Beiträge von Silke

    Eben darum ... ;)

    Aber konventionelle Namen finde ich manchmal auch nicht doll.
    Ein bisschen Fantasie und was Neues finde ich grundsätzlich nicht schlimm, aber alberne Namen sind dann schon doof.
    Von daher geht z.B. Legolas ja noch, finde ich. Das ist zwar aus einem Roman, aber kein alberner Name oder Charakter.

    Ja, das hab ich auch schon gelesen, das klingt ja zumindest theoretisch erstmal sehr gut - hoffentlich kann es auch in die Praxis umgesetzt werden! :)

    Ich hatte mich über die online-Petition auf http://www.avaaz.org dagegen "empört" (avaaz & WWF haben da zusammen gearbeitet). Immerhin eine kleine Möglichkeit, aber es haben sich ja insgesamt sehr viele Menschen weltweit an der Protestaktion beteiligt, das ist doch immerhin etwas!

    Was passiert denn mit Bradley Manning? Er wird doch sicher "unehrenhaft" entlassen werden, vermutlich ins Gefängnis wandern. Da hat er aber mutig viel aufs Spiel gesetzt. Ich glaube, ich wäre (bin es immer noch) zu feige gewesen. <ß+~

    Er ist doch nun schon über 1.000 (!) Tage ohne Anklage im Gefängnis - anfangs sogar nahezu 1 Jahr lang (!) unter übelsten, menschenverachtenden Haftbedingungen inklusive Isolationshaft, die definitionsgemäss bereits Folter ist:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan…g-a-756226.html

    Angeblich will die Anklage die Todesstrafe ja nicht fordern ...
    Ehrlich gesagt: Dieser Schuss würde auch gewaltig nach hinten losgehen, das würde dem Ansehen der usa noch mehr schaden - viel mehr als sämtliche veröffentlichten diplomatischen Depeschen zusammen.

    Stimmt, das war ein Armutszeugnis der deutschen Rechtssprechung.
    Die Frau prangert Missstände an, die v.a. zulasten alter, pflegebedürftiger Menschen gehen, die sich eh nicht wehren können.
    Und dann sowas ... Eine Schande. >:(

    Aber wegen solcher Fälle trauen sich viele Leute nicht, Sachen, die falsch laufen, anzuprangern und publik zu machen.
    Das sollte so nicht sein - wo sind wir denn hier, frage ich mich da?!

    Ja, dieser Siemens-Fall ist schon auch skurril:
    Da setzt man einen Compliance Manager ein - also jemanden, der für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien im Unternehmen Sorge tragen soll - und wenn er seinen Job richtig macht, wird er gekickt ... :cconfused

    Ich weiss auch nicht, warum "Whistleblower" hier in Deutschland eher negativ behaftet ist.

    Muss wohl ganz generell an der deutschen Mentalität liegen (ich sage "generell" - d.h. ich weiss, dass es auch zahlreiche Ausnahmen gibt!), sich bloss ducken und fügen, nix sagen ... - Kann man das so sagen? Oder woran mag es liegen? {e

    Ja, das ist wohl wahr.
    Ist es nicht seltsam, dass es im Deutschen gar kein adäquates Wort für "Whistleblower" gibt?
    Hier gibt es nur im negativen Sinn: "Verräter", "Spion", "Petze", etc ... Aber nichts in einem positiven Kontext, dass jemand auf Missstände aufmerksam machen will.
    Hmmm, mir fält nix ein ...

    Natürlich gibt es leider noch unzählige Menge Missstände, Ungerechtigkeiten etc... überall auf der Welt.
    Die meisten kommen gar nicht erst ans Tageslicht oder die Nachrichten darüber verbreiten sich einfach nicht weit und stark genug.

    Es müsste aber halt auch einfach mehr mutige "Whistleblower" wie Bradley Manning geben - wer soll das alles sonst aufdecken und ans Tageslicht bringen?
    Wenn keiner etwas zu Missständen sagt, die er täglich mitansehen muss, oder diese publik macht, sei es nun hierzulande oder sonstwo auf der Welt, ändert sich nie etwas.

    Und richtige investigative, kritische Journalisten gibt es leider auch nicht (mehr?) viele.

