Beiträge von Petra

    Die Fahrt ist total stressfrei, irgendwann haben wir einen Schwertransporter vor uns. Keiner kann ihn überholen, denn er benötigt beide Fahrbahnen. So tuckeln wir eine Zeitlang hinter ihm her.

    Da wir unbedingt einen „Restroom“ benötigen, halten wir an. Meine Befürchtungen waren umsonst, alles blitzblank! Klasse!

    Irgendwann verlassen wir die Panamericana und fahren in die Berge, Olivenbäume, Weinstöcke und jede Menge Obstbäume sehen wir rechts und links der Fahrbahn.

    Erst klettern wir ein wenig auf den Felsen herum und dann suchen wir ein Restaurant. Am Strand wird auch gearbeitet, man bereitet sich auf die Saison vor. Im Moment ist jedoch nichts los. Die Buden am Strand haben geschlossen. Manche werden gerade generalüberholt.

    Wir wollen gerne etwas essen, aber Fehlanzeige. Wir bekommen jedoch eine Cola. Dann laufen wir ein Stück am Strand entlang. Es gibt viele Fischer, die mit dem Boot auf dem Wasser sind und den Tang herausholen. Wofür dieser gebraucht wird, ich weiß es nicht. Es stehen aber schon 3 Boote voll mit Tang im Sand. Gerade holt der Traktor wieder eines aus dem Wasser.

    Nach 195 Kilometern sehen wir den Pazifik. Wir fahren bei Los Mollos von der Autobahn runter. Nun sind die Straßen nicht mehr geteert, haben viele Schlaglöcher. Der Weg zum Strand ist gesperrt, es wird gebaut, aber Friedrich findet einen Weg zum Wasser.

    Was für ein beschaulicher Ort, hier ist nichts los, wir sehen Kormoran-Kolonien und riesige Muscheln.

    Mit dem Mietwagen in Richtung Norden - von Santiago bis Ovalle.
    Schon von zu Hause aus haben wir einen Mietwagen bei Avis gebucht. Da bekamen wir die besten Konditionen, es klappte sofort mit der Bestätigung, was wollten wir mehr. Aufgrund der horrenden Preise im Dezember haben wir nur für eine Teilstrecke den billigsten Mietwagen gebucht. Fünf Tage nehmen wir uns Zeit, um bis Antofagasta zu kommen.

    Wollten wir zunächst mit Metro und Bus zur Mietstation fahren, haben wir das ganz schnell verworfen, denn mit dem Gepäck in den vollen Bahnen, das ist ja Stress pur. Außerdem wussten wir nun wirklich nicht, wo genau sich die Anmietstation von Avis in Las Condes befand.

    Daher bestellten wir uns im Hotel ein Taxi. Auch da gab es zunächst Irritationen, wo wir nun hinsollten. Egal, das war nicht mehr unser Problem. Wir bezahlen das Taxi schon im Hotel, es kostete 15.000 Peso. Wie gut, dass wir diese Variante gewählt haben. Der Verkehr in Santiago ist wahnsinnig. Wir denken schon daran, dass wir ja auch mit dem Auto aus der Stadt fahren müssen.

    Der Taxifahrer dreht ein paar Runden um die Blocks, denn es sind Einbahnstraßen und so genau weiß er auch nicht, wo sich das Büro von Avis befindet. Endlich haben wir es geschafft. Es gibt sogar ein richtiges kleines Büro. 4 Autos stehen davor...

    Erst einmal die Bürokratie, Führerschein, Internationaler Führerschein, Ausweis und Kreditkarte sowie den ausgedruckten Vertrag. Alles wird kopiert. Gott sei Dank, er spricht englisch. Dann folgen die Erklärungen. Wenn uns das Auto geklaut wird und es wird nicht innerhalb von einem Monat gefunden, dann müssen wir 1.500 USD zahlen. Friedrich fragt, wie oft das schon vorgekommen ist. Unser Gegenüber lacht, er arbeitet seit 3 Jahren hier und hatte noch nie so einen Fall.

    Wir bekamen die Papiere und den Autoschlüssel. Siehe da, wir haben ein Upgrade bekommen, ein nagelneuer Peugeot 2008, gerade 1.350 Kilometer zeigt die Anzeige an. An den Sonnenblenden ist sogar noch die Schutzfolie vorhanden.

