Hallo zusammen
So. Da bin ich wieder! 
Der Rückflug hat sich noch ganz schön gezogen. Vor allem, wenn man auf dem ersten Flug zwei Schniefer hinter sich sitzen hat und auf dem zweiten Flug 15 quengelnde Kinder ... Aber: Wir haben es geschafft und sind gestern gegen 7 Uhr am Flughafen München gelandet.
Ab Kota Bharu habe ich mich ja nicht mehr gemeldet. Ich denke schon, Heike, dass das DAS Kota Bharu war. Denn auch wir wurden dort beäugt wie sonst was und so richtig wohl gefühlt haben wir uns dort nicht. Wie ja schon geschrieben, war alles so "alt" und auch irgendwie "düster" und die Leute eigenartig. Für mich ist die Stadt ein Loch, in das man nicht unbedingt muss. Es war zwar mal total interessant, das zu sehen und ich will es auch nicht missen. Aber noch einmal würde ich da nicht hinfahren. Die Leute dort sind einfach "anders".
Danach sind wir an den Tasik Kenyir gefahren. Leider war das Hotel nicht annähernd so, wie die Homepage versprach. Auf der Homepage stand was von tollem 5-Sterne-Hotel und alles sah so schön aus. Dort angekommen, war alles total heruntergekommen. Die Anlage wurde vor 15 Jahren gebaut und seitdem nichts mehr dran gemacht. Überall lag Müll herum – von den Touristen der letzten Jahre, nichts wurde eingesammelt. Generell schien es, als würden die Angestellten keine Lust auf das Hotel haben. Die Hütten waren an sich sehr schön, aber eben schon total abgewohnt, die Vorhänge waren voller Schmutz von darauf zerdrückten Tieren (teilweise aber so groß, dass vermutlich große Spinnen dort zerschlagen wurden etc.). Die Handtücher waren dreckig, als wären sie schon mal benutzt worden usw. Unter der Balkon- und Haustür waren so große Spalte, dass da auch Schlangen reinkommen hätten können und die Balkontür ließ sich nicht abschließen, hätte also jeder rein gekonnt (kein Safe vorhanden). Das Abendessen war Büffet (50 km rundherum gab es keine Alternative), alles kalt. Reis, Nudeln, Beef, Chicken … nichts genießbar. Wir entschieden uns dann kurzerhand, aus zwei Nächten nur eine zu machen und reisten am nächsten Tag ab. Schade, denn die Idee, die dahinter steckt, ist einfach genial. Aber wenn man nichts dafür tut, dann sieht es so aus wie es eben aussah.
Danach sind wir dann mit div. Stopps nach Kuantan gefahren, dort ins Hyatt Regency Hotel. Das Hotel war wieder sehr schön und wir haben es uns am Strand gutgehen lassen und auch noch ein bisschen was unternommen. Dort konnten wir dann auch jeden Tag ein tolles Feuerwerk bestaunen, scheinbar kostet das dort nichts, außerdem war ja das Ende des Ramadans angesagt, dann eine Hochzeit, dann war der Sultan in der Stadt … jeden Tag ein neues Ereignis. 
Ja und dann ging es wieder nach Hause. Wir haben so viel erlebt, dass ich das hier alles gar nicht schreiben kann, das wäre einfach zu viel. Aber für Interessierte gibt es ja dann bald wieder einen ausführlichen Reisebericht zu lesen, auch mit unseren alltäglichen Highlights und lustigen Erlebnissen. 
Alles in allem muss ich sagen: Es war eine äußerst interessante Reise in ein Land voller Kontraste.
Die Westküste ist größtenteils in chinesischer Hand und dort gibt es auch viel zu sehen, die Leute sind aufgeschlossen und sehr freundlich und man fühlt sich einfach wohl dort. Auf Penang hat es uns sehr gut gefallen, obwohl vorher so viele erwähnt hatten, dass das nichts wäre. Für uns nicht nachvollziehbar, aber jeder hat eben andere Ansichten und Interessen. Dort wurden wir freudestrahlend begrüßt, es wurde sich mit uns unterhalten, es wurde einfach alles dafür getan, dass es uns dort gefällt. Die Ostküste war dann das komplette Gegenteil. Ab Kota Bharu sah man nur noch Frauen mit Kopftuch (wogegen ich nichts habe, aber an der Westküste sah man fast keine damit). Wobei dort die Frauen die Geschäftsleute sind und sich die Männer im Hintergrund halten. Dennoch ist dort alles einfach zu 100 % muslimisch und auch die Einstellung. Dort scheint die Zeit vor Jahrzehnten stehen geblieben zu sein und die Leute scheinen das auch nicht ändern zu wollen. Freundlichkeit gibt es dort nicht wirklich, die Leute sagen gar nichts, gucken böse (aber nicht nur uns gegenüber, sondern auch generell) und leben einfach in den Tag hinein. Die Leute sind faul und haben zu nichts Lust. Das haben wir dort immer wieder gespürt. Auch muss man sagen, dass die Leute dort irgendwie „dumm“ sind. Rechnen ist nicht ihre Stärke, teilweise mussten wir in Lokalen beim Bezahlen den Leuten mitteilen, was sie uns rausgeben müssen, weil sie es selber nicht schafften! Das war anfangs noch ganz witzig, aber beim fünften Mal nervte es dann irgendwie. Dann wird man zuerst gebeten, 15 Minuten zu warten, bis eine Bootstour beginnt, für die man sich interessiert. Man wartet also, aber nach 15 Minuten kommt der Typ und meint, dass er jetzt doch keine Lust mehr hätte, diese Tour zu machen. Lauter solche Sachen. Dabei hätte er doch einiges damit verdient; aber wohl keine Lust gehabt, wegen 4 Leuten extra los zu fahren. Das war ein wenig enttäuschend.
Mit Thailand kann man das Land wirklich gar nicht vergleichen. Diese (dort fast schon) übertriebene Freundlichkeit gibt es hier nicht. Malaysia wirbt überall damit, das Reiseland Nr. 1 in Asien werden zu wollen. Sie werben aber auch in erster Linie mit Kuala Lumpur. Doch Kuala Lumpur ist nicht ganz Malaysia und solange sich die Ostküste nicht auch auf den Tourismus einstellt und etwa offener wird, so lange wird daraus auch nichts werden.
Trotzdem habe ich die Reise sehr genossen, es war eine interessante und schöne Erfahrung und ich finde, dass man auch mal so etwas wie Kota Bharu gesehen haben muss, um das Land zu verstehen. Erst damit sieht man, wie unterschiedlich ein Land sein kann und auch, was es noch für Leben gibt. Ich bin froh, dass wir das Land endlich einmal bereist haben. Wir haben so viel erlebt, worüber wir sicher noch in 10 Jahren sprechen werden, einfach so kleine Erlebnisse des Tages, die einen prägen. Schön war auch, dass wir die Reise mit unseren Freunden erlebt haben. Zu Viert sah man vieles lockerer, was zu Zweit vielleicht anders gewesen wäre.
Und während dieser Reise entstand dann auch schon wieder die Reiseidee für nächstes Jahr, denn Südafrika werden wir jetzt doch noch einmal um ein Jahr nach hinten verschieben.
Viele Grüße von Manuela