Beiträge von Silke

    Korsikas zweitgrößte Stadt Bastia ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zumal wenn man ohnehin im Norden ist. Aufgrund des Flughafens und des Seehafens herrscht hier ein großes Kommen und Gehen von Touristen, die wenigsten verweilen und so trifft man nicht sehr viele Besucher in der Stadt.

    Einen Parkplatz zu finden war nicht so einfach, letztendlich hatten wir Glück, da genau vor uns jemand wegfuhr. So schlenderten wir dann ein paar Stündchen durch die Straßen, über den riesigen Place Saint-Nicolas zum Anleger der großen Autofähren, von dort zum alten Hafen und hinauf zur Zitadelle.

    Zum Schluss des Rundgangs genossen wir in einem der zahlreichen Cafés am Place Saint-Nicolas noch je einen Café und einen Menthe à l'eau im wohltuenden Schatten der Platanen.







    Jetzt hab ich doch glatt auch noch Algajola vergessen ... :KKopffass2

    Nicht, weil es so "Besonders" wäre, aber es ist ein wirklich sehr netter, sympathischer, kleiner Ort an der Westküste, der auf dem Weg lag und wo wir eine Pause einlegten.

    Klein, ruhig, mit schönem Sandstrand, alter Zitadelle, Restaurants - sehr schön!





    Mehr Bilder zu den bis hier beschriebenen Orten gibt es hier: Saint-Florent, Occi & Algajola

    Ziel war ein Lost Place oder genauer gesagt, ein altes Ruinendorf namens Occi.

    Durch einen dort versteckten Geocache bin ich auf diesen Ort aufmerksam geworden, musste aber nachher etwas enttäuscht feststellen, dass dort wohl auch eine Wanderroute verläuft, denn wir waren bei weitem nicht allein dort. Dann hab ich auch noch mit Entsetzen festgestellt, dass Occi sogar im kleinen Marco Polo Reiseführerals "Insidertipp" erwähnt wird, oh mann ... ::)


    Egal, die Ruinen sind sehr schön und vor allem der Ausblick ist phantastisch. - Ja, es geht ganz gut den Berg hinauf. Wir schafften es in 25 min., worüber ich ganz froh war, denn ich hatte vorher von mehr gelesen und anstrengend war es schon in der Hitze (als Ausschläfer sind wir ja nicht selten in der Mittagshitze unterwegs :ggrins:).

    Ach ja - und der Geocache wurde auch gefunden. Der war noch ein Stück weiter oben. :Zunge:







    Unser erster Ausflug ging dann am übernächsten Tag (nach 1 Tag Chillen in Saint-Florent) in Richtung Westküste, was schon ein ziemliches Gegurke ist - aber ein sehr schönes! 8)

    Zum Glück ist Max immer gefahren, so konnte ich mich wie so oft meinem Papierkram - sprich: Karten, Reiseführer, Cache-Beschreibungen - und GPS widmen, was zwar auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung während der Fahrt ist, gehört aber halt dazu, wenn man gerne nebenbei ein bisschen "Schatzsuche" betreibt.



    Wir sind ja nun auch schon wieder zurück von Korsika - so eine Woche geht einfach viel zu schnell vorüber und natürlich ist das auch viel zu kurz, um die Insel auf nur halbwegs zu erkunden. Dafür sind die Straßen viel zu schmal und kurvenreich, für 46 km kann man schon mal eine Stunde brauchen, wie wir unterwegs merken mussten.

    Dennoch haben wir viel gesehen und da es - warum auch immer!?? - unser erster Besuch auf dieser super schönen und vielseitigen Insel war, war alles neu für uns. Und ja, man kann als Fazit sagen: Wir haben eine neue Lieblingsinsel!

    Da wir eine Ferienwohnung in Saint-Florent, also hoch im Norden der Insel hatten, beschränkten wir uns auch auf diese Region, alles andere wäre zu viel geworden.

    Vielleicht hätte man von Anfang an eine Rundreise planen sollen mit Übernachtungen an verschiedenen Orten, aber das hab ich irgendwie verpennt, als ich die Wohnung in Saint-Florent gefunden hatte, die so toll zentrumsnah lag und so geräumig für uns beide war. Und außerdem haben wir in den 7 vollen Tagen vor Ort auch mal 2 genossen, an denen nicht mit dem Auto rumgefahren wurde - hurra! 8)

    Aber es war dennoch eine gute Wahl mit Saint-Florent und dem Norden und ich kann nur sagen: Wunderschön! Ganz tolle Landschaften, Berge, Küsten, Strände, Orte, Ruinen, Lost Places, Geocaches - alles da.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir wiederkommen werden!

    Saint-Florent erreicht man ganz gut mit dem Auto vom Flughafen in Bastia. wir sind zwar leider erst sehr spät nachts angekommen, haben aber den Weg problemlos gefunden - zum Glück hab ich da noch nicht so recht die steilen Abhänge und engen Straßen gesehen - hu, das ist stellenweise schon kritisch. Bessere Radwege mit Mittelstreifen - irgendwie auch wieder süß.

