Gebucht haben wir das Hotel Czardasz ca. 2 Kilometer außerhalb von Luzino, einem kleinen Ort. Eine sehr ruhige Ecke. Wir haben ein schönes großes Zimmer mit Balkon und schauen über Felder und Wiesen zum Wald.
Das war´s mal wieder.
Viele Grüße
Petra
Gebucht haben wir das Hotel Czardasz ca. 2 Kilometer außerhalb von Luzino, einem kleinen Ort. Eine sehr ruhige Ecke. Wir haben ein schönes großes Zimmer mit Balkon und schauen über Felder und Wiesen zum Wald.
Das war´s mal wieder.
Viele Grüße
Petra
Nun gingen wir langsam wieder zurück, es zogen nämlich etwas dunklere Wolken auf.
Von Danzig sind wir erst gegen Mittag losgefahren, nun verspürten wir einen lecihten Hunger. Hier auf dem Lande sieht es mit der Verständigung nicht ganz so gut aus. Wir sahen ein Lokal und lasen Pierogi, wunderbar, die kannten wir ja von gestern. Da gingen wir rein.
Ich versuchte es auf englisch oder deutsch, nee, ich erntete nur ein Kopfschütteln. Dann sagte ich vegetarianski, auch das war wohl falsch. Daher zeigte ich ihr meine kleine Karte mit dem Satz (Polnisch für Vegetarier![]()
Jestem wegetarianką. (for a girl/ woman) Jestem wegetarianinem. (for a boy, man)
und schon strahlte sie und sagte was mit Spinat, prima, also nahm ich Piroggen mit Spinat und für Friedrich bestellte ich die Ruski, die wir ja vorgestern nicht bekommen haben.
Dazu tranken wir ein Lech free, also ohne Alkohol. Meine Piroggen waren vegetarisch, Friedrichs kamen mit Speck. Er hat sie aber gegessen und es hat ihm gut geschmeckt.
Es gibt einen schönen Marktplatz. Dort fanden wir auch die beiden Schilder, einmal den Stadtgrundriss von heute und der andere zeigt den von damals.
Unser erster Stop auf dieser Etappe machten wir in Wejherowo, ehemals Kreisstadt und sie hieß damals Neustadt in Westpreußen. Wejherowo nennt sich selbst die "Geistige Hauptstadt der Kaschuben". Ziel der Pilger ist die Schutzheilige Wejherowos und seiner Umgebung, die Muttergottes, deren Heiligenbild 1999 von Johannes Paul II. gekrönt wurde.
Die Stadt liegt an der "Bundesstraße" 6, bis hieher war es eine wilde Fahrerei auf der vierspurigen Straße mit viel Verkehr.
Wir fanden einen Parkplatz vor der Fußgängerstraße und vergaßen ein Parkticket zu ziehen, was aber keinem aufgefallen ist.
Gestern sind wir nur eine kurze Etappe von 67 km gefahren, unser Standort ist Luzino, in dieser Gegend ist meine Großmutter aufgewachsen, mein Vaer geboren und meine Großeltern haben hier geheiratet und ihre ersten Jahre verlebt. All diese Orte möchten wir gerne in den nächsten 2 Tagen aufsuchen.
Die Karte:
Es hat sich alles aufgeklärt, das Hotel hat sich entschuldigt. Eine Mitarbeiterin hat einen Fehler gemacht. Na gut, das ist zwar nicht professionell aber es kann halt passieren.
Gestern hatten wir nur eine kurze Fahrt, aber ich war am Abend einfach nur kaputt und hatte keine Lust Bilder einzustellen, die kommen dafür jetzt. ![]()
Gut gesättigt und zufrieden machten wir uns wieder auf den Heimweg. Noch einmal hielten wir für ein Foto an. Es gab nun ein paar dunkle Wolken, aber wir blieben vom Regen verschont. Zurück nahmen wir dann den "richtigen" Weg und kamen dementsprechend schneller voran. Nur in Danzig, mussten wir schauen, welche der vielen Schnellstraßen die richtige ist. Aber wir haben uns nur einmal verfahren, weil wir unser Hotel zwar sahen, aber nicht abbiegen durften. Daher drehten wir dann noch eine kleine Runde.
Das war´s mal wieder, morgen geht die Fahrt weiter!
Viele Grüße
Petra
Mittlerweile haben wir richtig gut Hunger bekommen, aber noch war kein Café oder Restaurant in Sicht. So fuhren wir mit den Motorrädern in den Ort Hel und gingen in das erstbeste Restaurant, wo wir dachten, dass wir dort etwas zu essen bekämen.
Auf der Speisekarte fanden wir Piroggen, eine typische polnische Mahlzeit. Es sind hauchdünne gefüllte Nudeltaschen mit gebratenen Zwiebeln und Öl beträufelt.
