Die Fahrt verlief ruhig, ich wusste nicht, dass es in Deutschland Ecken gibt, wo man so gut wie leere Autobahnen hat.
Ich habe mich nur dreimal verfahren. Jedes Mal gab es kurz vorher eine Baustelle, oder ich glaubte dem Navi nicht, dass ich die Autobahn wechseln musste.
Egal, das war nicht so schlimm.
Die Route ging über Osnabrück, Nordhorn, Meppel, Emmen, Heerenveen, Sneek, Makkum und dann überquerte ich das Ijsselmeer.
Ich hatte vor, noch in Deutschland den Wagen vollzutanken, aber das war Fehlanzeige, denn auf dieser Strecke sind die Tankstellen rar gesät. So tankte ich in Holland bei der ersten Gelegenheit. Mit den Bezeichnungen kam ich nicht so klar und fragte lieber nach. Das war gut so, denn das, was ich zuerst tanken wollte, kostete 1,74 pro Liter. Ja, Benzin ist ganz schön teuer. Die nette Holländerin an der gegenüberliegenden Säule hat es gemacht. Die billigen Zapfhähne gibt es nämlich nur an jeder zweiten! Ganz schön clever! Ich habe daher einfach den Wagen noch einmal umgesetzt.
An der Tankstelle machte ich dann auch eine kurze Rast und trank einen Cappuccino.
In Den Helder legen die Fähren nach Texel ab. Da ich nicht wusste, wann ich dort ankommen würde, habe ich keine Fähre im Voraus gebucht, sie fuhren aber an diesem Samstag im Halbstundentakt. Mit den Tickets, das ist auch gut geregelt, man muss sich mit dem Auto nur in die Schlange einreihen, wo man die Tickets eben kaufen kann, es gibt mehrere Autoschalter. Es standen aber auch Einweisungspersonal dort , die einen in die kürzeste Schlange lotsen. Um 10 vor halb zwei habe ich das Rückfahrticket gekauft, um halb zwei legte die Fähre schon ab. Ein prima Organisation. Die Kosten betrugen 37 Euro.
Generell ist das Wetter so richtig Aprilmäßig, wenn auch ziemlich kühl.
Die Überfahrt dauerte nur knapp 20 Minuten, das heißt, man parkt das Auto, geht nach oben, stellt sich ein paar Minuten in den Wind, setzte sich 5 Minuten hin und muss schon wieder zum Auto. 
Unser Quartier auf Texel ist auf der östlichen Seite, also dort, wo nur wenig los ist. Wir sind 6 Teilnehmer, und sind in einem Ferienhaus mit Ferienwohnungen untergebracht. Ich habe ein Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. Hier gibt es noch ein Haus, dort wohnen die Besitzer, aber sonst ist hier NICHTS!
Da ich wusste, dass wir uns selber versorgen, habe ich die meisten Lebensmittel schon aus Deutschland mitgenommen. Dann muss ich meine Zeit nicht mit Einkaufen vertrödeln. 