Beiträge von Petra

    Da wir viel Zeit hatten, schauten wir uns in Ruhe um. Ich machte Unmengen an Fotos. immer wieder kamen Wolken und plötzlich war alles im Nebel. Nach einer Weile lösten sie sich auf oder zogen weiter. Das ergab so manch nettes Foto.

    Mit der Seilbahn fuhren wir dann auf den Zuckerhut. Auch hier oben sah man manchmal nichts und plötzlich riss die Wolkendecke wieder auf.

    Pão de Açúcar so heißt der Zuckerhut auf Portugiesisch. Man fährt zunächst mit der Seilbahn auf den Morro da Urca.

    Obwohl es Wochenende war, kamen wir recht schnell zu unseren Tickets. Es gab keine Warteschlange. Geärgert habe ich mich nur, dass ich keinen Ausweis mithatte, denn ab 60 bekommt man das Ticket fast um die Hälfte günstiger. Friedrich hatte eine Kopie seines Passes mit. Egal, der Ärger war schnell verflogen. Gestern hat man mir mein Alter so abgenommen. Ich sollte es als Kompliment auffassen. :ttwisted

    Wir hatten Glück und brauchten auch nicht auf die Seilbahn zu warten, denn es kam sofort eine und wir kamen ohne Wartezeit mit.

    Auf dem 3. Bild sieht man den Vermelha-Strand.

    Vom Morro da Urca starten Hubschrauber zu einem Rundflug.

    Gestern habe ich mit einem Foto der Christusstatue aufgehört, heute fange ich damit an. Als wir aufgestanden sind heute morgen sahen wir den blauen Himmel. Es wird ein schöner Tag werden, davon waren wir überzeugt.

    Heute sollte es zunächst zum Zuckerhut gehen, aber wir wollten keine Tour buchen, sondern auf eigene Faust losziehen. Im Hotel meinte man zwar, wir sollten uns ein Taxi dorthin nehmen, da es nicht so einfach wäre, den richtigen Bus zu bekommen, aber das wollten wir nicht.

    Das Bussystem ist relativ einfach. Es gibt ein System BRS 1, BRS 2, BRS 3 etc. Diese haben verschiedene Haltebuchten. BRS = Bus Rapid System unter diesen Systemen fahren Busse zu den diversen Stationen, natürlich haben diese Linien jeweils eine Nummer. Außen am Bus steht der Fahrpreis angeschlagen. Man bezahlt beim Fahrer, manchmal gibt es auch einen Kassierer. Man muss dem Busfahrer durch Handzeichen zu verstehen geben, dass man mitfahren will. Will man aussteigen, so zieht man an einer Schnur im Bus.

    An vielen Haltestellen stehen die Linien angeschrieben. Ganz prima ist, es gibt auch für die Sehenswürdigkeiten in der Stadt Pictogramme. Bei den einzelnen Linien, sind die Pictogramme aufgeführt, so dass man als Tourist ganz schnell erfahren kann, welchen Bus man nehmen muss.

    Die Station am Zuckerhut heißt Urca und dorthin fährt nur die Linie 511. Das war bis gestern, denn seit heute gibt es neue Bezeichnungen. Das hat nicht nur uns etwas Kopfschmerzen bereitet, denn auch die Einwohner kamen nun nicht so richtig damit klar. Egal, wir hatten gleich 2 Einheimische, die hin und her überlegten, welcher Bus nun zum Zuckerhut fahren wird, nämlich Circular 1. Gerade als wir uns entschieden haben ins Centro zu fahren, kam nun der richtige Bus endlich an. Prima, man muss manchmal wirklich nur geduldig sein.

    Nein, kein Eisbehälter, kein Papierkorb, das hatten wir nämlich auch erst gedacht und ein Grill ist es auch nicht.
    Aber es ist ein Behälter, es wird dort was gekühlt... ;D

    Wir hatten einen supertollen Tag, ich hatte eben schon geschrieben, aber das ist weg. ;( Wir waren auf dem Zuckerhut, bestimmt 2 Stunden, so schön war es. Habe Unmengen von Bildern gemacht. Danach sind wir an den Vermelha-Strand gegangen und haben zünftig Unbekanntes vom Stand gegessen.
    Von dort sind wir ins Centro und dort ging die Post ab, überall saß man auf der Straße und die Musiker sangen und spielten und die Brasilianer sangen lauthals mit und tanzten. Das war richtig klasse.

    Mittlerweile wissen wir auch, wie das Bussystem funktioniert, gar nicht so schwierig, wenn nicht ausgerechnet heute eine neue Bezeichnung verschiedener Linien gewesen wäre. Aber wir haben alles irgendwie geschafft.