Mhmm, die haben gut geschmeckt. Wir nahmen welche mit Spinat und Käse, Friedrich wollte urspünglich welche mit Kartoffeln und Quark, aber die gab es nicht mehr, so nahm er welche mit Sauerkraut und Pilzen gefüllt.
Das hat uns sehr gut geschmeckt. Der Ort erinnerte uns an Steinhude, hier gehen auch die mit Bussen angekarrten Touristen auf den vorgegebenen Wegen spazieren. ![]()
Wir fahren durch einige wenige Ortschaften durch und zu meiner Beruhigung sehe ich auch eine Tankstelle. Ich hatte nämlich schon die Befürchtung, dass es hier keine gibt.
Dann erreichen wir den Ort Hel und suchen uns einen Parkplatz. Die sind alle kostenpflichtig.
5 Zl pro Motorrad (aber für den ganzen Tag, wie er meinte)
Eigentlich wollte ich schon in Władysławowo einen Kaffee trinken, aber wir haben nicht gefunden. Jetzt aber endlich in Hel. Wir gehen zum Hafen, hier fahren die Fähren zum Festland ab, aber es sind nur Personenfähren, Motorräder oder Autos können nicht mitgenommen werden.
Es ist alles durchorganisiert. Es fahren kleine Elektroautos und bringen die Besucher in den Ort Hel oder auch zur Südspitze. Wir gehen zu Fuß dorthin, also zum südlichsten Punkt. Es gibt einen kurzen Wanderweg, dann erreichen wir einen kleinen Strand, hier stehen auch noch ehemalige Bunker. So richtig umgeworfen hat uns der Besuch hier nicht.
Dann machten wir uns aber wieder auf den Weg zu den Motorrädern, denn wir wollten ja noch weiterfahren. Bis zur Spitze der Halbinsel Hel waren es ungefähr 36 Kilometer. Es gibt eine Straße mit 2 Fahrbahnen und östlich davon eine Eisenbahnlinie.
Wir sehen viel Campingplätze, dicht mit Campingfahrzeugen belegt. Die Halbinsel hat sehr viel Wald und einen von der Straße getrennten Fahrradweg.
An manchen Stellen ist die Insel nur 400 Meter breit. Wir konnten aber nie beide Wasserseiten sehen.
Die ersten 3 Bilder sind noch von Władysławowo.
Wir bleiben ein Weilchen oben stehen und genossen den weiten Rundumblick.
Und die Sicht war fantastisch! Dann stiegen wir nach oben, die Treppen wurden richtig steil.
Das ehemalige Fischerhaus stammt aus den Jahren 1953 - 1956 und war seiner Zeit sehr umstritten, denn es sollte den Bewohnern zugute kommen, kostete jedoch eine Menge Geld. Heute ist unter anderem das Standesamt in diesem Gebäude untergebracht.
Wir wollten auf den Turm hinaufsteigen, denn das Wetter war prima und so erhofften wir uns eine schöne Sicht von oben.
Es gibt 2 Plattformen, wir wollten natürlich auf beide rauf. Der Preis betrug pro Person 15 ZL (das sind nicht ganz 4 Euro)
Aus Danzig rauszukommen, das war schon nervig. Wir sind dann auch nicht die Schnellstraße gefahren, sondern an der Küste entlang. Das hieß Staus, Baustellen und Umleitungen. Blöd nur, dass die Beschilderung mitten in der Umleitung aufhörte und wir natürlich nicht abgebogen sind und irgendwo in einem Wohnviertel nicht mehr weiterkamen.
Hinter Gdynia wurde es dann besser, wir fanden den Weg über Reda und Puck nach Władysławowo (Großendorf). Hier wollten wir unsere erste Pause machen, wobei wir nichts über den Ort wussten, denn hinter dieser Stadt fängt die Halbinsel Hel an.
Übrigens befinden wir uns in Kaschubien, hier lebt die Volksgruppe der Kaschuben, ein westslawisches Volk mit eigener Sprache, die auch noch gepflegt wird.
Das Wetter versprach wieder prima zu werden, schon am Morgen lachte die Sonne.
Auf dem Parkplatz von unserem Hotel lachte mich ein Schild an. (Bild 3 + 4) Das ist doch mal eine klasse Idee! Ich hatte den Platz nämlich als Parkplatz für Behinderte angesehen, nein er ist für Familien mit Kindern! ![]()
Bild 1 ist der Garten vom Hotel und Bild 2 in der Lobby
Heute Morgen haben wir mal französisch gefrühstückt in einem netten kleinen Lokal ganz in der Nähe von unserem Hotel.
Tagesausflug von Danzig zur Halbinsel Hel - 223 Kilometer
Die Karte:
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