wieder früh los und um diese Zeit gibt es noch kein Frühstück.
Auf dem letzten Bild sieht man mein Zimmer mit Balkon.
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Gegen 15 Uhr raffte ich mich auf und ging eine Runde spazieren. Oiã gefällt mir richtig gut. Ich ging zum Meer, es sind ja nur ein paar Schritte und schaut mir das Kloster. Leider war es geschlossen.
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Heute habe ich wieder einen Ruhetag eingebaut und da bin ich froh drüber. So kann ich die vielen Eindrücke sacken lassen und mich von den für mich langen Etappen erholen.
Heute morgrn bin ich erst zu 9 Uhr zum Frühstück gegangen, es gab frisch gepressten Orangensaft, Tee oder Kaffee, Baguette frisch getoastet, Butter, selbst gemachte Marmelade, Käse und dann noch 3 Stücke selbst gebackenen Kuchen.
So kann der Tag beginnen.

Danach bestellte ich das "Zimmermädchen" ab, ich brauche bei 2 Nächten nicht alles neu geputzt, das Bett kann ich auch selber machen.
Nun war weiter Erholung angesagt. Ich hatte Zeit meine Bilder zu bearbeiten und Bericht zu schreiben. -
Wie immer gehe ich zuerst unter die Dusche, dann wasche ich meine Sachen und dann geht es zum gemütlichen Teil über. Ich setze mich auf das Bett und lege die Füße hoch. Immer noch keine Blasen...

Später kommt Katharina (ich hoffe, ich habe den Namen richtig geschrieben) und wir klönen und klönen, dabei leeren wir die Flasche Wein und essen das Brot dazu...
Ein richtig netter Abend und ich kann später gut schlafen.
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Sehr nett wurde ich empfangen. Ich bezahle das Zimmer mit Karte und buche für den nächsten Tag das Frühstück mit. In dem Übernachtungspreis ist es nicht enthalten. 5 Euro bei Cash-Zahlung, 7,50 € wenn ich mit Karte bezahle. Klar, was ich mache...

Ich frage nach dem nächsten Minimarkt und sie meint oben. Nee, da komme ich gerade her, das kann ich nicht mehr. Ich bin total schlapp und schaffe heute keinen Meter mehr. Sie bietet an, dass sie für mich hinfährt. Das möchte ich nicht. Ich sage, ich brauche Wein, Wasser und Bananen. Das hat sie alles da, wunderbar, der Abend ist gerettet.
Dann kommen die beiden Österreicherinnen, frisch geduscht und erholt. Sie sind schon eine Stunde hier und gehen jetzt zum Minimarkt. Sie fragen mich, ob ich was brauche. Ja, ein wenig Brot zum Wein.
Ich lade sie zu einem Glas ein, wenn sie dann wieder da sind.Dann bekomme ich das Zimmer gezeigt, wow, das gefällt mir, es ist richtig gemütlich. Ich habe sogar einen kleinen Balkon. Wenn ich aus dem Fenster schaue, dann sehe ich das Meer und vom Balkon aus, sehe ich das Kloster.
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Ja Silke, Du hast gewonnen
Das sind Lichtschalter. Ich habe mich erst ganz schön gewundert, was das sein soll, aber da auch eine Steckdose daneben war, auch nostalgisch, habe ich einfach mal daran gedreht und siehe da, das Licht ging an. -
Stimmt Korkenzieher ist hier schon sehr wichtig.
Aber das ist nicht des Rätsels Lösung (auch nicht Pfeffermühle), man findet "es" übrigens nicht nur in der Küche, sondern im ganzen Haus. -
Ja, das braune Ding lässt sich drehen und ist normalerweise in jedem Haushalt zu finden.
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Fortsetzung folgt!
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Manchmal ging der Weg für ein kurzes Stück "oben" an der Straße entlang. Ich machte zweimal Pause und setzte mich einfach an die Boardsteinkante. Manchmal gab es auch Sitzsteine. Dann den Rucksack ab und für einen Weile die Schuhe und Strümpfe ausgezogen.
Die letzten 4 Kilometer schleppte ich mich nur noch so dahin. Mir fehlten die längeren Pausen. Das gab die Zeit aber nicht mehr her. Immer öfter schaute ich auf meinen Schrittzähler, der ist im Übrigen ziemlich genau.
Dann sah ich das Schild meiner Unterkunft, wunderbar, nun kann es einfach nicht mehr weit sein. Ich fragte einen Anwohner nach der Straße, er meinte nur: bajo und zeigte nach unten, dann meinte er noch, ich möchte vorsichtig und ganz langsam nach unten gehen.
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Die Wege an sich waren schön, es war schon ein angenehmes pilgern, nur eben für mich doch sehr anstrengend.
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Jetzt kann es ja nur besser werden, dachte ich mir jedenfalls, denn es geht ja an der Küste entlang.
Aber auch das war nur meine Wunschvorstellung. Immer wieder ging es bergauf, um dann wieder bergab zu gehen.

