Beiträge von Petra

    Kleines Fazit:

    Wie schon an anderen Stellen gesagt, diese Pilgerwege, di ich bisher gegangen bin, werde ich so schnell nicht vergessen. Es ist eine ganz andere Art zu reisen. Man kommt vorwärts, aber eben nur Schritt für Schritt, Meter für Meter, Kilometer für Kilometer. Ich sehe die Landschaft aus einem ganz anderen Blickwinkel. Dieses langsame Unterwegssein gefällt mir unheimlich gut.

    Nach mehr als 2 Wochen bin ich total runtergekommen, man denkt ja an nichts, schaltet ab und genießt die Natur. Es gibt keine wichtigen Dinge, die erledigt werden müssen, keine Pflichten, dieses Loslassen-können ist eine tolle Sache.

    Meine Devise lautete: laufen, essen, trinken, fotografieren, schlafen.

    Natürlich hatte ich Kontakt mit Zuhause, ich hatte ja auch ein Laptop mit und habe von unterwegs geschrieben. Aber alles nur, wie es mir gefiel. Wenn ich keine Lust hatte, dann habe ich einfach nichts gemacht.


    Nun habe ich das Kapitel Jakobsweg Camino francés abgeschlossen. Insgesamt bin ich - in 3 Etappen - 822 km zu Fuß gelaufen :)

    282 km von Saint- Jean-Pied de Port nach Burgos im Jahr 2018 
    245 km
    von Burgos nach Astorga im Jahr 2019

    295 km von Astorga nach Santiago de Copostela im Jahr 2023

    Es gibt aber noch weitere Herausforderungen, die auf mich warten, Langeweile wird so schnell nicht aufkommen. Eine kleine Pause habe ich mir jetzt aber verdient. ;)

    Viele Grüße
    Petra

    Das erste Bild ist von meinem Pilgerausweis, mit den Stempeln werden die einzelnen Stationen bestätigt, man bekommt auch dadurch Rabatte und darf in Pilgerherbergen übernachten.

    Das zweite Bild ist die Compostela, eine Urkunde, sie bescheinigt denBesuch der Kathedrale von Santiago de Compostela und damit das Ende der Wallfahrt auf dem Jakobsweg. Sie wird in lateinischer Sprache ausgestellt.

    Das dritte Bild bestätigt, dass ich am 26.7.2018 in Saint-Jean-Pied de Port gestartet bin und 799 km (das ist die offizielle Entfernung) zu Fuß zurückgelegt habe und am 13.6.23 in Santiago de Compostela angekommen bin.

    Für mich sind das schöne Erinnerungen. <3

    Hallo Ilona,

    jetzt habe ich mal Deinen Bericht in einem Zuge gelesen. Sehr schön, ihr wandert ja wohl auch gerne. ::*** Den Rother und Komoot, was Claudi erwähnte, nutze ich auch gerne, obwohl ich ja jetzt festgestellt habe, dass die km-Angaben nicht so ganz stimmen. Bei kleinen Strecken kein Problem aber wenn man plötzlich nach 20 km noch 3 weitere laufen muss, dann sieht das schon anders aus.

    Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria kenne ich nur anders. Wenn man jung ist, dann setzt man andere Prioritäten. So war ich damals mehr am Strand zu finden als auf Wanderwegen.

    Wirklich alles super schön, nur die vielen Tieren in Gefangenschaft, da ist meine Meinung: das geht gar nicht. Da bin ich schon recht speziell.

    Wir waren auch einige Male über Weihnachten dort und einmal haben wir oben am Teide Weihnachten gefeiert. So richtig kann ich mich nicht mehr erinnern, nur, dass es sehr schön war.

    Es gibt aber wirklich viel zu entdecken. Schön, dass Du uns das zeigst. :hhherzen

    Viele Grüße
    Petra

    Schöne Bilder und Bericht. Vieles kenne ich auch und ja ich bin auch immer wieder gerne dort. Wir waren ja 2014 auf Rügen, da konnte man ja noch auf den Kaiserstuihl. Ist denn jetzt dort alles fertig? Es soll doch eine neue schwebende Aussichtsplattform geben.

    Die Wanderung an der Küste fand ich ebenso schön wie durch den Buchenwald. Es ist schon eine schöne Ecke.

