Wir sind zufrieden und um 20:30 gehen wir zu dem vereinbarten Treffpunkt.
Ein schöner Abend inmitten von vielen Freunden. Wir bestellen uns die berühmten Pimientos de Padrón und Patatas Bravas mit Aioli, dazu trinken wir ein Glas Sangria
Wir sind zufrieden und um 20:30 gehen wir zu dem vereinbarten Treffpunkt.
Ein schöner Abend inmitten von vielen Freunden. Wir bestellen uns die berühmten Pimientos de Padrón und Patatas Bravas mit Aioli, dazu trinken wir ein Glas Sangria
Ich möchte mir die Pilgerurkunde abholen, also die Compostela. So gehen wir zum Pilgerbüro, dort warten schon viele andere. Nach mehr als einer Stunde Wartezeit bin ich endlich an der Reihe und bekomme die begehrte Urkunde. Ich werde sie später einscannen und sie hier noch zeigen.
Damit Friedrich nicht so lange warten muss, sage ich ihm, er soll einfach ein Bier trinken gehen und ich hole ihn dann ab.
Nachdem ich die Urkunde endlich in den Händen halte, suche ich Friedrich. Neben ihm am Tisch sitzen "meine australischen Freunde", aber sie kennen sich ja noch nicht. Nun ist das Hallo aber groß. Wir verabreden uns gleich für den Abend und dann gehen wir erst einmal ins Hotel und checken ein.
Ich habe für uns ein Hotel in der Nähe der Kathedrale ausgesucht, es ist das Hotel Montenegro.
Die letzten Kilometer zogen sich wie immer hin. Ich erreichte Santiago de Compostela, hatte aber noch einige Kilometer zu laufen, ehe ich in der Innenstadt ankam.
Dann habe ich es geschafft und kann es noch gar nicht fassen:
281,10 Kilometer in 469.979 Schritten
Friedrich kommt mir entgegen und wir laufen zur Kathedrale. Was für ein tolles Gefühl, dass ich es geschafft habe.
Die nächste SMS kommt an: bin angekommen, sitze im Bus
Als dann die Frage kam, wo bist Du, simste ich zurück: ich überquere gerade die Autobahn und gehe geradeaus... ![]()
Gegen 12 Uhr machte ich meine Mittagspause. Hier gab es Tortilla espagnola, die ich mir schmecken ließ. Friedrich hatte mit in der Zwischenzeit eine SMS geschickt, dass er gut in Frankfurt gelandet ist und nun auf den Weiterflug nach Santiago wartet.
Übrigens auf den Wegweisern steht die Entfernung nach Santiago in KM.
Friedrich hatte ich schon den Tag vorher von unterwegs für seinen Flug eingecheckt. Ich freute mich sehr auf das Wiedersehen. So lange waren wir noch nie getrennt.
Schon in der Früh bekam ich eine SMS, dass er am Flughafen in Hannover sitzt und auf den Abflug wartet.
Ich hatte also an diesem Morgen keine Eile und frühstückte in Ruhe, bevor ich dann die letzte Etappe in Angriff nahm. Es war heiß und schwül, aber es sind ja nur noch wenige Kilometer, die mich von meinem Ziel trennten. Ich war die letzte, die das Hotel verließ, alle anderen waren schon lange unterwegs.
Meine 16. und letzte Pilgeretappe von Teo nach Santiago den Compostela - 24.444 Schritte ~ 14,6 km
Leider wird mir von zuckerhaltigen Sachen meist immer schlecht, so dass ich ein Tomatenbrot vorziehe. Heute haben wir ein Lokal gefunden, wo es Falafel gibt... ![]()
Hier wird gestreikt, es fährt heute und morgen kein einziger Bus. Es laufen ja noch viele nach Finisterra und kommen nun nicht mehr zurück, ebenso wollten viele meiner Pilgerbekannten noch mit dem Bus dorthinfahren, geht auch nicht.
Man kommt auch nicht zum Flughafen und muss ein Taxi nehmen. Etliche haben ein Flugticket Porto/Deutschland/Porto, es gibt jeden Tag gute Busverbindungen, nur im Moment nicht. Jetzt müssen sie mit dem Zug über Vigo fahren, also ein ziemliches Durcheinander. Wir müssen übermorgen zum Flughafen und hoffen, dass die Busse dann wieder gehen. Am Flughafen holen wir unseren Mietwagen ab.
Wir haben heute mit Australien/USA und London Abschied gefeiert. ![]()
kiki, ich esse davon nichts. Als wir vor Jahren mal mit Enkeltochter und Annelie in Madrid waren, gab es nur das zum Frühstück, dazu Kaffee oder Kakao. Das war nichts für mich, aber die meisten Spanier essen ja viel Süßes. Heute Morgen beim Frühstück gab es neben Croissants noch mindestens 4 verschiedene Sorten Kuchen und Torten. Dazu fertige Brötchen mit Käse UND Wurst belegt. Ich bekam schon einen Schrecken, weil sie mir sagte, nur Käse gibt es nicht. Aber dann sah ich auch einfaches Toastbrot und war zufrieden. Es gab auch Müsli, Joghurt und Obst, also genug anderes als nur Süßkram.
