Beiträge von Petra

    Wir wollten uns ja den Sonnenuntergang in Ipanema anschauen, aber die Wolken hingen jetzt tief, es gab einfach keinen schönen.

    Mein Magen hing mittlerweile in den Knien, jetzt wurde es wirklich Zeit, dass wir etwas zu essen bekamen. Wir gingen in die Rua Santa Clara in ein Lokal. Ich probierte Maniok mit Käse aus und zwei Teigtaschen mit Mozzarella und Tomaten gefüllt. Friedrich nahm ein Fischgericht.

    Maniok (wird auch Cassava genannt) wollte ich schon immer probieren, es ist eine Wurzel und es gibt verschiedene Zubereitungen. Ja, es schmeckt ähnlich wie eine Kartoffel. Es war jedenfalls sättigend. Als ich in die 2. Teigtasche biss, schmeckte ich alles andere als Käse mit Tomaten. :mmad :mmad :mmad Da hatte sich der Koch aber derbe vertan. Ich bekam dann noch eine richtige frisch zubereitet. Das kann ja mal passieren. So schnell bin ich jedenfalls noch nie vom Stuhl aufgesprungen und "wohin" gerannt.

    Als wir zum Hotel zurückgingen, war es schon lange dunkel. Wir hatten aber keine Bedenken, es waren noch so viele Menschen auf der Straße. Wir haben uns die ganzen Tage nicht unsicher gefühlt. Es sind viele Polizisten überall, auch mit dem Bus kann man wirklich ohne Herzklopfen fahren.

    Nun sind die 3 Tage schon wieder vorbei. Ich freue mich, dass ich Rio wiedergesehen habe, ja die Stadt gefällt mir immer noch. Hier ist so viel los, wir haben die Brasilianer als sehr freundlich empfunden. Man hat uns oft angesprochen und Hilfe angeboten, auch wenn viele kein englisch sprechen. Das die Jugendbanden an der Copacabana tätig sind, das hat uns nun nicht belastet. Sie wollen klauen und suchen sich die willigen Opfer.

    Morgen um 7 Uhr klingelt der Wecker, denn um 12 Uhr hebt unsere Maschine nach Sao Paulo ab. Von dort geht es dann weiter nach Santiago de Chile.

    Viele Grüße
    Petra

    Hier geht es weiter:

    Live aus Südamerika - 2. Teil Chile

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    Vom Hippiemarkt gingen wir zum Ipanema-Strand. Auch hier werden Sonntags die Straßen entlang des Strandes für Fußgänger freigegeben. Daher mussten wir eine ganze Weile laufen, ehe wir zu der nächsten Bushaltestelle kamen.
    Wir fuhren nun wieder zurück zur Copacabana. Unterwegs sahen wir die vielen Demonstranten, aber auch jede Menge Polizisten.

    Als ich aus dem Bus ausstieg, ich bin ja immer noch nicht so schnell mit dem Fuß, hat der Busfahrer nicht gesehen, dass ich noch nicht draußen war und fuhr schon wieder an. Glück gehabt, ich konnte schnell noch rausspringen, habe aber einen riesigen Schrecken bekommen.

    Glück hatten wir dann mit der Haltestelle, wir sahen den Hippiemarkt in Ipanema, die Ampel war gerade rot und der Bus hielt, also haben wir schnell gefragt, ob der Fahrer uns hier rauslässt. Ja das hat er auch getan.

    Auf dem Hippiemarkt wird hauptsächlich Kunstgewerbliches ausgestellt und natürlich auch Taschen, Schmuck und andere Sachen. Es war recht nett. :)

    Mit dem Van fuhren wir wieder zurück zur Copacabana. Wir hatten wieder Glück und brauchten nicht zu warten. Im Bus saßen wir zwischen 2 Brasilianern, einer konnte englisch, sie arbeiteten in Rio für eine deutsche Firma.

    Vom Prace do Lido gingen wir in Richtung Bus und kamen an dem Hotel vorbei, wo Maxi gewohnt hat. In der Nähe gab es ein kleines Lokal, wo wir etwas essen wollten, denn wir hatten noch kein Mittagessen gehabt und es war um die 16 Uhr. Auf der Speisekarte entdeckte ich ein Sandwich mit Käse, dazu wollten wir Oliven essen und Patatas fritas. Die Bedienung schaffte es aber nicht. Ich zeigte auf der Karte auf die Bezeichnungen, aber er schaute uns nur mit großen Augen an, drehte sich wieder um und ging. :question Wir hatten auch ein Bier bestellt, es gab laut Karte ein Gezapftes (light und black) Wir zeigten darauf und sagten ihm eins light für mich und ein black für Friedrich. Er hat es nicht verstanden. Also haben wir gesagt dios choped cervezas. Das hat er dann verstanden und wir bekamen 2 helle gezapfte Biere.

