Mit dem Mietwagen in Richtung Norden - von Santiago bis Ovalle.
Schon von zu Hause aus haben wir einen Mietwagen bei Avis gebucht. Da bekamen wir die besten Konditionen, es klappte sofort mit der Bestätigung, was wollten wir mehr. Aufgrund der horrenden Preise im Dezember haben wir nur für eine Teilstrecke den billigsten Mietwagen gebucht. Fünf Tage nehmen wir uns Zeit, um bis Antofagasta zu kommen.
Wollten wir zunächst mit Metro und Bus zur Mietstation fahren, haben wir das ganz schnell verworfen, denn mit dem Gepäck in den vollen Bahnen, das ist ja Stress pur. Außerdem wussten wir nun wirklich nicht, wo genau sich die Anmietstation von Avis in Las Condes befand.
Daher bestellten wir uns im Hotel ein Taxi. Auch da gab es zunächst Irritationen, wo wir nun hinsollten. Egal, das war nicht mehr unser Problem. Wir bezahlen das Taxi schon im Hotel, es kostete 15.000 Peso. Wie gut, dass wir diese Variante gewählt haben. Der Verkehr in Santiago ist wahnsinnig. Wir denken schon daran, dass wir ja auch mit dem Auto aus der Stadt fahren müssen.
Der Taxifahrer dreht ein paar Runden um die Blocks, denn es sind Einbahnstraßen und so genau weiß er auch nicht, wo sich das Büro von Avis befindet. Endlich haben wir es geschafft. Es gibt sogar ein richtiges kleines Büro. 4 Autos stehen davor...
Erst einmal die Bürokratie, Führerschein, Internationaler Führerschein, Ausweis und Kreditkarte sowie den ausgedruckten Vertrag. Alles wird kopiert. Gott sei Dank, er spricht englisch. Dann folgen die Erklärungen. Wenn uns das Auto geklaut wird und es wird nicht innerhalb von einem Monat gefunden, dann müssen wir 1.500 USD zahlen. Friedrich fragt, wie oft das schon vorgekommen ist. Unser Gegenüber lacht, er arbeitet seit 3 Jahren hier und hatte noch nie so einen Fall.
Wir bekamen die Papiere und den Autoschlüssel. Siehe da, wir haben ein Upgrade bekommen, ein nagelneuer Peugeot 2008, gerade 1.350 Kilometer zeigt die Anzeige an. An den Sonnenblenden ist sogar noch die Schutzfolie vorhanden.
Es ist ein Diesel und mit Schaltung, Gott sei dank kein Automatik. Wir gehen einmal um den Wagen rum, keine sichtbaren Beschädigungen, prima. Wir lassen uns noch erklären, wie wir zur Ruta 5 kommen, einmal links, dann rechts und wieder links und dann haben wir es schon geschafft. Na gut, ganz so einfach war es aber dann doch nicht.
Nun sind wir unterwegs und haben zu unserer Begeisterung herausgefunden, dass wir sogar ein Navigationsgerät an Board haben. Wir finde ich denn das? Wir haben uns nämlich keins bestellt, da wir dachten, das Geld können wir uns sparen. Ich habe ja mein Sygic-Programm auf dem Smartphone.
Während Friedrich Auto fährt, versuche ich herauszufinden, wie das Navi funktioniert. Es ist natürlich alles nur auf spanisch, aber ich schaffe es. Nach Ovalle, das ist unser Ziel für heute, sind es 368 Kilometer. Gegen 15 Uhr, so sagt das Navi werden wir da sein, wenn wir keinen Stop machen. Mal schauen. Bisher kommen wir gut voran,
Immer wieder kommen wir an Zahlstellen, wo wir Gebühren bezahlen müssen.