Beiträge von Petra
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Am nächsten Tag lief bei mir gar nichts. Ich war immer noch schlapp. Wir mussten auschecken, aber unser Zug fuhr erst am Nachmittag in Richtung Cusco. So machte ich es mir mit meinem Laptop gemütlich.
Dalmiro (1. Bild mit Friedrich) und die Crew vom Hotel ließen es sich nicht nehmen und standen für ein Abschiedsfoto bereit.
Dalmiros Muttersprache ist Quechua, stolz erzählt er uns, dass bei ihm zur Hälfte Inkablut fließt und er ein Nachkomme der Inkas sei.
Ursprünglich lebt er in Cusco, arbeitet aber hier im Hotel und ist auch Reiseführer in Machu Picchu und bei den 4-Tages Trips nach Machu Picchu. Er hat Koch gelernt und einige Zeit in Japan gearbeitet. Er zeigt uns eine Menge verschiedener Körner wie Amaranth, Quinoa, diverse Maissorten, Chiasamen und Steine und erzählt dazu Geschichten. Manches kennen wir, aber vieles auch nicht. So vergeht die Zeit wie im Fluge.
Friedrich geht mit meinem Fotoapparat auf Tour, ich widme mich meinen Bildern und Bericht.
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System verstehen
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grün hinter den Ohren

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Ich habe das so verstanden, dass die Oxpecker auf dem Bild 3 zu sehen sind und das letzte Bild Möwen zeigt und nicht beschriftet ist.

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Silke und ich dachte, Ihr hättet das gemacht und ich habe mich total gewundert, weil Du ja geschrieben hast, es soll recht einfach sein. Das fand ich nämlich nicht. Zwar einfacher als der Wayna Picchu, aber für mich war das schon total anstrengend.
Ja, das finde ich auch kiki, mit Nebel ist mal was anderes...

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Zauberwürfel
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Vorher setzen wir uns in das Restaurant unseres Hostals und essen das vegetarische Menü, eine Suppe vorweg und Spaghetti Napolitana als Hauptspeise, wir brauchen unbedingt Kohlenhydrate.
Danach kam dann die Couch zum Zuge...Was halten wir von diesem Tag:
Ich fand ihn toll, der Aufstieg war eine Herausforderung, die Inkastätten beeindruckend, das Wetter hat sich gehalten.Friedrich sagte nur eines: schön...
(dass ich 2 Tage lang Muskelkater vom Feinsten hatte, ist klar, oder?)
Viele Grüße
Petra
Fortsetzung folgt, aber bald ist die Reise zu Ende...
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Nun waren wir fast oben, ich schaute auf die Uhr 12:08. Um 12 Uhr wird das Plateau geschlossen, man muss absteigen. Wie schade, es wären nur noch 50 Stufen gewesen.
Somit blieb uns der Nebelblick verwehrt. Wir gingen also wieder abwärts, Ich war kaputt, solche Bergtouren bin ich ich nicht gewohnt.
Mindestens zwei Stunden Abstieg lagen nun noch vor uns. Nun kam ich zwar nicht mehr aus der Puste, wie man so schön sagt, aber ich rutschte doch ab und zu auf den nassen Steinen.
Der Nebel ließ immer größere Lücken und wir hatten schöne Aussichten.
Pünktlich um 14 Uhr kamen wir an der Meldestelle unten an und trugen uns aus dem Buch aus. Wir waren die letzten gewesen. Nun setzte ich mich erst einmal auf eine Mauer und ruhte mich ein Weilchen aus.Acht Stunden laufen wir nun insgesamt umher.

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Es sind Naturstufen und somit gibt es auch manchmal Höhen, die ich nicht so einfach bewältigen kann. Dann zieht mich Friedrich einfach mit hoch. Die Abstände, wo ich eine Pause brauche, werden immer geringer. Noch 5 oder 10 Minuten sagt man uns, wunderbar, das sind vielleicht noch 60 – 100 Stufen, aber, oben ist es nebelig, man sieht nichts.
Egal denken wir uns, dann sieht man eben nichts. Es hat zwischendurch immer mal geregnet und ab und zu hatten wir auch mal einen Blick nach unten werden können, wenn der Nebel gerade mal für eine Weile verschwand. -
Später erfahre ich, es sind genau 2.200 Stufen, die man hochsteigen muss – ZWEITAUSENDZWEIHUNDERT und viele Höhenmeter, (rund 650 m, von Aguas Caliente sind es 1.200 Höhenmeter). Immer wieder bin ich kurz davor umzudrehen.
Aber immer wieder haben wir auch gehört: nur noch 20 Minuten, good luck, oder bald hast Du es geschafft! Leider wird es auch immer schwieriger und meine Füße wollen eigentlich eine Ruhepause haben.
Viele Bäume und Büsche säumen den Aufstieg, manchmal auch nackte Felsen, aber man kann sich immer irgendwo festhalten, von den Schlangen wusste ich ja Gott sei Dank nichts

