Beiträge von Petra

    Da wir nicht so viel fahren müssen, sind wir ganz gemütlich nach dem Frühstück losgefahren. In Voss haben wir nur kurz getankt, sind einmal durch den Ort gefahren, aber so richtig hat uns da nichts angelacht, also nix wie weiter.

    Dann sahen wir, wie sich die Passstraße hoch hinauf windet, es gibt wirklich einige Serpentinen. (Bild 4 + 5) Da ich ja bekanntlich auf dem flachen Land lebe, habe ich zu den Serpentinen ein anderes Verhältnis, fast so wie mit den Tunneln. :ffffluestern

    Einmal tief Luft holen und dann geht es auch schon los. Nur einmal treffe ich auf ein auto in der Kehre, aber auch das ist kein Problem, ich fahre eh im kleinen Gang.>$

    5. Etappe von Liland (bei Voss) nach Lunde (südlich von Skei) 183 km

    Hier die Karte zu der gefahrenen Strecke.

    Die ursprünglich von mir geplante Strecke fand Friedrich heute morgen einfach nur langweilig, es wäre die E 16 gewesen. Friedrich hatte ja recht, nur die andere Strecke hat viel Serpentinen...

    Ich ließ mich dann doch überreden und wir nahmen dann die RV 13 ab Voss über das Vikafjell, früher eine wichtige Passstraße, heute nimmt man halt die bequeme Europastraße. Ich habe es nicht bereut!

    Margarete copy & paste... ;)

    Silke genau an Dich habe ich auch daran gedacht, man kann dort einiges machen wie Base Jumping etc...

    Wir haben wieder ein geiles Plätzchen gefunden... eine Farmers Familie vermietet Zimmer, so schön hier...

    Jetzt verstehe ich auch, warum man den Ort Lunde nicht findet. Es gibt 3 Häuser hier, traumhaft schön. Morgen machen wir einen Erholtag hier...

    Um halb acht erreichten wir unser Ziel. Ich hatte mir eine Unterkunft etwas außerhalb gesucht. Wir bekamen ein kleines Upgrade und bewohnen jetzt ein großzügiges Apartment, mit 2 Schlafzimmern, 1 Wohnbereich, Küche, Abstellraum mit Waschmaschine und Bügeleisen (haha), Badezimmer und Balkon, dazu noch die irre Aussicht. Schade, dass wir nur eine Nacht hierbleiben.

    Die Strapazen sind schnell vergessen, ich stelle nur fest, dass ich jetzt auch zerstochen bin...

    Morgen müssen wir nicht so weit fahren, aber Tunnel wird es genug geben.

    Viele Grüße und gute Nacht!

    Petra

    Die Strecke ist landschaftlich einfach nur schön. Ich könnte an jeder Ecke anhalten und fotografieren.

    Da wir jedoch mit einer Gesamtfahrtzeit von 8 Stunden rechnen (Pausen eingeschlossen) müssen wir uns ranhalten. Man kann/darf hier nämlich meist nur zwischen 50 und 70 km/h fahren, selten auch mal 80.

    An zwei Wasserfällen müsssen wir aber unbedingt anhalten, es gibt natürlich jede Menge davon.

    Unterwegs treffen wir viele nette Reisende, manche fahren im Auto, andere mit Motorrad oder gar Fahrrad. Da hört man so manch nette Geschichte.

    Auf dem 2. Bild sieht man so einen Naturtunnel ohne Beleuchtung. Wir machen an der Tankstelle eine Rast und wir verputzen den Rest von der Pizza, denn ich habe natürlich nicht alles geschafft. Kalt schmeckt sie auch...

    Heute morgen hatten wir im Hotel nach heißen Wasser für unsere Thermoskanne gefragt. Kein Problem, man machte uns sogar die Kanne voll mit frisch aufgebrühtem Kaffee. :thump: Unterwegs kauften wir dann noch die Milch dazu. Lustig war, Friedrich gab mir das "Kleingeld" dazu und wieder erfuhr ich, dass ich mit alten Münzen bezahlen wollte, die man aber nicht annahm!:Kopffass: Wir haben wohl doch zu lange mit unserem Norwegenurlaub gewartet. :ffffluestern

    4. Etappe von Jørpeland nach Lilandtunet - 312 Kilometer, die es in sich hatten.

    Karte siehe hier!

    Diese Fahrt werde ich nicht so schnell vergessen, ein Tunnel jagte den anderen, mal kurz, mal lang, mal ein Naturtunnel mit wenig Licht und manchmal sogar komplett dunkel, da kommt Freude auf. In einem Tunnel fuhren wir fast einmal rund und bevor wir die Hardangerbrua erreichten fuhren wir einige Kilometer Tunnel, dann kam (im Tunnel!) ein Kreisverkehr und es ging 8 Kilometer weiter auf die Brücke und vom dort gleich wieder in einen Tunnel einzufahren, um einen weiteren Kreisel zu durchfahren und dann wieder an die 8 Kilometer tunnelfahrt zu erleben. Da kommt bei mir wirklich Freude auf!

