Der Seelenwärmer sieht aber gut aus! ![]()
Ich habe an anderer Stelle eine kleine Anleitung geschrieben:
Bild vor dem Hochladen drehen – so geht’s ganz einfach
Der Seelenwärmer sieht aber gut aus! ![]()
Ich habe an anderer Stelle eine kleine Anleitung geschrieben:
Bild vor dem Hochladen drehen – so geht’s ganz einfach
Wenn ein Bild im Beitrag quer liegt, könnt ihr es vorher kurz drehen und dann neu hochladen. Das funktioniert auf Handy und Laptop im Prinzip immer gleich:
Wichtig: Erst drehen und speichern, dann im Forum hochladen – nicht umgekehrt.
Viele Grüße
Petra
Liebe Fories,
um eure Privatsphäre bestmöglich zu schützen, werden ab sofort alle EXIF-Daten automatisch aus hochgeladenen Bildern entfernt.
EXIF-Daten sind unsichtbare Zusatzinformationen, die viele Kameras und Smartphones in Fotos speichern. Dazu können unter anderem gehören:
Besonders die GPS-Daten können sehr sensible Informationen enthalten – zum Beispiel den genauen Standort eurer Wohnung oder anderer privater Orte. Um zu verhindern, dass solche Daten unbeabsichtigt veröffentlicht werden, löscht das Forum diese Informationen jetzt automatisch.
Für euch ändert sich dadurch nichts: Die Bilder werden wie gewohnt angezeigt, nur eben ohne versteckte Zusatzdaten.
Danke euch für euer Verständnis – gemeinsam bleibt unser Forum ein sicherer Ort.
Viele Grüße
Petra
Die Brücke war für uns jederzeit zugänglich, und das haben wir an diesem Tag ausgiebig genutzt. Von oben hatten wir eine riesige Rundumsicht. Jonas schnappte sich meine kleine Fuji und probierte sie begeistert aus.
Ansonsten passierte nicht allzu viel. Gerade als ich mich gegen 23 Uhr bettfertig gemacht hatte – dieses Mal wieder im Pyjama – klopfte es an der Tür: Walross in Sicht! Raus aus dem Bett, rein in die Klamotten und an Deck gestürmt. Doch genau in diesem Moment sprang es ins Wasser und war verschwunden.
Viele Grüße
Petra
Wie wir am nächsten Tag erfuhren, blieben wir nicht an dieser Stelle im Packeis. Es war einfach kein Eisbär in Sicht, obwohl die frischen Fußspuren eindeutig zeigten, dass einer ganz in der Nähe gewesen sein musste.
So hatten wir eine ruhige Nacht und konnten durchschlafen, ohne in die bereitgelegten Sachen zu schlüpfen. Da wir fest mit einem Weckruf gerechnet hatten, lagen wir vorsichtshalber gleich mit Klamotten auf dem Bett. Be prepared!
Beim Frühstück um 7:30 Uhr erfuhren wir den weiteren Plan: Wir fahren zu einem anderen Gebiet und halten dort Ausschau. So ist das in der Natur – es gibt keine Garantie auf Sichtungen.
Auch wenn der Eisbär sich nicht blicken ließ, hatten wir Glück: Auf einer Eisscholle entdeckten wir eine Bartrobbe (Erignathus barbatus) mit Nachwuchs. Nach dem Walross ist die Bartrobbe eine der größten Robben der Arktis. Das ergab ein paar schöne Fotomöglichkeiten, die wir natürlich ausnutzten.
Auch der Eissturmvogel (Fulmarus glacialis) zog wieder seine Runden vor dem Schiff. Wir haben ihn immer wieder gesehen – kein Wunder, er verbringt fast sein ganzes Leben auf dem Meer.
Nach einer kurzen Nacht saßen wir am nächsten Morgen wieder alle am Frühstückstisch. Viel Schlaf braucht hier niemand – wir haben schließlich keinen Erholungsurlaub gebucht, sondern ein Abenteuer. Heute soll es ins Packeis gehen, und natürlich hoffen wir darauf, endlich einen Eisbären zu entdecken.
Die See ist deutlich rauer geworden, das Schiff wird ordentlich hin und her geschüttelt. Gegen 10 Uhr erreichen wir die ersten Eisschollen. In der Ferne taucht ein Grönlandwal mit seinem Nachwuchs auf, begleitet von Eissturmvögeln und Möwen, die mühelos über die Wellen gleiten. Die Bewegungen des Bootes werden intensiver, aber das richtig dicke Packeis liegt noch vor uns.
