Beiträge von Petra

    Den letzten Tag im Jahr 2018 wollten wir nicht in unserer Unterkunft verbringen, so entschieden wir uns für einen kleinen Autoausflug.

    Wir hatten einen Hinweiweisschild gesehen, darauf stand Vieux Port. Den wollten wir uns ansehen, ebenso noch einmal die Lavafelder. Beides befindet sich an der Ostküste.

    Mit dem Auto bogen wir in Richtung Ozean ab und fuhren so wiet wir konnten einen engen schmalen Naturweg.

    Danach ging es zu Fuß weiter.

    Es ist zu spät, um jetzt noch den anderen Weg zum Berg zu fahren. So entscheiden wir uns für den Strand. Badesachen haben wir immer im Kofferraum dabei.

    Es ist nur schwierig einen Parkplatz zu bekommen, denn es ist alles voll. Wir versuchen es an verschiedenen Stellen. In Étang-Salé les Bains haben wir Glück und finden einen Parkplatz.

    Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen. Der Sandstrand ist dunkel und der Sand ist sehr heiß. Ohne Badeschuhe ist es so gut wie unmöglich durch den Sand zu laufen. Ich habe gelesen, das liegt an der Zusammensetzung von Basalt und Korallen. Schön ist, es gibt eine bewachte Badezone und man darf hier auch im Meer schwimmen.

    Am nächsten Tag, es ist der 30.12.2018 haben wir eine Fahrt zum Piton Maïdo geplant. Da wir im Süden der Insel untergebracht sind, wollen wir nicht den "normalen" Weg von St.Paul aus fahren, sondern wir fahren über Les Avirons und la Tévelave, wieder atemberaubende Straßen, die uns in vielen Kurven in die Höhe bringen. Nun liegen noch ca. 30 km vor uns, aber es ist auf einmal Schluss, wir kommen nicht weiter. Es hat einen Erdrutsch gegeben und die Straße ist nicht mehr passierbar. Schade, aber nicht zu ändern.

    Wir sind jedoch froh, dass wir vor dem Erdrutsch sind und nicht mittendrin.


    Friedrich ist zurück und er ist fix und fertig. Das war eine sehr anstrengende Wanderung und er meinte, ich hätte geweint... Über 3 Stunden ging es hin und dann wieder zurück.

    Ich habe die ersten Bilder gesichtet, viele sind zwar unterbelichtet (dieses blöde kleine Knöpfchen verstellt sich ja leicht an der Fuji) aber ich habe RAW und JPEG eingestellt, da kann ich noch alles rausreißen.

    Hier ein erstes Bild vom Blick in den Krater des Piton de la Fournaise


    Auf Sydney freue ich mich auch schon sehr. :)

    Ja, Friedrich ist zum aktiven Vulkan Le Piton Fournaise gefahren. Dort kann man in 2 Stunden bei einer mittelschweren Wanderung bis zum Kraterrand kommen. Ich habe mir das im Moment aber nicht zugetraut. Ich bin schon so gespannt auf die Bilder. Vor allem glaube ich, dass ich noch einmal hierherkommen muss :)

    Andrea schöne Grüße auch an Werner. Toll, auf welchen Wegen man kommunizieren kann. :hhherzen

    Zwischendurch legen wir immer mal wieder einen Ruhetag ein. Wir haben es hier ja gut und der Pool ist auch nicht zu verachten. Ich habe mich ja recht stark erkältet und somit brauche ich etwas mehr Ruhe. Am Nachmittag sind wir dann doch noch einmal losgefahren und zwar an den Strand von Grande Anse.

    Es ist ein langer großer Sandstrand mit vielen schattigen Stellen. Wir suchen uns ein Plätzchen und genießen die Wärme und das Meer.

    Soll ich was verraten? Den Fotoapparat habe ich extra zu Hause gelassen. Daher gibt es auch von diesem Tag kein einziges Bild. :)

    20. Etappe: Die Westküste

    Zitat

    Westport bescherte uns zwei heftige Regentage und wir hatten endlich Zeit in Ruhe an unserem Blog zu arbeiten. Bei dem starken Wind konnten wir unseren Schirm im Wohnmobil lassen, da er uns wegwehte.

    Das Wetter erinnerte sehr uns an unsere Herbst- und Osterurlaube an der Nordsee. Bei dem strömenden Regen war es nicht so leicht unserem Enkel Mattis ein Geburtstagsständchen zu singen. Aber wir fanden einen halbwegs geschützten Platz neben dem Supermarkt….. (Ohne WLAN geht es nicht.)

