Beiträge von Petra

    Die Straßen waren teilweise sehr schlecht, die Fahrt in den Norden eintönig. Wir fuhren die Küstenstraße 1 entlang, nur das letzte Stück wieder auf der Ruta 5.

    Im Bus gibt es zwar eine Toilette, aber es gibt kein Wasser, an den Stellen wo wir halten (Tocopilla und Maria Elena gibt es auch keine in der Nähe, der Bus hält nur jeweils für 5 Minuten)

    Sonst ist es ein angenehmes Reisen. Die Plätze sind angenehm und man kann die Sitze gut nach hinten lehnen.

    Um 18:30 h erreichen wir den Busbahnhof im Norden von Iquique, unser Hotel, wir haben das NH gebucht, liegt aber am südlichen Stadtrand. So nehmen wir uns ein Taxi und bezahlen den Touristenaufpreis, nämlich 5.000 Peso.

    Am nächsten Tag erfahren wir, dass der normale Preis 3.000 kostet.

    Wir haben ein schönes geräumiges Zimmer bekommen. Nun kann das neue Jahr durchstarten. Nach der staubigen Wüste ist es schön, mal wieder ein wenig Komfort zu haben.

    Bild 1: Tocopilla
    Bild 2: Iquique

    Am 30.12.2015 fuhren wir mit dem Bus nach Iquique. Vom Hostal nahmen wir ein Taxi zum Busbahnhof. Das Taxi spendierte uns der Besitzer, wir waren platt!

    Pünktlich um 10:30 fuhr der Turbus ab. Wir hatten schon bei der Buchung Sitzplätze ausgesucht. Scheinbar ist jedoch ein anderer Bus eingesetzt worden, denn wir bekamen die beiden linken vorderen Platze in der ersten Etage.

    Prima, denn so konnten wir schön nach draußen sehen. gegen 12:20 kamen wir in Calama an, gegen 13:50 erreichten wir Maroa Elena und um 15 Uhr Tocopilla.

    Hier gab es keine Schwefelquellen, man sieht ja auch auf den Bildern, dass alles recht weiß ist. Auf Hawaii BIG Island hatte ich das Problem auch, sowie auf Java, den Gestank von Schwefelquellen habe ich nicht gut vertragen.

    Ich hatte doch von Andesmar geschrieben, dass der Bus von Calama nach Iquique ausgefallen ist. Gestern habe ich die Erstattung über Paypal bekommen. Super!

    Die lange Rückfahrt begann. Die Straßen sind schlecht und einmal müssen wir auch durch einen kleinen Bach fahren.
    Unterwegs sehen wir wieder viele Vicunas und dieses Mal auch Vizcachas.

    Das sind Chinchilla-ähnliche Tiere mit einem langen Schwanz und von vorne sieht es aus wie ein Kaninchen.

    Wir dürfen nicht aussteigen und somit bleibt mir nur übrig, durch das schmierige Fenster zu fotografieren. Genauso sind die Bilder auch geworden.

    Das war´s aus San Pedro de Atacama. Hier hat uns auch sehr gefallen. Jetzt freuen wir uns auf eine weniger staubige Gegend nämlich auf Sommer - Sonne und Meer.

    Viele Grüße
    Petra

    Fortsetzung folgt und Kommentare - wie immer - bitte hier hinschreiben.

    Auf dem Rückweg machten wir noch 2 kurze Stops.

    Was die Höhe über 4.300 m betraf. Ich hatte ja ein wenig Bedenken, habe aber schon auf der Hinfahrt während der über 2 Stunden, 2 Liter Wasser getrunken. Dieses Mal habe ich nichts gemerkt, scheinbar habe ich mich doch an die Höhe angepasst. Wie gut, dass wir so viele Tage in San Pedro waren.

    Zurück zu El Tatio. Es ist das größte Geysirfeld auf der Südhalbkugel und das drittgrößte der Welt. Größer sind nur die Geysire im Yellowstonepark (USA) und in die Dolina Geiserow in Russland.

    Mehr Informationen hier bei Wikipedia

    Wir fuhren dann noch ein Stück weiter und in diesem Gebiet konnten wir uns auf ausgewiesenen Wegen frei bewegen. Es gab auch die Möglichkeit zu baden. Das haben wir aber nicht gemacht.

    Es gab auch ein zünftiges Frühstück an Ort und Stelle, mit heißem Tee oder Kaffee und einem Brötchen, welches man mit Käse und Schinken belegen konnte. Mittlerweile fing die Sonne auch an, etwas zu wärmen. Als wir ankamen, betrug die Temperatur nur -10° C.

    Wir waren noch nicht einmal die letzten, die abgeholt wurden, das zog sich dieses Mal hin. Es lag natürlich auch an den "unfairen" Touristen, die es einfach nicht schaffen pünktlich zu sein. Drei waren überhaupt nicht fertig und so fuhr der Bus ohne sie weiter.

    Die Fahrt dauerte lange, zu lange, denn als wir angekommen waren, war die Sonne schon aufgegangen. Nun gut, so ist das halt. Wir befanden uns nun auf über 4.300 m Höhe. Dann sahen wir das Geysirfeld. Wow, das habe ich so noch nie gesehen. Überall stieg Wasserdampf auf.

    Wir durften zunächst nicht alleine herumwandern, zu groß war die Gefahr, denn das Wasser ist über 80° Grad heiß, zu heiß zum Baden. Es gab wohl auch einige tödliche Unfälle. Selbst, wenn man keine wasserdichten Schuhe anhatte, sollte man sehr aufpassen, wohin man trat.

