Beiträge von Petra

    Guten guten Morgen aus Atapuerca.

    Es ist frisch hier gerade mal 12 Grad. so kann ich endlich mal meine mit geschleppte Fleecejacke ausprobieren. da ich aber wieder ein paar Berge zu bewältigen habe, werde ich sicherlich schnell ins Schwitzen kommen.

    Hier hängen auch ganz tiefe dicke Wolken über dem Ort, ich hoffe, dass ich nicht nass werde. Es waren schwere Regenschauer vohergesagt, aber die Online Wettervorhersage meint, dass ich heute ohne Schauer auskommen werde. Ihr werdet es erfahren.

    Bis später!::***

    Meist bin ich am Abend kaputt und habe wenig Lust, noch auszugehen. Dieses Mal plagte mich aber der Hunger. Ich sah ein Restaurant, wo man auch draußen sitzen konnte. Es gab aber kein Pilgermenü, da Sonntag.

    So bestellte ich mir Spaghetti mit Tomatensauce und Käse überbacken, dazu dann einen Tomatensalat und Brot. Dazu trank ich dann einen Riojo. :pprost

    Ich hatte einen günstigen Platz und konnte die Menschen beobachten. Am Nebentisch saßen zunächst vier ältere Damen (wesentlich älter als ich) mit Hundchen, Zigarettchen, gut geschminkt, bissel Gold am Hals, haben sie sich köstlich amüsiert. Später kamen auch noch ältere Herren hinzu.

    Das war jetzt kein Sterne-Lokal aber eben mittendrin im Leben. Schickimicki kann ich noch genug haben.

    Ich muss dann doch einmal das Navi anschmeißen, aber dann habe ich die Straße schnell gefunden. Ich bin in der Pension San Lorenzo untergebracht. Am Eingang hängt ein Schild full, completo... Es ist Sonntag und es ist sehr schwierig eine freie Unterkunft zu finden.

    Ich wurde schon erwartet und ich bekam einen Stadtplan nebst vielen Empfehlungen: wo kann ich noch was essen, wo bekomme morgen ganz früh ein Frühstück und wo geht der Jakonsweg lang.

    Ich bekam ein schönes Zimmer und sie entschuldigte sich, dass ich zwei Einzelbetten bekommen habe. Sie hätte mir noch geschriebe , was ich gerne möchte, Einzelbetten oder Doppelbett. Mir ist das hier eigentlich egal. Ich schreibe meist zurück, dass sie es so entscheiden sollen, wie es für sie besser passt. Aber diese Mail hatte ich gar nicht gelesen. Ich frage nur einmal am Abend ab und nicht am Tage.

    Nun ist es nicht mehr weit bis Najéra. Ich muss nur noch meine gebuchte Unterkunft finden. Unterwegs komme ich an einer Bar vorbei. Hier treffe ich Leonore aus Memphis, Stephan und Jeff aus New York, Hannah aus London und Martin aus Ulm.

    Sie laden mich auf ein Bier ein und es war sehr lustig. Irgendwann musste ich aber weiter und sagte tschüss.

    Gut gestärkt gehe ich weiter, noch etwas mehr als 10 Kilometer liegen vor mir. Die esrte Strecke ist für mich sehr schwierig zu laufen, denn es geht bergauf und dann auch über größere Kieselsteine. Da muss ich immer besonders aufpassen, wohin ich trete.

    Mittlerweile ist es recht heiß geworden. Da hilft nur eines, viel trinken und mit den Kräften haushalten.

    Auch die Fahrradfahrer haben ein hartes Los, oft genug müssen sie das Fahrrad den Berg hinaufschieben. Da sieht man den Schweiß hinunterrinnen.


