Beiträge von angelika

    Wlan stürzt wieder ab, deswegen haeppchenweise....

    Wir nennen keine Summe, so folgt der letzte Teil. Mittendrin läutet sein Handy und er geht fort um ungestört telefonieren zu können. So hocken wir da, eingekreist von Affen und Rindern, die Blüten und Salz entdeckt haben.

    Schluss - wir steigen hoch, nehmen unsere Schuhe und bringen uns in Sicherheit. Er rennt uns nach und fordert Geld.
    Wir haben 150Rp gegeben weil das für uns nichts mehr mit Religiosität zu zun hat.

    Bitte gebt mir Eure Kommentare dazu!

    Die Zeremonie wird vorbereitet. Wir steigen ans Wasser, setzen uns auf eine ganz bestimmte Stufe, ich muss links sitzen.
    Der Priester gibt uns eine Schale mit Blüten, Reis, Zucker, Salz. Wir sollen nachsprechen: Om, Brahma, Shiva und ungefähr 20 weitere Namen. Danach fragt er, ob es uns gefallen hat. Als zumindest meist höfliche Menschen bejahen wir das. Was zur Folge hat, dass wir alles nicht nur wiederholen, sondern auch die Namen unsere Eltern, Großeltern, Geschwister, Neffen, Tanten.......nennen sollen.
    Als nächstes sollen wir gemeinsam eine Kokosnuss halten. Wieder Om, Brahma....Mein Mann verliert die Geduld, auch weil eine Affenfamilie sich für die Kokosnuss sehr interessiert.
    Der Priester fordert uns nun auf, die Summe zu nennen, die wir spenden wollen, zwischen 20 und 50 EUR wären angemessen.

    Hmmmm, ein erstklassiges Essen, Vorspeisen, Suppe, Salate und 11 Schüsseln mit leckeren Sachen. Das Dessert haben wir weggelassen.

    Noch zu Udaipur
    Beim Frühstück haben wir die Lehrerin einer Highschoolklasse kennengelernt. US-frz. Schule San Francisco. Ca. 15 Maedchen und 10 Jungs. Sie ist fix und fertig, die Girls sind über 18, tragen Hotpants oder durchsichtige Roeckchen, haben Spaghettitraegerhemdchen an und viel Schminke im Gesicht. Die Lehrerin sagt, das ist schlimmer als einen wildgewordenen Huehnerhaufen zu kontrollieren:
    Alle Guides starren sich schier die Augen aus dem Kopf, sie hat die Übergriffe der letzten Wochen vor Augen aber da volljährig kann sie nichts Befehlen.

    Und zu Pushkar
    Wir wissen ja inzwischen, dass die dicken Priester nicht echt sind. So folgen wir unserem Guide zu einem Ghat mit einem "Highpriest". Dieser wird uns segnen, was ja niemals schaden kann.

    Ich schreibe in einem herrlichen Garten am Pool, denn heute haben wir seit 15h FREI!

    Wir sind die einzigen Gäste im Royal Heritage Haveli und genießen die Ruhe. Zum Dinner gibt's Thali :D

    So, inzwischen haben wir Pushkar verlassen und sind in Jaipur.
    Pushkar ist wieder total anders, die selbsternannten Priester sehr aufdringlich, ebenso die Kinder. Aber faszinierend! Sehr viel Trubel, teils aggressiv, das Hotelpersonal wie Kellner und Rezeptionisten unfreundlich, die Koffertraeger und die Roomboys sehr nett.

    Mein Mann gibt allen ein bisschen Sprachunterricht, wir werden mit "Servus" oder "gunnmorchn" begruesst :D
    Die Inder lachen sich kaputt, wenn wir was nachsprechen und verzweifeln selbst beim "Oachkatzlschwoaf".

    Geschäftstüchtige Frauen: Sie verkaufen am Straßenrand Gruenfutter für Kuehe. Gut fürs Karma ist der Kauf und die anschließende Verfuetterung. Die Kühe gehören aber den Frauen :mrgreen

    In Indien ist es üblich, bei einem Todesfall im Krankenhaus die Augen zu spenden!

    Hallo miteinander, das war wieder ein anstrengender Tag! Viel passt nicht mehr in unsere Köpfe, Maxis Poolstrategie war schon super.
    Dafür haben wir im Ambrai roasted Peanutmasala gegessen und ein Kingfisher getrunken. Gegenüber fängt das Gangaur-Festival an, am Ghat ist Musik und die Treppen sind voller Leute. Von unserem Fenster schauen wir direkt drauf <$§$

    Eine Büglerin hat mich das kohlenbetriebene Eisen halten lassen, es wiegt 10 Kilo, die Frau vielleicht 40.

    Morgen fahren wir nach Pushkar, Stadt ohne Alkohol, streng vegetarisch, aber Opium, Haschisch etc. gibt es und zieht viele junge Europäer an.

    Ach ja, bei Pokran wurden Atomversuche durchgeführt, gar nicht so lange her. Ich hab mich dort extrem unwohl gefühlt!

