Beiträge von Petra

    Nun wurde das Mehl in einer Pfanne gebacken, einmal gewendet und fertig ist das Bot. Es ist lange haltbar. Übrigens habe ich dieses in Rio an einem Stand unterhalb des Zuckerhutes gegessen. Ich hatte hier darüber berichtet.

    Nachdem wir nun das Brot gebacken haben, gab es Mittagessen. Gemüsereis und dazu das Brot. Ich habe mir darauf Marmelade geschmiert, sehr lecker.

    Nun zeigte uns Ron das Blasrohr und jeder durfte einen Versuch wagen. Erstaunlicherweise gab es etliche, die damit erfolgreich umgehen konnten, oder war es Anfängerglück. :mrgreen

    Wir verabschiedeten uns und fuhren weiter. Toll, es geht also auch ohne Schaulaufen und Verkaufsveranstaltung! Jeder von uns hat einen Obulus von 4 USD bezahlt.

    Was uns sehr gefallen hat, war, dass wir zusammen ein Brot gebacken haben. Dafür mussten wir zunächst in den Wald gehen und eine Yucapflanze (auch Maniok oder Cassava genannt) suchen.

    Mit einer Machete wurde rund herum Platz geschaffen, dann zog einer von uns die Wurzel heraus. Diese wurden geschält, auch mit einer Machete und in ein Netz gesteckt. Dann gingen wir zurück. Nun wurden die geschälten Wurzeln gewaschen und anschließend gerieben.

    Wir erreichten die Siedlung der Sionas. Sie haben sich ein Stück Regenwald urbar gemacht. Es war ein wirklich angenehmer Besuch, denn wir konnten frei durch das Dorf schlendern, es gab keine Verkäufe oder sonstige Touristenattraktionen.

    Als Erfrischung bekamen wir ein Stück saftige Melone, die beiden Kinder, die neugierig zuschauten, bekamen natürlich auch ein Stück ab.

    Unser 3. Tag in Cuyabeno brach an. Wir wollen zu einem indigenen Stamm fahren. Wir waren schon sehr gespannt, denn prinzipiell mögen wir dieses Schaulaufen nicht. Aber gut, es ist halt im Programm enthalten. Lassen wir uns einfach überraschen.

    Um 9:20 fuhren wir mit dem Boot los. Friedrich sorgte noch dafür, dass auch der Proviant mit an Board genommen wurde, denn es stand noch einsam am Ufer...

    Wieder war das Wetter einmalig, gar nicht so Regenwaldartig. Ron meint, es ist viel zu trocken, viele Wasserwege sind nicht befahrbar. Wir mussten schon auf der Hinfahrt einige Umwege fahren, weil die Shortcuts ausgetrocknet waren.

    Unterwegs machten wir immer wieder Halt, denn es gab so viel zu sehen. Wir beobachteten Vögel, Affen, sogar ein Faultier konnten wir entdecken. Auch heute waren wir wieder auf der Suche nach einer Anaconda, fanden aber nur eine Babyanacadonda. Auch diese war schon ganz schön groß.

    Manchmal trafen wir auf andere Gruppen, denn natürlich waren wir nicht alleine unterweg. Aber das Gebiet ist groß.

    Bild 3: diese "Springspinne" befand sich im Boot und zwar in der Nähe meiner Füße, bevor ich mich jedoch aufregen konnte, war sie weggesprungen. Es gibt ja etliche giftige Spinnen...


    Warum hast du eigentlich gerade die Regenzeit ausgewählt, wenn ich da an unser Traumwetter im Oktober denke....


    Ihr seid doch ganz woanders gewesen Maxi ;) Im letzten Jahr waren wir auch in dieser Zeit (Dezember/Januar) unterwegs und hatten tolles Wetter in Peru sowie in Chile.

    Ich kann mich über das Wetter hier nun wirklich nicht beklagen. Es hat immer mal zwischendurch geregnet, aber schau Dir mal das Klima von Ecuador an, dann wirst Du erstaunt sein über die besten Reisezeiten, denn hier gibt es etliche Klimazonen.

    Im Norden ist die Regenzeit vom Dezember bis Mai, in den Gebirgen von Februar bis Mai und Oktober bis November, im Regenwald muss man immer mit Regen rechnen und auf Galapagos ist es von Dezember bis Mai am wärmsten. Da wir uns mit 12 Tagen am längsten auf Galapagos aufhalten werden, haben wir meines Erachtens die beste Reisezeit für alles erwischt. Ebenso im Regenwald ist ein hoher Wasserstand notwendig, um auf den Flüssen weiterzukommen.