    Nach einem Ruhetag am 28.12. an dem wir wirklich nichts machten, hieß es dann um 4 Uhr morgens aufstehen und fertig machen.

    Die nächste Tour zu den Tatio-Geysiren stand an. Ab 4:30 h sollten wir bereit stehen, denn wir wurden vom Hostal abgeholt und das erste Abenteuer des Tages begann.

    Pünktlich standen wir draußen vor dem Tor, es kam auch sofort ein Bus. Der Touguide kam raus, fragte nach, ob wir Mr/Mrs XXX wären? Nein wir heißen Kaiser. Ach so egal, bitte einsteigen.

    nachdem sie im Bus noch zweimal nachgefragt hat, zeigten wir ihr die Buchungsbestätigung. Sie wollte diese aber nicht sehen. Der nächste Haltepunkt war erreicht, ein weiterer Tourist stieg zu, dann das nächste Hostal angefahren. Auf einmal meinte sie, sie ruft in der Agncia an. Nun wollte sie die bestätigung endlich sehen. Sie schaut drauf und sagte, falscher Bus wir sind nicht Atacama Connection.

    Bravo! Das hätte sie schon früher herausfinden können!

    Wir müssen zurück, denn unser Bus war sicher schon da, ich geriet in leichte Panik.

    Sie fuhren uns zurück. Vor unserem Hostal standen 5 Touristen und warteten auf Abholung, unter anderem das richtige Pärchen. Wir fragten, seit wann sie dort standen und ob schon ein Bus angehalten hat. Gott sei Dank war noch keiner da gewesen.

    Alle wurden abgeholt, es war dann schon nach 5 Uhr als wir eigentlich dachten, da ist etwas schief gelaufen,aber dann kam er endlich.

    Das Bild zeigt Lamas, die domestiziert sind und nicht in freier Wildbahn leben.

    Auch aus Iquique wünschen wir ein tolles neues Jahr.
    Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen und vor allen wünsche ich uns allen viel Gesundheit!

    Heute habe ich einen schönen Spruch gelesen:

    Can´t promise that things won´t be broken
    but I swear that I will never leave

    Viele Grüße
    Petra & Friedrich

    Nachtrag: das 3. Bild gehört auch dazu, ist das letzte von 2015

    Nun ging es zurück nach San Pedro de Atacama, wir blieben noch in der Stadt und aßen eine riesengroße Empanada gefüllt mit Spinat, Tomaten, Käse und Zweibeln. Dieses kleine Lokal (Café Esquina) am Ende der Caracoles (in Richtung Norden) kann ich nur empfehlen!

    Das war also unser Fast-Ruhetag, wir nahmen uns vor am nächsten Tag wirklich mal nichts zu tun, was wir dann auch schafften.

    Viele Grüße
    Petra

    Fortsetzung folgt!





    Noch einen Stop machten wir, und zwar zur großen Düne. Wir kletterten hinauf und wie das Leben so spielte, war nach einigen Fotos mein Akku leer, klasse! Der Tourguide hatte nämlich wieder empfohlen, nichts außer dem Fotoapparat mitzunehmen. Das war das letzte Mal, dass ich "gehorcht" habe. :rolleyes :KKopffass2

    Nun fuhren wir zu Tres Marias, das ist eine Sandsteinformation von 3 Mariengestalten und hier gibt es eine Geschichte dazu:

    Die Wege sind hier stark reglementiert. Die Touguides passen sehr gut auf und sind sehr strikt, so darf man zum Beispiel nirgendwo rauchen!!! Auf allen Touren, auch an den Lagunen herrscht Rauchverbot.

    Zurück zur Geschichte, ein Tourist stieg auf den Kopf einer Mariengestalt, um sich ablichten zu lassen. Es passierte dann, dass dieser "Kopf" abbrach und die Sandsteinformation für immer geschädigt war.

    Dieser Tourist fiel eine halbe Stunde später irgendwo im Mondtal hin und brach sich einige Rippen. Eine gute Bestrafung, wie unser Tourguide meinte.

    An dieser Stelle war es übrigens unheimlich windig.

    ... dann mussten wir nach oben klettern, aber glaubt ja nicht, dass es einen "Weg" gab. Klettern war angesagt.

    Manchmal ist es gut, dass man nicht alles vorher weiß, oder einfach alles ignoriert. :ssschmunzeln Geschafft, nun noch der Abstieg (Bild 3)

    Als wir alle wieder heil unten angekommen waren, gab es eine kleine Regenerationspause.

    In den Höhlen war es wunderschön. Man sieht sehr viele Kristalle, die glitzern, natürlich auch Stalagmiten und Stalaktiten. Das Wasser und der Wind haben im Laufe der Jahrmillionen wahre Wunderwerke geschaffen.

    Wir gingen also in den Berg hinein, ja, das war alles wahr, eng, dunkel und nirgendwo gab es Abstützungen oder so. Wir zwängten uns durch engste Löcher, ich brauchte wirklich oft beide Hände. Mit dem Fotografieren, das war so eine Sache. Meine Kamera baumelte natürlich um den Hals...

    Auf dem ersten Bild sieht man den engen Spalt, durch den wir uns hindurchzwängen mussten. Auf dem dritten Bild sieht man die Spalte, zunächst waren wir da unten...

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