    Ich lese z.B. sehr gerne Glenn Greenwald, der leider vom vergleichsweise kleinen http://www.salon.com zum guardian (ausgerechnet!) gewechselt ist.
    Greenwald ist als US-Amerikaner natürlich sehr USA-spezifisch und -kritisch, aber seine Artikel sind meistens einfach sehr gut. Du siehst: USA-Kritik kommt sehr wohl auch von US-Amerikanern - man lese nur mal Noam Chomsky, aber hallo!
    Leider kenne ich weder zu Greenwald noch zu Chomsky ein deutsches Äquivalent.

    Im vorliegenden Bradley- Fall ist halt nunmal durch ihn etwas bzw. mehreres ans Tageslicht gekommen, und da sollte man dann schon die Scheinwerfer draufhalten, da es eben eindeutiges Beweismaterial gibt, da man es einfach beweisen, was geschehen ist etc...

    Warum ist das Thema bei uns in den Medien nicht aktuell? Warum wird nicht darüber berichtet? Wenn die öffentlichen Medien das nicht aufgreifen, dann könnten es doch andere tun. Oder ist Amerika zu weit weg und wir haben hier genug Probleme in Europa?

    Umgekehrt ist es aber genau so. In den Medien von USA kommen so gut wie keine Nachrichten aus Europa.
    Viele Grüße
    Petra

    Momentan ist es aus aktuellem Anlass zwar auch wieder etwas mehr in deutschsprachigen Medien präsent, aber wird bald wieder abtauchen. Aber wer kennt auch schon Bradley Manning hier, auch in meinem Freundeskreis nur wenige.
    Aber wenn so selten darüber berichtet wird ist's auch kein Wunder. Dabei gibt es im Internet viele Unterstützer, Kampagnen und Aktionen.

    Immerhin - die Zeit hat nun einen Artikel ins Deutsche übersetzt (bravo - toller Qualitätsjournalismus, haha), den ich zuvor als Link im Original gepostet hatte. Das haben sie echt brav gemacht, und auch nur 2 Tage später (darum lese ich oft auch lieber englischsprachige Nachrichten - sind aktueller):

    http://www.zeit.de/politik/auslan…otive-wikileaks

    Ich finde Mannings Zitat zum "Collateral Murder"-Video sehr treffend:

    "..Das Video zeigt auch einen Menschen, der verletzt im Staub liegt. Man hört einen US-Soldaten im Helikopter sagen, er wünschte, dass der Verletzte nach einer Waffe greifen würde, damit er ihn töten könne. "Auf mich wirkte das wie ein Kind, das mit einer Lupe einen Frosch quält", sagte Manning ..."

    Genau so war es, wie man im Video sehen/hören/lesen kann.
    Diese unglaubliche Begierde, zu töten - da fehlen mir echt die Worte und es macht mich wütend und traurig zugleich.

    Von daher bin ich froh darüber, dass jemand diese Fakten ans Licht gebracht hat.

    Ich sehe das schon als Empörung, das Wahre Gesicht des Krieges publik zu machen, siehe z.B. das "Collateral murder" Video.

    http://www.collateralmurder.com/

    Es geschah, wurde sogar dokumentiert. Jemand bekommt es mit und - empört sich (zum Glück!) und veröffentlicht es bzw. in diesem Fall: gibt es weiter zur Veröffentlichung (dto.). Und viele andere (Kriegs-)untaten/Menschenrechtsverletzungen auch, z.B. im Irak, in Afghanistan oder in Guantanamo.

    Das Thema ist gerade wieder etwas aktuell - leider wie immer nicht so in deutschen Medien.

    http://www.cbsnews.com/8301-201_162-5…lust/?tag=socsh

    Ein Zitat daraus:

    "... "I believed that if the general public, especially the American public, had access to the information ... this could spark a domestic debate on the role of the military and our foreign policy in general," Manning said..."


    Wenn das kein "Sich empören" ist..

    Aber sollte es nicht dennoch genug Menschen geben, denen eigenständiges Denken nicht fremd ist - oder täusche ich mich da allzu sehr? ???

    Aber wahrscheinlich gibt es tatsächlich leider mehr Leute, die eher eine Nacht vor einem Apple-Store übernachten würden, um das neueste "i"-XY-Produkt kaufen zu "dürfen" (= brave Konsumenten), als mal an einer Demo teilzunehmen o.ä., nur ein Beispiel, es gibt ja viele Formen des "Sich-Empörens".

    Stéphane Hessel ist in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 95 Jahren gestorben.

