Beiträge von Silke

    Inzwischen habe ich natürlich auch Band 8 verschlungen, den es aktuell zwar lediglich als Hardcover gibt - aber wow, es hat sich gelohnt.

    Ich will nichts verraten, sage aber: Das ist nochmal eine Steigerung an Spannung.

    Und es lässt mich jetzt etwas traurig zurück, obwohl ich mir ein bisschen schon auch vorher gedacht hatte, was geschehen könnte (nicht der Kriminalfall, sondern was mit der Hauptfigur sein könnte) ...

    Oh je, und jetzt 2 Jahre warten auf eine Fortsetzung, die es hoffentlich geben wird.

    Ach, ich lese die alle eh nochmal. :)

    Ich bin mittlerweile im 7. Fall, musste mich teilweise schon bremsen, bevor ich zu viel am Stück lese.

    Hut ab vor dem Autor. Wenn ich eine derart komplexe Geschichte entwickeln sollte, müsste ich mir wohl ein Organigramm mit all den Charakteren und Handlungssträngen an die Wand pinnen, um den großen Überblick zu behalten. Vielleicht hat er das ja auch gemacht, oder er schafft das im Kopf.

    Volker Kutscher: Die Gereon Rath Krimi-Reihe


    Erst durch die TV-Serie „Babylon Berlin“, die ich sehr verspätet für mich entdeckt habe, bin ich auf die zugrundeliegende Krimi-Buchreihe von Volker Kutscher gestoßen. Tja, und was dann passierte, hatte ich noch nie:

    In Windeseile habe ich mich durch die acht (!) Bände gelesen, konnte kaum aufhören, da der Spannungsbogen zwischen den Kapiteln

    nie abreisst und sich die komplexen Handlungsstränge immer wieder in überraschende Richtungen entwickeln.

    Da ich die 3 Serien-Staffeln ja bereits kannte, überraschte mich der erste Band "Der nasse Fisch" vor allem dahingehend, dass er in vielem

    sehr anders ist als die TV-Serie, die mit Zustimmung des Autors viel freie Hand in der filmischen Umsetzung hatte und diese auch genutzt hat (und dies hervorragend - aber das ist ein anderes Thema).

    Also, ich kann es vorweg sagen:

    Wer die TV-Serie kennt, muss nicht befürchten, die Bücher erzählten 1:1 dieselbe Geschichte. Mitnichten.

    So gibt es auch einige Charaktere nur im Film, manche nur im Buch, manche sind im Roman lediglich Randfiguren oder heißen anders etc.

    Ich möchte hier keine Inhaltsangabe aller bisherigen Bände liefern - das führte zu weit und das kann man auch anderswo nachlesen.

    Darum hier jetzt einfach etwas von mir zum Einstieg in die Buchreihe:

    Die Bücher spielen in den Jahren ab 1929 in der Weimarer Republik und setzen sich jährlich fort – und ja, wir wissen heute,

    wohin die politische Entwicklung führte, die Protagonisten jedoch nicht. Sie leben in ihrer Gegenwart, können lediglich mutmaßen,

    glauben, hoffen (so wie wir heute auch …).


    Band 1: Der nasse Fisch

    Die Hauptfigur, Kriminalkommissar Gereon Rath, wurde infolge eines tödlich verlaufenen Polizeieinsatzes mit Hilfe des Einflusses

    seines Vaters von Köln nach Berlin versetzt. Dort ist er zwar zunächst lediglich der „Sitte“ unterstellt, möchte aber um jeden Preis wieder

    für die Mordkommission arbeiten. So ermittelt er neben seiner normalen Arbeit dann erstmal heimlich „nebenbei“, also ohne dienstliche Befugnis,

    auf eigene Faust im Fall eines Leichenfunds im Landwehrkanal, der sich zu einem äußerst komplexen Kriminalfall entwickelt, stößt Rath

    im Verlauf seiner Ermittlungen doch auf Verbindungen zu umstürzlerischen Exilrussen, Waffenschmuggel entgegen der Versailler Verträge, zum

    organisiertem Verbrechen und einem mysteriösen Goldschmuggel. Dabei verliebt er sich in die Stenotypistin Charly aus der Mordkommission

    und nutzt deren Insiderwissen für seine geheimen Ermittlungen, bei denen er sich in die kriminellen Machenschaften der Berliner