    Ich hoffe doch sehr, dass das die Ausnahmen waren und zu 99,99 Prozent Gruppen wie die von Maxi, ihrem Mann und den anderen in Indien unterwegs sind!

    Inzwischen sind wir in Udaipur im Karohi Haveli und haben ein kaltes Kingfisher bei 40 Grad auf das Wohl von Vivian und Erhard getrunken ;D

    Hier gefällt es uns bisher am besten, der Blick ist genial, das Abendessen war sehr gut (morgen essen wir bei Erhards Empfehlung) und im Eingangsbereich sind zwei Wasser- :ttturtle :ttturtle

    Nächste Stadt ist Jodhpur, wir wohnen wiedermal in einem großen Heritage-Hotel und bekommen einen Upgrade!
    Super Gartenzimmer, eine sehr gepflegte Gruenanlage und ein riesiges Dinner-Buffet, 5 Musiker untermalen die Stimmung.

    Aber am Morgen folgt die Ernüchterung!
    Ein Bus mit Spanierinnen, ein Bus mit Paaren aus Italien hat auch Station gemacht. Alle haben eine große Tasche dabei.
    Die Kellner versuchen, die Gruppen zu platzieren.
    Nein, der will nicht mit der an einen Tisch, andere okkupieren reservierte Tische mit einer Selbstverständlichkeit.
    Italien packt Thermoskannen und große Boxen aus, füllt Kaffee ab, in die Boxen kommen Toast, Käse, Tomaten, Obst, Eier.
    Kaum serviert, ist alles wieder leergeputzt!
    Spanien toppt noch :gggitarre
    Die Damen haben keine Boxen, sondern wickeln die Essensberge in die großen Stoffservietten des Hotels :mmad
    Als dann doch das Personal einschreitet und darum bittet, die Servietten da zu lassen, kommt Empörung auf und die Senoras verlassen einen Saustall hinterlassend den Raum.

    Ich hab Fotos gemacht, aber das hat sie nicht gestört.

    Unsere Tagestouren dauern ca. 12 - 14 h, d.h. keine Zeit für einen erfrischenden Poolgang :wweinen

    Mein Mann sagt, er geht doch nicht nach Indien um zu baden, er will alles sehen, was geht.

    Gewarnt durch Erhards Bericht habe ich den Dünen-Kamelritt schon vorab gestrichen. Doch Raj hat mich überredet, den Ausflug in einem Waegelchen zu machen. Sehr uncool, aber bequem und ich konnte von allen Seiten aus fotografieren.i :exxclaim

    In Jaisalmer waren wir im Nachana Haveli untergebracht, das Zimmer klein aber fein inmitten der Altstadt. Hier habe ich mal sehen können, wie im Restaurant gespült wird: Eine Wassertonne, darin werden die Gläser geschwenkt und mit einem schmuddeligen zerlöcherten Lappen getrocknet. Teller putzt der Kellner mit den Fingern blank. Frühstück bestand aus kaltem Toast, ranziger Butter und einem Marmeladentopf mit weißen Flecken. Den gleichen Topf und die gleiche Butter gabs auch am nächsten Morgen. Banane und Papaya waren aber eine gute Alternative ;)

    Ich glaube, die Magen-Darm-Infekte kommen eher davon als von den Lassis, Eiswuerfeln usw.

    Besser als Vivien, Erhard, Petra kann ich eh nichts beschreiben (Maxi und Achim muss ich noch nachlesen). Deshalb ein paar hoffentlich interessante Anmerkungen:
    Rajasthan ist eine ziemlich reiche Provinz. Die Kaufleute, Erbauer der Havelis, haben von der Seidenstraße enorm profitiert. Deren Nachkommen sind ausgewandert und viel Geld gemacht. Als Dank an ihre Herkunft spenden sie große Summen bzw. finanzieren Krankenhäuser, übernehmen Schulgelder usw.

    Auch die Eintrittsgelder für die Forts kommen neben dem Erhalt der Bevölkerung zugute.

    Die mobile-Gebühren sind so gering, dass sich fast alle ein Handy leisten können, zudem hat Indira Ghandi für Steuerfreiheit gesorgt.
    Achja, im Bikaner-Fort haben wir Frauen aus dem Heimatort von Ghandi getroffen, zwischen 86 und 92 Jahre alt. Sie haben sich auch portraitieren lassen :cheerleader

    Unser Guide hat verstanden, dass wir nichts kaufen wollen und lässt uns alleine :D
    So können wir tolle Portraitaufnahmen machen.
    Am nächsten Tag fahren wir nach Bikaner und residieren in einer Palace-Suite. Der Palast ist ein Museum für sich und außer dem "normalen" Programm führt unser Driver uns in kleine Gässchen, wir staunen und werden bestaunt, dürfen in die Wohnungen schauen und fotografieren. Auch wenn es kein fließendes Wasser gibt, die Rinnen an den Gassenrändern als Toilette genutzt werden und Ratten herumspringen, die Wohnräume sind picobello sauber, aufgeräumt und mindestens eine Topfpflanze ist vorhanden.
    Zurück im Palast gibt es Dinner im Innenhof samt Musikern und einer Tänzerin. Eine deutsche und eine Schweizer Gruppe sind angekommen und es ist peinlich mitanzusehen, wie die Männer sich die Teller vollschaufeln und anstatt den Weg um die Ecke zu nehmen quer durch die Blumenrabatten trampeln.