    Ein kleiner Spaziergang zur Mündung des Buller Rivers tat uns gut, auch wenn wir danach völlig durchnässt waren. Bei dem heftigen Wind war das Meer richtig aufgewühlt, riesige braune Wellen kamen uns entgegen.

    Am nächsten Tag erfuhren wir von Maya und Tobi aus Berlin, dass die schöne Küstenstrecke gen Süden zwei Tage lang gesperrt war, da sie an manchen Stellen aufgrund der starken Regenfälle nicht passierbar war. Gut, dass wir nicht drauf los gefahren sind.

    Es geht nun weiter in südlicher Richtung, noch vor der Ortschaft Ste Rose entdecken wir diese Kirche, die wie eine große Hochzeitstorte aussieht. (Bild 1 Église Sainte-Anne de Saint-Benoît) Wunderschön ist sie. Wir gehen auch rein, es finden aber gerade Gebete statt, so dass wir nicht durch Fotografieren stören wollen.

    Hinter Ste Rose erreichen wir die Route des Laves. Sie führt bis nach Sant Philippe. In diesem Gebiet kommen immer die Lavaströme runter, wenn der Berg wieder spuckt. Es ist schon ein seltsames Schauspiel. Man kann die frischen Spuren deutlich von den älteren unterscheiden. Der letzte Ausbruch war erst im April 2018. Heute Abend hat uns eine Nachbarin ein Video von der brennenden Lava gezeigt, die gen Ozean wanderte. Sie selber saß am Rande der Vulkans wie Hunderte von anderen auch und hat das Spektakel beobachtet. Dafür ist sie aber auch in der Nacht schon dorthin gefahren.

    Die Kirche Notre-Dame-des-Laves blieb von dem Lavastrom 1977 wie durch ein Wunder verschont, die Lava suchte sich den Weg um die Kirche herum. (Bild 2)


    Tja, da musste ich dann doch mal wieder mein großes Objektiv rausholen und ein paar Bilder schießen...

    Die Webervögel sind richtig geschickt und ich konnte einen beim Weben beobachten. Auf dem vorletzten Bild sieht man die Schnabelspitze aus dem Nest rausragen, auf dem letzten Bild dann den Halm. Ich habe noch mehr Bilder von dieser Serie gemacht, aber es ist dann auch nur noch der Halm zusehen, mal größer mal kleiner.

    Nun fahren wir an die Ostküste von Reunion und machen einen Stop in der Stadt Saint-Benoît. So richtig viel gibt es nicht zu sehen, später las ich, dass ein Großfeuer 1950 so gut wie alle alten Gebäude zerstört hatte.

    So musste die Kirche herhalten, an diesem Tag gab es einige Trauungen. Noch während die eine Trauung in der Kirche im Gange war, kamen schon die nächsten Hochzeitsgäste nebst Braut und Brautigam angefahren. Das ist dann immer mit einem lauten Gehupe verbunden.

    Wir haben übrigens nur schwierig einen Parkplatz ergattern können. Zunächst standen wir etwas abseits auf einem Parkplatz, allerdings nicht dort, wo man parken darf. Die innere Unruhe ließ uns aber einige Minuten abwartend vor dem Auto stehen bleiben. Und siehe da, der Abschleppwagen hatte uns schon im Visier. Wir sind dann schnell wieder reingesprungen und zack waren wir weg. Mit Glück fanden wir dann noch einen richtigen Parkplatz in der Nähe.

    Der Abschleppwagen nahm sich dann ein anderes Auto vor. Das wäre doch eine richtig gute Überraschung gewesen. Aber wir haben Glück gehabt!

    Manchmal ist es gut, wenn man nicht alles weiß. Ja, es gibt Warnungen, aber da sie auf französisch sind, könnten wir sie nicht richtig deuten. Netz haben wir nicht unterwegs, obwohl meine SIM- Karte funktionieren soll, geht sie nicht. Egal, wir fahren eh vorsichtig. Dort oben hatten wir auch etwas Bedenken, so sind wir auch recht schnell wieder zurück gefahren, denn es ist immer mit Überflutungen zu rechnen. Das war auch bisher das einzige Mal, dass wir im Starkregen unterwegs waren. Auf Mauritius hatten wir mit Aquaplaning zu tun, als wir durch die Berge zurück führen. Das war nicht schön.

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