Pilgern auf dem Sigwardsweg

  • Es ist noch nicht so lange her, dass ich von dem Sigwardsweg erfahren habe, der hier im Umkreis meines Wohnortes insgesamt 170 km entlang geht. Kein Etappenpunkt ist jedoch mehr als 30 Kilometer entfernt. Ich wohne also mittendrin.


    Was für ein Glück in der schwierigen Corona-Zeit, denn eines ist ja erlaubt: Sport zu treiben und einen Spaziergang machen. Pilgern ist ja auch fast wie ein Spaziergang. So haben wir uns vorgenommen, einmal in der Woche eine Etappe zu laufen. Friedrich wird mich auf diesem Pilgerweg begleiten.


    Der Sigwardsweg beginnt in Minden und endet in Idensen. Es gibt eine südliche Route und eine nördliche Route.


    Wir beginnen mit der südlichen Route und werden dann von Idensen die nördliche Route zurück nach Minden pilgern. Die Etappen halten wir locker so zwischen 10 – 18 km. Ein kleiner Wermutstropfen, wir können – Corona sei Dank - nirgendwo einkehren oder übernachten, selbst ein Picknick unterwegs ist zur Zeit nicht erlaubt.



    Wer war Sigward? Er war während der Jahre 1120 und 1140 der 25. Bischof vom alten Bistum in Minden. In Idensen ließ er auf seinem Besitz eine Kirche erbauen.


    Im Tympanon steht der Wahlspruch vom Bischof Sigward:


    Sum quod eram, nec eram quod sum

    Ich bin, der ich war, war aber nicht, der ich bin.



    Im Netz gibt es einige Seiten über den Sigwardsweg, da kann man sich über die Route und die einzelnen Etappen informieren. Mit viel Glück habe ich noch einen Pilgerführer ergattert, denn in den Buchhandlungen sind sie vergriffen:

    Pilgern im alten Bistum Minden von Wolfhard Winkelmüller


    Das Buch beschreibt allerdings den Pilgerweg vor vielen Jahren (Auflage 2009) und ist nicht mehr so richtig up to date, aber es ist ein guter Einstieg mit vielen Hintergrundinformationen.


    Ich werde nun recht ausführlich und mit vielen Bildern über die einzelnen Etappen berichten.


    Viele Grüße
    Petra


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  • 1. Etappe von Minden nach Porta Westfalica ca. 13 km - ca. 480 Höhenmeter (Aufstieg + Abstieg)


    Wir starteten also in Minden am Dom, der ehemaligen Bischofskirche des alten Bistums Minden. Zur Zeit wird rund um den Dom viel renoviert, es sieht nicht sehr einladend aus. Ohnehin ist nichts los, die Kirche ist geschlossen, es gibt natürlich auch keinen Pilgerausweis und keine Stempel. Das ist eben so.


    Vom Dom sind es nur wenige Schritte zu laufen bis wir die Weser mit dem Denkmal des Großen Kurfürsten erreichen. Es ist Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches und Herzog in Preußen. Hier an dieser Stelle gab es eine Furt über die Weser, heute fährt man über die Weserbrücke.


    Friedrich entdeckt das Berliner Wappen, von hier aus sind es 357 km bis zur Hauptstadt. Wir bleiben auf dieser Weserseite und gehen nun die Weserpromenade entlang, Die Glacisbrücke ist eine Hängebrücke und nur für Fußgänger und Fahrradfahrer.


    Bis zum 19. Jahrhundert gab es auf der Weser Schiffmühlen, die Korn gemahlen haben. Diese hier auf dem Bild ist ein Nachbau und sie ist voll funtionsfähig. Normalerweise gibt es von April bis Oktober Schau- und Mahltage, aber leider nicht zu Corona-Zeiten.


    Nun entdecke ich auch den ersten Hinweis auf den Sigwardsweg.











  • Hier an der Weser sind zunächst doch einige Spaziergänger und Fahrradfahrer unterwegs, es ist Sonntag und das Wetter sehr angenehm. Schade nur, der Biergarten ist zu.


