Ich auch, das kommt darauf an, wie die Samen aufgehen. In einigen Monaten werden wir es sehen.
Beiträge von Petra
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Wir waren auch sehr fleißig. Während Friedrich sich mit den Steinen beschäftigte, befreite ich die Blumenwiese vom Gras und anderen Pflanzen, meist Unkraut, so dass nun bald gesät und gepflanzt werden kann.
Nun brachte Friedrich noch den Mutterboden auf die Fläche und ich pflanzte die ersten vorgezogenen Sonnenblumen ein.
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Gartenarbeit
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Gefällt Friedrich das laufen?
Ja, ihm hat es auch gut gefallen. Vor allem sieht man vieles, wenn man langsam unterwegs ist, was man im Vorbeibrausen vielleicht gar nicht wahrnehmen würde, oder auch erst gar nicht hinkäme.

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Nun wussten wir, dass wir den letzten Kilometer nicht auf dem ausgewiesenen Weg gelaufen sind, aber wir waren nicht weit entfernt. Nur noch den Philosophenweg entlang und dann ab ins Wiehengebirge, ein Mittelgebirge, höchste Erhebung ist 320 m. Der Aufstieg ist teilweise steil, wir sind alleine unterwegs. Wir finden keine Pilgerzeichen, klar, denn wir sind mal wieder zu früh auf einem Pfad abgebogen.

Insgesamt macht es nichts, obwohl es irgenwann nur noch ein schmaler Pfad ist, der über Stock und Stein geht. Zweimal musste Friedrich mich hochziehen, dann sind wir endlich wieder auf dem breiten richtigen und normalen Pilgerweg.
Nun beschließen wir, dass wir uns doch nun nach den Richtzeichen richten werden. Das mache ich auf dem Jakobsweg in Portugal und Spanien nämlich auch und so funktioniert das schon am besten.
Mit Navi oder GPS will ich nicht laufen, so ist es schon etwas spannender. Wir kennen uns allerdings in dieser Gegend ganz gut aus, denn der Weg, der nun folgt, den sind wir schon oft gelaufen, als die Kinder klein waren, also so vor 40 Jahren oder so.

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Wie schon an anderer Stelle geschrieben wurde, wer Interesse an diesem Buch hat, der schreibe mir gerne ein private Nachricht

Viele Grüße
Petra -
Katja Riemann Jeder hat. Niemand darf. Projektreisen
Katja Riemann ist seit 20 Jahren in der Welt unterwegs, ist vor Ort, schaut hin. Sie beschreibt die Arbeit von Nicht-Regierungsorganisationen und erzählt von Menschen, die sie bewundert, weil sie etwas bewegen. Katja Riemanns Zuversicht macht Hoffnung, ihre Hingabe ist ansteckend, ihr Humor mitreißend. Sie zeigt, dass Veränderung möglich ist.
Über Jahre hat sie die Arbeit von Molly Melching, der Gründerin von »Tostan« beobachtet, die in senegalesischen Dorfgemeinschaften das Ende der Beschneidung von Mädchen herbeiführt. An der Seite von Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege und dem Arzt und Aktivisten Dr. Kasereka Lusi hat sie sich ein Bild machen können über den Einsatz der Vergewaltigung als Kriegsinstrument im Ostkongo. »Drogen kann man nur einmal verkaufen, Menschen mehrmals«, berichtet sie aus Nepal, wo die Töchter der Familien der unteren Kaste als Dienstmädchen von Menschenhändlern nach Katmandu geholt werden. Und schließlich findet Katja Riemann ihre eigene Geschichte im Libanon, wo ihr Vater lange gelebt und unterrichtet hat.Text und Buchcover mit freundlicher Erlaubnis vom S. Fischer Verlag GmbH
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Ich brauche dringend eine Pause. Picknick machen darf man nicht, Picknickdecke haben wir auch nicht mit, also suchen wir uns ein paar Steine am Weserufer und ja, was in den Dosen und Flaschen ist, das verrate ich einfach nicht.

