Beiträge von Petra

    Die Zeit war einfach zu kurz, zu kurz bei Jane und viel zu kurz in New York. Als ich heute nach Hause kam und von der Reise erzählte, meinte Friedrich nur, wir müssen da wieder hin und dann eine ganze Woche!

    Ja, da wäre ich ganz bestimmt dabei. Gestern habe ich nichts mehr unternommen, denn ich habe den frühen Flug aus JFK heraus gebucht. In der Nähe von Grand Central fahren öffentliche Flughafenbusse zu allen 3 Flughäfen. Die Fahrt kostete 18 USD, Fahrtzeit je nach Verkehrsaufkommen bis zu 2 Stunden. Wir hatten eine Fahrt ohne Stau und somit war ich schon um 12 Uhr am Flughafen. Besser zu früh als zu spät. Ich kann mir die Zeit prima vertreiben.

    Der Flug nach Frankfurt dauerte nur 6,5 Stunden, der Anschlussflug nach Hannover war etwas verspätet, so dass ich meinen Zug verpasste, der nächste fiel einfach aus und eine Stunde später hatte ich Glück.

    Nun bin ich wieder zu Hause... das war´s dann. ;) Hier kann jetzt auch kommentiert werden oder weiter im Kommentar-Thread.

    Viele Grüße
    Petra

    Meine Füße drohten mir abzufallen, ich war mittlerweile schon 9 Stunden unterwegs und habe sicherlich einige Kilometer "abgerissen".

    Die Brücke endete an der City Hall. Ich muss jetzt noch eine Subwaystation finden. Ich fragte unterwegs nach. "Sie" meinten, wir müssen um den City Hall Park gehen, sie wollten auch dorthin. Nur sie waren schneller als ich. Leider sind die Subwaystationen oft nicht zu erkennen, kleine Schilder oder hinter einem Gerüst, man muss schon erahnen, wo sich manchmal die Eingänge befinden. Ich fragte noch einmal 3 junge Mädels, sie wussten es auch nicht, schmissen aber ihr Handy an und zeigten mir die ungefähre Stelle.

    So wanderte ich wieder zur Cordtland St. (das ist beim World Trade Center). :ssschmunzeln

    Eigentlich hatte ich vor, noch am Union Square auszusteigen, aber ich ließ es sein, ich war einfach nur noch geschafft.

    Gegen 9 Uhr war ich auf meinem Zimmer, schaffte es gerade noch die Bilder herunterzuladen und ein kaltes Bier zu trinken, dann war Schicht im Schacht!

    Nun lief ich die Brooklyn Brücke entlang, wunderbar, hier war wieder viel los, Fahradfahrer und Fußgänger teilten sich einen Weg, rechts und links des Weges sah man auf die Autos hinab.

    Ich lief nur bis zur Brückenmitte, denn ich musste ja den Weg auch wiederzurückgehen. Nun war ich zufrieden, ich habe genau die Bilder bekommen, die ich gerne haben wollte.

    Man sieht, es dämmert schon, ich muss mich jetzt entscheiden was ich will. Vor allem sind hier kaum Menschen unterwegs bis auf die Anlegestelle der Circle Line. Ich muss durch eine Baustelle gehen, hier sind am Straßenrand viele Homeless People.

    Ich will wieder unter Menschen kommen und gehe durch den South Street Seaport. Es ist ein historisches Viertel mit historischen Gebäuden, die renoviert wurden. Am Wasser liegt ein großes, altes Segelboot. Ein alter Leuchtturm steht hier und erinnert an den Untergang der Titanic.

    Von hier aus versuche ich die Brooklyn Brücke zu erreichen. An einer Straßenecke kommen zwei Jogger auf mich zu, ob ich wüsste, wie man zur Brücke kommt. Ach, ich dachte die Richtung, aus der die Beiden gekommen sind. Da stand aber nur ein Hinweisschild Chinatown. Na gut, da habe ich mir das Verlaufen ja erspart. Es blieb also nur noch eine Möglichkeit übrig. Die Jogger joggten von dannen und ich war wieder allein auf der Straße.

    Dann sah ich ein Schild Bild 4. Es war eine Abkürzung hoch zur Brücke. Ein wenig mulmig war mir schon, denn der Weg sah nicht gerade einladend aus. Ach was, man muss sich auch mal trauen. ;)

    Dann stand ich auf einmal vor einer steilen Treppe, 2 Gestalten schauten auf mich herab. Puhh... dann hörte ich jedoch Gelächter und traute mich hoch. Ich habe es geschafft, war wieder unter vielen Menschen. :ttanzen

    Mein Zeitplan ist nun etwas durcheinandergeraten, am Wasser entlang zum East River zu gehen, das würde wahrscheinlich zu lange dauern. Daher entscheide ich mich mittendurch zu gehen und komme wieder am WCT und den beiden Pools vorbei. Jetzt sehe ich auch, wo ich falsch abgebogen bin. Ich hätte die Versey in die andere Richtung nehmen sollen.

    Ich mache einen Abstecher und gehe die Wall Street entlang, Stock Exchange, Trump Building und noch so einige nette Adressen.

    Nun gehe ich durch die weitläufige Parkanlage, deren Mittelpunkt zwei große Wasserbassins sind, Reflecting Absence. Diese beiden Wasserbassins bestehen aus mehreren Ebenen, Wasser fließt am Rand hohe Wände hinunter und in der Mitte nochmals in die Tiefe. Die Namen der Opfer sind rund um die beiden Pools eingraviert. Manchmal liegen Nelken auf der Brüstung.