    Weiter geht es vorbei am Ruderverein, Skaterpark, Tennisclub, Sportplatz, Sommerbad, Kleingartenverein, hier ist nirgendwo etwas los, das ist richtig gespenstisch. Schöne kleine Parzellen gibt es. Wir beobachten mehrere Eichelhäher, für ein Bild reicht mein Objektiv nicht aus.


    Der nächste Teil an der Weser ist gesperrt. Hier "arbeiten" die Pioniere. Friedrich war da auch vor vielen Jahren und sie mussten Brücken bauen. Bilder schieße ich lieber nicht, denn auf den Schildern steht, dass von Schusswaffen Gebrauch gemacht wird.


    Im Blick haben wir immer wieder das Kaiser Wilhelm Denkmal. Nun erreichen wir die alte still gelegte Brücke. Zwei junge Mädeln turnen halsbrecherisch auf den rostigen Stahlträgern herum. Klar sie wollen Selfis machen und diese möglichst spektakulär. Wir haben jedoch eine andere Idee.











  • Ich brauche dringend eine Pause. Picknick machen darf man nicht, Picknickdecke haben wir auch nicht mit, also suchen wir uns ein paar Steine am Weserufer und ja, was in den Dosen und Flaschen ist, das verrate ich einfach nicht. :P


     


    Nach der Pause geht es eine ganze Weile wieder an der Weser entlang, dann verlassen wir den Fluss und biegen nach Barkhausen ab. Wir achten nicht auf das Pilgerzeichen und machen den ersten Fehler. Als Friedrich jedoch ungefähr 100 Treppen in die Höhe gehen will, streike ich und hole lieber das Smartfone raus. Wie gut, denn dieser Weg wäre komplett falsch gewesen.


    Die Bank auf dem Wege war wieder genau richtig für ein kurzes Ausruhen.







  • Nun wussten wir, dass wir den letzten Kilometer nicht auf dem ausgewiesenen Weg gelaufen sind, aber wir waren nicht weit entfernt. Nur noch den Philosophenweg entlang und dann ab ins Wiehengebirge, ein Mittelgebirge, höchste Erhebung ist 320 m. Der Aufstieg ist teilweise steil, wir sind alleine unterwegs. Wir finden keine Pilgerzeichen, klar, denn wir sind mal wieder zu früh auf einem Pfad abgebogen. :Kopffass:


    Insgesamt macht es nichts, obwohl es irgenwann nur noch ein schmaler Pfad ist, der über Stock und Stein geht. Zweimal musste Friedrich mich hochziehen, dann sind wir endlich wieder auf dem breiten richtigen und normalen Pilgerweg.


    Nun beschließen wir, dass wir uns doch nun nach den Richtzeichen richten werden. Das mache ich auf dem Jakobsweg in Portugal und Spanien nämlich auch und so funktioniert das schon am besten.


    Mit Navi oder GPS will ich nicht laufen, so ist es schon etwas spannender. Wir kennen uns allerdings in dieser Gegend ganz gut aus, denn der Weg, der nun folgt, den sind wir schon oft gelaufen, als die Kinder klein waren, also so vor 40 Jahren oder so. ;-)








  • Nun haben wir den Kamm erreicht und sehen schon die Wittekindsburg. Heute ist es ein Café und Restaurant, früher war hier eine Fliehburg. Es gibt einen Biergarten überall stehen Tische und Bänke. Es sind einige Wanderer unterwegs. Man hält aber Abstand. Leider ist aber auch hier alles geschlossen.


    Es gibt eine Startrampe für Drachenflieger. Früher sind wir oft hier hergegangen um die Wagemutigen zu beobachten, wie sie erst die Rampe runterlaufen und dann in den Lüften schweben. (Bild 3)


    Nur ein paar Hundert Meter entfernt sehen wir die Überreste einer Kreuzkirche mit 5 Grabstellen, von vermutlich einer Frau und 4 Kindern. Die Überreste wurden erst 1996 entdeckt, vermutlich stammt der Bau aus dem 10. Jahrhundert und es wird gesagt, dass nur 4 ähnliche Bauten aus dieser Zeit bekannt sind, wovon nur noch ein Kirche in Trier stehen soll. Es wurde ein Schutzpavillion über die Steinreste gesetzt. Durch die Glasscheiben kam aber kein vernünftiges Bild zustande.






