Beiträge von Petra

    Nun ist es nicht mehr weit bis Klaipeda. Die Straßen sind gut ausgebaut und der Verkehr ist ordentlich. In der Stadt, verpassen wir eine Ausfahrt, finden dann aber den Weg zu unserem Apartement. Es ist eine große Anlage und da ich mal wieder mit meinem Handy keinen Empfang habe, mussten wir ein wenig improvisieren. Schlussendlich haben wir aber alles geschafft und sind gut in unserem Apartement im 5. Stock angekommen.

    Die Unterkunft gefällt uns. Wir richten uns häuslich ein. Ich stelle fest, dass ich mein Ladegerät für meine Canon nicht finde. Blöd! Nun gut, dann google ich eine Runde, suchte mir 2 Adressen für Electronic raus und da es auch noch einen Italiener in der Nähe gab, war der Abendspaziergang gerettet.

    Unser erstes litauisches Bier schmeckte süffig, die Pizza war lecker und das Ladegerät habe ich nicht bekommen. Kein Problem, morgen wollen wir in die Altstadt und noch habe ich für 3 Tage geladene Akkus.

    Das war´s dann mal wieder für heute!

    Viele Grüße
    Petra

    Einen letzten Stop - nun in Litauen - machen wir in der Kurstadt Šventoji am gleichnamigen Fluss gelegen. Hier ist nun endlich mal was los. :)

    Da wir mit den Parkautomaten nicht klar kommen, stellen wir das Auto so ab, in der Hoffnung, dass wir kein Knöllchen bekommen und gehen zunächst am Fluss entlang. Dann erreichen wir den langen Sandstrand. Ein schönes Plätzchen, den man sich aber auch mit vielen anderen teilen muss.

    Den nächsten Stop machten wir an einer Stelle in Jūrmalciems. Hier wurde zwar gerade eine neue Zufahrt zum Meer gebaut, dennoch eine schöne Ecke. Bisher haben wir kaum Touristen in dieser Ecke gesehen. Vermutlich ist es doch alles zu abgelegen.

    Für uns geht die Fahrt weiter, zunächst auf Schotterwegen. Links auf den Wiesen rasten Kraniche, die jedoch schnell auffliegen und das Weite suchen. Wir erreichen wieder die Hauptstraße und weiter geht die Fahrt. Es sind noch 69 km bis Klaipeda. Viel geschafft haben wir bisher noch nicht.

    Schon bald besserte sich das Wetter, die Sonne ließ sich sehen. Nach 16 km machten wir den ersten Versuch, um an die Ostsee zu kommen und bogen von der Hauptstraße ab. Meist sind es dann Schotterwege, die man fahren muss. Wir kamen jedoch nicht weit, denn irgendwann standen wir vor einem Privatweg, schade.

    Nur wenige 100 Meter weiter sahen wir dann das Schild nach Bernati und starteten einen neuen Versuch. Dieses Mal hatten wir Glück. Nach weiteren 4 km hatten wir das Ende der Straße erreicht. Hier gab es einen Parkplatz und wir gingen dann zu Fuß weiter.

    Wow, das war ein schöner Ausblick, Dünen, Sand und Meer.

    Von Liepaja nach Klaipeda in Litauen

    Als wir am frühen Morgen nach draußen schauten, regnete es leicht. Wir werden ja im Auto sitzen, da ist es nicht so tragisch. Das Frühstück im Amrita Hotel war klasse. Es gab ein sehr vielfältiges Buffetangebot.

    Um die 100 Kilometer sind es nur zu fahren. Da wir erst um 15 Uhr unser Apartement beziehen dürfen, hatten wir keine Eile. Wir wollten aber einige Stops unterwegs einlegen. In unseren Reisiführern haben wir kaum etwas über diesen Abschnitt gefunden. Also mussten wir es selber erkunden.

    Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und fuhren los. Es hat lange gedauert, ehe wir aus Liepaja herausgefunden haben, denn egal wie wir fuhren, wir standen immer wieder vor einer Baustelle, gefühlt war die ganze Stadt mit gesperrten Straßen übersät. Handyempfang hatten wir auch nicht, aber mit dem Garmin konnten wir uns irgendwie dann doch weiträumig aus der Stadt rausbugsieren.