    Zum Fotografieren ist auch ein nebliger verhangener Tag ein Erlebnis. Regen natürlich nicht so, aber bisher habe ich genügend auch bei Sonnenschein gesehen.

    Im Regenwald hatten wir sogar gutes Wetter, denn die Sonnenscheintage überwogen die Regentage. Vor allem haben die Flüsse in der Trockenzeit oft zu wenig Wasser, so dass man keine Fahrten machen kann. Wir hatten ja noch manchmal Probleme mit dem Wasserstand und mussten durch die Matsche laufen.

    Der Regen hier kommt meist am Nachmittag und am Vormittag ist es sonnig.

    Dann müssen wir uns natürlich auch noch nach anderen Sachen richten, wie und wann kann F. am besten Urlaub nehmen etc... und ich haue gerne im ungeliebten Winter ab und Silvester mit Freunden in der Ferne feiern, das hat auch was. Also es gibt genügend Gründe, warum wir gerade in der Hochsaison für Ecuador (das sind die Monate Dezember + Januar sowie Juli + August) reisen.

    Es wird Zeit, dass wir von der Höhe runterkommen, im Moment regnet es hier immer noch. Gestern und vorgestern war hier der schönste Sonnenschein.

    Vielleicht noch eins, mir macht der Regen nicht so viel aus, wenn es nicht tagelang regnet. Ich bin auch für Regen gerüstet und ein Erholungstag ist doch auch nicht schlecht. ;)

    Schöne Grüße in den kalten Winter... ::***

    Das Abendessen war wie immer lecker. Es gibt eine Suppe vorweg, danach für mich und Friedrich vegetarisches Essen (wir sind aber nicht die einzigen, es gibt noch zwei andere) als Nachtisch meist einheimisches Obst. In den Bäumen rundherum sprangen wieder viele Affen von Ast zu Ast...

    Danach fuhren wir mit dem Boot hinaus, auch das war ein wunderbares Erlebnis. Wir sahen viele nachtaktive Tiere. Die Augen der Kaimane leuchteten rot in der Dunkelheit. Bilder gibt es keine … zu dunkel... und wir hatten Glück, es gab keinen Regen!

    Als wir zurückkamen war es überall dunkel, das heißt, es war nach 22 Uhr. Somit gingen wir gleich ins Bett, wir waren auch kaputt, den ganzen Tag unterwegs, das macht müde.

    Das war´s für heute.

    Viele Grüße
    Petra

    Bis 15 Uhr hatten wir Freizeit, das reichte gerade mal dafür, die Bilder runterzuladen. Um 15 Uhr gingen wir wieder in den Urwald, dieses Mal zu Fuß, aber auch mit Gummistiefel. Ich nahm neben meinen Kameras auch meinen Regenponcho mit. Friedrich verzichtete drauf. (ha,ha!)

    Dieses Mal war der Regenwald grün und voller Überraschungen. Dieser Kopal Baum hier sondert etwas ab, was die Schamanen als Heilmittel benutzen. Es wird angezündet und die Dämpfe haben eine besondere Macht, so dass man hinterher zum Beispiel keine Schmerzen mehr hat. Das ist jetzt von mir ganz einfach ausgedrückt, natürlich gibt es dafür eine richtige Zeremonie. Wir kamen auch alle in den Genuss des weißen Dampfes und so sind unsere Zipperlein für heute hoffentlich alle verschwunden.

    Hier ein Gruppenbild mit dem heilenden Feuer (da Ron meine Kamera nahm, sind wir nicht alle drauf) Er konnte auch nicht weiter zurück, wir waren schließlich im Regenwald.

    Mit den verblühten Blütenstände der Palme, wurde Bob Marley imitiert... der Ausflug soll ja auch locker sein und Spaß machen.

    Wir gingen immer tiefer in den Regenwald. Hier schnitt Ron vom einem Palmwedel einzelne Blattlanzen ab, verwob diese und bastelte so eine Dschungelkönigskrone... (nein das Bild zeige ich aber nicht!)

    Der Regen setzte ein, erst merkten wir nur wenig, aber dann schüttete es nur so vom Himmel. Ich hatte meinen Regenponcho mit, Friedrich wurde nass, wie auch noch ein paar aus der Gruppe. Ein Trost, es ist warmer Regen. Wir waren erst um 16:30 wieder zurück.