  • Der Weg von der Wittekindsburg zum Kaiser Wilhelm Denkmal dauert ungefähr eine halbe Stunde. Es gibt verschiedene Wege und Pfade, aber wir gehen den normalen Weg, es ist der Europäische Fernwanderweg E11. Zwischendurch hat man immer mal wieder einen schönen Blick, auch Bänke zum Ausruhen finden wir. Prima, um eine Pause einzulegen, aber leider gibt es kein Picknick.


    Auf den Moltketurm kann man hochgehen, wir schauten aber lieber von unten hinauf. Irgendwann erreichten wir das Ziel auf dem Wittekindsberg.






  • Über das Kaiser Wilhelm Denkmal habe ich an vielen anderen Stellen schon geschrieben. Daher nur ganz kurz:


    Die Statue des Kaiser Wilhelm ist 7 m hoch. Das Denkmal insgesamt ist 88 m hoch. Auf der Spitze befindet sich eine Krone mit einem vergoldeten Kreuz. Das Denkmal wurde von 1892 bis 1896 erbaut und kostete damals 833.000 Goldmark.



    Die Sonne steht genau so , dass ich das Denkmal nicht gut fotografieren kann, aber die Sicht ist fantastisch.


    Bild 3 + 5 Blick in Richtung Minden über die Weser, von dort sind wir gekommen

    Bild 4 + 6 Blick auf das Wesergebirge mit dem Fernsehturm


    Auf Bild 6 sieht man die Brücke über die Weser, darüber müssen wir noch laufen. Auf der anderen Seite ist der Ortsteil Hausberge. An der Kirche haben wir Friedrichs Auto abgestellt.
















  • Wir passieren das einst schmucke Hotel Kaiserhof (erbaut 1895-96). Der Verfasser desPilgerführers hat dort nach der ersten Etappe übernachtet. Wie schrieb Wolfhard Winkelmüller, er wurde magisch von dem imposanten Hotel Kaiserhof angezogen und bekam ein preiswertes Pilgerzimmer unter kaiserlichen Erinnerungsbildern.





  • 2. Etappe von Hausberge nach Bückeburg ca. 16,5 - 18 km - 927 Höhenmeter


    Letzten Sonntag, am 17. Mai sind wir die 2. Etappe vom Sigwardsweg gelaufen. Sie war als mittelschwer ausgeschrieben, aber ich habe heute, nach 3 Tagen immer noch Muskelkater.{v

    Mit zwei Autos sind wir gefahren, haben eins in Bückeburg in der Nähe der Stadtkirche abgestellt und fuhren dann weiter nach Hausberge. Das andere Auto stellten wir wieder vor der evangelischen Kirche und dann gab es auch schon das erste Foto auf dem Parkplatz. Im Hintergrund sieht man schon den Fernsehturm. Dort oben hoch müssen wir hin.



    Es ist noch frisch, das Thermometer zeigt gerade mal 11 Grad, da bin ich froh, dass ich vor der Abfahrt doch noch schnell eine weitere dünne Jacke mitgenommen habe. Eigentlich wollte ich nur in der Fleecejacke laufen.


    Wir suchen den Aufstieg zur Portakanzel. Dieser befindet sich kurz vor dem Berghotel. Dort gibt es auch einen großen Parkplatz mit Blick auf die Porta Westfalica.


    An dieser Stelle möchte ich an die dunkle Seite der Vergangenheit erinnern, denn hier befand sich ein KZ-Außenlager. In unterirdischen Stollen rechts und links der Weser in den Bergen, wurden Häftlinge unter unmenschlichschen Bedingungen brutal behandelt und "gehalten". Es git eine Seite im Netz mit vielen Informationen: KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.


    Es führt nur ein schmaler steiler Pfad nach oben auf die Portakanzel. Ich komme ins Schwitzen und außerdem auch aus der Puste. Das ist mega anstrengend für mich. Ich habe meinen Leki-Stock dabei und benötige ihn auch dringend. Manchmal muss Friedrich mir helfen. Bei schlechtem Wetter möchte ich hier nicht pilgern, ich rutsche trotz meiner Wanderschuhe etliche Male aus.