Nach der Pause geht es eine ganze Weile wieder an der Weser entlang, dann verlassen wir den Fluss und biegen nach Barkhausen ab. Wir achten nicht auf das Pilgerzeichen und machen den ersten Fehler. Als Friedrich jedoch ungefähr 100 Treppen in die Höhe gehen will, streike ich und hole lieber das Smartfone raus. Wie gut, denn dieser Weg wäre komplett falsch gewesen.
Die Bank auf dem Wege war wieder genau richtig für ein kurzes Ausruhen.
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Hier an der Weser sind zunächst doch einige Spaziergänger und Fahrradfahrer unterwegs, es ist Sonntag und das Wetter sehr angenehm. Schade nur, der Biergarten ist zu.
Weiter geht es vorbei am Ruderverein, Skaterpark, Tennisclub, Sportplatz, Sommerbad, Kleingartenverein, hier ist nirgendwo etwas los, das ist richtig gespenstisch. Schöne kleine Parzellen gibt es. Wir beobachten mehrere Eichelhäher, für ein Bild reicht mein Objektiv nicht aus.
Der nächste Teil an der Weser ist gesperrt. Hier "arbeiten" die Pioniere. Friedrich war da auch vor vielen Jahren und sie mussten Brücken bauen. Bilder schieße ich lieber nicht, denn auf den Schildern steht, dass von Schusswaffen Gebrauch gemacht wird.
Im Blick haben wir immer wieder das Kaiser Wilhelm Denkmal. Nun erreichen wir die alte still gelegte Brücke. Zwei junge Mädeln turnen halsbrecherisch auf den rostigen Stahlträgern herum. Klar sie wollen Selfis machen und diese möglichst spektakulär. Wir haben jedoch eine andere Idee.
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1. Etappe von Minden nach Porta Westfalica ca. 13 km - ca. 480 Höhenmeter (Aufstieg + Abstieg)
Externer Inhalt www.komoot.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Wir starteten also in Minden am Dom, der ehemaligen Bischofskirche des alten Bistums Minden. Zur Zeit wird rund um den Dom viel renoviert, es sieht nicht sehr einladend aus. Ohnehin ist nichts los, die Kirche ist geschlossen, es gibt natürlich auch keinen Pilgerausweis und keine Stempel. Das ist eben so.
Vom Dom sind es nur wenige Schritte zu laufen bis wir die Weser mit dem Denkmal des Großen Kurfürsten erreichen. Es ist Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches und Herzog in Preußen. Hier an dieser Stelle gab es eine Furt über die Weser, heute fährt man über die Weserbrücke.
Friedrich entdeckt das Berliner Wappen, von hier aus sind es 357 km bis zur Hauptstadt. Wir bleiben auf dieser Weserseite und gehen nun die Weserpromenade entlang, Die Glacisbrücke ist eine Hängebrücke und nur für Fußgänger und Fahrradfahrer.
Bis zum 19. Jahrhundert gab es auf der Weser Schiffmühlen, die Korn gemahlen haben. Diese hier auf dem Bild ist ein Nachbau und sie ist voll funtionsfähig. Normalerweise gibt es von April bis Oktober Schau- und Mahltage, aber leider nicht zu Corona-Zeiten.
Nun entdecke ich auch den ersten Hinweis auf den Sigwardsweg.
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Nee, dazu habe ich auch keine Lust. Die letzten Bilder sind nicht aus dem Tarnzelt, ich habe aus der Terrassentür fotografiert. Ich habe aber eine Kamera auf den Futterplatz gerichtet, so dass ich auch in der Küche oder irgendwo anders im Haus sehen kann, wenn sich was tut. Die Tiere haben auch feste Zeiten, wann sie zum Futterplatz kommen. Nur der Specht hält sich nicht daran.
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Damit mein Bericht Pilgern auf dem Sigwardsweg übersichtlich bleibt, habe ich hier einen Kommentar-Thread eingerichtet.

Viele Grüße
Petra -
Es ist noch nicht so lange her, dass ich von dem Sigwardsweg erfahren habe, der hier im Umkreis meines Wohnortes insgesamt 170 km entlang geht. Kein Etappenpunkt ist jedoch mehr als 30 Kilometer entfernt. Ich wohne also mittendrin.
Was für ein Glück in der schwierigen Corona-Zeit, denn eines ist ja erlaubt: Sport zu treiben und einen Spaziergang machen. Pilgern ist ja auch fast wie ein Spaziergang. So haben wir uns vorgenommen, einmal in der Woche eine Etappe zu laufen. Friedrich wird mich auf diesem Pilgerweg begleiten.
Der Sigwardsweg beginnt in Minden und endet in Idensen. Es gibt eine südliche Route und eine nördliche Route.
Wir beginnen mit der südlichen Route und werden dann von Idensen die nördliche Route zurück nach Minden pilgern. Die Etappen halten wir locker so zwischen 10 – 18 km. Ein kleiner Wermutstropfen, wir können – Corona sei Dank - nirgendwo einkehren oder übernachten, selbst ein Picknick unterwegs ist zur Zeit nicht erlaubt.
Wer war Sigward? Er war während der Jahre 1120 und 1140 der 25. Bischof vom alten Bistum in Minden. In Idensen ließ er auf seinem Besitz eine Kirche erbauen.
Im Tympanon steht der Wahlspruch vom Bischof Sigward:
Sum quod eram, nec eram quod sum
Ich bin, der ich war, war aber nicht, der ich bin.
Im Netz gibt es einige Seiten über den Sigwardsweg, da kann man sich über die Route und die einzelnen Etappen informieren. Mit viel Glück habe ich noch einen Pilgerführer ergattert, denn in den Buchhandlungen sind sie vergriffen:
Pilgern im alten Bistum Minden von Wolfhard Winkelmüller
Das Buch beschreibt allerdings den Pilgerweg vor vielen Jahren (Auflage 2009) und ist nicht mehr so richtig up to date, aber es ist ein guter Einstieg mit vielen Hintergrundinformationen.
Ich werde nun recht ausführlich und mit vielen Bildern über die einzelnen Etappen berichten.
Viele Grüße
PetraDieser Thread ist gesperrt, Kommentare oder Fragen bitte hier hinschreiben.

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Genau Heike und damit (also mit Chrome 81.0.4044.111) funktioniert es, denn diese Version hatte ich auch auf meinem Handy. Das ist nämlich nicht die neueste Version. Ich habe (leider) ein Update gemacht und nun habe ich dasselbe Problem wie Du. Aber wie gesagt mit Firefox klappt alles.
Nachtrag: Ich musste mal etwas verbessern, weil Angelikas Beitrag sich dazwischen geschummelt hat.
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Heike, jetzt wäre es interessant zu wissen, ob der Fehler mit Deinem Handy auch bei Firefox auftritt.
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