    Der kleine Ort liegt am Meer, hat einen Yachthafen, ein paar nette Sträßchen mit Geschäften, Cafés und Restaurants, eine alte Zitadelle, Strände in der Nähe - was will man mehr! So vom Flair her ein bisschen ein "Saint-Tropez en miniature", denn hier sitzt schon genug Geld.

    Apropos Geld - günstig ist es natürlich nicht wirklich, ist halt Frankreich. Dafür ist das, was man bekommt, i.d.R. sehr gut.

    Aber wir hatten ja eh auch eine Küche, das ist immer praktisch. Jetzt aber mal ein paar Eindrücke:






    Schöner Bericht & tolle Bilder von euch beiden! ~^^

    Nach Schottland würden wir auch gerne mal, aber mich hält das Klima bislang fern, da kann man ja auch ganz schön Pech haben - und das trau ich mir durchaus zu.
    :ffffluestern Aber in Neuseeland gab es auch vieles, das dem Schottischen landschaftlich ähnelt.

    Gibt es denn bei euch nicht mal eine Straßenunterführung unter einer Bahnline hindurch o.ä., wo man das üben könnte? :cconfused

    Bei uns braucht man das auch oft, jetzt im Urlaub hatten wir aber ein neues Auto, bei dem es nicht mehr notwendig war, sehr praktisch.

    Was ich noch zu T.C. Boyle sagen wollte:

    Er hat auch eine ganz informative Homepage, auf welcher man noch Zusatzinfos zu seinen Büchern nachlesen kann, auch Ausschnitte daraus (auf englisch natürlich), u.v.m.

    Er ist ja mittlerweile auch schon 70, war aber immer so ein bisschen ein "Rockstar" der Literatur.

    Ich habe ihn Anfang der 90er mal auf einer Leseung in Bonn gesehen und fand ihn sehr cool.

    Ich denke, ich muss noch weitere Bücher von ihm empfehlen ... :ggrins:

    T.C. Boyle - Homepage

    Endlich komme ich mal dazu, eine Rezension zu einem Roman von T.C. Boyle zu schreiben, den ich nun seit vielen Jahren schon sehr gerne und immer wieder lese!

    Darf man töten, um zu bewahren?

    Oder präziser: Ist es ethisch zu rechtfertigen, Vertreter einer massenhaft vorkommenden Spezies wahllos zu töten, um eine bedrohte Art vor dem Aussterben zu retten?

    Wer ist hier „gut“, wer „böse“?

    Dies sind die zentralen Fragen dieses Romans, in dem sich die Wissenschaftlerin und Naturschützerin Alma Boyd Takesu und der Tierschützer Dave LaJoy kämpferisch und kompromisslos gegenüberstehen.

    Objekt der Fehde sind die Santa-Barbara-Inseln vor Kalifornien (manchmal auch „Galapagos-Inseln von Nordamerika“ genannt), deren ökologisches Gleichgewicht durch menschliche Einflüsse erheblich gestört wurde, was nun durch die Naturschutzbehörde unter Almas Federführung wieder rückgängig gemacht werden soll , und zwar indem vom Menschen versehentlich oder bewusst eingeschleppte, fremde Arten auf den Inseln vernichtet werden, sprich: Ratten und verwilderte Schweine sollen getötet werden.

    Dies ruft den Tierschützer Dave auf den Plan, der zusammen mit Gleichgesinnten dieses Vorhaben zu diskreditieren, zur Not auch sabotieren bereit ist.

    Neben diesem Haupthandlungsstrang werden in zeitlichen Rückblenden die Hintergründe und Intentionen der Hauptfiguren beleuchtet und ihre jeweilige persönliche Entwicklung aufgezeigt.

    Hierbei wird es teilweise etwas detailverliebt - was typisch Boyle ist: Er erzählt halt gerne, kann das aber auch einfach exzellent und lässt seinen Figuren Zeit, sich zu entwickeln.

    Besonders eindrücklich empfand ich die Rückblende zu Daves Freundin Anise, die als Kind auf den Inseln lebte, und ihr traumatisches Erlebnis mit den Lämmern, das mir in der Beschreibung seiner natürlichen Grausamkeit so real erschien, als würde ich daneben stehen.

    Der Roman beginnt auch direkt mit einer solchen Rückblende, und zwar in die Zeit von Almas Großmutter, die damals vor den Inseln Schiffbruch erlitt. Als „Intro“ vielleicht einen Tick zu langatmig, dennoch gekonnt erzählt.


    Mein Fazit:

    Ein starkes Buch mit der von T.C. Boyle gewohnten sprachlichen Kraft und Ausdrucksstärke, das thematisch bestens in die heutige Zeit des beschleunigten Artensterbens und irreparabler Naturzerstörung passt und gut zu lesen ist.