Hast Du das nie in Spanien gegessen, die gibt es fast überall, ist aber einfach nur in Fett Gebackenes und mit Zucker bestreut. Morgens tankt man sie gerne in Schokolade...
Das musst Du beim nächsten Spanienbesuch unbedingt mal probieren. Auch in Südamerika gab es die. ![]()
Danke Andrea ![]()
Wir kommen gerade von der Messe, das war sehr beeindruckend und der Kessel (Botafumeiro) wurde geschwungen. Was für ein schöner Abschluss meiner Pilgerung.
Heute Abend gibt es dann die letzte Etappe. Maxi ich habe eben auch Bilder von der Kathedrale gemacht.
Boah Heike, was für Aufregungen! Jetzt habe ich mal Zeit gehabt, den Bericht zu lesen. Ich wünsche euch jetzt keine aufregenden Sachen mehr, so dass ihr den Urlaub ab sofort genießen könnt!
Liebe Grüße an euch 3 auch von Friedrich
Petra
Ich bekam ein schönes Zimmer und ich traf viele "alte" Bekannte, Nancy, die australischen Pilger aus Sydney, die Familie Tim und Kim mit den beiden kleinen Kindern.
Es gibt einen netten großen Aufenthaltsraum, man kann sich auch im Garten aufhalten, eine wirklich schöne Unterkunft das Casa Parada de Francos.
Am Abend im Restaurant machte ich auch eine neue Bekanntschaft von 2 Kanadiern aus Vancouver Island. Sie fragten mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen am Tisch zu sitzen. Klar hatte ich Lust. Für mich gab es eine wirklich leckere Platte mit gegrilltem Gemüse. Das hat vielleicht gut geschmeckt. Ich erfahre von den beiden Kanadiern, dass sie schon in Lissabon losgegangen sind und jeden Morgen um 5:30 starten.
Nun habe ich nur noch einen Pilgertag vor mir.
Viele Grüße
Petra
Stetig führt der Weg den Hügel hinauf. Da es Sonntag war, hatten die meisten Cafes entlang des Weges geschlossen, so war die Tankstelle eine kleine Rettung. Ich bekam dort ein eisgekühltes Erfrischungsgetränk. Das Wasser im Rucksak war nämlich ganz schön warm geworden. Als ich übrigens meinen Fettstift nahm und mir die Lippen eincremen wollte, habe ich sie mir fast verbrannt. Der Inhalt war flüssig geworden und tropfte auf meine Lippen. Da könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie heiß es war.
Ich war froh, dass ich in Teo eine Unterkunft gebucht hatte. Als ich ankam, winkte man mir ab, es ist nichts mehr frei, oder habe ich eine Reservierung, bin ich Petra? Puhh, das wäre ein Drama geworden, denn ich hätte nicht weitergehen mögen.
Die meiste Zeit war ich alleine unterwegs, nur ab und zu traf ich mal einen Fahrradfahrer oder auch einen Pilger. Um diese Uhrzeit waren die meisten jedoch schon an ihrem Tagesziel angekommen.
Hier im Wald gab es Schattenplätze, eine Wohltat!
Es gibt immer Vorteile und Nachteile, was die Uhrzeit betrifft. Geht man schon früh los, liegt der Ort noch im Schlaf, man bekommt kein Frühstück, hat aber die Kühle.
Geht man wie ich an diesem Tag später los, bekommt man noch ein Frühstück, sieht das emsige Treiben auf dem Markt und sogar die Kirche hatte ihre Pforten geöffnet. Ein großer Nachteil jedoch die Hitze gewesen.
Ja, da ist sie wieder die Käsestulle, aber ich war froh, dass ich überhaupt was bekommen habe. Die Pause hatte ich dringend nötig!
Ja Beate, es ist eine Churreria und der Teig wird ins Fett gedreht. Er schneidet mit der Schere immer Stücke ab, das sah lustig aus.
Raus aus der Stadt das ist recht einfach. Bei der nächsten Möglichkeit kehre ich ein. Es ist schon früh wieder heiß.
Es war Markt in Padron, wie schön. So schlenderte ich von Stand zu Stand. Speck, Fleisch, Käse, Obst, Schuhe, es gibt fast alles zu kaufen.
Einige Skulpturen sind mit gestrickten Sachen geschmückt. Heute Abend findet ein Strickwettbewerb für MÄNNER statt. Das Spektakel hätte ich mir nur zu gerne angeschaut.
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