    Unterwelt verstricken lässt. Schließlich muss er sich fragen, was ihm wichtiger ist: Seine berufliche Karriere, die Wahrheit oder seine Liebe zu Charly …

    Was Band 1 der Krimi-Reihe ausmacht, gilt ebenso, wenn nicht noch mehr, für die folgenden Bände:

    Die Story ist sehr gut und spannend erzählt, intelligent, komplex und gekonnt eingebettet in den geschichtlichen Kontext. Einige Personen wie z.B.

    den Leiter der Berliner Mordinspektion, Ernst Gennat („Der Buddha“) oder den Kellner Bayume Mohamed Husen (im 4. Fall) gab es tatsächlich.

    Die Hauptfigur Gereon Rath ist weder im Polizeialltag noch privat ein perfekter Held, sondern hat auch Schwächen und Macken, die ihn als

    Charakter aber sympathisch machen. So verstößt er zum Beispiel oft und gerne gegen Regeln, nimmt es mit der Wahrheit nicht immer so genau,

    ist oftmals unbeherrscht, vertuscht eine eigene Straftat, bringt aus eigenem Rechtsempfinden einen Mord auch mal nicht zur Anklage und in

    seiner Beziehung zu Charly handelt er auch oft unglücklich. Aber natürlich hat er auch gute Eigenschaften, u.a. seinen Humor und seinen Sinn

    für Gerechtigkeit. Man fragt sich manchmal beim Lesen, ob man jetzt dringender wissen will, wie es mit dem Kriminalfall weitergeht

    oder wie mit der Beziehung zu Charly.

    Weiter möchte ich nicht ins Detail gehen, aber ich kann als Fazit sagen:

    Es bleibt in den folgenden Bänden weiter spannend, es bleibt komplex, die Lösungen der Kriminalfälle sind kaum vorhersehbar und die

    beruflichen, privaten und politischen Entwicklungen umdie Hauptfigur Gereon Rath bleiben stets ein Spannungsfeld.

    Diese Buchreihe ist ein echter Pageturner und wärmstens zu empfehlen!


    Die Bände im Einzelnen:

    Der nasse Fisch. Gereon Raths 1.Fall

    Der stumme Tod. Gereon Raths 2. Fall

    Goldstein. Gereon Raths 3. Fall

    Die Akte Vaterland. Gereon Raths 4. Fall

    Märzgefallene. Gereon Raths 5. Fall

    Lunapark. Gereon Raths 6. Fall

    Marlow. Gereon Raths 7. Fall

    Olympia. Gereon Raths 8. Fall


    Ich hab mal wieder ein sehr gutes Buch gefunden und gelesen, das ich hier empfehlen möchte:


    Giesbert, Franz-Olivier: Ein Diktator zum Dessert


    Trotz ihrer stolzen 105 Jahre betreibt Rose ein Restaurant in Marseille und ist sowohl in Gedanken als auch in Taten noch ungewöhnlich fit. Nun schreibt sie ihre Memoiren und erzählt ihre ganz persönliche Reise durch die oft blutige europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

    Geboren 1907 am Schwarzen Meer muss sie als kleines Mädchen den Völkermord an den Armeniern hautnah miterleben. Nur mit Glück kann sie ihr Leben retten und gelangt nach Frankreich, begleitet von ihrer kleinen Freundin, der Salamanderdame Theo, die für Rose Heimat, Familie, Gewissen und Gegenstück zugleich ist.

    Ihr Leben bleibt dennoch zunächst ein beständiges Auf und Ab, ein Fallen vom Regen in die Traufe, ein Kampf ums Überleben. Doch nie verliert Rose ihren Lebensmut, der von ihrem unerschütterlichen Glauben „an die Macht der Liebe, des Lachens und der Rache“ immer wieder neu genährt wird. Eines Tages findet sie ihre große Liebe, kommt nach Paris und eröffnet dort ein Restaurant, das schon bald eines der besten der Stadt wird. Doch der zweite Weltkriegt naht und in der Hoffnung, ihre Lieben retten zu können, muss Rose sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Teufel einlassen.

