Beiträge von Petra

    Der Einfluss von Amerika ist hier nicht zu übersehen. Man sagt, dass dadurch die Kultur und die Gebräuche der Samoaner sehr stark zurück gedrängt wurden. Dafür gibt es Schulen, Wohnhäuser, ein funktionierendes Gesundheitswesen, direkt am Hafen befinden sich zwei große Fischfabriken, die Thunfisch verarbeiten.

    Wie man auf dem letzten Bild lesen kann, darf man am Sonntag nicht schwimmen. Der Sonntag ist hier heilig, es darf nicht gearbeitet werden, man geht morgens und abends in die Kirche, man hört keine laute Musik und bleibt in der Familie...

    "Pago Pago" wird "Pongo Pongo" ausgesprochen. Das hängt mit der samoanischen Sprache zusammen, es gibt nur 10-12 Buchstaben, wie auch bei anderen polynesischen Sprachen. Der Hafen liegt in einer geschützten Bucht auf der Insel Tutuila und ist die Hauptstadt von Amerikanisch Samoa. Die Samoa Inseln wurden 1900 geteilt, Grenze ist der 171. Längengrad zwischen dem unabhängigen Samoa, wo wir gestern waren und American Samoa, das eben unter der Verwaltung der USA steht.

    Wie so immer standen viele Samoaner am Hafen, der übrigens direkt in der kleinen Stadt liegt, und sie warben um uns. Wir feilschten nicht lange, denn das Angebot für 20 USD pro Person eine 3-4 stündige Rundfahrt zu machen, hörte sich gut an.

    So wurden wir zu dem kleinen offenen Bus gebracht, der mit Holzbänken ausgestattet war. Unser Tourguide stellte sich als Mr. Bond vor und ich ließ es mir nicht nehmen und nahm ein Foto von ihm auf, welches ich aber hier nicht veröffentliche. (aus bestimmten Gründen ;-))

    Bild 1: Gerlinde vor dem Bus - viel wichtiger war jedoch das Nummernschild
    Bild 2: Roland und Friedrich
    Bild 4: das schicke Innenleben des Busses, an solch einer Bank (3.Reihe) habe ich immer die Fototasche angehängt, wenn ich während der Fahrt Fotos gemacht habe

    Amerikanisch Samoa - American Samoa

    Wieder hatten wir den 4. Mai 2013 und er fing schon seltsam an. Der Wecker klingelte nicht. Damit wir das Einlaufen in Pago Pago miterleben konnten, hatten wir uns den Wecker auf 7 Uhr morgens gestellt. (Über die Telefonanlage) Da aber die Uhren um 24 Stunden zurückgestellt wurden, sollte der Weckruf erst am nächsten Tag funktionieren.

    Wir hatten uns mit Gerlinde und Roland um 9:30 verabredet. Um 8:30 h habe ich dann mal auf die Uhr geschaut, weil ich einfach ausgeschlafen war! Natürlich waren wir schon in Pago Pago angekommen. :(

    Schnell geduscht, hoch zum Frühstück, die ersten Bilder vom Deck 10 auf den Hafen gemacht und dann die restlichen Sachen gepackt und pünktlich um 9:30 h waren wir am vereinbarten Treffpunkt. Als Tagesgepäck hatten wir eine Tasche mit Badesachen mit und ich nahm - wie immer - meinen Fotoapparat in einer kleinen Fototasche und dort waren auch die Pässe, Führerscheine, See-Pass-Card und eine Kreditkarte verstaut.

    Es könnte ja sein, dass wir im Laufe des Tages noch die Möglichkeit haben, uns ein Moped zu leihen. "Be prepared", wie ich immer so schön sage. Heute können wir nämlich lange auf der Insel bleiben und wer weiß, was sich alles so im Laufe des Tages ergibt.

    Schade, ein Tag ist wirklich viel zu kurz, Samoa ist für mich eine Insel, die ich gerne noch einmal besuchen möchte, um sie näher kennen zu lernen. Gerne hätte ich auch einen Bick auf die Return to Paradise Beach geworfen. Diese Beach wurde nach dem Roman von James A. Michener benannt, dessen Roman 1951 mit Gary Cooper verfilmt wurde.

    So habe ich einen Wunsch mehr auf meiner langen Wunschliste...

    Wir kauften ein paar Kleinigkeiten ein, die Enkelkinder möchten sicherlich auch eine Erinnerung haben. Dann noch schnell ein paar Postkarten ausgesucht, Briefmarken gekauft und nun suchten wir einen Ort, wo wir die Karten schreiben konnten.

    Das machten wir in dem besagten Aggie Grey´s Hotel.Gary Cooper, Marlon Brando, Raymund Burr und viele andere berühmte Gäste sind auch schon hier gewesen.

    (Wir haben natürlich nicht "trocken" im Hotel gesessen. :pprost )

    Von Samoa sagt man, es sei die Wiege Polynesiens. West Samoa war einst deutsche Kolonie, bis es im ersten Weltkrieg von Neuseeland kampflos übernommen wurde. Am 31.12.1961 wurde West Samoa unabhängig.

    Wir kommen wieder in Apia an. So schnell ist die Zeit vergangen. Nick gibt uns noch eine E-Mail-Adresse von einem Freund, damit wir ihm die Bilder schicken können. Zum Schluss sagt er:

    If you are happy, then I am happy too.

    Ja wir waren sehr zufrieden, genauso warmherzig haben wir uns einen Samoaner vorgestellt.

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