    Falls ihr ihn nicht "kennen" solltet - er war KZ-Überlebender, Résistance-Kämpfer, Mitautor der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Uno-Botschafter in Genf und wurde im Alter von 92 Jahren (!) zum Bestsellerautor durch einen kurzen, aber aufrüttelnden und sehr lesenswerten Essay: "Empört euch!"

    Zwei Zitate daraus:

    "... in dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Um sie zu sehen, muss man sehr genau hinschauen,
    suchen. Ich sage den jungen Leuten: „sucht ein bisschen, ihr werdet sie finden“.
    Die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit, die bedeutet: „ich kann nichts
    dafür, ich komme schon klar“. Mit einem solchen Verhalten verliert ihr einen
    unverzichtbaren Bestandteil der Menschlichkeit. Es ist die Empörung und das
    daraus resultierende Engagemen
    t ..."

    "... Wir rufen deshalb auf: „zu einem friedlichen Aufstand gegen den Missbrauch der
    Massenkommunikationsmittel und der Verführung unserer Jugend zum
    Massenkonsum, der Verachtung der Schwächsten und der Kultur, der kollektiven
    Amnesie sowie der maßlosen Konkurrenz – Jeder gegen Jeden“
    ..."


    Übersetzung "Empört Euch!":

    http://jerome-segal.de/empoert_euch.pdf

    Kurzbericht (Video):

    http://www.youtube.com/watch?v=jAT55zVe7C8


    Mich beeindruckt dieser kurze, kompakte Text immer noch, seit ich ihn das erste Mal gelesen habe, und ich hoffe, dass möglichst viele ihn auch künftig lesen werden - ob jung oder alt.

    Man lässt sich ja so leicht vom Alltag einlullen und sagt oder denkt genau das, was er im ersten Zitat formuliert:
    "... die Gleichgültigkeit, die bedeutet: „ich kann nichts dafür, ich komme schon klar“ ..." - und bleibe deshalb lieber faul auf dem Sofa liegen oder züchte Orchideen als aufzustehen und mich zu "empören" (engagieren).

    Aber genau so ist es "ihnen" Recht.
    Wem?
    - Den Politikern, Großkonzernen, Banken und allen andern, die uns nur als brave Konsumenten, Zahler und Stimmvieh bei Wahlen haben wollen, um für sich immer noch mehr Macht & Reichtum anzuhäufen, koste es was es wolle (Ausbeutung, Verarmung, Einschränkung von Rede-/Meinungs-/Pressefreiheit, Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung, Abschiebung, etc ...).

    Wir sollten seine Worte nicht nur lesen, sondern sie auch im Kopf behalten, uns immer und immer wieder an sie erinnern - und uns dann auch ab und an mal wirklich empören und aufstehen.


    R.I.P.

    In 3 Wochen kann man ja leider jedes Land nur "ankratzen", aber immerhin. ;)

    Mich interessieren mehr Landschaften und Leute und Quito, die Hauptstadt soll auch ganz schön sein.
    Tiere mag ich ja auch - aber ich mag lieber Großsäuger (dafür ist Afrika ja prädestiniert), Vögel und Echsen weniger.

    Schade aber, dass der spektakuläre Flughafen in der city jetzt durch einen neuen ersetzt wurde, das wäre noch interessant gewesen, dieser Landeanflug quasi durch die Stadt. :question

    Das Klima ist sehr uneinheitlich, da Ecuador landschaftlich sehr heterogen ist.
    Aber sowohl beim Andenhochland, den Regenwaldgebieten und der Küstenregion fällt der September innerhalb der Zeitspanne der "besten Reisezeit".

    Galapagos soll ganzjährig gut möglich sein - aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich da hin möchte - es gibt so viel zu sehen in Ecuador und da sind 3 Wochen ohnehin schon knapp.

    Womöglich muss man sich auch erstmal an die Höhe gewöhnen - die Hauptstat Quito liegt auf ca. 2.800 müNN und man kann dort mit einer Seilbahn bis ca. 4.500 m hochfahren ... Da möcht ich schon gern hochfahren, hoffentlich wird keiner höhenkrank ... darum sollten wir es langsam angehen.

    Und auf dem Äuator möcht ich auch balancieren (bin ich zwar schon in Kenya & Uganda, aber für Max wär es das 1. Mal).

    Und die Küste sehen. Und das Hochland. Und Regenwald auch. - Ihr seht also das Zeitproblem .. :P

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