Am frühen Nachmittag gönnen wir uns ein kleines Schläfchen – wir wollen schließlich fit sein, falls sich ein Eisbär blicken lässt. Seine frischen Fußspuren haben wir ja bereits gesichtet, also könnte es jederzeit spannend werden.
So wie ich es verstanden habe, wollen wir uns im Packeis festfrieren lassen und bis zum Morgen dort bleiben. Ein faszinierender Gedanke: einfach im Eis ankern und die Stille der Arktis auf sich wirken lassen.
Wir befinden uns auf 81.6215° N, 18.7646° E – nur knapp 930 Kilometer vom Nordpol entfernt. Näher kommt man selten.
Hier ist ein kurzer Clip mit Aufnahmen von unserer Zodiac‑Tour und von der Virgo aus. Die Mischung aus Eisbergen, Meer und der arktischen Landschaft gibt einen schönen Eindruck von diesem Tag.
Musik: Frédéric Chopin (Public Domain)
Beim Abendessen folgte die nächste Ankündigung: Um 22 Uhr würden wir erneut rausfahren. Ziel war die Insel Moffen. Vor der Wet-Landing hatte ich etwas Respekt, aber alles klappte wunderbar. Auf der Insel leben zwei Walrosskolonien, und wir bekamen erneut Sicherheitsanweisungen – diese Tiere sind beeindruckend, aber nicht zu unterschätzen.
Etwa drei Stunden verbrachten wir auf Moffen und hatten viele Gelegenheiten, die Walrösser in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren 📸.
Gegen 1 Uhr lag ich schließlich im Bett – wissend, dass es wieder eine kurze Nacht werden würde 😴.
Unterwegs waren wir heute in: Smeerensburgfjorden, Fairheaven, Raudfjorden und auf der Insel Moffen
Nach dem Mittagessen, gegen 14 Uhr, wurden die Zodiaks zu Wasser gelassen. Warm eingepackt stiegen wir nacheinander die Leiter hinunter und setzten uns in die Boote. Der Fahrtwind war eisig, aber dank der vielen Schichten blieb ich angenehm warm. Rund drei Stunden waren wir unterwegs 🚤.
Kaum zurück auf der Virgo, ertönte der nächste Alarm: Eisbär! 🐻❄️ In der Ferne wurde ein einzelner Bär entdeckt. Anfangs hatte ich Mühe, ihn zu sehen – er war wirklich weit entfernt –, aber schließlich konnte ich ihn doch ausmachen.
Wir sahen an diesem Tag unglaublich viel, egal ob vom Schiff oder vom Zodiak aus: Möwen, Alken, Rentiere im Schnee, Königseiderenten und sogar ein Walross, das gemütlich auf einer Eisscholle lag 🦭. Die Eindrücke prasselten nur so auf uns ein.
Damit der Bericht zusammenhängend bleibt, schließe ich hier. Fragen und Kommentare bitte hier hinschreiben. ![]()
✈️ Unsere Anreise nach Oslo und Spitzbergen – inklusive eines kleinen Schreckmoments am Flughafen und der Geburtstagsfeier meines Mannes am 8. Mai – habe ich hier separat beschrieben: Anreise nach Oslo und Spitzbergen
Am 9. Mai starteten Karin und ich unsere Reise mit der M/S Virgo, einem kleinen Expeditionsschiff für nur zwölf Gäste, das eine warme, familiäre Atmosphäre bietet. Ursprünglich als schwedisches Arbeitsschiff gebaut, wurde sie komplett für Polarreisen umgerüstet. Mit ihrer gemütlichen Panorama‑Lounge und viel Deckfläche eignet sie sich perfekt für Tierbeobachtungen und Fahrten in abgelegene Buchten ❄️.
Unsere Arktis‑Expedition buchten wir über WildPhoto Travel, ein Team, das mir bereits von unserer Südgeorgien‑Reise 2023 in bester Erinnerung geblieben war. Die Wiederbegegnung mit Jonas Beyer und Frede Lamo an Bord machte den Start der Reise gleich noch schöner 🤗.
Mit dem Bus wurden wir vom Hotel in Longyearbyen abgeholt und zum Schiff gebracht. Wir waren eine internationale Gruppe: Sambia, Schweiz, Österreich, Polen, Neuseeland, USA und die Niederlande waren vertreten 🌍.
