Beiträge von Petra

    Friedrich lässt das notdürftig reparierte Fahrrad stehen und geht zu Fuß weiter, es sind ca. 700 m. Ich nehme das Fahrrad mit, denn bergrunter lasse ich mich rollen, bergauf schiebe ich. ;)

    Dennoch sind wir erschöpft, aber wir haben unser Ziel erreicht und stehen vor der Mauer der Tränen (Muro de las Lagrimas) Auf dem letzten Bild ist sie zu sehen.

    Hier bei dem Hügel Cerro Orchilla, den man besteigen kann, ist zwar immer noch kein Schatten in Sicht, aber Friedrich probiert, ob er irgendetwas machen kann. Ihm fehlt eigentlich eine Zange, aber er hat ja ein kleines Taschenmesser, das hat eine kleine Gabel. (Friedrich hat auch noch ein Leatherman mit, das wäre eine große Hilfe gewesen, aber das Teil liegt im Hotel in der Reisetasche. Ab sofort kommt es in den Tagesrucksack.)

    So versucht er mit der Gabel und Vulkansteinen die Kette notdürftig zu raprieren. Die Gangschaltung muss ja nicht mehr gehen, Hauptsache, er muss die 7 Kilometer nicht zurückschieben. Selbst das Fahren macht keinen großen Spaß in der Hitze und bei den Hügeln.

    Es kommen vereinzelnt andere Radfahrer vorbei, die mit großen Augen fragen, was los sei. Nur helfen können sie nicht. Einer kommt aus Boston und ist fix und fertig, das sei er nicht gewöhnt, meint er und steigt dennoch auf den Hügel. Wir heben uns das für den Rückweg auf, denn wir haben das Ziehl die Mauer der Tränen noch nicht erreicht.

    Wir fahren weiter und finden noch eine Schildkröte, die mitten auf dem Weg steht. Sie ist aber ängstlich und steckt den Kopf ein.

    Hinter diesem Kakteenbaum (Opuntia megaesperma) passiert es, als Friedrich einen Hügel hochfahren will.

    Seine Kette vom Fahrrad reißt. So ein Mist. Wir sind ungefähr 7 Kilometer gefahren und weit und breit ist nichts. Natürlich haben wir kein Werkzeug mit, wozu auch? Am Fahrrad ist auch nichts, also schiebt Friedrich erst einmal weiter. und hängt die Kette an den Griff. Wir brauchen Schatten, denn die Sonne knallt vom Himmel.

    Ich schiebe auch, denn ich komme den Hügel nicht hoch, durch das Anhalten fehlt der Schwung. Ich habe an jeder Seite eine Gangschaltung. Als wir die Tour beendet hatten, konnte ich damit umgehen. {a

    Bild 4: Cerro Orchilla

    Am Kontrollpunkt angekommen, ist keiner da, aber das Buch liegt dort und wir tragen uns ein.

    Wir fahren ein gutes Stück, dann kommen wir an eine kleine Brücke. Hier wachsen Mangroven. Ich lese das Schild am Wegesrand: Giftiger Baum, keine Früchte anfassen oder gar essen.

    Während wir so in das Dickicht schauen, entdecke ich eine Schildkröte. (Bild 2) Also wird der große Fotoapparat herausgeholt. Ja, ich schleppe immer meine Ausrüstung mit, das ist zwar umständlich und schwer aber es muss sein.

    Es geht erstaunlich gut mit den dicken Stollenreifen, so komme ich auch gut durch den Sand. Manchmal müssen wir (meist ich) absteigen und den Hügel hochschieben, aber noch ist das alles kein Problem.

    Es gibt hier keine Fahrradwege und nur wenige befestigte Straßen, wir fahren meist über Schotter oder Sand, mehr oder weniger festgefahren.

    Erst kommen wir an den Feuchtgebieten vorbei, dann passieren wir den Friedhof. Bisher kennen wir die Strecke schon, denn wir sind sie ja abgelaufen, das allerdings am Strand.

    Fahrradtour mit Hindernissen

    Nun geht es aber weiter im Bericht. Wir haben uns heute morgen überlegt, dass wir uns Fahrräder ausleihen, wenn wir welche finden, die einigermaßen zu fahren sind. Wir wollen zu der Mauer der Tränen (Muro des las Lagrimas) Dahin haben wir es vorgestern nicht geschafft.

    Wir finden einen Fahrradverleih, nagelneue Fahrräder werden hier angepriesen. Als wir uns dann näher umsahen, war eines ganz platt, eins nur halbplatt und und und. Ich brauche eins, das keinen hohen Einstieg hat, am besten ein Hollandrad, aber das werde ich hier nicht finden. Ich fahre ja äußerst selten Fahrrad, das letzte Mal war vor 3 Jahren oder so, da hatte ich ein Elektrorad.

