Beiträge von Petra

    Die Innenstadt von Saint Malo wurde im 2. Weltkrieg fast komplett zerstört und später dann wieder nach alten Plänen und Bildern originalgetreu wieder aufgebaut.

    Wir gehen nun intra muros und laufen auf der Mauer entlang und gehen durch die Stadt wieder zurück.

    Das letzte Bild zeigt die Statue von Robert Surcouf geboren 1773 in Saint Malo und gestorben 1827 ebenso in Saint Malo. Er war Kaperer, wieder ein interessantes Leben, denn er durfte mit Genehmigung andere Schiffe kapern. (-> Kaperei)

    Nun geht es aber nach Saint Malo, uns interessiert hauptsächlich der historische Stadtkern intra murus, der wie der Name schon sagt, innerhalb von Mauern liegt.

    Parkplätze in Saint Malo sind gefragt, aber wir haben Glück und finden gleich den letzten Platz auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz direkt gegenüber vom Casino und dem Eingang zur Altstadt.

    Bevor wir zur Altstadt gehen, werfen wir einen Blick auf das Wasser. Die Statue zeigt François-René, vicomte de Chateaubriand, ein Politiker und Schriftsteller. Er wurde 1768 in Saint Malo geboren und starb 1848 in Paris. Sein Lebenslauf hört sich spannend an. Ich setzte hier einfach mal einen Link zu Wiki rein.

    Das Chateaubriand (Fleischgericht) wurde nach ihm benannt, aber es ist wohl nur eine Legende, dass sein Koch dies erfunden hat. :love:

    Wir gehen zu unseren Motorrädern zurück und fahren nun in Richtung Saint Malo. Noch einmal halten wir an, denn wir kommen am Fort Du Guesclin vorbei. Bei Ebbe kann man hinüber gehen, aber es ist in privater Hand. So werden wir nur einen Blick auf den Stran. Hier hängt ein Schlüsselbund am Hinweisschild. Wir lange mag der Besitzer die Schlüssel gesucht haben?

    Auch Léo Ferré hat dieses Fort mal besessen. Ich kenne diesen Sänger nicht, habe mir aber heute mal ein paar Lieder von ihm angehört. :)

    Weiter geht es nun zur Landspitze Pointe du Grouin. Wir stellen die Motorräder ab und gehen ein Stück vom Wanderweg. Dieser ist nicht in einem guten Zustand, aber er wird jetzt neu gestaltet und soll 2024 fertig gestellt sein. Lassen wir uns überraschen. Wir kommen sicher noch einmal hierher.

    Unterwegs treffen wir Filmemacher. Sie nehmen mit einer Drohne auf. Bollywood ruft! ;)

    Bizarre steile Klippen, kleine Inselchen, ein Leuchtturm im Wasser, Segelbötchen im Meer, viel Wind, eine tolle Landschaft! Wir überlegen, ob wir hier etwas essen, es gibt eine Gaststätte, aber wir entscheiden uns dann doch für Saint Malo. Da ist die Auswahl für mich dann doch etwas größer.

    Motorradtour nach Cancale - Pointe du Grouin - Saint Malo am 06.05.2022 - 78 km

    Den zweiten vollen Tag in Cherrueix hatten wir für einen Ausflug nach Saint Malo eingeplant. Beim Frühstück saßen wir zufällig in der Nähe von einem deutschen Ehepaar und sie gaben uns ein paar Tipps, was man auf dem Weg noch mitnehmen kann.

    In dieser Gegend gibt es viele Windmühlen. Sie sind natürlich nicht mehr in Betrieb, aber viele sind umgebaut und bewohnt. Wir fahren auf engen Nebenstraßen und machen den nächsten Stop in Cancale. Auf dem Bild 3 sieht man an der Kiefer einen Ring um den Stamm. Auf einem Schild steht die Erklärung. Auch hier wird der Kiefernprozessionsspinner bekämpft, der eine Gefahr für Menschen und Tiere darstellt.

    Vor unserer Reise hatte ich noch nie etwas davon gehört, aber nun bin ich bei Kiefern doch etwas vorsichtiger.

    Auf dem Rückweg, den wir dann auch wieder zu Fuß machten, denn alles unter 20 km schaffen wir locker und ohne zu jammern :rrocken bezahlten wir unsere Tickets am Automaten, mittlerweile können wir diese ganz gut und ohne Hilfe bedienen. :ggrins:

    Wieder bei den Motorrädern angekommen, war ich allerdings froh, dass ich nun nicht mehr laufen muss.