    Es ist ein Diesel und mit Schaltung, Gott sei dank kein Automatik. Wir gehen einmal um den Wagen rum, keine sichtbaren Beschädigungen, prima. Wir lassen uns noch erklären, wie wir zur Ruta 5 kommen, einmal links, dann rechts und wieder links und dann haben wir es schon geschafft. Na gut, ganz so einfach war es aber dann doch nicht.

    Nun sind wir unterwegs und haben zu unserer Begeisterung herausgefunden, dass wir sogar ein Navigationsgerät an Board haben. Wir finde ich denn das? Wir haben uns nämlich keins bestellt, da wir dachten, das Geld können wir uns sparen. Ich habe ja mein Sygic-Programm auf dem Smartphone.

    Während Friedrich Auto fährt, versuche ich herauszufinden, wie das Navi funktioniert. Es ist natürlich alles nur auf spanisch, aber ich schaffe es. Nach Ovalle, das ist unser Ziel für heute, sind es 368 Kilometer. Gegen 15 Uhr, so sagt das Navi werden wir da sein, wenn wir keinen Stop machen. Mal schauen. Bisher kommen wir gut voran,

    Immer wieder kommen wir an Zahlstellen, wo wir Gebühren bezahlen müssen.

    kiki, ja, ich bekäme Geld auch in einer speziellen Bank, nur mit Kreditkarte und Ausweis und ohne PIN-Nummer. Das habe ich zur Genüge in USA ausprobiert. In Santiago haben die Banken aber schon immer ab 14 Uhr geschlossen. Wir haben aber am Morgen bei der mir bekannten Bank neben unserem Hotel Geld bekommen.

    Bisher konnten wir die Hotels alles mit Kreditkarte bezahlen. In Antofagasta werden wir nochmal einiges abheben. Dollar oder Euro will hier keiner haben, aber man kann sie umtauschen.

    Angela, der Reifen war in der Luft am Boden im Loch und der Wagen hat mit der Verkleidung aufgesessen. :KKopffass2 :wweinen :mmad

    Schade kiki, wir sind nicht zeitig wieder zurück. :ppeace

    Übrigens, was die Pizza angeht. Es ist immer eine kleine Überraschung mit den Zutaten. Es wäre ja langweilig immer nur queso, tomates und champignon zu bestellen.

    Ich hatte kein Wörterbuch mit und die Zutaten hörten sich vegetarisch an. Jedoch wusste ich micht was alpacarra genau ist, also fragte ich nach. Sie erklärte es wortreich und ich verstand nur was von sauer eingelegt und klein wie Erbsen. Dann habe ich vorsichtig nachtgefragt, ob da was mit Fleisch dabei ist und sie lachte und sagte, es sei vegetarisch. Ok, wir bestellten eine und sahen, es waren Kapern. {a

    Das war´s für heute, mehr wollen wir nicht mehr unternehmen. Wir suchen uns Straßencafé, trinken ein leckeres Bierchen und essen eine Pizza. Der ATM wollte schon wieder meine Karte nicht, dieses Mal habe ich aber die richtige PIN genommen. Na gut, dann eben morgen noch ein Versuch. In der Bank neben unserem Hotel, da hat es bisher immer geklappt.


    Das war´s aus Santiago de Chile. Uns haben die 2 Tage vollkommen gereicht. Wir freuen uns jetzt auf die Landschaft von Chile. Großstädte habe ich jetzt erst einmal genug gesehen.

    Viele Grüße
    Petra

    Fortsetzung folgt!

    Auf dem Rückweg schauen wir in das schöne Gebäude, welches genau gegenüber vom Hotel Mercure steht.

    Es ist die National-Bibliothek (Biblioteca Nacional). Wir gehen hinein, wow, es ist schön. Hier auch die Druckerpresse mit der die erste Zeitung von Santiago gedruckt wurde. In anderen Räumen sind Ausstellungen. Schön sind die alten Plakate von den Musikaufführungen. Es gibt auch ein Café, aber da wollen wir nicht bleiben.

    Die schönste Sicht haben wir natürlich von ganz oben. Alles ist sehr gepflegt. Das ist mir ohnehin schon aufgefallen, die öffentlichen Parks sind schön angelegt.

