Beiträge von Erhard

    Mamallapuram, 12.März, heiß 35 Grad

    Heute begann der 2. Teil unserer Südindienreise und zwar unsere selbst zusammengestellte

    10 tägige, gebuchte Tour mit Fahrer, man könnte auch sagen „betreutes Reisen“.

    Pünktlich wurden wir vom edlen Grand Hotel, in dem wir leider nur 1 Nacht verbrachten, abgeholt und zur 50 km südlich von Chennai gelegenen Küstenstadt Mamallapuram, am Golf von Bengalen chauffiert. Ausserhalb von Chennai und den Vororten erinnerte uns die Strecke teilweise an Südeuropa, auch die Bauweise der Häuser war so gar nicht indisch, ausserdem fehlte der sonst allgegenwärtige Müll.

    Mamallapuram ist bekannt für seine Steinmetztradition, hier wird ausschliesslich Granit behauen, entsprechend viele Steinmetzbetriebe gibt es hier, die hauptsächlich indische Gottheiten in allen Grössen herstellen.

    Unser erster Besichtigungsstop war der Shore Ufertempel aus dem 8. Jahrhundert, angeblich eines der meist fotografierten Monumente Indiens, was wir angesichts des Taj Mahal natürlich nicht glauben können. Aber es ist der älteste Steintempel Indiens.

    Weiter gings zu den „5 Wagen des Pandava“, einer beeindruckenden Gruppe aus Monolithen die knapp 1400 Jahre alt sind und von oben nach unten aus dem Stein gehauen wurden. Die Wagen sind aber nur symbolisch, denn es handelt sich in Wirklichkeit um einzelne kleine Tempel mit wunderbaren Steinmetzarbeiten.

    Montag, 11.März Chennai, heiß, 35 Grad

    Die Nachtfahrt mit dem Zug im 2AC Waggon zurück nach Bangalore war nicht so schlimm wie befürchtet. Es war auch am Bahnhof in Hospet/Hampi alles ganz normal, gute Beschilderung, kein Chaos. Unsere Plätze war ja schon reserviert und es waren jeweils im 4er Bereich die beiden unteren, Glück gehabt. Das Abteil ist ja nicht absperrbar und so haben wir erstmal unsere Koffer und Rucksäcke mit einem Stahlseil mit Zahlenschloss zusammengebunden. Sicher ist sicher. Wir konnten sogar relativ gut schlafen, obwohl die oberen Betten im Laufe der Fahrt doch noch belegt wurden. Die Ankunft in Bangalore Junction um 6.20 Uhr dann nicht so spektakulär wie die Abfahrt Tage davor nach Hampi, eher wenig los und kein wildes Durcheinander. Wir waren nicht böse darüber. Auch das Taxi zum Flughafen klappte super und wir konnten sogar gleich unsere Koffer bei Air India loswerden, bekamen unsere Boardingcards und sind durch den Security check. Geschafft, jetzt erst mal Frühstück und die 3 Stunden bis zum Abflug hinter uns bringen. Ich checkte zwischendurch meine Mails und schon war es aus mit der Ruhe. Eine SMS von Air India war kurz vorher gekommen, unser Flug nach Chennai um 11.30 Uhr ist gecancelt, so ein Mist!

    Wir waren ja schon abgefertigt, samt Gepäck! Also mit einem Security zurück in den Abflugbereich zum Air India Schalter, dort lapidar, ja der Flug ist gecancelt, wir sollen bei Indigo den Flug nach Chennai buchen, die fliegen 3mal täglich. Auf die Frage nach unserem Gepäck und der Rückerstattung des Ticketpreises war erst mal Schweigen. Nach einigem Hin und Her bekamen wir dann eine Gutschrift die wir bei Cleartrip, wo wir den Flug gebucht hatten, dann einfordern sollen. Das Gepäck würde uns am Counter 70 von Air India dann zurückgegeben, damit wir bei Indigo, nach Kauf des Tickets dann einchecken können. Schöner Sch….. Bezahlten natürlich für das Ticket bei Indigo mehr als den doppelten Preis, klar wir buchten ja praktisch in letzter Minute. Dann zum Gepäckcounter Air India, hier war natürlich weit und breit nichts von unserem Gepäck zu sehen. Na ja, nach etwas Rabatz und einer weiteren ¾ Stunde bekamen wir dann unser Gepäck. Einchecken, Security check, alles nochmal, aber wenigsten kommen wir mit, auch wenn der Flug eine Stunde später als ursprünglich gebucht war, geht. So dachten wir jedenfalls, aber der neue Flug hatte dann natürlich Verspätung.

    Aus den ursprünglichen 4 Stunden Wartezeit sind letztendlich fast 8 Stunden geworden. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

    7.März bis 10.März Hampi

    Hampi war die Hauptstadt des letzten grossen Hindu Königreiches vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Es erstreckt sich über ein surreal anmutendes Gelände mit riesigen goldbraunen und bemalenen Felsbrocken im Fluss. Leider sind die vielen Baudenkmäler und Tempel in einem nicht mehr allzu guten Zustand, was dem Zauber dieser Stätten aber keinen Abbruch tut.

    Hampi gehört zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten von ganz Indien.

    Hier ein paar Bilder:

    Sind nun schon ein paar Tage aus Südindien zurück und es wird Zeit für einen Reisebericht.

    Unsere Reise teilte sich in 3 Teile auf:

    1. Hampi siehe Karte

    2. Ostküste von Chennai bis zur Südspitze von Indien siehe Karte

    3. Von der Südspitze auf der Westseite bis Cochin hoch.siehe Karte

    Den ausfühlichen Reisebericht findet ihr hier.

    5./6.März Flug mit LH von München über Frankfurt nach Bangalore

    6.März Bangalore

    Viel Zeit zum Sightseeing hatten wir nicht, also konnten wir nur einen Teil der must sees ansehen. Wir gingen durch den Cubbon Park zum „Vidhana Soudha“ State Secretariat, dem Regierungssitz. Es ist das größte staatliche Gebäude seiner Art in ganz Indien und macht mächtig was her.

    Hier ein paar Eindrücke von Bangalore, bevor es mit dem Nachtzug nach Hospet/Hampi ging.


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