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Wir tragen uns in das Buch ein, zeigen unsere Pässe vor, die Passnummer wird eingetragen, sowie die Uhrzeit. Es ist Punkt 9 Uhr. Wenn wir wieder runterkommen, müssen wir uns mit Uhrzeit im Buch austragen. Um 12 Uhr müssen wir spätestens wieder absteigen.
Dann geht es los. Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass man sagte, dieser Austieg ist recht einfach und man kann ja jederzeit aufhören und wieder zurückgehen. Ich fand den Austieg sehr strapaziös. Es geht immer höher hinauf, nur steinige Stufen...
Immer wieder wenn man einen Teil geschafft hat, sieht man das nächste Stück. Es hört und hört nicht auf.
Ab und zu kommen uns Bergsteiger entgegen und als sie unsere fragenden Blicke sahen, bekommen wir viele Aufmunterungen, es ist nicht mehr weit nur noch eine Stunde und zwanzig Minuten...
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Und wirklich, nach etwas mehr als 20 Minuten ist Schluss, wir stehen vor einem verschlossenen Tor, (Bild 1) es geht nicht weiter. Dahinter sehen wir aber einige Balken (Bild 2), die über einem Abgrund gelegt sind. Sie markieren die Stelle, an der es zur Inkazeit eine Hängebrücke gab, der zweite Zugang nach Machu Picchu.
An dieser Stelle gibt es nur wenige Touristen, dieser Weg liegt auch etwas weit ab. Mit Entsetzen lese ich gerade in meinem Reiseführer, dass man empfiehlt, keine Äste von Gehölzen und Bäumen anzufassen, weil darauf Schlangen sitzen können. Ha, ha, ich habe mich stundenlang an den Ästen von Bäumen festgehalten. Da habe ich wohl Glück gehabt und keine Schlange erschreckt.
Wir gehen den Weg wieder zurück und haben schon mal den ersten recht freien Blick auf Machu Picchu. Man muss schnell sein, denn die Nebelschwaden wabbern immer noch überall herum.
Um 9 Uhr müssen wir an der Kontrollstelle zum Montana Machu Picchu sein. Wir wollen den Berg besteigen, zumindest ein Stück. Ursprünglich wollte ich ja gerne auf den Wayna Picchu, aber da ich immer noch nicht so gut laufen kann, habe ich den Plan fallen gelassen. Ersatzweise musste nun der Montana Machu Picchu daran glauben.
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Wir kamen am Guardhaus vorbei. Ich weiß nicht, wieviele Treppenstufen ich bis dahin schon hoch und runtergelaufen bin. Friedrich hat überhaupt keine Probleme, so zieht er mich manchmal die hohen Stufen hinauf und hilft mir bei schwierigen Passagen.
Nun passieren wir ein Häuschen, da macht sich gerade einer der Mitarbeiter fertig. Normalerweise muss man sich in ein Buch eintragen und wenn man zurückkommt auch wieder austragen. Wir gingen aber so, denn er war noch nicht so weit. 20 Minuten, meint er, dauert der Weg. Das werden wir noch oft genug hören.Der Weg zur Inka-Brücke ist sehr schmal und ich bin froh, dass wir nicht immer den steil abfallenden Abgrund sehen können. Von unten hört man jedoch das Wasser des Flusses rauschen. Ab und zu gelingt uns dann doch der Blick nach unten und wir gehen dann schnell ganz eng am Felsen entlang.
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Ja, dieses Mal ging alles glatt

Heute vor einem Jahr bin ich auch von der Osterinsel zurückgeflogen. Ich habe jetzt noch ein paar Bilder von Machu Picchu fertig. Sonnenbilder sind dieses Mal nicht dabei.
Als die Sonne dann endlich kam, habe keine Fotos mehr gemacht, nur geschaut...
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