    Nach Ende des Krieges kehrt sie nach Frankreich zurück, wo sie eine missglückte Racheaktion an einer Person auf ihrer „Hassliste“ zur Flucht in die USA zwingt - um einmal wieder neu anzufangen …


    Fazit:

    Ein locker geschriebener, abwechslungsreicher und stellenweise sehr humorvoller „Easy Reader“, eingebettet in die Geschichte des 20. Jahrhunderts und gewürzt mit einigen (im Guten wie im Bösen) bekannten Vertretern dieser Epoche. Dieses Buch hat wirklich Spaß gemacht!


    Hier gibt's noch mehr Buchtipps

    Danke für deinen Bericht und die schönen Bilder, Angelika! :thumbup:

    Das würde mir auch sehr gut gefallen, vor allem die vielen süßen Schnäutzelchen! <3

    Wenn nur die Fahrt dorthin nicht so weit wäre ... - da fliege ich ja schneller sonstwo hin (ok, momentan eher nicht :D).

    Und was für Bahnerlebnisse, unglaublich.

    Wir fahren nicht oft mit der Bahn. Aber wenn doch, dann ist meistens was. Ich glaube, ich werde nie wieder mit der Bahn nach FRA fahren, um pünktlich am Flughafen zu sein. Aber das ist ja erstmal auch gestrichen. - Dann vielleicht doch der Haupturlaub 2021 auf Helgoland! ^^

    Wie bekommst du die Ideen zu deinen Motiven?

    Ok - Katze, Eule, etc., da kann man drauf kommen. Aber die Art, wie du sie gestaltest, gibt es da irgendwelche Vorlagen?

    Ich hätte zurzeit kaum eine Idee, wenn ich was auf einem Stein zeichnen sollte - vielleicht ne Tastatur mit ner Kippe. :razz

    Ich arbeite zu viel, das tötet die Phantasie. :question

    Sehr schöne Reise und tolle Bilder - danke, Petra! :thumbup:

    Die Azoren wären definitiv auch was für uns, aber muss man aktuell halt alles abwarten.

    Dass ihr auf dem Flug nichts zu Essen/Trinken bekommen habt war doch aber bekannt, oder?

    Mein Wissensstand ist, dass man zurzeit nirgendwo einen Service auf der Reise geboten bekommt. Auch im Thalys gab es nichts, aber da wir davon ausgegangen sind, waren wir eingedeckt.

    Schöne Fotos, Petra! :thumbup:

    Das Fotografier-Problem beim Whalewatching kenne ich auch: das wackelige Boot, die plötzlich irgendwo auf- und wieder untertauchenden Wale - dazu habe ich auch einige Walflossen- und rücken aus Ecuador.

    Aber dass ich überhaupt mal Buckelwale gesehen habe, war für mich einfach toll.

    Habt noch eine schöne Zeit auf den Azoren!

    Ach ja, mich wundert, wie der Corona-Test dort noch so schmerzhaft in der Nase gemacht wird. Hier nimmt man ihn doch lediglich aus dem Rachen, meine ich. Unter solchen Bedingungen würde ich jedenfalls keinen freiwilligen Test machen (ich weiss, ihr musstet ja!).

    Paris ist jetzt 1 Woche schon wieder her, wir sind wohlauf - zum Glück.

    Zum Schluss noch Bilder von Les Halles, dem ehemaligen Großmarkt von Paris, der in den 70ern aus der Innenstadt verbannt wurde.

    Stattdessen ist hier nun ein riesieges, unterirdisches Einkaufs- und Ausgehzentrum auf 3 Etagen entstanden mit über 150 Läden, Kinos und einer Schwimmhalle.

    Oberirdisch ist es ganz schön gestaltet, wenn man mal vom 70er-Jahre-Oberbau von Les Halles absieht. Immerhin gibt es noch die schönen Gebäude der Église Saint-Eustache und der Bourse de Commerce.




    Les Halles:



    Viel zu schnell war's wieder vorbei, vieles wäre noch zu sehen - Paris ist eine tolle Stadt und ich denke mir: Wenn möglich, im August 2021 wieder! <3


    Abschiedsbier am Gare du Nord:



    Hier gibt es mehr Bilder und Infos zu unserem Städtetrip nach Paris

    Und er steht noch, der Eiffelturm. Auch immer wieder schön anzusehen.

    Oben auf der Plattform des Trocadéro waren ziemliche Menschenmassen und unten am Eiffelturm ist es auch leider etwas ungemütlich, ist doch aus Sicherheitsgründen wegen Terrorgefahr ein großes Areal unter bzw. vor dem Turm eingezäunt und man muss durch eine Sicherheitskontrolle gehen.