    Ich war ja noch nie am Mont-Saint-Michel und muss sagen, das ist schon ein toller Anblick, auch bei Ebbe, denn hier in der Bucht ist ja das Phänomen, dass sich das Wasser bis zu 14 km (o.ä.) zurückzieht. Übrigens, es war ganz schön frisch, denn der Wind blies ordentlich.

    Das war eine gute Idee, dass wir den Aufenthalt in Rennes hierfür geopfert haben.

    Auf dem Rückweg wollten wir im Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen (vor allem Kaltgetränke) aber der hatte schon längst zu. Die meisten Läden schließen um 18 Uhr. Wir haben noch in anderen Orten geschaut, keine Chance. :rolleyes

    Zunächst gingen wir jedoch erst einmal in die Burg. Da war ganz schön viel los, kleine Lädchen mit allerlei Angebote für die Touristen und es wurde gekauft. Wir wollten gerne was essen, viele Restaurants hatten nicht geöffnet oder/und waren dabei zu schließen. Das haben wir in den letzten Tagen schon einige Male erlebt. Wir waren immer zur falschen Uhrzeit da. :rolleyes

    Dann gibt es eben ein Panini mit Fritten, das bekommt man fast immer irgendwo.

    Wir ließen uns auch wirklich viel Zeit und immer wieder staunten wir über diesen Anblick. In Frankreichs Schulen war wohl an diesem Tag ein Wandertag eingetragen, denn wir sahen jede Menge an verschiedenen Klassen, manche gingen, manche kamen und viele waren da.

    Hier hörten wir auch das ein und andere Mal die deutsche Sprache. Das hatten wir schon seit langem nicht mehr.

    Ich habe den Mont-Saint-Michel natürlich immer wieder aufgenommen, bis wir endlich da waren. :D

    Auf dem 4. Bild sieht man ganz gut die Menschentraube, die dort auf den Bus warteten. Zurück hätte ich auch gerne den Bus genommen, allerdings hatte ich keine Lust so lange zu warten.

    Mit den Motorrädern zum Mont-Saint-Michel - 5.5.2022

    Die Wettervorhersage war genau richtig für diesen Besuch, es sollte sonnig werden mit kleinen Wölkchen am Himmel. So fuhren wir mit unseren Motorrädern los. Friedrich wollte mir noch eine bestimmte Stelle zeigen, an der er am Vormittag gewesen ist und dieses Bild gemacht hat, aber wir fanden sie nicht mehr.

    Wir hatten es nicht weit, bis zum großen Parkplatz. Da standen schon viele Autos, das deuteten wir richtig, es war ganz schön voll. Allerdings verlief sich die Menge, denn bis auf wenige Ausnahmen gab es viel Platz am Mont-Saint-Michel.

    Vom Parkplatz läuft man zweieinhalb Kilometer, wenn man nicht einen Bus oder eine Pferdekutsche nehmen will. Der Shuttle-Bus ist sogar gebührenfrei, aber nö, wir wollten die Wanderung zum Mont-Saint-Michel auskosten.

    Heute sind wir hier in Veules-Les-Roses geblieben. Wir waren am Meer, haben ein Geocache gesucht, ich habe ein wenig fotografiert, am Strand hatte eine Bude auf (genau bis 18:00h), dann sind wir durch den schönen Ort geschlendert, am Abend habe ich gekocht, es gab eine Zwiebel-Pilz-Paprika-Pfanne mit Veggie-Hack, Kartoffelbrei und Gurkensalat, als Nachtisch einen ZitronenSojaghurt. Alles sehr erholsam!


    Von Dinan aus waren es nur noch wenige Kilometer zu fahren, dann erreichten wir unsere Unterkunft Le Lac in Cherrueix. Wir wurden sehr freundlich begrüßt. Das Zimmer ist klein aber ok. Es gibt einen Garten, da könnte man sich aufhalten, ebenso einen Gemeinschaftsraum mit Büchern und Spielen. Aber sonst ist hier im Ort nichts. Zwei Restaurants, das war´s.

    Also Ruhe ohne Ende. Nachdem wir nur das Nötigste aus dem Auto rausgeholthaben, machten wir einen kleinen Spaziergang zu den Restaurants. Es sind rund 20 - 30 Minuten zu Fuß. Man kann durch den Ort laufen oder über den Damm. Es war Ebbe und das Wasser zieht sich hier in der Bucht sehr weit zurück. Aber man konnte in der Ferne sogar den Mont-Saint-Michel sehen,

    Im Restaurant angekommen, hieß es dann aber, ohne Reservierung gibt es nichts. Nun ja, so ist das eben, aber an der Bar bekamen wir wenigstens ein Bier.

    Wir hatten noch einen Kanten Brot übrig und ein bissel Käse, das aßen wir dann auf dem Zimmer. :D

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