    Jetzt will ich Bilder sichern und sichten und vielleicht das ein oder andere Bild noch hochladen. Über unsere Füße sagen wir lieber nichts... sie sind einfach nur müde. :mrgreen

    Friedrich wollte nun eigentlich zurück, aber ich wollte noch nach Ipanema. Vom Fort sind es noch ungefähr 10-15 Minuten zu laufen. Der Tag war eh noch nicht zu Ende und ich dachte, es ist besser, jetzt durchzuhalten. Noch fühlte ich mich frisch.

    So gingen wir nach Ipanema und staunten auch da nicht schlecht. Ein wunderschöner Strand in einer schönen Umgebung. Wir setzen uns auf eine Bank und schauten und schauten. Auch hier gibt es eine Uferpromenade, die wir ein Stück entlangliefen. Dann kamen wir an eine Buhaltestelle und wir fuhren mit dem Bus zurück zur Copacabana.

    Auf der Rua Santa Clara fanden wir wieder ein nettes Lokal und aßen dort zu Abend.

    Ich glaube, wir haben den ersten Tag optimal genutzt. Als wir wieder auf unserem Zimmer waren, konnten wir sogar den Corcovado von unserem Fenster aus sehen.

    Viele Grüße
    Petra

    Kommentare und Grüße bitte hier hinschreiben.

    .. :ppeace

    Hier am Ende der Copacabana befindet sich das alte Fort "Forte de Copacabana". Wir entscheiden uns spontan, dass wir es besichtigen wollen. Der Eintritt kostet für uns je 3 Real, da wir über 60 sind. Das Fort wurde 1914 gebaut. Kanonen, Lagerräume und pfiffige Anlagen, wie man die Kanonen bestückte, all das konnte man besichtigen, es gibt ein Museum und eine Dia-Show.

    Von hier aus hatte man wieder einen schönen Blick auf die Copcabana und den Zuckerhut.

    So gesättigt schlendern wir nun die Rua Santa Clara entlang, bis wir die Copacabana erreichen. Wow, immer noch schön der Anblick. Es sind viele Menschen da, es ist ja auch Freitag, das Wochenende naht.

    Das Wetter ist prima, heiß, aber es weht ein angenehmer Wind.

    Wir wollen zum Wasser. Damit sich keiner die Füße im heißen Sand verbrennt hat man Wasserschläuche mit Löchern verlegt, die einen schmalen Gang fast bis zum Meer nass halten. Eine tolle Idee. Der Sand ist weiß und der Strand ist sauber. Diese Ecke ist voll mit Touristen, die sich hier vergnügen wollen. (wir sind ja auch da!)

    Der Strand der Copacabana ist ungefähr vier Kilometer lang. Ich weiß nicht wieviel davon wir heute abgelaufen sind, jedenfalls jede Menge. es macht Spaß am Wasser entlangszulaufen. Ich passe einige Male nicht auf, weil ich gerade was fotografieren wollte, Friedrich ruft noch: Vorsicht und schon erwischte mich die Welle. Aber, es wird nur der linke Schuh nebst Socken nass.

    Irgendwann gehen wir wieder hoch und setzen uns in eines der vielen Strandcafés.
    Wir sind durstig und wollen ein Tonic Wasser trinken. Als ich probierte, verzog ich nur den Mund, es war Schweppes Citrus, also eine stinknormale süße Limonade. Ich tauschte die zweite Flasche um, denn diese war noch nicht geöffnet und nahm lieber ein Wasser. Die angefangene Limonade trank Friedrich weiter.

    Bild 3: Preisfrage, was ist das? Wofür wird es genutzt?

    Nach der Pause liefen wir nun "oben" auf der Uferpromenade weiter. Irgendwann merken wir, dass wir von mehreren Jugendlichen doch recht ungeschickt "begleitet" werden. Wir bleiben ein paar Mal stehen und beobachten, dass sie sich abwechseln und es immer wieder schaffen, dass mehrere in unserer Nähe sind. Das wird uns zu bunt, denn wir haben schon von den Jugendbanden gelesen, die harmlose Touristen ausrauben.

    Wir gehen wieder an den Strand, eine Brasilianerin hat das beobachtet und sagte uns, dass wir gut daran täten, diesen Weg zu gehen, die Jungs sind bekannt. Na gut, wir haben nicht viel mit auf den Spaziergang genommen, aber es ist ein blödes Gefühl.

    Auf der Rua Santa Clara sahen wir ein Straßenlokal und machten dort unsere Mittagspause. Ich bestellte uns Arroz et feijao con dois ovos. (Reis mit Bohnen und Eier) Das kenne ich noch von meinem ersten Rio-Besuch 1972. Es hat geschmeckt, man wird satt und es ist sehr günstig! Zum Wachbleiben gab es dann eine Cola. Das Eis im Glas ließen wir zurückgehen. Es wird per Fahrrad in einem offenen Plastiksack angeliefert. Unsere Mägen werden dankbar darüber sein. :ttwisted
    Übrigens, das Gericht auf dem Bild im Lokal sieht etwas besser aus, als das, was ich bekommen habe.