    Daher gab es jetzt einen freien Nachmittag. Nach dem Abendessen fahren wir mit dem Boot raus, Kaimane und andere Tiere wollen wir vom Boot aus beobachten.

    Wir waren wieder an der Lagune angelangt, das Boot kam, und wir wurden abgeholt. Nun machten wir einen Stop an der Stelle, wo man unbesorgt eine Runde schwimmen kann. Einige machten das auch, manch einer sprang mit allen Klamotten ins Wasser. (ich nicht!!!)

    Es ist hier total schwül und warm. Nach dem Bad fuhren wir zur Lodge zurück. Eine kalte Dusche war genau das richtige jetzt, nur es hielt nicht lange an. Obwohl es nicht geregnet hat, war eigentlich alles nass...

    Das Mittagessen war sehr lecker, ich bin begeistert, was sie für uns Vegetarier hinzaubern. Auch die beiden „Hauspapageien“ waren natürlich wieder zur Stelle und versuchten immer wieder auf dem Teller zu landen, das Angebot war einfach zu verlockend.

    Der Weg war schon sehr „natürlich“. Und teilweise sehr sumpfig. Immer wieder passierte es, dass man tiefer sank und nicht mehr von alleine rauskam, oder eben ohne Stiefel. Da gab es dann schnell helfende Hände.
    Ich machte es so, dass ich schaute, wer wie tief einsank und ich mir dann den besten Weg aussuchte. Meist zeigte mir Ron aber den bequemsten Weg. Ich bekam auch schon mal eine Brücke aus Ästen gebaut. Manchmal hat man so seine Vorteile. ;)
    Gesehen haben wir so einige Tiere: Geier, Papageien, fleißige Ameisen, Nester von den Vögeln, grün-rote Papageien mit dem weißen Auge und viele Kaimane, die auf einer Sandbank auf die Sonne warteten.

    Ron zeigte uns Früchte von eiem Baum. Wir pflückten welche und er schnitt eine Frucht auf, zerschnitt das Fruchtfleisch in der Hülle und rieb damit jeden ein, der das wollte. Nach ungefähr einer Stunde sah man dann die schwarze Färbung. Die indigenen Frauen färben sich auch damit die Haare schwarz. Das haben wir aber nicht probiert.

    Als Friedrich die Lianen sieht und zaghaft daran zieht, meinte Ron nur: they are strong! Ok, dann nahm Friedrich Schwung und platsch lag er auf dem Rücken. Nun ja so strong dann wieder nicht.

    Aber es ist nichts passiert, er ist nur ein wenig dreckig geworden.

    Mitten auf der Lagune hielt das Boot und wir stiegen aus. Wenn man den richtigen Weg findet, dann versinkt man weder im Wasser noch in der Matsche. Wir hatten unterwegs so einige „Unfälle“.

    Ron unser Tourguide suchte die Anacondas, die hier in der Nähe leben. Er schaute in fast jede Höhle hinein, aber ich kann jetzt schon sagen, die einzige Anaconda, die wir gesehen haben, war direkt an unserem Steg, eine Baby-Anaconda.
    So ist es halt in der Natur... Wir liefen durch den Regenwald, eine traumhaft schöne Gegend, unberührte Natur, toll.

    Unser 2. Tag in Cuyabena!

    Guten Morgen aus dem Dschungel. Wir haben gut geschlafen! Um 8 Uhr wurde gefrühstückt, damit auch ja keiner verschläft wird ein Horn geblasen. :)
    Es gibt Tee und Kaffee, einen Saft, Rührei, dazu süßes Brot und Apfelkuchen.
    Um 9 Uhr fuhren wir mit dem Boot los. Vorher jedoch mussten wir uns noch mit Gummistiefeln ausrüsten. Ich fand Gott sei Dank ein passendes Paar. Ich zog zwei paar Socken an. Wenn man nicht nass wird vom Regen, dann vom Schwitzen.

    Auf dem Bild 3 ist die Haus-Anakonda zu sehen

    Wir sind jetzt in Quilotoa, das war eine wunderschöne Strecke, die wir gefahren sind. Jetzt ist ja Regenzeit da ist das Wetter ziemlich wechselhaft. Im Moment hängt hier alles voller Wolken, wir hatten aber auch richtig schönen Sonnenschein, je nachdem welchen Berg wir gerade umrundeten. Ich bin gespannt auf die Lagune und hoffe morgen auf die Sonne.

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