    Ein Moped wäre mir lieber gewesen, aber das gibt es hier nicht, ist vielleicht auch besser so. :lol

    Wie verhandeln noch ein wenig, denn auch die Mieten sind sehr hoch. Wir einigen uns auf 2,50 USD die Stunde und zahlen 20 USD an. 4 Stunden sind wohl realistisch für diese Strecke mit etwas Sightseeing unterwegs.

    Wir werden uns einig, unsere Fahrräder werden noch aufgepumpt und dann geht die Fahrt los. Das Wetter ist sonnig und fast schon wieder zu heiß (aber lieber zu heiß, als Minusgrade in Deutschland ;-))

    Jetzt habe ich gerade festgestellt, dass ich hier immer von Seehunden geschrieben haben. Das ist aber falsch!

    Hier auf Galapagos leben nämlich die Galapagos Seelöwen. Beides sind jedoch Robben,
    die Seehunde gehören zur Familie der Hundsrobben, Gattung Echte Hundsrobben
    die Seelöwen gehören zur Familie der Ohrenrobben, Gattung Zalophus


    Wenn man sich meine Bilder anschaut, dann sieht man auf manchen Bildern deutlich die Ohren. Seehunde haben keine äußeren Ohren. Es gibt noch mehr Unterschiede, wie Körperbau, Antrieb im Wasser, die Laute, die sie geben etc.

    Wenn ich wieder zu Hause bin, dann werde ich die Seehunde gegen Seelöwen austauschen. :ppeace

    Ja, du machst das Maxi, ich brauche höhere Temperaturen, am liebsten Körperwarm :mrgreen Ich hab ja so meine Probleme, da geht leider nicht mehr alles so, wie man will. ;) Aber ich bin zufrieden, noch geht vieles... Auch das Fahrradfahren ? wie ich heute festgestellt habe, na ja an machen Hügel wurde geschoben... Und Friedrich schob noch mehr... :ffffluestern

    So, ich habe diesen Thread mal hieher (Reise - Forum »Reiseplanung »Reiseversicherungen - Impfungen - Gesundheitstipps ») verschoben und ihn umbenannt in Tropenkrankheiten - Erfahrungen einer Reise.

    Ich denke Angelika, Du bist damit einverstanden? Es ist ja ein wichtiges Thema und einige von uns haben ja schon Erfahrungen damit.

    Viele Grüße
    Petra

    Es war nun schon 16 Uhr und wir hatten Hunger. Daher kehrten wir in ein Restaurant ein und ich bestellte mir das vegetarische Menü, Friedrich nahm auch ein Menü, aber mit Fisch. Eine Möhrensuppe vorweg und ich bekam dann Reis mit Gemüse. Dazu einen frisch gepressten Saft und als Nachtisch Wackelpudding, den wir wegen der Gelatine nicht gegessen haben. Alles für nur 7 USD pro Person, gestern habe ich alleine für den Gemüsereis 12 USD bezahlt.

    Wir wurden jedenfalls gut satt.

    Friedrich zieht meine Schnorchelmaske an und auch die Schwimmflossen passen ihm. Dann nimmt er meine GoPro und kommt eine Stunde später begeistert wieder aus dem Wasser.

    Die Schnorchelmaske lässt kein Wasser durch und er konnte prima sehen und durch den Mund atmen. Ok, ich werde sie dann in wärmeren Gefilden ausprobieren.

    Hier seine Auswahl an Bildern inklusive Selfie ;)

    Damit war dann unsere Tour zu Ende, wir wurden wieder zurückgebracht. Ich tauschte noch mit Yoshi die Facebook-Daten aus, wer weiß, vielleicht trifft man sich irgendwann irgendwo einmal wieder.

    Noch ein letztes Bild von der Schildkröte, dann beenden wir den Rundgang auf der Insel und steigen wieder ins Boot. Nun fahren wir zu einer Stelle, wo wir schnorcheln können. Ich kneife, denn das Wasser ist mir einfach zu kalt und der Untergrund zu "felsig". Aber ich finde auch über Wasser ein paar lohnende Subjekte.

    Nun erreichen wir den "canal" (Bild 1) , es ist Ebbe und die Tiere, die jetzt hier im Wasser sind, können nicht weg.

    Als erstes sehen wir eine riesige Wasserschildkröte. Ich bin ganz hin und weg und verpasse beinahe den Zeitpunkt zum Abdrücken. Sie hebt ja immer mal wieder den Kopf auf dem Wasser. Die Schildkröte schwimmt an uns vorbei und verschwindet dann irgendwo.

    Und dann sehen wir sie, die Weißspitzenhaie. Toll! Ein Foto gelingt mir sogar einigermaßen, dass man was erkennen kann.

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