    10. Etappe von Navarrete nach Nájera - 16,5 km 27.649 Schritte, davon 20.137 Stufen/Steigungen

    Diese Etappe bin ich am 5.8.2018 gelaufen. Da ich mir nur eine kurze Strecke ausgesucht hatte, ließ ich mir Zeit und frühstückte im Hostal. Es gab frisch gepressten Orangensaft, geschälte Orangen als Frucht, frisch getoastetet Brot mit Butter und Marmelade. Dazu Kaffee oder Tee. Im Moment bin ich hier zum Kaffeetrinker geworden. Zu Hause trinke ich morgens eigentlich immer nur Tee. Hier an diesem Ort habe ich mich sehr wohl gefühlt, die Familie ist sehr herzlich :) So sage ich auch nicht nein, als ich dann gefragt wurde, ob sie ein Bild für Facebook machen dürfen. Klar, dürfen sie und ich habe es mir gerade runtergeladen und zeige es hier auch.

    Das Wetter war von Anfang an sehr sonnig und die Hitze ließ auch nicht lange aus sich warten.

    Am Friedhof, der am Ende der Ortes lag, sieht man am Eingang mehrere Portale. Sie gehörten ursprünglich zum Pilgerhospital San Juan de Arce und stammen aus dem 12. Jahrhundert.

    Wenn man sich dem Wetter etwas anpasst, dann muss ja auch nichts passieren. Ich habe immer viele viele Pausen gemacht und mich ausgeruht, habe Unmengen an Flüssigkeiten zu mir genommen und ich bin auch immer sehr langsam gegangen.

    Morgens war ich fast immer die Erste und bis elf Uhr hatten mich die meisten dann überholt. Am Abend war ich fast immer die letzte. Es kommt ja auch nicht darauf an, wie schnell man ist und auch nicht wieviel man läuft. Das muss man mit sich, seinem Körper, der Zeit, die man zur Verfügung hat, abmachen.

    Mach Dir nicht zu viele Sorgen. :)

    MOrgen ist nun mein letzter "Lauftag", dann beende ich den Jakobsweg. Ich muss nachher mal schauen, wieviel ich eigentlich insgesamt gelaufen bin.

    Jetzt schreibe ich ein wenig Bericht weiter. Ich habe wieder ein schönes Zimmer, das Internet funktioniert und ich freue mich, dass ich meine Füße ausstrecken kann.

    Was für eine Tragödie, ich habe auch gelesen, dass es schon 9 Hitzetote in Spanien gab. In Japan muss es besonders schlimm sein, im Stern steht, dass es schon 100 Hitzetote gab und 70.000 Menschen mussten wegen Hitzschlag in Krankenhäusern behandelt werden.

    Von Deutschland liest man ja wenig.

    Ich bin gegen 18 UHr in Atapuerca angekommen, wie immer völlig k.o., denn auch mir machte nach anfänglichem Frösteln die Hitze zu schaffen. Ich bin jetzt 19,2 Kilometer gelaufen und 12,5 km mit dem Bus gefahren, abders war es nicht zu schaffen. Ich wäre ja immer noch unterwegs.

    Am Abend brennen meine Füße wie verrückt un dtun ganz schön weh. Am MOrgen ist aber immer wieder alles gut.

    Dieses Mal habe ich eine Bar im Haus, wie bequem! <%%

    Ja, das habe ich gelesen. Das war aber eine ganz andere Ecke. Mittlerweile ist es jetzt auch wieder heiß. Ich habe heute etliche getroffen, die ohne Wasser losgezogen sind und auf einen Brunnen nach 5 Kilometern hofften, gab es aber nicht. Wie kann man so unvorbereitet und blauäugig losziehen?

    In jedem Führer steht der Hinweis darüber, dass man sich eindecken soll, ebenso gibt es auch nun bis Burgos keine Möglichkeit an Geld ranzukommen. Ich gehe immer mit 2 gefüllten Flaschen los . Ich habe von meinem Wasser angeboten, das wollte aber keiner.

    Ist jetzt schon Näheres über die Umstände bekannt?

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