Beiträge von Anja R.

    Unser Tages Highlight war dann aber die Thorenburger Schlucht. Sie liegt in den Trascau Bergen und ist ca. 2km lang. Die Kalksteinwände können bis zu 300m hoch sein.

    Man muss 4Leu Eintritt bezahlen und dann geht es los

    Zuerst geht es über angenehme Wege, dann wird es etwas steiler, über Brücken, wo uns Schilder warnen 'Nicht mehr als 4 Personen auf der Brücke.


    Es ist Sonntag und viele Rumänen sind unterwegs. Ständig werden wir überholt oder haben Gegenverkehr. Die Schlucht ist relativ breit und man sieht nicht viel von den Wänden, weil alles voller Bäume und Sträucher ist.

    Der begehbare Weg wird deutlich enger, die Steine sind blank gelaufen und glatt, es passt immer nur ein Mensch entlang. Stahlseile in den Wänden helfen bei den schwierigen Passagen. Rechts von uns der Fluß... es geht hoch... (zur Erinnerung: ich hab Höhenangst) das Seil ist zu Ende ... ich hangel mich um eine Ecke, schaffe noch 2 Schritte und dann...:aengstlich:...keinen Schritt weiter. Die Leute hinter mir fragen sich was los ist, die ersten überholen... ich stocksteif! Ich würde ja zurück gehen, aber ich so :question. Gut, nur 50 Leute hinter, aber erst mal Ruhe bewahren und mich sammeln... dann kommt eine junge Rumänin vorbei und fragt: you want me to give you a hand? Und ich so: :ggrins:. Zusammen ging es. Ich mich überschwenglich bedankt, kämpfe mich um zwei Ecken, dann steht sie da und meint: I think you need my hand again. Ich: :ggrins:. Nochmals überschwenglich bedankt....

    Ich bin dann irgendwann angekommen und ich weiß nicht warum, aber zurück war nur halb so schlimm:gggitarre

    Unsere erste Station war Weißenburg, das heutige Alba Iulia. Fürst Mihael der Tapfere marschierte hier 1599 ein. Hier war sein Regierungssitz und hier rief er sich zum Fürsten der kurzzeitig vereinten Länder Moldau, Walachei und Transsilvanien aus. Für die Rumänen 'Die Wiege der Nation'


    Später wurde hier auch König Ferdinand mit seiner Maria gekrönt. Dafür wurde extra diese orthodoxe Kirche in kurzer Bauzeit hoch gezogen. Wir konnten hier ein bisschen dem Gottesdienst lauschen.... sehr beeindruckend.

    Die Burgmauern waren jahrelang verschüttet, der Ort verschlafen, aber vor einigen Jahren wurde alles auf Vordermann gebracht.

    Auch der Schiller Buchhandlung, die ausschließlich deutsche Bücher, und im Besonderen, über Siebenbürgen und Hermanstadt, führt, haben wir einen erfolgreichen Besuch abgestattet.

    Wir haben dann noch ein paar Straßen unsicher gemacht, bevor wir ein Mittagsschläfchen nahmen.

    Die Stadtpfarrkirche mit den herrlich bunten Dächern

    Unterhalb der Stadtpfarrkirche gibt es das ehemalige Zollhaus, heute das Restaurant "Zum goldenen Fass"

    Gerade kommen wir vom Abendessen, wieder vollkommen erschlagen :sleeping:

    Den Rückweg haben wir dann zuerst entlang eines Sees angetreten. Am Zoo haben wir dann wieder den Bus bestiegen. Hier gab es keinen Automaren, also stiegen wir ein und dann... tja rein technisch ist das hier kein Entwicklungsland mehr :ccool.... man hält einfach die Kreditkarte vor ein Gerät, Geld wird verbucht, Fahrkarte kommt. Wir waren beeindruckt.

    Auf dem Piata Mica, dem kleinen Platz, haben wir dann ein Päusken eingelegt

    Danach sind wir auf den Bauernmarkt gegangen. Das Obst sah sooo gut und saftig aus, da könnte ich glatt zum Obstfan werden :question aber auch das Gemüse }a... unglaublich

    Heute hatten wir unseren freien Tag. Dietmar und ich wollten den ganz chillig verbringen, denn merkwürdiger Weise gibt es in dieser Reisegruppe so einen Gruppenzwang. Die anderen wollen gerne, dass alle immer zusammen sitzen, zusammen laufen, fahren.... Wir haben aber viel zu erzählen, deshalb seilen wir uns immer mal ab, was uns böse Blicke einbringt:Vogelzeigen:

    Um 8.45Uhr sind wir ein paar Meter zum Bahnhof gelaufen und haben dort am Automaten Fahkarten gekauft. Jede Fahrt egal wie lang, egal wohin kostet 2Lei (ca. 0.40€). Die Fahrkarte wird im Bus abgestempelt. Wir fuhren mit der 13 südwestlich ins Museumsdorf Astra.

    Das Freilichmuseum beherbergt verschiedene Lebens- und Arbeitsformen aus unterschiedlichen Gegenden und verschiedenen, vergangenen Jahren.

    Schwimmende Mühle

    Frühzeitliches Karussell

    Die Siedler waren katholisch, wurden durch Reformationen evanglisch. Eine spätere Rückführung zur katholischen Kirche gelang nicht.

    Die evangelische Stadtpfarrkirche wird renoviert und ist eingerüstet, deshalb gibt es kein Foto.

    Die rumänisch-orthodoxe Kirche wollte ein Gotteshaus bauen, dieses durfte aber nicht zuuu orthodox aussehen und deshalb hat man sich auf einen Nachbau der Hagia Sofia geeinigt

    Wir befinden uns hier in Transsilvanien. Silvan bedeutet Wald und die Menschen die hier siedelten, kamen durch (trans) den Wald :ggrins:

    Die Habsburger und Österreich-Ungarn lockten viele Ungarn, Habsburger und Deutsche an den Karpatenbogen. Während die Ungarn im östlichen Bogen angesiedelt wurden, kamen die Deutschen in den westlichen Bogen. Sie waren geschickte Siedler und Händler und bauten an sieben strategisch interessanten Punkten Burgen = Siebenbürgen. Während allen Zeiten, ausser im Kommunismus blühten die deutschen Städte. Heute leben njr noch wenige hier, nach der Grenzöffnung sind viele weg gegangen.

    Die älteste Häuserzeile Rumäniens

    Das Zunfthaus der Wandergesellen

    Nach dem Frühstück sind wir in die Altstadt aufgebrochen, es sind nur wenige Minuten zu Fuß.

    Sibiu besteht aus drei Ringen. Zuerst stand eine Kirche, die eine Schutzmauer bekam, während das Volk drum herum siedelte. Nachdem dieses Volk oft überfallen wurde, gab es herum nochmals eine halbmondförmige Mauer. Wieder siedelten Menschen davor und so wurde ein dritter Ring um die Stadt gezogen^^

    Der innereste Ring war der sicherste und prachtvollste.


    Da Sibiu in 2007 Kulturhauptstadt war, wurde vieles nochmals ordentlich aufgehübscht.

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