    Ich glaube, er konnte nicht lesen, denn wir haben ja immer auf die Wörter in der Speisekarte gezeigt. Jedenfalls bekamen wir nichts zu essen. Am Nebentisch bekamen die Gäste schwarze Oliven, da habe ich ihn geholt und auf die Oliven gezeigt, aha, das hat er nun verstanden und wir bekamen ca 10 Oliven, ein nicht sehr üppiges Mittagsmahl.

    Nachdem wir so fürstlich gespeist haben, suchten wir einen Bus, der uns nach Ipanema fuhr. Auch das hat geklappt. Diesen Busfahrer hatten wir schon vorher angehalten und gefragt, ob er nach Ipanema fuhr, nö, die andere Richtung. Jetzt kam er aber wieder zurück und nahm uns mit.

    Es war ordentlich was los. Alle wollten auf dem Boden liegen und Mann, Frau, Kind, Freund, Freundin vor der Christusstatue fotografieren. (Es ginge auch bequemer...) Ja, das war zunächst ein Getümmel. Wir gingen einmal rum und machten dann für eine längere Zeit eine Pause. Ab 15 Uhr wurde das Licht besser und die Mengen hatten sich etwas reduziert. Aber immer noch lagen sie auf dem Boden. Wir drehten noch ein paar Runden, machten hie und da ein Foto und genossen die tolle Aussicht.

    Beim Ticketkauf gab es dann mal wieder eine kleine Überraschung. Dieses Mal hatten wir beide unsere Ausweise dabei, aber man gewährte uns nicht die Seniorenermäßigung. Leider, wie er sagte, gilt die nur für Brasilianer. :rolleyes

    Für die Karten bezahlten wir 127 BRL, das sind rund 30 €. Als Zeit stand 11-12 Uhr drauf.
    Wir fuhren mit dem Van nun zum Corcovado, eine Strecke mit vielen Serpentinen. Ich saß vorne und habe somit einige Videosequenzen drehen können.

    Dann kamen wir "oben" an. Nun hieß es 220 Treppenstufen hochsteigen oder mit Aufzug und Rolltreppen bequem hochfahren lassen. Wir sind hoch gelaufen und runter gefahren. :mrgreen

    Ich war ja schon 72 einmal hier oben, da sah vieles noch anders aus und Aufzüge gab es auch nicht.

    Heute stand die Besichtigung des zweiten Wahrzeichens von Rio de Janeiro auf dem Plan: der Corcovado mit der Christusstatue. Corcovado heißt übersetzt der Bucklige und es ist ein Berg auf dem die 38 m hohe Christusstatue steht.

    Seit einiger Zeit kann man keine Tickets an Ort und Stelle kaufen. Die Anzahl der Besucher ist pro Stunde limitiert. Man bekommt beim kauf des Tickets eine Zeit zugewiesen.

    Im Hotel sagte man uns, am einfachsten ist es, wenn wir die Tickets am Praca do Lido kaufen, das ist am anderen Ende der Copacabana. Man bekommt zusätzlich auch die Fahrt kostenfrei hinzu. Das war ein guter Tipp, denn ansonsten wäre es schon aufwendiger geworden.

    So gingen wir zum Praca do Lido und kauften dort die Tickets. Die Straße am Strand ist immer am Sonntag für Fahrzeuge gesperrt und gehört den Fußgängern, Jogger und Fahrradfahrern.

    Auf dem Bild 1 sieht man die Wasserschläuche, die einen Weg feucht halten, damit man sich nicht die Füße verbrennt.

    Genau Maxi, das ist die Igreja de Nossa Senhora da Candelária. Von dieser Seite habe ich nicht fotografiert, da man die Front nicht gerade bekam. Aber ich habe die tollen Türen aufgenommen. Diese Bilder habe ich noch nicht bearbeitet.

    Hast Du diese grünen Dinger nicht erkannt? Sie stehen bei jeder Strandbar, das fiel uns heute wieder auf.

    Heute war wieder ein schöner Tag, wir waren lange oben am Corcovado, da laufen ja wirklich viele mit Selfi-Stange herum, zum Schreien wie sie auf dem Boden liegen... wir haben einfach gewartet bis die meisten weg waren. Mal schauen, wie weit ich heute mit dem Bericht komme. Wir sind erst spät zurückgekommen. Nach dem Corcovado sind wir nach Ipanema gefahren und waren auf dem Hippie-Markt.

