Beiträge von Petra

    12. Etappe am 09. Juni von Palas de Rei nach Melide - 18,4 km

    Wie ich schon schrieb, fühlte ich mich am nächsten Morgen wieder so fit, dass ich weitergehen konnte. Allerdings habe ich meinen Tagesrucksack nun wirklich auf ein Minimum reduziert, denn so ein paar Wehwehchen hatte ich ja schon. ;)

    Frühstück gab es in der Pension und danach zog ich von dannen. Beim Blick aus meinem Zimmer sah man schon, dass es wohl sehr wechselhaftes Wetter geben würde. Daher hatte ich auf meine Regensachen im Tagesrucksack nicht verzichtet.

    Eigentlich wollte ich in die Apotheke gehen, aber sie machte erst eine Stunde später auf. So lange konnte und wollte ich nicht warten. Die Kirche war jedoch auf und ich dachte, ich habe so viel Glück gehabt, da kann ich mal ein Kerzlein anzünden.

    Nach 15,15 km bin ich vor einer halben Stunde in Arzua angekommen.

    PS. was würdet ihr denken, wenn ihr unter der Dusche steht, die Haare einschamponiert habt und das Licht geht aus und das Wasser läuft weiter und es ist mucksmäuschenstill? Mir fiel da so eine Szene ein... :lol

    Ich habe abgewartet und irgendwann ging das Licht wieder an.

    Nun werde ich eine Runde drehen, brauche frische "Kohle" und muss was essen.

    Viele Grüße

    Petra

    Zwei Stunden später fragte mich ein junges Pärchen, ob ich ein Bild machen könnte vor dem Kiloterstein 78 km vor Santiago. Klar, das mache ich doch. Dann sahen sie mich an und nun sahen sie meine Verletzungen. Er war Krankenpfleger und hatte ein halbes Arzneischränkchen mit. Die Verständigung war schwierig, aber dank Übersetzer klappte es dann doch. Erst säuberten sie alles und dann kam nochBetaisadona oder so was Ähnliches auf meine Hände.

    Prima, da war ich nun gut verarztet und lief weiter. Zwischen durch überlegte ich mir, ob ich aufgebe, aber dann dachte ich mir, das hilft mir auch nicht weiter. Irgendwann wurde mir der Weg dann aber doch zu lang. Ich habe wohl auch eine leichte Rippenbprellung, da dachte ich mir, ich nehme mir erst einmal ein Taxi und fahre ins Hotel. Das Wetter wurde auch richtig schlecht, es kam eine Gewitter herunter, da war die Wahl gut.

    Für 10 Euro brachte mich dann ein Taxi ins Hotel. Ich bezog mein Zimmer und ruhte mich aus. Friedrich habe ich informiert und dann wollte ich erst einmal abwarten, wie es mir am nächsten Morgen geht.

    Ich kann jetzt schon sagen, ja es geht mir besser und ich werde den Weg zu Ende gehen. Ich sehe es so, ich habe wieder viel Glück gehabt. Ich hätte mir auch was brechen können.

    Viele Grüße
    Petra

    Endlich nach über 10 km gab es dann eine Osteria. Nunbekam ich meinen Café von leche, 2 Spiegeleier und Brot, die Tomaten hatte ich mitgebracht.

    Ich machte eine lange Pause, denn der Weg war ja noch lang.

    Ich machte mich also wieder auf den Weg und kurze Zeit später passierte es. Ich küsste wortwortlich den steinigen Boden. Was für ein Mist! Ich robbte mich zur Seite und machte eine Bestandsaufnahme. Leider fließt ja immer sehr viel Blut, wenn man sich an den Lippen verletzt. Ich machte also mal ein Selbstbildnis, um mir den Schaden anzuschauen. Von außen die Lippe kaputt, von innen auch ein dicker Riss, eine Ecke vom Zahn it weg, aber das ist nicht schlimm, habe ja gerade die Betsätigung der Krankenkasse bekommen, die die neuen genehmigt hat.

    Meine Hände waren auch aufgeschürft. Es kammen ein paar Pilger vborbei, ich bekam Pflaster, Tücher und trötende Worte. Ich überlegte hin und her, was ich nun mache, entschied mich aber für nichts zu machen, rappelte mich auf und ging weiter.

    Ich habe gerade mal nachgeschaut, wie warm es bei euch gerade ist. Gott sei Dank sind hier etwas andere Temperaturen. Ich komme zwar auch ins Schwitzen, aber bei 27 Grad möchte ich nicht bergauf und berab gehen. Genieße die warmen Temperatuern,. ::*** Hier wird es morgen um die 20 Grad werden und es wird nicht regnen, also gut zum Laufen.

    Boah, es regnet und regnet. Nun mache ich eine lange Pause nach 7 km bei Kaffee und Kuchen 🍰

    Mein Regencape ist nicht mehr dicht, die Regenjacke darunter geht so, die Schuhe sind innen noch trocken und Oberschenkel und Knie durchweicht, aber nur von vorne.

    Das sind die Überraschungen auf dem Camino, habe noch ein paar mehr parat. Davon erzähle ich später. ;)

    Egal wie schön die Landschaft unterwegs ist, bei Regen macht es keinen Spaß. Ich machte daher viele Pausen. Zwischendurch hörte es immer wieder auf zu regnen. Die Strecke ging zwar auch bergauf und bergab, aber sie war gut zu gehen, bis auf das letzte Stück. Das war schon ein Unding, zman musste sich wischen enge Felsen durchschlängeln und noch über Felsgestein. Gott sei Dank bekam ich Hilfe von einem netten Deutschen, erst half er seiner Freundin, dann mir.

    Ich passierte auch die 100-km-Marke. Nur noch 100 km bis Santiago de Compostela. :ggibmir5

    Hier traf ich dann auch noch die beiden Polinnen, die erst da Mühe hatten und dann auch noch eine Unterkunft suchen mussten.

    10. Etappe am 07. Juni von Sarria nach Portomarin - 24 km

    Vorab, ich habe hier ganz schlechtes Internet. Es kann sein, dass ich nicht den ganzen Bericht von gestern schaffe. Ich fange mal an. ;)

    Beim Frühstück sahen wir es schon, es regnet. :mmistwetter Tja, da muss man als Pilger durch. Ich hatte ja bisher nur schöne Tage, dann kann es auch mal regnen. Nun konnte ich meine kompletten Regensachen endlich mal anziehen und schleppte sie nicht durch die Gegend. All zu viele Bilder habe ich nichz gemacht, obwohl es wirklich lustige Regenverkleidungen gab. Man lief natürlich auch mit Schirn, oder mit durchsichtigem Regenmantel.. Ich sah bestimmt auch nicht besser aus.

    Wie man überall liest, wird es ab Sarria richtig voll. Ja, das sind schon jede Menge Menschen. Da ich sehr langsam laufe, habe ich natürlich den Vorteil, dass mich irgendwann alle überholt habe.

    Bei der Mittagspause traf ich Sheri wieder, ebenso die Brasilianer, die die doppelte Streck an einem Tag laufen.

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