    Untergebracht sind wir im Hotel Mirador, bisher haben wir noch nicht viel gesehen. Das Zimmer ist prima und der Internetanschluss klappt und ist sogar schnell. Es soll hier eine TOP-ROOF-Bar geben, die schauen wir uns gleich an, erst gibt es jetzt eine Dusche und wir räumen unsere Sachen ein wenig.

    Ach so, ein Begrüßungsbier haben wir natürlich schon getrunken: ein Cerpa, es war zwar ein wenig früh dafür, aber wir mussten unbedingt Rio begrüßen. Vom Zimmer können wir auf den Corcovado schauen, der im Moment von Wolken/Nebel verhüllt ist.

    :pprost

    Fortsetzung folgt!

    Nun sind wir gerade in Rio de Janeiro angekommen. Es ist wunderbar warm, nämlich so um die 28° C (im Schatten!)

    Der Flug war ein reiner Nachtflug, also gab es nicht viel zu sehen. Wir hatten eine nette Crew, das Essen war sehr lecker (wir hatten beide vegetarisch bestellt, für mich ovo-lacto, für Friedrich asiatisch und der Wein hat auch geschmeckt.

    Der Flug war teilweise sehr, sehr unruhig, da habe ich doch an Anjas letzten Flug gedacht, ich habe mich fester angeschnallt und habe weiter gedöst und gehofft!

    Selbst die Flugbegleiter meinten, dass sie solch einen Flug noch nicht gehabt hätten und sie seien oft in der Luft. So schlimm fand ich es nicht, aber es hat gereicht.

    Der Pilot war gut, er meinte: wir fahren ja nicht auf Schienen und ein wenig Schaukelei gehöre ja wohl zu jedem Flug, damit müsse man immer rechnen.

    Dei Einreise verlief entspannt, die Koffer kamen schnell, nur beim ersten Umtausch haben sie vom "Lebendigen" genommen. Das ist eine Unverschämtheit gewesen. Egal, so ist es, es gab keine andere Möglichkeit.

    Dafür sind wir nicht mit dem Taxi zum Hotel gefahren, sondern haben den Premium-Bus genommen, Nr 2018 zu 14,65 BRL das ist um die 5 Euro. Wir werden nachher mal schauen, wie der Wechselkurs nun wirklich ist.

    Der Bus war klimatisiert und er hat uns in der Nähe des Hotels rausgelassen. Maxi, wir sind auch an Deinem Hotel vorbeigefahren. :mrgreen

    Da wir keine große Lust hatten, in die Stadt zu fahren, sind wir einfach schon zum Gate gegangen.
    An der Snackbar am Abflugsgate gönnten wir uns ein Radeberger und ein Sandwich. Da machten wir dannschon die ersten Bekanntschaften mit einem Japaner und 2 Brasilianern. Das war lustig!

    Der Japaner spricht kein englisch geschweige denn deutsch sondern nur portugiesisch, was wir jedoch nicht können, die Brasilianerin spricht ein wenig englisch. Dei Bedienung in der Snackbar ist Rumäne und kommt aus der Nähe von Bucharest.

    Das war schon mal der Anfang unserer Reise. Wir werden wohl auch Internet an Board haben, aber ich denke, ich werde es nicht nutzen, mal schauen.

    Bis morgen viele Grüße
    Petra

    Hallo,
    nachdem wir im Januar 2015 unsere Südamerikareise so abrupt unterbrechen mussten, starten wir nun einen zweiten Versuch. siehe hier: Unfall auf der Osterinsel

    Die Route wird folgendermaßen aussehen
    :
    -> Flug nach Rio de Janeiro
    -> Flug nach Santiago de Chile
    -> mit dem Auto nach Antofagasta
    -> mit Bussen in die Atacamawüste, Iquique, Putre und Arica
    -> weiter geht es per Bus und Zug nach Peru Arequipa, Titicacasee, Cusco, Machu Picchu
    -> von dort fliegen wir nach Lima
    -> mit dem Flugzeug wieder nach Rio und von dort nach Hause

    Die erste Flugstrecke Hannover Frankfurt haben wir schon geschafft. Jetzt warten wir auf den Weiterflug (auch mit Lufthansa) nach Rio de Janeiro.

    Hier ein paar Bilder vom Frankfurter Flughafen. Wir mussten das Terminal wechseln. Mit der Monorail geht das zwar recht bequem, aber die Wege sind ganz schön weit.

    Hier die Links zu den weiteren Berichten dieser Reise:

    Live aus Südamerika - 2. Teil Chile
    Live aus Südamerika - 3. Teil Peru

    Kommentare zu dieser Reise findet Ihr hier!



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