    Ich brauche eine Pause und verlasse die Gedenkstätte. Ich suche ein Lokal, wo ich eine Pause machen kann, bestelle mir dort einen Kaffee und ein Panini und bin froh, dass ich ein paar Minuten ausruhen kann. Dann laufe ich weiter zum Financial District.

    Leider habe ich es scheinbar nicht so mit rechts und links und laufe in die verkehrte Richtung und bemerke es nicht. Ich suche verzweifelt North End AV. auf meinem Stadtplan, kann es aber nicht finden. Klar ich habe ja auch immer an einer ganz anderen Stelle gesucht. Ich erreiche das Wasser und wundere mich schon, denn ich bin nicht am East River, sondern am Hudson angekommen. Na ja, hier ist es auch schön. :)

    Es ist eine intensive Ausstellung. Ich werde noch ausführlich in meinem Blog schreiben. So viele Schicksale, es ist traurig. Ich bleibe lange dort und schaue mir alles genau an und höre viele Geschichten, sehe Fotos und original Film- und Fernsehaufnahmen. Viele Künstler, Kinder und Schulklassen haben Kunstwerke geschaffen.

    [Blockierte Grafik: http://www.petra-kaiser.de/images/stories/sonstiges/9369_24_10_2016.jpg]

    Es nimmt mich ganz schön mit, wie immer, wenn man mit so viel Leid konfrontiert wird. Angehörige erzählen über die Verstorbenen.
    Manche Wände, Stützen, Überreste, Treppen, die den Weg in die Sicherheit führten hat man stehen gelassen, es gibt viele Dinge, die man gefunden hat und die vielleicht eine Geschichte erzählen könnte.

    Irgendwann höre ich auf und verlasse das Museum. An vielen Orten durfte nicht fotografiert werden, verständlich. Wer kann sich vorstellen, was auf dem letzten Bild zu sehen ist?

    Ich verlasse das Gebäude, nun habe ich einen schönen Blick auf das höchste Gebäude. Es ist ein riesiges Gelände, ich glaube sieben Gebäude wurde neu erbaut, etliche renoviert. Ich muss das aber noch einmal nachlesen.

    Jedenfalls bin ich ganz schön beeindruckt. Ich laufe draußen ein wenig herum und staune. Dann suche ich den Eingang zum Memorial und dann sehe ich schon die Menschenmengen vor der Kasse. Ich habe es versäumt, mir vorher Eintrittskarten zu besorgen, aber ich habe Glück und darf an der Schlange vorbei dirket zu einer Kasse gehen.

    Da ich ja immer noch etwas Probleme mit meinem Fuß habe, nutze ich ganz gerne einen Leki-Stock, der auch gleichzeitig mein Monopod ist. Tja und hier in USA hat man wenigsten den Vorteil, dann man selten in einer Schlange anstehen muss.

    Ich bekomme den Eintritt auch noch zum halben Preis, da ich Senior bin. (ab 65+) Nun geht es in die nächste Warteschlange, (da muss ich auch anstehen ;-)) alles wird akribisch durchleuchtet, mein Gürtel piept und damit gibt es eine extra Untersuchung. Aber dann bin ich endlich drin.

    Ein toller Bau (ich glaube, er heißt Oculus), architektonisch sehr ansprechend. Hier wird also der größte "Transportation Hub" von ganz New York sein.

    Ich gehe in die obere Etage, hier gibt es schon viele Geschäfte, es ist hell und freundlich, ein wirkliches Schmuckstück. Noch ist aber nicht alles fertig, wie gesagt, ich musste noch 3 Etagen tiefer aussteigen. ;)

    Auf dem dritten Bild sieht man die Decke mit einer schmalen Glasfront, schaut man hinaus, so sieht man das eines der neuen Gebäude und zwar das nun höchste mit einer Aussichtsplatform. Es ist das One World Trade Center.

    Nun laufe ich den Broadway bis zur 42. Straße. Dort kaufe ich mir eine MetroCard und lade 4 Fahrten auf. Jede Fahrt kostet 2,75 USD, man muss nur einmal diese Karte durchziehen (Magnetstreifen), dann wird das Geld abgebucht, egal wie weit man fährt und wie oft man umsteigt. Letzten Endes habe ich nur für 2 Fahrten die Card benutzt, die 2 heben ich mir für meinen nächsten Besuch auf.

    Ich habe Glück, hier fährt die "R" ab, das ist genau die Linie, die ich nehmen möchte, denn ich möchte zum ehemaligen Ground Zero, mittlerweile soll das 9/11 Momorial eröfnnet sein.

    Als ich aus der Sub aussteige, weiß ich nicht so recht, wohin ich gehen soll. Als ich das letzte Mal (2014) hier, war, gab es diese Station ja noch nicht. Ich gehe einfach der Nase nach und lande im Concourse. Wow...

    Es gibt viel zu sehen, es blinkt, es ist laut, der Verkehr ist eine Katastrophe, aber man fühlt sich mittendrin. Hier wird fotografiert, gelacht, man erholt sich, isst oder trinkt etwas, mit anderen Worten, hier geht die Post ab.

    Nachdem ich nun genaug fotografiert habe, mache ich mich auf die Suche zur nächsten Subway-Station.

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