    Gestern Abend sind wir dann noch essen gegangen, die Auswahl ist nicht sehr groß, aber es gibt eine Pizzaria. Auf dem Weg dorthin sahen wir einen "Volkasauflauf, ganz Jørpeland hat sich versammelt, man feiert jetzt 3 Tage lang, Buden waren aufgestellt, eine Band spielte und man war gerade dabei die längste Torte vorzubereiten.

    Wir schauten eine Weile zu und aßen dann erst einmal unsere Pizza. Auf dem Rückweg schauten wir dann wieder bei dem Fest vorbei und wir staunten nicht schlecht, die längste Torte war schon ziemlich aufgegessen. Wir bekamen auch noch so ein leckeres Sahnestück geschenkt, Völlerei sage ich nur...

    Übrigens Friedrich ist total zerstochen, das ganze Gesicht ist ziemlich ramponiert, es sind die kleinen Knots, wie man hier sagt. Ich wurde nur am Scheitel gestochen, ist auch blöde.

    Nun erreichen wir das Ende des Lysefjords, hier befindet sich der Ort Lysebotn. Auch hier gibt es ein Kraftwerk. Interessant für Mopedfahrer ist die Serpentinenstraße, die ich schon erwähnt hatte und ebenso ein Touristenziel, das Base-Jumping vom Kjerag

    Auch hier passierte es, dass viele Autos nicht mitgenommen wurden. Auf der Rückfahrt habe ich dann nicht mehr fotografiert, außer an der Anlegestelle Bakken kai, hier werden Wanderer aufgesammelt. Diese Gegend ist perfekt für Wanderungen.

    Auch auf der Rückfahrt sahen wir wieder die drei Motorradfahrer, die die Hoffnung auf Mitnahme scheinbar nicht aufgegeben haben. Aber auch jetzt hatten sie keine Chance.

    Die Fahrt hat uns gut gefallen, denn wir wollten ja einen ruhigen Tag verleben.

    Lustig war noch drei Touristen vergaßen auszusteigen, die Fähre setzte sich gerade in Bewegung und die Besatzung schüttelte nur mit dem Kopf und fuhr weiter. Aber nach einigen Minuten drehten sie doch noch einmal bei und die 3 konnten sichtlich erleichtert die Fähre verlassen.

    An der nächsten Anlegestelle werden die geleerten Mülltonnen wieder zurückgebracht. Eine Straße gibt es nicht, nur ein paar Häuser.

    Dann kommen wir nach Florli^, sehr abgelegen, denn man erreicht den Weiler nur mit einer Fähre, einem privaten Boot oder zu Fuß. ier gibt es ein wasserkraftwerk und bekannt ist der Ort wegen der längsten Holztreppe der Welt mit 4.444 Stufen. Es gibt ein Hostel, Ferienwohnungen und Gastronomie! HIer steigen etliche junge Leute aus.

    Wir kommen nach Forsand, und kaufen in einem kleinen Coop Wasser ein. Dann sehen wir die kleine Fähranlegestelle. Wir sind goldrichtig, denn hier kommt die Auto-, Transport-und Passagierfähre an, die einmal ganz durch den Lysefjord fährt. Super, genau das wollten wir doch gerne machen.

    Wir lesen was von der Abfahrt um 14:20 (was sich jedoch als falsch herausstellte) Es waren verschiedene Haltestellen aufgeführt mal recht vom Lysefjord und dann wieder links am Lysefjord: Sognesand, Flørli, Lysebotn

    Da wir noch über eine Stunde Zeit hatten, suchten wir einen Parkplatz für unsere Maschinen und machten wir ein kleines Picknick am Ufer. Es warteten noch andere auf die Fähre. Wir haben uns überlegt, dass wir nur auf die Fähre gehen, wenn wir auch garantiert zurückfahren können, denn es ist die letzte Fähre.

    Schneller als erwartet kommt die Fähre, wir waren aber bereit. Es wurden nur Passagiere ohne Fahrzeuge mitgenommen, denn es ist nur eine kleine Fähre und der Platz ist voll oder reserviert. Da sah man lange Gesichter bei den Camperfahrern.

    Ich bekam die Bestätigung, dass wir auf der Fähre bleiben können und damit war es klar, wir fahren den 42 Kilometerlangen Lysefjord bis zur Endstation und wieder zurück. Friedrich z<hlte später auf der Fähre 464 NOK für uns beide.

    Wir kommen am Preikestolen vorbei, wie klein doch die Kanzel von unten aussieht. (2. Bild ungefähr in der Mitte oben)

    Ich habe mir die Anlegestellen nicht alle merken können, wir fahren immer mal von einer Seite zur anderen.

    An einem Ort warten 3 Motorradfahrer, aber auch diese werden nicht mitgenommen. Das ist bitter, denn sie haben jetzt kaum eine Chance ohne einen riesigen Umweg nach Lysebotn zu kommen. Allzuviel ist da nicht los, aber es gibt dort eine Gebirgsstraße und eine relativ neue Straße, die nur im Sommer zu fahren ist mit 27 Serpentinen (definitiv nichts für mich! eine davon ist sogar in einem Tunnel, da wird mir schon beim Schreiben schwindelig)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!