    Am Turm selber aber standen nicht viele Leute an, die hinauf wollten. wir auch nicht, da oben waren wir auch schon.




    Anderntags zog es uns in den Osten, Nordosten und Norden der Stadt. Zunächst wollten wir nochmal auf den schönen Friedhof Père Lachaise.

    Hier kann man Gräber vieler berühmter Persönlichkeiten suchen, aber das hatten wir schon, diesmal einfach nur ein Rundgang und nicht nochmal daie vergleichsweise kleine Grabstätte von Jim Morrison suchen.




    Der entlegene Stadtteil Belleville ist ein ehemaliges Arbeiterviertel, heute Multi-Kulti. Hier gibt es keine Highlights, das pure Leben halt ohne Chichi.

    Hier gibt es noch einen Männerhaarschnitt zu 8,- €, eine Bartrasur zu 5,- €. Dazu ein bisschen Graffity und Street Art.



    Das schicke Zentrum ist fern, vom Parc de Belleville aus gesehen:


    Auch zum ersten Mal waren wir am Kanal und am am Bassin de la Villette im entlegenen Nordosten von Paris.

    Mit dem angrenzenden Parc de la Vilette ist das Areal ein großes Ausgeh- und Ausflugsziel mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder.



    Hier noch einer der erwähnten "Zitat-Stühle" sowie der Springbrunnen in der Gartenanlage das Palais Royal:




    Und wie im Wechsel nun wieder ein bekannter Ort: Der Jardin des Tuileries neben dem Louvre. Auch ein sehr schöner Ort zum Verweilen.




    Über den Place de la Concorde geht's auf die Avenue des Champs-Élysées



    Noch ein kurzer Abstecher links in die Avenue Winston Churchill: Diese Gebäude hatten wir uns auch noch nie aus der Nähe angeschaut, omg!

    Grand Palais, Petit Palais und Seine-Brücke Pont Alexandre III mit Blick auf den Invalidendom, der Grabstätte Napoleons;





    Dann wieder zurück auf die Champs-Élysées. Davon braucht's kein Foto. Olle Läden halt und so. :D

    Den würdigen Abschluss bildet der Arc de Triomphe.

    Der Himmel mutet nach wie vor dramatisch an, aber seit dem Louvre hat es nicht mehr geregnet, es war heisses T-Shirt-wetter.



    Schliesslich erreichen wir immernoch fußläufig den Trocadéro, das "Einfallstor" zum Eiffelturm.

    Hier kann man sich überlegen, ob man sich da hinsetzt und 0,5 l Faßbier zu 14,- € trinkt (im Quartier Latin zur Happy Hour für 5-6,- € zu haben) oder nicht.

    Na gut, wann ist man schon mal hier. Die Klientel ist interessanterweise mehr einheimisch als touristisch.


    Wirklich erstaunlich (für mich), dass es sie nach wie vor gibt: die Bouquinisten an den Ufern der Seine.

    Ich gebe zu, ich habe bei ihnen nie wirklich gestöbert, ob in dem ganzen Wust vielleicht doch eine Perle zu finden ist.

    Aber das, was ich dort immer so gesehen habe, lässt mich doch wundern, wem das gefallen soll.

    Ich habe glaube ich auch noch nie jemanden etwas kaufen gesehen. Das Rätsel von Paris ...




    Uferpromenade an der Seine:


    Gerne frühstücken wir nach Möglichkeit in einem der zahlreichen Parks.

    Diesmal bot sich die kleine, grüne Spitze der Île-de-La-cité mal wieder an: Flugs beim Bäcker knuspriges Baguette und frische Croissants gekauft, dazu Käse und Milch - und ab zum Frühstück im Freien, in einer ruhigen, grünen Oase mitten in der Stadt, herrlich.



    Nicht viel los war am Louvre. Da waren wir aber schon mal drinne und anderes war drängender - also haben wir nicht von der Corona-Leere profitiert.

    Selber schuld. :P Den anschliessenden Gewitterschauer warteten wir dann vorzugsweise in einem nahen Café mit Capucchino und Menthe à l'Eau ab.




    Ein für uns neuer Ort: Das Palais Royal. Sehr schön, vor allem die Kugeln, die Gartenanlage und die Stühle mit den Zitaten in der Lehne.




Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!