Heute stand eine kleine Wanderung auf dem Plan.
Rund um den Canyon gibt es reichlich Möglichkeiten, sind ja genug Berge drum herum. Viele Wanderungen schieden gleich aus, weil das Schwierigkeitslevel nicht zu den eingeschränkten Möglichkeiten der Kiki passte. Ich laufe gerne, aber zu viele Kilometer gepaart mit hoher Trittsicherheit auf steinigen, steilen unbefestigten Wegen sollte es dann doch nicht sein. So viel Übung hab ich in bergigen Gebieten nicht vorzuweisen, auch wenn die Puste dafür reichen würde.
Es sollte zur Klosterruine St. Nedela gehen, allerdings war ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich zu schaffen war.
Startpunkt war das Kloster SV Mala Bogorodica. Links davon startete der Weg hinauf auf die Hügel.
Es ging ganz moderat los, als erstes hatten wir den Aussichtspunkt auf den Canyon erreicht.
Dann wurde es garstig. Es ging steil nach oben. Der Weg war für mich noch gut zu bewältigen, kostete aber schon Kraft. Meine Freundin gab auf und kehrte um. So wühlte sich die Kiki alleine auf schmalen Trampelpfaden immer höher in die Berge.
Endlich am Kloster Sveti Spas angekommen sollte es nicht mehr weit sein. Ich machte eine kurze Pause und ging weiter. Ich fand noch eine weitere Wegmarkierung im Wald und dann drehte der Weg steil ab in Richtung Berggipfel.
Hier war dann für die Kiki Feierabend. Das wollte sie sich nicht mehr zumuten. Ein wenig hatte sie es schon geahnt, als sie auf die Gipfel blickte, nun hatte sie die endgültige Bestätigung.
Dort irgendwo versteckt sich die Klosterruine St Nedela.
Nun ging es an den Heimweg. Ich staunte nicht schlecht, als ich kurz vor dem Kloster Spas aus dem Dickicht gekrochen kam und einen breiten Schotterweg entdeckte. Man kann also bis zum vorletzten Punkt dieser Wanderstrecke auch mit dem Auto fahren und bräuchte nur die letzten Höhenmeter zum Kloster Nedela bewältigen. Aber aufgrund der Wegbeschaffenheit beim steilen Aufstieg auf den Gipfel wäre dies keine Alternative gegeben. Ich saß eine Weile herum und beobachtete ein parkendes Auto. Es dauerte nicht lange und zwei ältere Herren gingen auf den Wagen zu und ich fragte ganz beherzt nach einer Mitfahrgelegenheit zurück ins Dorf. Selbstverständlich durfte ich einsteigen und konnte so ganz entspannt den Rückweg antreten. Ich hätte sonst die steilen Trampelpfade wieder bergab steigen müssen. Jetzt erhole ich mich im Zimmer und freue mich aufs Abendessen. Werde mir heute Abend ein extra Bierchen gönnen.