  • Da ich ab und zu verschnaufen muss, werden wir von einem Mann überholt, der mit leichten Schritten und einer großen Einkaufstüte auch auf dem Weg nach oben ist.


    Auf halben Wege nach oben, treffen wir ihn wieder, er sitzt auf einer Bank. Ich spreche ihn an, wir kommen ins Gespräch und klar, ich frage ihn, was er hier macht. Dann erzählt er uns, er kommt aus Bünde und hat eine Trommel mit und ist auf dem Wege zu seinem Baum.


    Ich frage ihn, ob er mir die Trommel zeigt. Er packt sie aus und er trommelt ein paar Klänge. Da dies jedoch alles sehr persönlich ist, verzichte ich auf die Bilder. Er hat die Trommel selber mit seinem Therapeuten gebaut und hat hier seinen Baum gefunden. So oft es geht, ist er im Wald bei seinem Baum und trommelt.


    Sein Baum liegt nicht genau am Wege nach oben, es ist ein wirklich enger Pfad, den wir nun gehen müssen, denn er möchte uns seinen Baum zeigen. Als wir so durch das Dickicht nach oben kriechen, Friedrich muss mir nun wirklich helfen, keimte ganz kurz ein Warnung auf, was ist, wenn...? Aber diesen Gedanken schob ich ganz schnell zur Seite.


    Wir erreichen seinen Baum und setzen uns ein ein wenig hin, denn wir müssen verschnaufen und wir wollen die Stimmung auf uns wirken lassen. Was gibt es für interessante Menschen, denen man zufällig unterwegs begegnet.


    Nun begleitet er uns bis wir wieder auf dem Sigwardsweg sind und dann trennen sich unsere Wege.




  • Der Aufstieg zur Porta-Kanzel (188,6 m) ist geschafft und wow, wir stehen nun Auge in Auge vor dem gegenüberliegenden Kaiser-Wilhelm- Denkmal. Was haben wir Glück mit dem Wetter mit dem Licht und der Sicht! :thump:


    Hier bleiben wir eine Weile und genießen die Aussicht. Wir befinden uns nun auf dem Jakobsberg. Der Name rührt daher, weil ein preußischer Zöllner namens Jakob hier am Hang Wein angebaut hat. Jedoch der alte Name des Berges war ursprünglich Tönsberg oder Antoniusberg, denn im Mittelalter stand auf dem Platz der Porta-Kanzel die Antoniuskapelle.


    Der Jakobsberg ist der westlichste Berg des Wesergebirges, die höchste Stelle ist 235,2 m hoch. Auf der anderen Seite liegt der Wittekingsberg (294,2 m) und das Wiehengebirge. Ich habe hier einen Bildausschnitt angefertigt, da habe ich den Anfang vom Aufstieg und die Porta-Kanzel eingetragen.


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  • So richtig weit sind wir ja nicht gekommen, es lagen noch viele Kilometer vor uns. Wir hatten Zeit und das Wetter war toll. Wir liefen durch einen dichten Buchenwald. Ich hätte stundenlang fotografieren können, ein Baum schöner als der andere, so viele bizarre Wurzeln und diese Ruhe! Waren an der Portakanzel noch ab und zu einige andere Wanderer oder Fahrradfahrer zu sehen, waren wir nun alleine in dem Wald.


    Friedrich sucht sich unterwegs immer einen Wanderstock, den er dann in den Pausen, wo er auf mich wartet, herumschnitzt. Da man in dieser Gegend auch Überbleibsel von Dinosaurieren gefunden hat, suchte Friedrich ab und zu nach Fossilien, wurde aber nicht fündig.


    Der Weg führte zunächst stetig nach oben, denn wir hatten noch ein paar Höhenmeter vor uns, ehe wir die zur höchsten Stelle kamen. Jedes Mal wenn es aussah wie ein Gipfel, ging es dann danach wieder nach unten, um kurz danach wieder anzusteigen. So ist das halt auch im Mittelgebirge.