    Viele Grüße
    Petra

    Natürlich bin glücklich, dass ich diesen Weg auf dem Camino francés beenden konnte. Ich hätte vor 10 oder 20 Jahren niemals gedacht, dass ich knapp 300 km in 16 Tagen laufen würde und auch schaffen könnte.

    Ja klar, dieses Ziel habe ich nun erreicht, aber das ist ja nicht mein einziges Ziel gewesen. Ich habe habe mir noch viel vorgenommen, was ich in den kommenden Jahren alles noch machen möchte und ich hoffe und wünsche mir, dass mir auch diese Zeit noch bleibt. Zu schnell kann sich das Blatt wenden.

    So schaue ich voller Zuversicht auf meine nächsten Ziele, die mit Sicherheit genauso spannend sind. Wenn es gesundheitlich passt, werde ich auch wieder auf einen der vielen Jakobswege gehen, denn dieses langsame Unterwegssein, ist einfach toll. Ich hatte ja nichts, was dringend erledigt werden musste, ich musste nur gehen, essen + trinken und schlafen.

    Da bekommt man den Kopf so richtig frei!

    Nun möchte ich mir natürlich noch meine "Compostela" abholen und gehe ins Pilgerbüro. Seit 2017 hat sich viel getan. Nun gibt man seine Daten an einer der örtlichen Computerstationen ein, dann bekommt man eine Wartenummer. Ich habe nur wenige Wartende vor mir. Schon nach kurzer Zeit bin ich dran.

    Meine Pilgerausweise werden überprüft, dann bekomme ich das Papier und ich lasse mir dann noch einen Kilometernachweis ausstellen, da ich ja 2018 schon in Frankreich gestartet bin.

    Überglücklich, dass ich alles geschafft habe, setze ich mich draußen hin und mache eine kleine Ruhepause bei einem Glas Wein und einem Häppchen, welches man ja immer dazu bekommt.

    Später gehe ich zu meiner Unterkunft, ich habe ein Hotel in der Nähe der Kathedrale gebucht und schon ist wieder ein schöner Tag vorbei.

    Den nächsten Tag habe ich mir als Erholungstag frei gehalten. Ich möchte einfach nur ein wenig durch Santiago spazieren und nichts machen. Davon berichte ich dann noch.

    Gewundert habe ich mich doch ein wenig, dass es nicht voller in der Stadt ist. Ich bin ja noch ein wenig rund um die Kathedrale spaziert, aber so richtige Menschenmassen waren nicht da.

    Viele Grüße
    Petra

    Bild 4 zeigt die Heilige Pforte (Porta sancta), die nur zu Heiligen Jahren geöffnet wird, also nur wenn der Todestag des heiligen Jakobus am 25. juli auf einen Sonntag fällt.

    Manchmal aber ist es auch eine Katze...

    Gleich nach der kleinen Kapelle San Marco finde ich einen ein bedrucktes Tuch, worauf das Vater unser-Gebet auf plattdeutsch steht. An der Kapelle hole ich mir noch einen Stempel ab. Dann erreiche ich auch schon das riesige Gelände der Pilgerunterkünfte am Monte do Gozo. Nun ist der Weg wirklich nicht mehr weit.

    Unterwegs mache ich noch einmal eine längere Pause.


    16. Etappe am 13. Juni von Lavacolla nach Santiago de Compostela - 12,6 km

    Nun ist es so weit, die letzte Etappe meiner Pilgerreise steht an. Da es nur wenige Kilometer sind, die ich laufen muss, stehe ich erst nach 7 Uhr auf, frühstücke ganz in Ruhe und mache mich dann auf den Weg. Schnell habe ich die 10-km-Marke erreicht und ja, davon wollte ich dann doch ein Foto haben. :love:

    Manchmal ist es der Hund, der erstaunt auf die Völkerwanderung schaut...

    Hier ist vielleicht was los, nicht zu fassen, es ist doch noch nicht einmal Wochenende... <++

    Ich habe aber dennoch ein kleines Plätzchen im Schatten am Duoro gefunden und trinke jetzt meinen Portwein. Neben mir am Tisch sitzt ein nettes - auch älteres Ehepaar - aus Belgien mit Golden Retriever, so habe ich nette Gesellschaft.

    Eine dicke fette Möwe hat was von oben fallen lassen, Glück gehabt, ich habe nur 5 kleine Spritzer abbekommen.

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