    Wir gehen zum Plaza Pedro de Valdivia. Hier gibt es einen Kiosk. Wir kaufen uns ein Eis und setzen uns auf eine Parkbank unter einem Oleanderstrauch (glaube ich zumindest, dass es einer war) und genießen die herrliche Aussicht.

    Es ist wesentlich klarer als am Tag davor, oder wir haben die bessere Fotografierzeit erwischt. Daher mache ich schon wieder Unmengen an Fotos. Jeder Blickwinkel wird genutzt. Wir sehen Kakteen, die blühen, riesige Agaven, ja es gefällt uns.

    Hier treffen wir auch den kleinen Jungen, der spontan die deutsche Hymne für uns sang als er hörte, dass wir auch Deutschland kamen.

    An dieser kleinen Kirche, Bild 4, haben wir uns die Zähne ausgebissen. Wir können einfach keine Panorama-Bilder machen, das ist nichts für uns. Ich weiß nicht, wie oft wir es versucht haben, entweder hieß es, schneller schwenken, oder langsamer schwenken.

    Dieses ist das einzige Bild, welches überhaupt von der Kamera angenommen wurde. Das nervt. Nur der Abstand zur Kirche, der uns zur Verfügung stand, war halt so gering, dass ich gerade mal die Türe aufnehmen konnte.

    Wir hatten es nicht weit, denn dieser Hügel liegt nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt. Hier auf diesem Hügel wurde 1541 die Stadt Santiago de Chile von Pedro de Valdivia gegründet.

    An manchen Stellen kann man noch die Reste der Festung erkennen, vieles ist jedoch auch marode. Es nagt wirklich der Zahn der Zeit.

    So schön wie der gestrige Tag war, es war für mich doch recht anstrengend. Daher haben wir beschlossen, dass wir es nun etwas ruhiger angehen lassen.

    Nach dem Frühstück blieben wir auf dem Zimmer und ich hatte ja genug mit den Fotos und dem Bericht zu tun. Friedrich war zwar nicht ganz so gelassen. Am frühen Nachmittag zogen wir los. Wir hatten gestern ja den Cerro Santa Lucia ausgelassen. Dieser Hügel wollte nun von uns erklommen werden...
    das 1. Bild ist aus dem Flurfenster (mit Glas) aus dem 13. Stock unseres Hotels. Man sieht darauf den Hügel.
    Friedrich musste mir unbedingt beweisen, dass er auch eine senkrechte Wand hochklettern kann.

    Wir sind gut in Ovalle angekommen. Die Fahrt war sehr schön. Wir haben eun Upgrade vom Auto bekommen, haben sogar ein Navi drin allen Schicki-Micki. Friedrich ist gefahren und ich habe unterwegs den Reisebericht vorgeschrieben. :D

    Wir haben ein süßes Hostal in der Kleinstadt. Ein netter Innenhof, da sitzen wir gerade. Weil wir auch viel Gepäck zum Schleppen haben, bekamen wir eins der zwei Zimmer unten. Auf dem Bild sieht man etwas vom Zimmer. Das Auto ist in einer abgeschlossenen Garage und wir lassen jetzt den Abend gemütlich ausklingen. Morgen werden wir ganz früh aufstehen und zum Nebelwald Fray Jorge fahren.

    Ich glaube, wir sind die einzigen Gäste hier. Das Frühstück wurde gerade abgefragt, wir haben zu 7:30 bestellt. Wir sind zufrieden.

    Viele Grüße
    Petra

    Jetzte werde ich den nächsten Teil hochladen.

    Günter hätte uns auch gerne noch das Museo de Memoria gezeigt, aber das war uns zuviel. Ebenso ließen wir den Spaziergang zum Cerro Santa Lucia aus, das whaben wir den Tag drauf alleine gemacht.

    Wir schlenderten noch ein wenig durch die Straßen und zum Schluss gingen wir zum Regierungspalast la Moneda.

    Am Abend schwirrte uns der Kopf und die Füße taten weh. Es war aber sehr schön und wir haben uns ja mit allem Zeit gelassen.

    Das war´s für heute. Fortsetzung folgt!

    Viele Grüße
    Petra

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