    Dann kam die Bank und wir haben uns eine Pause verdient. Was für ein idyllischer Platz.











  • Nach insgesamt fünfeinhalb Kilometer verlassen wir den Wald und kommen erreichen Nammen, heute ein Stadtteil von Porta Westfalica. Wir suchen die Laurentiuskapelle, die ältestete Fachwerkkapelle im Nordwestdeutschen Raum.


    Zunächst treffen wir jedoch auf einen Eisverkäufer. Ich finde einen Euro in meiner Jackentasche, den ich schon für den Einkaufswagen letztens vermisst habe und Friedrich kratzt auch einen Euro als Kleingeld zusammen: ich Zitrone und er Vanille... mhmm so lecker und natürlich auf Hörnchen.


    Der Laurentiusweg führt uns dann zur Laurentiuskapelle.


    Sie sieht aus wie ein Fachwerkhaus mit einem Türmchen. Leider können wir nicht in die Kapelle hinein, sie ist geschlossen. Man hat fest gestellt, dass diese Kapelle aus dem Jahr 1523 stammt.


    So machen wir ein paar Bilder und dann geht es auch schon wieder weiter.










  • Leider verpassen wir den richtigen Weg, obwohl wir unterwegs Einheimische gefragt haben, aber ich hätte es überprüfen müssen. Als wir an diesem "Kopf" vorbeikamen, waren wir schon viel zu weit in die falsche Richtung gegangen.


    Nun holten wir doch das Smartphone heraus und leider, leider mussten wir ein ganzes Stück zurückgehen. Es war aber eine schöne Wegstrecke an vielen Gerstenfeldern vorbei. <%% Aber kein Ausschank war in Sicht.

    Wir gingen wieder zum Wald zurück, denn der Weg zur Kapelle war ja ein kleiner Sidetrip, abseits des Wanderweges. Es folgte eine kleine Steigung auf 200 m, um dann gemächlich wieder etwas runter zu gehen. Ich brauche eine kleine Pause, aber keine Bank war in Sicht. So nahm ich auf einem Baumstumpf Platz.








  • Nun geht es wieder stetig nach oben und wir erreichen irgendwann die höchste Stelle auf dieser Etappe. Unterwegs sehen wir viele alte Grenzsteine mit der Markierung der Domprobstei Minden aus dem Jahr 1753.


    Toll diese Strecke und dann noch diese Aussicht, sie entschädigt mich voll und die Strapazen sind erst einmal ganz weit weg.


    Über uns kreist ein Segelflieger, der Flugplatz Bückeburg ist in der Nähe.






  • Noch immer geht es die Hügel hoch und wieder runter. Der höchste Punkt liegt bei 269 Meter, das ist nicht sehr hoch, aber wie gesagt, ich merke es langsam in meinen Beinen. Wir befinden uns auf der Wülpker Egge und umrunden einen Steinbruch der Barbara Erzbergbau GmbH. Hier wird im Tagebau Erz und Kalksandstein abgebaut. In der fernen Vergangenheit wurden allerdings viele Fehler gemacht, die der Natur sehr schadeten. }a


    Interessant sind die Erläuterungen zu der Gesteinswand (Heineberg) auf dem 2. Foto.

    Man kann von oben nach unten 9 verschiedene geologische Schichten erkennen, die ca. 150 - 160 Millionen Jahre alt sind. Ich habe sie mir mir natürlich nicht alle gemerkt und kannte noch nicht einmal alle Namen, aber ich habe von der Tafel ein Bild gemacht. ;-)


    Unterer Humeralisoolith

    Wohlverwarthflöz

    Liegendquarzit

    Zwischenflöz

    Sandmergel

    Haiptoolith

    Klippenflöz

    Klippenkalk

    Heersumer Schichten


    Wir machen eine Kleine Pause und es gibt noch einmal ein Selfie ;-)







  • Wir mussten fast den gesamten Steinbruch umrunden, die letzte Steigung war geschafft und dann ging es endlich abwärts. Dann kamen wir zu diesem Wegweiser (letztes Bild) und wir beide deuteten ihn jeweils anders. Ich setzte mich durch und wir lagen falsch! {a