Beiträge von Petra

    Die Fahrt durch den Beagle Kanal war sehr schön. Immer wieder sahen wir Gletscher, die bis an das Wasser reichten. Auf diesem Bild hier gab es noch einen Wasserfall dazu.

    Wir ließen den Abend bei einem Cocktail Special of the Day ausklingen (Pisco sour) und spielten ausgiebig Doppelkopf. Das Glück war dieses Mal Therese hold, die pausenlos gewann.
    Das war´s für heute
    viele Grüße
    Petra

    Zurück zur unteren Sesselliftstation nahmen wir einen anderen, aber keinesfalls besseren Weg. Es gab sogar einige Lokalitäten, die geöffnet hatten. Dort probierte Friedrich ein Cape Horn Bier, es ist ein dunkles Stark-Bier. Ich nutze das WIFI und lud den letzten Bericht hoch. Mein kleines Laptop hatte ich nämlich mitgenommen.

    So verschnauften wir eine Stunde, was ich auch dringend brauchte. Für die Wanderung haben wir 3 Stunden benötigt. (Ich verrate mal, dass ich heute, am nächsten Tag ordentlich meine Waden merke, denn solche Touren mache ich nicht oft!)

    Es ist jedoch eine wirklich schöne Alternative, wenn man keinen Schiffsausflug machen möchte.

    Daher machten wir uns auf den Weg zum Glacier Martial. Ein Wanderweg oder ein Bus führt zu der in 7 Kilometern gelegenen Sesselliftstation. Die Fahrt mit dem Sessellift kostet 16 USD. Von dort aus gibt es wieder schöne Wanderwege in die Berge mit toller Sicht auf den Beagle Kanal und Ushuaia. So stand es in den Reiseführern.

    Es gab jedoch weder einen Bus zu Station hinauf, geschweige denn einen funktionierenden Sessellift. Seit über einem Jahr gibt es die nicht mehr. Die Liftanlage ist total veraltet und wird wohl auch in naher Zukunft nicht mehr repariert.

    So blieb uns nur noch ein Taxi übrig, denn nachdem wir unsere Zeit durchgerechnet hatten, die uns verblieb, entschieden wir uns dafür. Wir bezahlten 100ARS zu viert und als wir die Stecke sahen, um zur Liftstation zu kommen, waren wir froh, dass wir es nicht zu Fuß gemacht hatten. So schön war der Weg nun nicht und außerdem auch ziemlich steil.

    Dann folgte ein schweißtreibender Weg nach „oben“, den wir zu Fuß gehen mussten. Obwohl es nur ca. 4° C war, kamen wir ins Schwitzen und meine Pumpe ging auf Hochtouren. Dennoch lohnt sich dieser Aufstieg, denn es erwartete uns ein wunderschöner Blick.

    Am Montagmorgen gegen 7 Uhr erreichten wir nach 139 nautical miles Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, die zu Argentinien gehört. Schon der Blick von unserem Zimmer fesselte uns. Schneebedeckte Berge und die Außentemperatur betrug nur wenige Grad über Null. Daher zogen wir uns warm an. Im Vorfelde hatten wir uns schon überlegt, was wir anstellen wollen. Ushuaia gilt als langweilige, triste aber bunte Stadt. Therese wollte gerne die Pinguine sehen, aber Pinguine fischen den ganzen Tag draußen im Meer und kommen erst gegen 16 Uhr an Land, es sei denn sie brüten gerade. Aber die Brutzeit ist vorbei und so liefen wir Gefahr, keine Pinguine zu sehen, da wir ja schon um 15:45 wieder an Board sein mussten.

    Um zu den Pinguinen hinzukommen, hätten wir außerdem eine mehrstündige Bootsfahrt auf dem Beagle Kanal unternehmen müssen. Ich war jedoch froh, dass wir mal wieder Land unter den Füßen spürten.

    Der Kapitän meinte es gut mit uns, wir blieben eine ganze Weile vor Ort. Zum ersten Mal trafen wir ein anderes Kreuzfahrtfahrt, es war die Golden Princess, die uns entgegenkam.