    Jetzt will ich noch ein paar Bilder bearbeiten, habe sie gerade runtergeladen.

    Übrigens heute gab es Massenproteste in Rio... wir waren aber nicht mittenmang dabei, sind aber dran vorbeigelaufen.

    Ach so, der Behälter. Es wurden Kokosnüsse im Wasser kühl gehalten.Das Bild folgt, sind schon unterwegs...
    Ha, ha, Selfi-Stange, nein, um Himmels Willen. Ich hatte mein Stativ mit, aber bevor ich das aufgebaut hatte, wurde ich gefragt.Sie hatte Ahnung, wie man sieht?
    Übrigens, ich fühle mich nicht so gestört durch die Selfi-Stangen, meistens fotografiere ich ohnehin woanders....

    Wir setzen uns auch an einem der Tische, tranken etwas und genossen den Trubel und die Freude der Menschen.
    ja in diesen Straßen war wirklich viel los.

    Mit diesen Bildern endet mein Bericht. Wir fuhren wieder mit dem Bus zum hotel. Die Bushaltestelle mussten wir erst etwass suchen, aber irgendwann fanden wir den richtigen Anbfahrtsort. In der Nähe des Hotels gingen wir wieder esse. Noch einmal aß ich etwas mit schwarzen Bohnen.

    Am Abend goß es wie aus Kübeln, es blitzte und donnerte. So machten wir es uns im Zimmer gemütlich, ich hatte ja auch einiges zu tun.

    Viele Grüße
    Petra

    Von dort schlenderten wir weiter, durch enge Gassen. Überall sahen wir tanzende Brasilianer und Musiker, die mit Hingabe musizierten und sangen. Es müssen bekannte Melodien gewesen sein, denn fast alle sangen mit und viele standen auf und tanzten dazu. Daher gehen wir davon aus, dass die meisten brailianische Touristen waren.

    Wir gingen zur Bushaltestelle, es gibt in der Nähe nur eine. Man half uns, dass wir in den richtigen Bus stiegen. Es fuhr nur der 106 ins Centro. An der Candelaria stiegen wir aus. Diese sehr alte katholische Kirche war leider geschlossen.
    Von hier aus gingen wir zu Fuß weiter. Da wir Musik hörten, folgten wir den Klängen.

    Wir kamen zum Kulturzentrum und gingen hinein und schauten uns um. Es gab eine Ausstellung zu einem ganz berühmten Film oder Fernsehserie. Uns sagte dies natürlich nichts.

    Ich ging zu einem anderen Stand, wo es so etwas Ähnliches wie Crepes gab. Was auch immer dazu genommen wurde, ich habe es nicht in Erfahrung bringen können. Es sah aus wie Puderzucker, diesen gab man auf die Platte und buk es, dann kam eine in Scheiben geschnittene Banane drauf und zum Schluss Nutella. Alles garantiert vegetarisch.

    Uns hat es geschmeckt! Das war übrigens unser Mittagessen.

    Nachtrag: jetzt weiß ich, was das war: geröstete Fladen aus Maniokflocken (Tapioca) !

    Von oben hatten wir schon den Strand gesehen. Nun gingen wir hin zum Praia Vermelha. Wir fanden einen Stand, da duftete es köstlich. Auf einem Plakat stand auf englisch angeschrieben, was es ist:
    Acarajé - die Übersetzung heißt: eat fireball

    Es ist eine afrikanisch-portugiesische Spezialität und besteht aus Bohnen, Zwiebeln, Salz, Chili, getrocknete Shrimps und allerlei Gewürzen, also nichts für mich. Friedrich bestellte sich eine Portion und ließ sich auch gleich mit der Köchin ablichten.

    Auf dem Murro da Urca stehen zwei Gondeln. Das erste Bild zeigt die erste erbaute Gondel von 1912, die von der deutschen Firma Pohlig entworfen wurde.

    Wir schauen uns noch die zweite Gondel an, die auch 1912 gebaut wurde und dann fuhren wir wieder nach unten.

    Der Zuckerhut ist das Wahrzeichen von Rio und ich meine, da sollte jeder mal rauffahren, der mal in Rio weilt. Es lohnt sich! Allerdings sollte man sich einen Tag aussuchen, an dem der Zuckerhut nicht von Wolken verhüllt ist. Das ist er leider ab und zu.

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