    Noch schlimmer, als die Tänzerin mit einer großen Karaffe auf dem Kopf tanzt, äffen sie einige mit den leeren Bierflaschen auf dem Kopf nach.

    Jaisalmer ist eigentlich in sechs Stunden zu erreichen, aber Raj kennt uns schon so gut, dass er uns zu abgelegenen Tempeln fährt, wo ausschließlich Inder hinkommen. Wir könnten den ganzen Tag mit Gucken und Fotografieren verbringen, alle lassen sich gern knipsen und viele bitten um ein Bild mit uns.

    Nach 8h Fahrt sind wir wieder im Delhi-Umland. Gipsy-Zelte, also Plastikstuecke um Bäume gewickelt, darunter leben die Großfamilien, stehen neben der Strasse.
    Hunderte von Adlern umkreisen das Gebiet, jetzt kommt noch stärker Wind auf, der Himmel wird dunkel und ein Wolkenbruch setzt ein. (Sehr untypisch fuer die Jahreszeit.) Auf dem Highway geht nichts mehr. Autos könnten fahren, aber Rinder, Fußgänger, Bettler, Radfahrer sehen nichts mehr und wir stehen.

    Im Schritttempo geht es dann weiter, aber es ist Rush-Hour. So ein geordnetes Chaos habe ich noch nie erlebt, habe mich absolut sicher gefühlt, gestaunt, was unser Raj für Hoechstleistung bringt.

    Und am nächsten Tag geht es um 7h los nach Rajasthan :,.)

    So, gerade ist ein Netz da!
    Unser Guide hat sich so sehr bemüht, aber wir haben "nur" Fußabdrücke und Reviermarkierungen gefunden. Am Schluss hat er uns erzählt, dass reiche Chinesen zum Jahreswechsel 2012/2013 17 der 25 Tiger im Nationalpark von Wilderern haben erlegen lassen und die verbleibenden 8 sich seitdem verstecken sobald ein Jeep zu hören ist. Da verzichte ich gern und bin mit all den vielen anderen Tieren glücklich!

    Und er hat uns auch noch gezeigt, wie die Leute wirklich leben, weg von der Hauptstrasse, rein in die Doerfer: Arm, schlecht gekleidet, Wasser wird aus Brunnen gefoerdert, keine Kanalisation. Aber sie wirken zufrieden, viele winken, keiner bettelt!
    Soweit zum Staat Uttaranchal.

    Punjab ist ähnlich, aber der Bevölkerung geht es besser. Die Häuser sind besser gebaut, Kinder sind in Schuluniform zu sehen und die Strassen verdienen diesen Namen.

    (Ich schicks mal los, vielleicht kommt noch ein Teil.)


    Sonja, das glaube ich Dir sogar. Indien ist ein Land, das man nicht sofort begreift. Viele Touristen haben "Verständnisprobleme" und erwarten "westliche Welt" und genau damit fängt es an. Es ist alles nicht so, wie man es hier kennt, eigentlich fast gar nichts. :mrgreen

    Ich kann nur jedem empfehlen, der schon vorher negativ "beeinflusst" wurde, nicht nach Indien zu fahren. Er würde nämlich Indien genau so erleben, wie es gesagt wurde, denn den Schmutz und Dreck kann man nicht verschwinden lassen, der ist da und der bleibt da. Die Menschen können aber liebenswert sein, egal ob man an einem Kiosk steht, bei einer Garküche oder am kleinen Obststand. Man muss sie nur finden. 8)

    Neben diesen zwei beiden Berichten, gibt es aber auch auch andere Sichtweisen von dem Land, die sehr viel positiver ausfallen. Aber jeder muss sich selber ein Urteil darüber bilden. Es bleibt dabei: entweder man mag es oder man hasst es.

    Viele Grüße
    Petra

    Petra, irgendwie komme ich total falsch rüber: Ich bin begeistert von Indien, aber finde einige Dinge ganz und gar nicht in Ordnung.
    So wie überall sonst auch!
    Ich werde mich bemühen, nicht mehr polarisierend zu schreiben, wenn ich wieder eine Verbindung habe.


    Jupp, das wuerde ich auch wollen! Ohne Privatsphäre, angewiesen auf andere und dann noch der Erfolgsdruck, egal ob selbstgemacht.

    5 Wochen ohne meinen Mann hatte ich auchmal, das war im Nachhinein für die Wertschaetzung nur positiv ;)

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