    Lediglich mit der Übersetzung des Titels bin ich nicht ganz eins: Das Wort „Schlachten“ kommt mir hier zu reißerisch daher, der Original-Titel lautet „When the Killing‘s Done“ – also „Töten“ hätte es m.E. besser getroffen.

    Aber egal – meine Leseempfehlung! :thumbup:

    Ich hab jetzt noch ein bisschen in den Soundtrack zum Film reingehört, denn da ist schon das eine oder andere ziemlich gute Stück dabei, wie ich finde, z.B. folgendes (man muss es sich jetzt am Besten mit Bildern vom australischen Outback vorstellen - sehr stimmig!).

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    „Mystery Road - Verschwunden im Outback“ ist eine zurecht preisgekrönte, australische Mini-Serie von 2018.

    Die Folgen 1-3 waren bereits vergangenen Donnerstagabend im Fernsehen auf arte zu sehen, die Folgen 4-6 werden dort am kommenden Donnerstag, den 06. Juni, gezeigt.

    ABER: Die Serie ist bis 28.06.2019 in der arte Mediathek zu sehen (wo ich sie schon bis zum Ende gesehen habe) –

    und ich kann diese nur wärmstens empfehlen - es gibt eine Menge Rätsel, offene Fragen und Spannung bis zum Schluss. Dazu tolle Darsteller und schöne Bilder vom Outback.


    Worum geht’s?

    Ein Kaff im Outback, eine riesige Rinderfarm, zwei im Outback verschwundene Saisonarbeiter.

    Dies ist die Ausgangslage für Senior Sergeant Emma James und den zur Unterstützung hinzugezogenen Aborigine Detective Jay Swan (beide Hauptdarsteller übrigens super!). Was zunächst eher trivial anmutet, wird im Zuge der Ermittlungen immer mysteriöser und komplexer – da gibt es noch einen zehn Jahre zurückliegenden Vergewaltigungsfall, ein Kind ohne Vater, falsche Identität, Drogengeschäfte und das immer wieder sichtbare Konfliktpotenzial zwischen Aborigines und Weißen …

    Das Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen (schon etwas älteren) Protagonisten fand ich sehr toll, ebenso aber auch etliche Nebencharaktere, darunter zahlreiche Aborigines. Die stimmungsvolle Musik in Verbindung mit den Landschaftsaufnahmen (u.a. tolle Drohnenaufnahmen schon direkt am Anfang der 1. Folge) sorgt für das besondere Flair dieses Krimis.

    Ich fand diese Mini-Serie sehr spannend und habe sie an 2 Abenden hintereinander gesehen.

    Drei Folgen am Stück zu sehen fand ich allerdings auch ganz schön tough, denn sie dauern jeweils ca. 50 min. und es ist dann schon viel ...

    Ich konnte aber einfach nicht aufhören – das ist mir zuletzt bei der Miniserie „True Detective“ so ergangen (Claudi wird sich erinnern). 8)

    Lange Rede, kurzer Sinn: Sehr sehenswert! :thumbup:

    https://www.arte.tv/de/videos/0849…im-outback-1-6/

    Das ist ja wie das hebräische Alphabet, wo jedem Buchstaben ein Zahlenwert zugeordnet ist.

    Das finde ich sowieso ziemlich faszinierend, darum geht es u.a. auch in den Film "Pi":

    Darin wurden einige Beispiele genannt, z.B. entspricht das hebräische Wort "Vater" dem Zahlwert 3, "Mutter" dem Zahlwert 41 und "Kind" ... naaa? ...

    44.

    Vielleicht auch eine interessante Foto-Kategorie?

    Statuen und Denkmäler gibt es ja überall - nicht immer unbedingt schön oder wenigstens kreativ, aber das liegt ja immer im Auge des Betrachters.

    Aber ich dachte gerade: Wohin mit dem (wie ich finde) genialen "inneren Schweinehund" aus Bonn? - Darum hier jetzt.

    Zwei inzwischen leider nicht mehr so gut leserliche Inschriften am Sockel der Statue geben folgende, nähere Infos zu Idee und Hintergedanke:


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    “MEIN INNERER SCHWEINEHUND - EIN HAPPENING IN EUROPA

    Skulptur, die in 20 europäischen Städten aufgestellt ist


    DER INNERER SCHWEINEHUND


    ART: Tier mit Instinkten niedrigster Art

    UNTERSCHLUPF: In dir und in mir, d.h. in jedem einzelnen Individuum des Homo Sapiens


    WACHSTUMSBEDINGUNGEN:


    Wächst sich gross, wenn Menschen Opfer der Gewalt, der Erniedrigung und respektloses Verfahrens werden

    BETRAGEN:


    Greift die ethische Wertgrundlage des Menschen an, so dass Rassismus, Fremdenhass und Intoleranz die Übermacht bekommen.

    VERBREITUNG:


    Kann völlig die Macht über den einzelnen Menschen, über soziale Gruppen und im Extremfall über ganze Bevölkerungen nehmen.

    DARF NICHT GEFÜTTERT WERDEN

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