    Auf dem 2. Bild sieht man das Denkmal, von Jose Balcells, das 1992 in Gedenken an die 10.000 Seeleute, die hier ihr Leben verloren, errichtet wurde. Es zeigte einen stilisierten Albatross. Leider ist die Hälfte am 10.11.2014 schon abgefallen und wartet auf Restaurierung. Der Wind war einfach zu stark.

    Für uns geht die Fahrt jetzt weiter durch den Beagle Kanal. Morgen um 7 Uhr werden wir in Ushuaia sein.

    Viele Grüße
    Petra

    Um halb vier trafen wir uns mit Therese und Ludger in unserer Kabine, denn nun näherten wir uns dem Kap Horn. Für uns alle ein Höhepunkt auf dieser Schiffsreise.Das Wetter war grandios, allerdings nur noch 4°C, was allerdings nicht normal war. Im Januar beträgt die Lufttemperatur wie auch die Wassertemperatur konstant ca. 8°, im Juli nur 5°. Es wird selten wärmer als 12-13°. An 280 Tagen im Jahr regnet es aber. Wir haben hier mitbekommen, wie sich das Wetter innerhalb von Minuten ändern kann. Mal lag das Kap Horn im Nebel, in der nächsten Minute klarte es wieder auf und die Sonne schien.

    Kap Horn ist eine Landspitze auf der Insel Hornus, die zu Chile gehört und man sagt, dass es der südlichste Punkt von Südamerika sein, wenn man nicht die noch südlicher liegenden Diego-Ramirez-Insel sowie die Sandwichinseln dazurechnet.

    Die Entdeckung des Kap Horns wird dem niederländischen Seefahrer Willem Shouten zu gerechnet, der 1616 das Kap Horn entdeckte. Shouten kam aus der Stadt Hoorn und daher wurde diese Landspitze nach seiner Heimatstadt benannt.

    Die Winde am Kap Horn sind tückisch, hier trifft der Atlantik und der Pazifik zusammen, die Umrundung waren früher gefürchtet und es heißt auch, dass hier der größte Schiffsfriedhof der Welt ist. Über 800 Schiffe liegen vor Kap Horn im Meer.

    Von all dem bekamen wir nichts mit, die Sonne schien und das Meer war ruhig ließ uns die Umrundung des Kap Horns genießen.

    Am 10. und 11. Januar hieß es: At Sea – es lagen 857 nautical miles zwischen Puerto Madryn und dem südlichsten Punkt Südamerikas, dem Kap Horn, dazu schreibe ich später noch mehr, denn so richtig ist das eigentlich nicht.
    Wir ließen es uns gut gehen, Langeweile hatten wir nicht. Einmal gingen wir ins Theater, es wurde gezeigt, wie man den argentinischen Tango richtig tanzt. Man konnte sogar mitmachen. Wir haben aber lieber nur ein Weilchen zugeschaut. ;) Hatte ich schon geschrieben, dass wir in Iguazu eine Deutsche kennengelernt haben, die jedes Jahr für 6 Wochen nach Buenos Aires fliegt, nur um Tango zu tanzen? Da muss ja was dran sein.

    Das Essen an Board ist fantastisch, wir lesen, spielen Tischtennis und spielen mit unseren Freunden Doppelkopf. Da geht die Zeit schnell herum. Zwischendurch müssen wir auch immer wieder essen...

    Es ist kühler geworden, so um die 12° und außerdem gibt es einige Wellen, die manchen auf dem Schiff zu schaffen machen. Wir haben Glück, ich habe mein Sea-Band angezogen und damit geht es ganz gut. Ludger wurde auch zwischendurch mal blass um die Nase, aber nach einem Mittagschläfchen hatte er sich auch wieder gefangen.

    Bei frisch ging es eher darum, ob roh oder gekocht, oder gebraten etc... Maxi, das was Du im Supermarkt oder sonst wo im Laden kaufst, ist oft schon 4 Wochen alt. Und dann sagt man immer noch frisch dazu... ;)

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