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Der Weg durch die Stadt war gut markiert. Am Ende der Stadt traf ich die beiden Österreicher wieder, sie machten auch eine Pause. Nun waren wir wieder auf Meereshöhe, nach einigen Treppenstufen.
Ich ging in ein Lokal, denn ich brauchte dringend eine Pause und etwas Kraftfutter. Das war auch gut so, denn es war die einzige Gelegenheit auf dem folgenden Weg, wo man etwas zu essen bekam.
Ich bestellte mir eine Tortilla mit Kartoffeln und trank dazu ein Bier, am Nebentisch saßen Pilger aus Polen und wir erzählten ein wenig.
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Hier noch ein paar Bilder von der schweißtreibenden Kletterei. Irgendwann kam ich dann im Zentrum von A Guarda an. (völlig fertig)
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Damit war meine komplette Zeitplanung irgendwie im Eimer. Noch ahnte ich nicht, was der Weg für mich bereithielt.
Ich musste nämlich über den besagten Berg gehen, den ich von Caminha schon gesehen habe. Wie gut, dass man nicht immer alles vorher weiß. Es ging über Stock und Stein mal rauf und mal runter und ich war dann schon das erste Mal "fertig" von der Kletterei.
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Pünktlich um 11 Uhr konnten wir auf die Fähre und dann legten wir auch sofort ab. Nach wenigen Minuten dämmerte es bei mir. Wir fuhren nicht nach A Guarda, sondern überquerten in wenigen Minuten den Fluss auf kürzestem Wege und landeten in Maritimo.
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Was nun, diese Frage stellte ich mir. Vielleicht gibt es einen Bus? Aber auch das empfand ich als unsportlich, es ist ja keine Notwendigkeit vorhanden.
Die Fähre, ich war im Glauben, dass sie nach A Guarda geht, braucht ungefähr eine Stunde, dann kommt der Zeitunterschied zwischen Portugal und Spanien von einer Stunde zum Tragen, dann ist es 13 Uhr, wenn ich dann losmarschiere. 11 kurze Kilometer sind es dann nur noch bis nach Oiã, kein Problem, dann komme ich eben etwas später an.
Ich war mit mir und meiner Entscheidung zufrieden und suchte mir nun ein Plätzchen, wo ich frühstücken konnte. Im Hotel, wo ich übernachtet habe, sollte es das Frühstück erst um 9:30 geben.
Ein Käsebaguette, ein Kaffee mit Milch und später noch ein Tonicwasser, das ließ ich mir schmecken. Es gab auch Internetzugang, so dass ich mir die Wartezeit ganz gut versüßte.
Rechtzeitig ging ich zum Fähranleger und kaufte mir das Ticket für einen Euro. Hätte mir das zu denken geben müssen? Eigentlich schon, aber ich bin im Pilgermodus, alles ist irgendwie ausgeschaltet.

Jetzt waren etliche Pilger und sogar einige Autos da, die warteten. Da es noch genügend Zeit gab, trank ich am Fähranleger noch ein Tonic Wasser und kam mit meinen wartenden Nachbarinnen ins Gespräch. Sie kamen aus Österreich.

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Manchmal kommt es anders als man denkt...
Da ich am Vortage die Auskunft bekommen habe, dass es um 9 Uhr eine Fähre gibt, die über den Rio Minho fährt, musste ich nicht so früh aufstehen. Auf der anderen Seite des Flusses ist dann schon Spanien. Allerdings war dann doch schon wieder um 6 Uhr wach.
Ich hätte ja nun die Zeit nutzen können, um den Bericht weiterzuschreiben, aber ich hatte dieses Mal kein Empfang weder über W-Lan noch über Handy. Also tat ich erst einmal NICHTS. 
Nach 8 Uhr verließ ich das Hotel, mit mir noch 4 andere Pilger, die auch mit der Fähre fahren wollten. Die hatten es gut, denn sie ließen sich das Gepäck zum nächsten Zielort fahren. Wenn ich mal nicht kann, dann mache ich es auch.

Vom Hotel aus ist es nicht weit zum Fähranleger. Leider fährt die 9 Uhr-Fähre aber nicht, der Fluss hat zu wenig Wasser. Die nächste Fähre geht erst um 11 Uhr.
Die 4 Pilger, die übrigens aus England kamen, wollten nicht warten und nahmen sich ein Taxi. Es gibt natürlich auch eine Brücke, aber die ist um die 14 km entfernt, also wären das fast 30 Kilometer zusätzlich. Das ist dann an einem Tag nicht zu Fuß zu schaffen.
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