Beiträge von Petra

    13. Etappe am 10. Juni von Melide nach Arzúa - 15,15 km

    Gestern war die Etappe nicht sehr lang, allerdings mit einigen Höhenunterschieden. (449 hoch und 520 Höhenmeter runter) Hinzu kam, dass es schon am frühen Morgen regelrechte Regengüsse gab, so dass ich mich erst gar nicht raustraute. Aber es nutzt ja nichts. Da mein Regencape nicht mehr richtig dicht hält, zoge ich so ein Emergency-Cape drunter, das habe ich schon seit Jahren für Notfälle in meinem Reisegepäck.

    Doppelt angezogen ging es einigermaßen, nur man schwitzt ohne Ende unter dem Plastik. Ich hatte wegen des Gewichts auf eine andere Kombination verzichtet. Regensachen habe ich zu Hause zur Genüge.


    So, heute bin ich 20,8 km bis O Pedrouzo gelaufen, es war wunderschön, die Sonne schien, aber es war nicht zu heiß, die Steigungen waren auch nicht zu steil und jetzt habe ich eine schöne Unterkunft. Die Wäsche ist gewaschen und gerade im Trockner. Um 19 Uhr gehe ich ins Restaurant zum Essen.

    Morgen muss ich nur 10 km laufen, daher brauche ich nicht so früh los gehen.

    Melide kam in Sicht und hier suchte ich nun gezielt nach einer Apotheke und wurde auch fündig. Der Apothker beriet mich gut und ich kaufte dann die Medikamente für meine Blessuren.

    Da es in meiner Unterkunft nichts zu essen gab, habe ich dann noch unterwegs etwas gegessen. Einzige vegetarische Option war eine Pizza Quattro Formaggi Köstlich!

    Mit meinem Zimmer bin ich auch zufrieden. Es gibt sogar einen kleinen Pool. Ich habe zwar einen Badeanzug mit, aber das Wetter war nicht so, dass ich unbedingt schwimmen wollte.

    Viele Grüße
    Petra

    Es wurde insgesamt ein nasser Tag. Immer wieder goss es vom Himmel, dann hörte es wieder auf. So ging nicht nur ich von einer Bar zur anderen. Ich sehe nun immer wieder viel bekannte Gesichter und treffe auch neue. Auch meine "Retter" trafe ich an diesem Tag immer wieder. Er schaute sich noch mal alles an und war zufrieden. Ich dann auch.

    Der erste Stop war dann in Casanova. Hier gab es nur Brote mit Käse und Schinken, daher wich ich auf ein Stück Kuchen aus. Das schmeckte auch dut.

    12. Etappe am 09. Juni von Palas de Rei nach Melide - 18,4 km

    Wie ich schon schrieb, fühlte ich mich am nächsten Morgen wieder so fit, dass ich weitergehen konnte. Allerdings habe ich meinen Tagesrucksack nun wirklich auf ein Minimum reduziert, denn so ein paar Wehwehchen hatte ich ja schon. ;)

    Frühstück gab es in der Pension und danach zog ich von dannen. Beim Blick aus meinem Zimmer sah man schon, dass es wohl sehr wechselhaftes Wetter geben würde. Daher hatte ich auf meine Regensachen im Tagesrucksack nicht verzichtet.

    Eigentlich wollte ich in die Apotheke gehen, aber sie machte erst eine Stunde später auf. So lange konnte und wollte ich nicht warten. Die Kirche war jedoch auf und ich dachte, ich habe so viel Glück gehabt, da kann ich mal ein Kerzlein anzünden.

    Nach 15,15 km bin ich vor einer halben Stunde in Arzua angekommen.

    PS. was würdet ihr denken, wenn ihr unter der Dusche steht, die Haare einschamponiert habt und das Licht geht aus und das Wasser läuft weiter und es ist mucksmäuschenstill? Mir fiel da so eine Szene ein... :lol

    Ich habe abgewartet und irgendwann ging das Licht wieder an.

    Nun werde ich eine Runde drehen, brauche frische "Kohle" und muss was essen.

    Viele Grüße

    Petra

    Zwei Stunden später fragte mich ein junges Pärchen, ob ich ein Bild machen könnte vor dem Kiloterstein 78 km vor Santiago. Klar, das mache ich doch. Dann sahen sie mich an und nun sahen sie meine Verletzungen. Er war Krankenpfleger und hatte ein halbes Arzneischränkchen mit. Die Verständigung war schwierig, aber dank Übersetzer klappte es dann doch. Erst säuberten sie alles und dann kam nochBetaisadona oder so was Ähnliches auf meine Hände.

    Prima, da war ich nun gut verarztet und lief weiter. Zwischen durch überlegte ich mir, ob ich aufgebe, aber dann dachte ich mir, das hilft mir auch nicht weiter. Irgendwann wurde mir der Weg dann aber doch zu lang. Ich habe wohl auch eine leichte Rippenbprellung, da dachte ich mir, ich nehme mir erst einmal ein Taxi und fahre ins Hotel. Das Wetter wurde auch richtig schlecht, es kam eine Gewitter herunter, da war die Wahl gut.

    Für 10 Euro brachte mich dann ein Taxi ins Hotel. Ich bezog mein Zimmer und ruhte mich aus. Friedrich habe ich informiert und dann wollte ich erst einmal abwarten, wie es mir am nächsten Morgen geht.

    Ich kann jetzt schon sagen, ja es geht mir besser und ich werde den Weg zu Ende gehen. Ich sehe es so, ich habe wieder viel Glück gehabt. Ich hätte mir auch was brechen können.

    Viele Grüße
    Petra

    Endlich nach über 10 km gab es dann eine Osteria. Nunbekam ich meinen Café von leche, 2 Spiegeleier und Brot, die Tomaten hatte ich mitgebracht.

    Ich machte eine lange Pause, denn der Weg war ja noch lang.

    Ich machte mich also wieder auf den Weg und kurze Zeit später passierte es. Ich küsste wortwortlich den steinigen Boden. Was für ein Mist! Ich robbte mich zur Seite und machte eine Bestandsaufnahme. Leider fließt ja immer sehr viel Blut, wenn man sich an den Lippen verletzt. Ich machte also mal ein Selbstbildnis, um mir den Schaden anzuschauen. Von außen die Lippe kaputt, von innen auch ein dicker Riss, eine Ecke vom Zahn it weg, aber das ist nicht schlimm, habe ja gerade die Betsätigung der Krankenkasse bekommen, die die neuen genehmigt hat.

    Meine Hände waren auch aufgeschürft. Es kammen ein paar Pilger vborbei, ich bekam Pflaster, Tücher und trötende Worte. Ich überlegte hin und her, was ich nun mache, entschied mich aber für nichts zu machen, rappelte mich auf und ging weiter.

    Ich habe gerade mal nachgeschaut, wie warm es bei euch gerade ist. Gott sei Dank sind hier etwas andere Temperaturen. Ich komme zwar auch ins Schwitzen, aber bei 27 Grad möchte ich nicht bergauf und berab gehen. Genieße die warmen Temperatuern,. ::*** Hier wird es morgen um die 20 Grad werden und es wird nicht regnen, also gut zum Laufen.

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