Um halb vier trafen wir uns mit Therese und Ludger in unserer Kabine, denn nun näherten wir uns dem Kap Horn. Für uns alle ein Höhepunkt auf dieser Schiffsreise.Das Wetter war grandios, allerdings nur noch 4°C, was allerdings nicht normal war. Im Januar beträgt die Lufttemperatur wie auch die Wassertemperatur konstant ca. 8°, im Juli nur 5°. Es wird selten wärmer als 12-13°. An 280 Tagen im Jahr regnet es aber. Wir haben hier mitbekommen, wie sich das Wetter innerhalb von Minuten ändern kann. Mal lag das Kap Horn im Nebel, in der nächsten Minute klarte es wieder auf und die Sonne schien.
Kap Horn ist eine Landspitze auf der Insel Hornus, die zu Chile gehört und man sagt, dass es der südlichste Punkt von Südamerika sein, wenn man nicht die noch südlicher liegenden Diego-Ramirez-Insel sowie die Sandwichinseln dazurechnet.
Die Entdeckung des Kap Horns wird dem niederländischen Seefahrer Willem Shouten zu gerechnet, der 1616 das Kap Horn entdeckte. Shouten kam aus der Stadt Hoorn und daher wurde diese Landspitze nach seiner Heimatstadt benannt.
Die Winde am Kap Horn sind tückisch, hier trifft der Atlantik und der Pazifik zusammen, die Umrundung waren früher gefürchtet und es heißt auch, dass hier der größte Schiffsfriedhof der Welt ist. Über 800 Schiffe liegen vor Kap Horn im Meer.
Von all dem bekamen wir nichts mit, die Sonne schien und das Meer war ruhig ließ uns die Umrundung des Kap Horns genießen.