    Hier habe ich noch unsere Route von der Fährfahrt bei Komoot eingestellt. Wir hätten nicht gedacht, dass wir zwischen Bornholm und Schweden vorbeifahren, aber das ist wohl dann doch der direkte Weg.

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    Heute war Regentag angesagt, also sind wir gewandert. :mmistwetter , ausgrüstet mit ☔, war es nicht so tragisch. Ich habe mein Ladegerät bekommen und nun sitzen wir im Trockenen im Etno Dvaras bei litauischen Gerichten. Irgendwie kam es mir schon so bekannt vor. Ja, in solch einem Restaurant war ich schon mit Jenni, allerdings in Vilnius.

    Petra
    18. Oktober 2019 um 12:50

    Gleich geht es noch weiter mit dem Rundgang .

    Na ja, mit dem Essen das wurde nichts, wir waren nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber immerhin konnten wir am Automaten ein paar schokoladige Sachen kaufen. Damit gingen wir wieder nach draußen und wurden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Auf der anderen Seite ging der Mond auf. Nachdem die Sonne untergegangen war, wurde es auch kühler. Wir packten unsere Sachen in der Kabine und vertrieben uns die Zeit bis zur Ankunft in Liepaja.

    Das Auto vor uns in der Reihe hatte ein Problem, die Batterie war leer, aber Friedrich half mit seinem Überbrückungskabel aus, ebenso wie der Nachbar und so schafften sie es das Auto zum Laufen zu bringen. Wir waren dann tatsächlkich das drittletzte Auto, welches die Fähre verlassen konnte.

    Da unsere Ankunft kurz vor Mitternacht erfolgte, hatte ich in weiser Voraussicht ein Hotel in der Nähe nur für eine Nacht gebucht. Dank Garmin fanden wir den Weg gut dahin und somit sind wir glücklich in Lettland angekommen.

    Auf See

    Die Nacht war kurz, denn wir wachten schon früh auf. Irgendwie hatten wir doch nicht richtig gepackt. Ich hatte zwar den Tee mitgenommen, aber der Wasserkocher war in der großen Kiste im Auto. Das erste kleine Frühstück nahmen wir im Zimmer zu uns, denn wir hatten uns einiges mitgenommen. An Board gibt es natürlich ein Frühstücksbuffet zu 11 €, das wollten wir aber nicht. Obwohl die See bisher recht ruhig war, bin ich doch lieber etwas vorsichtig. Ich habe auch immer meine Sea-Bands an, zur Sicherheit. Wir holten uns an der Bar einen Cappucino und ein Teilchen und setzten uns in den großen Aufenthaltsraum. Die meisten Tische waren besetzt, so richtig gemütlich ist es aber nicht. Wir drehten noch eine Runde übers Schiff, viel zu sehen gibt es nicht. Es ist halt eine große Fähre. Für Kinder haben sie eine nette Spielecke.

    Auf Deck 7 gibt es einen Hubschrauberlandeplatz. Dort stehen auch 4 Sitzbänke. Wir hatten Glück und es wurde eine frei, die wir gleich belegten. Friedrich holte das Lesematerial aus der Kabine und wir vertrieben uns ein paar Stunden dort die Zeit. Danach holten wir uns ein veganes Ciabata und ein Tonicwasser, bzw Pepsi und saßen dann wieder drinnen. Als ich die Flasche aufdrehte, schoss das Tonicwasseer in hohem Bogen aus der Flasche.

    Übrigens an Board kann man nur mit Karte und PIN bezahlen. Hier lernten wir ein paar Esten kennen, es war eine lustige Begegnung. 24 Stunden auf der Fähre sind ganz schön lange, wenn man nicht viel machen kann. So zogen wir uns dann auch wieder in die Kabine zurück und schauten ab und zu aufs Meer und ließen den Fernseher laufen. Ich hatte Zeit, um die ersten Fotos zu bearbeiten und mit diesem Bericht hier anzufangen.

    Ich glaube, ich mache jetzt ein kleines Nickerchen, danach schauen wir mal, was es noch zu essen gibt. Das Internet hier an Board ist grottig, keine Chance vernünftig zu surfen, geschweige denn, mal ein Bild

    Ja, die Kabine könnte auch als Vierbett umgerüstet werden, wurde aber als Zweier verkauft.