Nachdem unser Gepäck in die Kabinen gebracht worden war, trafen wir uns alle in der Lounge. Der Kapitän und seine Mannschaft begrüßten uns herzlich und stellten sich vor. Dann folgten die üblichen Besprechungen, Sicherheitseinweisungen, Informationen und so weiter.
Es gibt feste Essenszeiten: 7:30 Frühstück, 13:00 Mittagessen und 18:30 Abendessen. Der Koch hatte ganz schön zu tun, denn es gab einige Allergien zu berücksichtigen. Das meisterte er mit Bravour – und das Essen war immer richtig lecker 🍽️.
Nach dem Essen bekamen wir unsere Schutzanzüge, Gummistiefel und Schwimmwesten, die wir auch gleich anprobieren mussten.
Zum Schluss gab es noch die Info, dass wir in der ersten Nacht nicht mit Überraschungen rechnen müssten. Wir sollten uns ausschlafen, denn die nächsten Tage würden sehr anstrengend werden 😴.
Ich machte mich bettfertig, und gerade als ich mich hinlegen wollte, kam die Durchsage: „Alles an Deck – Walalarm, Blue Whale!“ 🐋 Also schnell alles über den Schlafanzug gezogen, Kamera geschnappt und raus an Deck. Das muss noch besser klappen, aber es war eine gute Übung. Der Blauwal hatte zwar abgedreht, aber ein paar Delfine sprangen vor dem Boot herum 🐬.
Nun ging’s aber wirklich ins Bett – und wir wurden nicht mehr geweckt.
🌊 Vom Isfjorden ging es für uns hinaus aufs offene Meer, entlang von Prins Karls Forland und weiter hinunter zu den Svalbardbanken ❄️.
Hier geht's dann weiter:
Abschied von Friedrich und warten auf die Einschiffung
Heute Morgen packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Wir begleiteten Friedrich noch zum Bus um 10:45h, denn er fliegt heute wieder nach Hause. Allerdings wurde auch sein Flug mehrfach umgebucht und heute erreicht er nur Frankfurt und muss dort einmal übernachten.
Karin und ich checkten um 11 Uhr aus und machten es uns in der Lobby vor dem Kaminfeuer gemütlich. Das Wetter hat sich geändert, es schneit, ist grau in grau, da haben wir wirklich keine Lust noch draußen herumzuwandern.
Wir haben ja auch so gut wie alles hier gesehen.
Ich habe die Zeit genutzt und diesen Bericht jetzt zu Ende geschrieben, denn das war es jetzt endgültig aus Longyearbyen. In einer 3/4 Stunde werden wir abgeholt und es geht auf´s Schiff, die MS Virgo.
Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet. Zum Bericht schreiben werde ich weder die Muße noch die Zeit haben. Das wird dann später nachgeholt.
Viele Grüße
Petra
Auf dem Rückweg sahen wir einige Paraglider. Wir hatten uns auf dem Hinweg schon über die langen Gepäckstücke am Flughafen gewundert. Nun wissen wir es.
Auch eine Schneeammer ließ sich hinter der Kirche im Schnee blicken. Am schönsten war jedoch der Blick von der Kirche auf den Ort, diese Bild stammt auch von Karin. ![]()
Am späten Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang zur nördlichsten Kirche der Welt. Der Weg ist nicht weit – rund 1,3 Kilometer, wenn man unseren kleinen Irrweg nicht mitzählt. Die heutige Svalbard‑Kirche wurde 1958 eingeweiht und ist ein schlichter, roter Holzbau mit etwa 140 Sitzplätzen. Sie steht etwas erhöht über dem Ort und ist rund um die Uhr geöffnet – ein wichtiger Treffpunkt für die kleine Gemeinschaft hier oben in der Arktis. Die erste Kirche von 1921 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später durch das heutige Gebäude ersetzt.
Als wir ankamen, fand gerade eine Chorprobe statt, sodass wir auf Innenaufnahmen verzichteten und die besondere Atmosphäre einfach auf uns wirken ließen.
Auf dem Weg zur Kirche kamen wir auch am Gedenkstein für John Munro Longyear vorbei – dem Mann, nach dem Longyearbyen benannt ist. Er war ein amerikanischer Unternehmer, der Anfang des 20. Jahrhunderts den ersten großen Kohlebergbau auf Spitzbergen aufbaute und damit die Grundlage für die heutige Siedlung legte.
Das Bild von der Kirche hat Karin gemacht. ![]()
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