    Im Bericht habe ich ja ein Bild vom Autodeck gezeigt, das war nicht gut belegt. Das LKW Deck war voll. Wir haben uns nicht soviel in den Gemeinschaftsräumen aufgehalten, daher kann ich nicht so viel sagen. Auch an der Bar oder im Restaurant war nicht sehr viel los. Es waren aber recht viele Kinder an Board.

    In Liepaja waren wir nur zum Übernachten, wir sind gerade an der Grenze zu Litauen. Unterwegs haben einige Male angehalten, traumhafte Strandabschnitte, menschenleer.

    Heute geht es nach Klaipeda.

    Kurz vor 20 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren nach Travemünde zum Skandinavienkai. Obwohl wir fast 3 Stunden vorher da waren, waren wir nicht die ersten. Das Einchecken ging schnell. Wir mussten nur unsere Ausweise vorzeigen und bekamen unsere Tickets und die Zimmerkarten, die wir später an der Rezeption auf der Fähre gegen einen Schlüssel eintauschen müssen.

    Das Verladen der Autos dauerte sehr lange, denn zuerst kamen die LKWs an die Reihe. Irgendwann waren wir dann auch dran und durften mit dem Auto ganz nach oben fahren. Wir hatten uns schon etwas Handgepäck zurecht gelegt, welches wir in die Kabine mitnehmen wollten.

    Da die Überfahrt 24 Stunden dauern wird, haben wir uns für eine Außenkabine entschieden. Im Nachhinein war das eine gute Idee. Bei Dunkelheit legten wir pünktlich ab. Wir gingen auf unsere Kabine, die erstaunlich geräumig war.

    Hallo aus Lettland,

    ursprünglich stand für dieses Jahr eine Reise komplett mit dem Zug auf dem Plan, es sollte nach Russland und Usbekistan gehen. Das konnten wir natürlich knicken. Da wir nicht in den Süden wollten, machte Friedrich den Vorschlag, mal ins Baltikum zu fahren. Eine gute Idee fand ich und so fingen wir an zu planen. Schnell merkten wir, dass es zeitmäßig am besten passte, wenn wir die Fähre von Travemünde nach Liepaja und auch wieder für die Rückfahrt nehmen. So bleibt uns genügend Zeit vor Ort, um einige Wunschziele abzufahren.

    Da wir aus privaten Gründen in der Ferienzeit reisen müssen, haben wir im Vorfelde alle Unterkünfte im voraus gebucht. Das war auch gut so, denn so konnten wir uns unsere Wunschunterkünfte sichern.

    Am 29. Juli fuhren wir los. Da wir unsere zwei kleinen Motorräder auch mitnehmen wollten, packten wir sie in den Vito, zurrten sie fest und hatten nun noch genügend Platz für alles Mögliche. Das nutzen wir auch auch aus.Die Fähre von Travemünde nach Liepaja sollte erst um 23:30 ablegen, wunderbar, denn so konnten wir noch einen kleinen Abstecher bei meiner Schwester und Schwager machen, die in der Nähe von Lübekck wohnen.

    Die Fahrt an Hamburg vorbei nach Lübeck verlief einigermaßen gut. Es gab unterwegs nur kleinere Staus und da ich ja wieder unsere Route mit meinem Garmin über MapShare aufzeichne, wussten sie genau, wann wir ankommen werden. ^^

    Die Freude über das Wiedersehen war groß, wir haben uns doch eine ganze Weile nicht gesehen. Auch Henry, der Feriengast, freute sich über weitere "Spielkameraden" und genoss es den Ball aus den hintersten Ecken des Gartens hervorzuholen und er erahnte mit 90% Sicherheit, welche Ecken ich nehmen würde. Täuschen ließ er sich nur selten.

    Das Wetter war prima und so konnten wir draußen sitzen und ließen uns verwöhnen. Es gab Kuchen und später gebratenes Gemüse mit Feta, dazu tranken wir einen alkoholfreien Rotwein (Doppio Passo), denn wir mussten ja noch Auto fahren. Das ist übrigens unser Lieblings-Rotwein, die alkoholfreie Variante schmeckt uns richtig gut!

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    Kommentare zu unserem Reisebericht "Live aus Lettland und Litauen"

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